Entpersonalisierte Führung - Darstellung und Diskussion einer zentralen Führungsdimension
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Andre Barthels
- Abgabedatum: September 2003
- Umfang: 62 Seiten
- Dateigröße: 581,1 KB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: FernUniversität in Hagen Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-7616-8
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-7616-8 P - ISBN (CD) :978-3-8324-7616-8 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Barthels, Andre September 2003: Entpersonalisierte Führung - Darstellung und Diskussion einer zentralen Führungsdimension, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Technologie, Bürokratie, Differenzierung, Organisationskultur, Strategie
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Diplomarbeit von Andre Barthels
Zusammenfassung:
Der Begriff „entpersonalisierte Führung“ scheint zunächst ein Paradoxon zu sein, da unter Führung im täglichen Sprachgebrauch eine - wie auch immer geartete - persönliche Interaktion verstanden wird. Tatsächlich existieren jedoch Möglichkeiten, die Führung auch ohne direkten Kontakt zwischen Führer und Geführtem ermöglichen. Entpersonalisierte Führung bedeutet nicht, dass sie ohne Mitwirkung von Individuen stattfindet. Das Gegenteil ist der Fall. Alle entpersonalisierten Führungsmaßnahmen beziehen sich auf eine Personenmehrheit (unter Umständen auf alle Organisationsmitglieder) und müssen durch Individuen (meist Mitglieder der oberen Führungsebenen oder zentraler Abteilungen) „angestoßen“ werden. Ihre Wirkung entfalten derartige Maßnahmen dann jedoch losgelöst von der direkten Führung.
Obwohl es sich um die weniger bekannte der beiden Führungsdimensionen handelt, verbergen sich hinter dem Begriff „entpersonalisierte Führung“ unter anderem so alltägliche Erscheinungen wie Maschinen, die in einer bestimmten Art und Weise bedient werden müssen, Formulare, die vorschriftsgemäß ausgefüllt werden müssen, aber auch Strategie und Kultur einer Organisation, die das Denken und Handeln ihrer Mitglieder prägen. Die entpersonalisierte Führung ist damit in der Mehrzahl der Organisationen allgegenwärtig und wird von den Betroffenen - sowohl Führer als auch Geführte - kaum als solche wahrgenommen. Hierin besteht der „Fluch und Segen“ dieser Führungsdimension: Fluch, weil sich die Unternehmensführung ihrer Möglichkeiten oft nicht bewusst ist, und Segen, weil das Verhalten der Geführten fast unbemerkt beeinflusst werden kann, ohne dass es der persönlichen Einwirkung eines Führers bedarf. Die Bedeutung dieser Führungsdimension und die Fragen, die sie aufwirft, rechtfertigen die ausführliche Betrachtung und Würdigung im Rahmen dieser Diplomarbeit.Der Begriff der „entpersonalisierten“ Führung umschreibt die aus der Zweidimensionalität der Personalführung resultierende unpersönliche Komponente der Verhaltenssteuerung von Mitarbeitern.
Darüber hinaus wird der Frage nachgegangen, wie das Phänomen der entpersonalisierten Führung zu beschreiben und zu erklären ist, welche konkreten Handlungsoptionen es der Unternehmensführung bietet, welche Chancen und Risiken die entpersonalisierte Führung in sich birgt und wo die Grenzen für ihren Einsatz liegen. In diesem Zusammenhang werden insbesondere die verschiedenen Medien der entpersonalisierten Führung beschrieben und kritisch gewürdigt. Dabei werden ethische Aspekte genauso berücksichtigt wie mögliche Einflüsse relevanter gesellschaftlicher Megatrends auf die entpersonalisierte Führung. Den Abschluss der Arbeit bildet eine Darstellung der Implikationen für Forschung und Praxis, die insbesondere zukünftigen Forschungsbedarf und Konsequenzen für die betriebliche Praxis aufzeigen soll. Die Arbeit basiert auf einer umfangreichen Analyse der vorhandenen Literatur. Die verschiedenen Quellen wurden systematisch auf themenrelevante Ansätze untersucht, unter der vorgegebenen Thematik zusammengeführt und kritisch gewürdigt. Die Art der Aufgabenstellung erforderte keine eigenen empirischen Untersuchungen.
Das Ziel dieser Arbeit ist die Vermittlung eines umfassenden Verständnisses der Bedeutung und Wirkungsweise der entpersonalisierten Führung und ihrer Medien. Der Leser soll mit ihren Erscheinungsformen vertraut gemacht und für die Probleme ihres Einsatzes sensibilisiert werden.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | II | |
| Tabellenverzeichnis | IV | |
| Abbildungsverzeichnis | IV | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Definition der relevanten Begriffe | 2 |
| 2.1 | Personalführung | 2 |
| 2.2 | Zweidimensionalität der Personalführung | 4 |
| 2.2.1 | Das Phänomen der Zweidimensionalität | 4 |
| 2.2.2 | Persönliche und unpersönliche Führung | 4 |
| 2.2.3 | Entpersonalisierte Führung als Spezialfall der unpersönlichen Führung | 5 |
| 3. | Darstellung ausgewählter Systematisierungsansätze | 6 |
| 3.1 | Entpersonalisierte Führung nach Türk (1995) | 6 |
| 3.2 | Indirekte Steuerung nach Sandner (1992) | 7 |
| 3.3 | Strukturell-systemische Führung nach Wunderer (2003) | 8 |
| 3.4 | Vergleichende Gegenüberstellung der Ansätze | 9 |
| 4. | Medien der entpersonalisierten Führung | 10 |
| 4.1 | Technologie | 10 |
| 4.1.1 | Historie und Begriffsdefinition | 10 |
| 4.1.2 | Merkmale der Technologie als Führungsmedium | 11 |
| 4.1.2.1 | Verhaltensbeeinflussung durch Technologien | 11 |
| 4.1.2.2 | Einsatz von Fertigungstechnologien | 12 |
| 4.1.2.3 | Einsatz von Informationstechnologien | 13 |
| 4.1.3 | Kritische Würdigung | 14 |
| 4.2 | Bürokratie | 16 |
| 4.2.1 | Historie und Begriffsdefinition | 16 |
| 4.2.2 | Merkmale der Bürokratie als Führungsmedium | 17 |
| 4.2.3 | Besondere Probleme der Bürokratie als Führungsmedium | 18 |
| 4.2.3.1 | Bürokratisierungsdynamik und Kontrollproblem | 18 |
| 4.2.3.2 | Notwendigkeit und Probleme der Entbürokratisierung | 19 |
| 4.2.4 | Kritische Würdigung | 19 |
| 4.3 | Differenzierung | 22 |
| 4.3.1 | Historie und Begriffsdefinition | 22 |
| 4.3.2 | Merkmale der Differenzierung als Führungsmedium | 23 |
| 4.3.2.1 | Künstliche Hierarchisierung | 23 |
| 4.3.2.2 | Segmentierung des Personals | 23 |
| 4.3.3 | Kritische Würdigung | 25 |
| 4.4 | Organisationskultur | 26 |
| 4.4.1 | Historie und Begriffsdefinition | 26 |
| 4.4.2 | Merkmale der Organisationskultur als Führungsmedium | 27 |
| 4.4.3 | Gezielte Entwicklung der Unternehmenskultur | 28 |
| 4.4.3.1 | Voraussetzungen für die Entwicklung einer Kultur | 28 |
| 4.4.3.2 | Möglichkeiten der gezielten Entwicklung einer Kultur | 29 |
| 4.4.4 | Kritische Würdigung | 31 |
| 4.5 | Strategie und strategische Führung | 33 |
| 4.5.1 | Historie und Begriffsdefinition | 33 |
| 4.5.2 | Merkmale der Strategie als Führungsmedium | 33 |
| 4.5.3 | Kritische Würdigung | 37 |
| 4.6 | Chancen und Risiken des Einsatzes von Medien der entpersonalisierten Führung | 38 |
| 4.6.1 | Vor- und Nachteile entpersonalisierter Führungsmedien | 38 |
| 4.6.2 | Pathologische Effekte als Folge des Einsatzes bestimmter entpersonalisierter Führungsmedien | 39 |
| 4.7 | Zusammenfassende kritische Würdigung | 41 |
| 5. | Ethische Aspekte der entpersonalisierten Führung | 41 |
| 5.1 | Ethische und ökonomische Vernunft | 41 |
| 5.2 | Ethische Schlüsselprobleme des Einsatzes von Medien der entpersonalisierten Führung | 42 |
| 5.3 | Entpersonalisierte Führung und Manipulation | 43 |
| 6. | Entpersonalisierte Führung unter dem Einfluss von relevanten Megatrends | 45 |
| 6.1 | Was sind Megatrends? | 45 |
| 6.2 | Gesellschaftlicher Wertewandel | 46 |
| 6.2.1 | Definition und Nachweis des Wertewandels | 46 |
| 6.2.2 | Führungsrelevante Tendenzen des Wertewandels und ihre Auswirkungen auf die entpersonalisierte Führung | 46 |
| 6.2.3 | Reaktionsmöglichkeiten der Organisation | 48 |
| 6.3 | Demographie | 49 |
| 6.3.1 | Besonderheiten der demographischen Entwicklung in Deutschland | 49 |
| 6.3.2 | Auswirkungen der demographischen Entwicklung auf die entpersonalisierte Führung | 50 |
| 7. | Implikationen für Forschung und Praxis | 52 |
| Literaturverzeichnis | III | |
| Versicherung | VI |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832476168
Arbeit zitieren:
Barthels, Andre September 2003: Entpersonalisierte Führung - Darstellung und Diskussion einer zentralen Führungsdimension, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Technologie, Bürokratie, Differenzierung, Organisationskultur, Strategie



