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Entfernung von Artefakten bei der Flußmessung in der Urodynamik mit Hilfe der Wavelet-Transformation

Entfernung von Artefakten bei der Flußmessung in der Urodynamik mit Hilfe der Wavelet-Transformation
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Robert Vogl
  • Abgabedatum: Juni 1997
  • Umfang: 55 Seiten
  • Dateigröße: 741,8 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Hochschule für angewandte Wissenschaften - Fachhochschule München Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-0608-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-0608-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-0608-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Vogl, Robert Juni 1997: Entfernung von Artefakten bei der Flußmessung in der Urodynamik mit Hilfe der Wavelet-Transformation, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte:

Diplomarbeit von Robert Vogl

Einleitung.

Die rasante Entwicklung der Computertechnik trägt auch in der Medizintechnik einen großen Beitrag zur Leistungssteigerung in der medizinischen Diagnostik bei. Die im Vergleich zum Preis ständig steigenden Speicher- und Rechenkapazitäten erlauben zunehmend die digitale Verarbeitung der analogen Meßsignale. Im Bereich der Diagnostik wird durch die Speicherung der Rohdaten in digitaler Form ein gleichbleibend hoher Qualitätsstandard, sowie ihre Archivierung für zukünftige Auswertungen ermöglicht.

Außerdem können hardwarebedingte Signalverzerrungen häufig durch softwareseitige Lösungen eliminiert werden, was sich wiederum stark auf die Produktionskosten für die Hardware auswirkt.

Gang der Untersuchung:

Die Diplomarbeit beschäftigt sich im ersten Teil (Kapitel 2 bis 4) mit den Grundlagen, die für das Verständnis des bearbeiteten Themas nötig sind. Es wird ein Meßsignal vorgestellt, in dem Störungen auftreten, sowie dessen diagnostische Bedeutung in der Urodynamik. Anschließend werden die verwendeten Geräte und Hilfsmittel beschrieben. Danach werden die theoretischen Grundlagen eines mathematischen Verfahrens erläutert, das Wavelet-Transformation genannt wird. Mit Hilfe der Wavelet-Transformation konnten die Informationen aus den Meßsignalen extrahiert werden, die für die Bearbeitung des vorliegenden Problems nötigen waren. Da die mathematische Berechnung der Wavelet-Transformation nicht unkompliziert ist, soll dieses Kapitel nur eine grobe Einführung in die Theorie enthalten, um ihre Funktionswiese verständlich zu machen. Wer sich jedoch für die genauen mathematischen Zusammenhänge interessiert, sei auf das Literaturverzeichnis verwiesen.

Der zweite Teil dieser Diplomarbeit (Kapitel 5 u. 6) behandelt die Erkennung und Entfernung von Störungen im erwähnten Meßsignal. Aufgrund der hohen Empfindlichkeit des Meßsystems können durch Berührung der Meßvorrichtung, aber auch bei Luftzug oder starkem Bodenschwingen Artefakte in den Meßsignalen entstehen. Im überwiegenden Teil aller Fälle treten die Störungen nur für sehr kurze Zeiträume auf. Solche Probleme können mit Hilfe der Wavelet-Transformation sehr gut behandelt werden, da sie unter anderem Informationen zu lokalen Eigenschaften eines Signals liefert, die mit wenigen Parametern erfaßt werden können.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort 1
1. Einleitung 3
2. Standardmeßprozeduren in der Urodynamik 4
3. Beschreibung des Gerätes und der Hilfsmittel 5
3.1 Ellipse 4 5
3.2 Der Flow-Transducer (Mechanik u. Elektronik) 6
3.3 Die Auswertungssoftware AUDACT 8
4. Die Wavelet-Transformation 10
4.1 Die Fourier-Transformation 10
4.2 Die gefensterte Fourier-Transformation 11
4.3 Die kontinuierliche Wavelet-Transformation 14
4.4 Die diskrete Wavelet-Transformation mit Hilfe der Multiskalenanalyse 18
5. Betrachtung der Frequenzen von Stör- und Nutzsignal 23
5.1 Untersuchung der Messungen mit Hilfe der gefensterten Fourier-Transformation 23
5.2 Untersuchung der Messungen mit Hilfe der Wavelet-Transformation 28
6. Erkennung und Beseitigung der Artefakte 32
6.1 Erkennung der Artefakte mit Hilfe der Waveletkoeffizienten 32
6.2 Beseitigung der Artefakte durch Löschen der Waveletkoeffizienten 37
7. Diskussion der Ergebnisse 38
7.1 Die Schwächen der Artefakterkennung 38
7.2 Möglichkeit zur Verbesserung der Artefakterkennung 41
8. Zusammenfassung 42
9. Literaturverzeichnis 44
10. Anhang 45
10.1 Der für die Wavelet-Transformation verwendete C-Programmcode 45
10.2 Filterkoeffizienten von kompakten orthonormalen Daubechies-Wavelets 49

Automatisiert erstellter Textauszug:

In diesem Diagramm wird die oben erwähnte Unschärferelation von Heisenberg nochmals deutlich sichtbar. Wie in Abbildung 4.7 sind auch hier die Flächeninhalte aller Rechtecke gleich groß. Ihre Form wird an die jeweiligen Frequenzbänder optimiert. Die Rekonstruktion von x[n] ist dank der oben erwähnten Bedingungen für die Filterkoeffizienten (Frequenzbandhalbierung) sehr einfach. Demnach kann die Prozedur der DWT, wie in Abbildung 4.13 beschrieben, einfach umgekehrt werden. Begonnen wird, indem der TP-Anteil und der HP-Anteil der letzten Zerlegungsstufe (Level i) wieder auf ihre ursprüngliche Länge gebracht werden. Dabei wird jeweils zwischen zwei Funktionswerten eine ´0´ eingefügt und das so erzeugte Signal durch einen digitalen Interpolationsfilter geschickt. Das Ergebnis dieses Vorgangs liefert den TP-Anteil der nächst niedrigeren Zerlegungsstufe(Level i-1). Dieser Vorgang wird so lange wiederholt, bis alle Ebenen bearbeitet sind. Die Summe der Signalkomponenten ergibt schließlich das Ausgangssignal x[n]. Die Gleichung (3.3) für die Umsetzung der letzten Stufe der Rücktransformation (Level 1 Level 0) lautet dann wie folgt: x[ n] = [...]

Die ganze Prozedur wird so oft mit dem neu entstandenen Tiefpaßanteil wiederholt, bis nur noch ein Wert übrig bleibt oder sich die Zahl der Werte nicht mehr durch zwei teilen läßt. Abbildung 4.11 schematisiert den Vorgang der Filterung und des “Downsampling by 2“. Durch das “Downsampling“ halbiert sich mit jeder Zerlegungsstufe die Zeitauflösung, was eine Verschlechterung für die Frequenzlokalisierung bedeutet. Da in höheren Zerlegungsstufen immer niedrigere Frequenzen enthalten sind, hat dies keine negativen Folgen, denn diese können ohnehin nicht scharf lokalisiert werden. Die Skalierung wird mit jeder Stufe verdoppelt, denn die Signale der einzelnen Stufen (mit 1/2, 1/4, 1/8, ... der Werte) entsprechen immer noch der Dauer des Ausgangssignals. Weil die Breite der Frequenzbänder mit jeder Stufe halbiert wird, verbessert sich die Frequenzauflösung mit jeder Zerlegungsstufe um das Doppelte. Auf Grund dessen entstand das in Kapitel 3.3 vorgestellte Diagramm zur Darstellung der Waveletkoeffizienten (siehe Abbildung [...]

Haarwavelet ermöglicht die beste Lokalisierung der impulsförmigen Störungen. Einige Tiefpaßfilterkoeffizienten von häufig verwendeten Wavelets (z. B. DaubechiesWavelets) sind im Anhang (Kapitel 9.2) aufgelistet. Die Koeffizienten für die dazugehörigen Hochpaßfilter lassen sich direkt aus denen der Tiefpaßfilterkoeffizienten ableiten, indem man ihre Reihenfolge umkehrt und jeden zweiten Filterkoeffizienten mit ´-1´ multipliziert (siehe Literatur). Um nun die DWT eines Signals x[n] durchzuführen, wird dieses durch beide Filter geschickt und anschließend wird jeder zweite Funktionswert der neu entstandenen Signale gelöscht. Die Löschung jedes zweiten Wertes wird “Downsampling by 2“ genannt. So erhält man zwei neue Signale mit jeweils der halben Anzahl an Samples, wovon eines dem niederfrequenten und das andere den hochfrequenten Teil des Ausgangssignals x[n] enthält. Die Funktionswerte des Signals mit dem hochfrequenten Anteil nennt man Level-1-Waveletkoeffizienten, d. h., sie repräsentieren die Waveletkoeffizienten der ersten Zerlegungsstufe und stellen den ersten Teil des transformierten Signals dar. Dieser enthält alle Frequenzen von der halben Nyquistfrequenz (½ fNy) bis zur Nyquistfrequenz (fNy). Anschließend wird der niederfrequente Teil wieder mit beiden Filtern bearbeitet, und die zwei neuen Signale werden wieder halbiert. Daraus erhält man abermals einen hochfrequenten und einen niederfrequenten Teil mit jeweils nur einem Viertel der Anzahl der Werte des Ausgangssignals. Der neue hochfrequente Teil enthält nun die Level2-Waveletkoeffizienten mit den Frequenzen ¼ fNy bis ½ fNy. Die zwei Filter- und Downsamplingoperationen der ersten Zerlegungsstufe (Level 1) können durch folgende Gleichungen ausgedrückt werden: [...]

Arbeit zitieren:
Vogl, Robert Juni 1997: Entfernung von Artefakten bei der Flußmessung in der Urodynamik mit Hilfe der Wavelet-Transformation, Hamburg: Diplomica Verlag

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