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Energieeffizienz in der öffentlichen Beleuchtung

Energieeffizienz in der öffentlichen Beleuchtung
Über dieses Buch
  • Art: Bachelorarbeit
  • Autor: Daniel Ollinger
  • Abgabedatum: Januar 2010
  • Umfang: 91 Seiten
  • Dateigröße: 3,3 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Trier Deutschland
  • Bibliografie: ca. 60
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-4708-3
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Ollinger, Daniel Januar 2010: Energieeffizienz in der öffentlichen Beleuchtung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Öffentliche Beleuchtung, Straßenbeleuchtung, Energieeinsparung, Energieeffizienz

Bachelorarbeit von Daniel Ollinger

Einleitung:

Zuerst stellt sich die Frage: Warum öffentlichen Beleuchtung?

Die Straßenbeleuchtung erleichtert bei richtiger Auslegung das Sehen im Straßenverkehr für Fußgänger, Radfahrer sowie Kraftfahrer und erhöht somit die Verkehrssicherheit auf den Straßen bei Dunkelheit.

Des Weiteren erhöht die öffentliche Beleuchtung den Schutz der Bürger vor kriminellen Übergriffen und somit die Lebensqualität. Sie steigert auch die Attraktivität der Städte und Gemeinden, was zu einem Zuzug von neuen Bürgern und somit höheren öffentlichen Einnahmen führen kann. Auch dem Besucher kann man mit gezielter Beleuchtung die Orientierung in der fremden Stadt erleichtern und den Besuch angenehm machen.

Es gibt seit 2005 die DIN EN 13201. In dieser Norm werden Empfehlungen zur Gestaltung und Auslegung der Beleuchtung im öffentlichen Raum gegeben welche anzuwenden sind wenn eine Beleuchtungspflicht besteht, die sich aus der Verkehrssicherungspflicht der Kommunen ergibt.

Die Kosten der Straßenbeleuchtung trägt der ansässige Steuerzahler selbst, da die öffentliche Beleuchtung eine kommunale Aufgabe ist. Somit ist es die Pflicht der Kommune, auf ein ausgewogenes Preis-Leistungsverhältnis zu achten. Der Betrieb und auch die Instandhaltungskosten müssen möglichst günstig gehalten werden. Dies führt dazu, dass bei stetig steigenden Energiekosten über Maßnahmen der Energieeffizienz nachgedacht werden muss.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis 2
Abbildungsverzeichnis 6
Tabellenverzeichnis 6
1. Vorwort 7
2. Überblick 8
3. Geschichte und Bedeutung 9
4. Das Licht 12
4.1 Licht 12
4.2 Optische Strahlung 12
5. Lichttechnische Begriffe 13
5.1 Einheiten 13
5.1.1 Lichtstärke I, Candela [cd] 13
5.1.2 Lichtstrom, Lumen [lm] 13
5.1.3 Beleuchtungsstärke E, Lux [lx] 13
5.1.4 Leuchtdichte L [cd/m2] 13
5.1.5 Lichtausbeute [lm/W] 14
5.2 Farbwiedergabe-Index 15
5.3 Nutzlebensdauer 15
5.4 Lichtstärkeverteilungskurven 15
5.5 Isoluxdiagramm 17
6. Richtwerte zur Beleuchtung von Nutzflächen 18
6.1.1 Wartungswert der Beleuchtungsstärke 18
6.1.2 Wartungsfaktor 18
7. Vorschaltgeräte 20
7.1 konventionelles Vorschaltgerät (KVG) 20
7.1.1 verlustarmes Vorschaltgerät (VVG) 21
7.2 elektronisches Vorschaltgerät (EVG) 21
8. Energieeffizienzklassen 23
9. Lampentypen 24
9.1 Definition 24
9.2 Unterteilung 24
9.2.1 Glühlampen 24
9.2.2 Entladungslampen 25
9.3 Leuchtmittel 25
9.3.1 Leuchtstofflampe 26
9.3.2 Natriumdampflampe 26
9.3.3 Quecksilberdampf-Hochdrucklampe 27
9.3.4 Halogen-Metalldampflampe 27
9.4 LED 29
9.4.1 OLED 29
10. Leuchtentypen 31
10.1 Definition 31
10.2 Lichtverteilung 31
10.3 Leuchtentypen und ihre Verwendung 31
10.3.1 Seilleuchte 31
10.3.2 Mastleuchte 32
10.3.3 Kugelleuchte 32
11. Lichtverschmutzung 33
12. Lichtplanung 35
13. Zusammenfassung Lampen und Leuchten 36
13.1 Lampen 36
13.2 Leuchten 38
14. Kosten der öffentlichen Beleuchtung 39
14.1 Strom- ,Wartungs- und Instandhaltungskosten 41
14.2 Personalkosten 41
14.3 Gesamtkosten 42
14.4 Situation Trier: Kosten der Stadtbeleuchtung 43
15. Lampen und Leuchten 44
15.1 Wirtschaftliche Lampen 45
15.2 Wirtschaftliche Leuchtmittel 45
15.2.1 Quecksilberdampf-Hochdrucklampe 46
15.2.2 Natriumdampf-Hochdrucklampe 46
15.2.3 Halogen-Metalldampflampe 47
15.2.4 Leuchtdioden 47
15.3 Eine Auswahl von Leuchten 48
15.3.1 Beispiele für Außenleuchten 48
15.4 Situation Trier: Übersicht der Lampen und Leuchten 50
16. Gründe für eine Optimierung 51
16.1 Kosteneinsparungen 51
16.1.1 Wirtschaftliche Vorteile 52
16.1.2 Betriebskostenvergleich - warum modernisieren? 54
16.2 EU-Ökodesign-Verordnung 55
16.2.1 Umweltvorteile 57
16.2.2 Gelbes oder weißes Licht (mesopisches Sehen) 58
16.3 GreenLight-Programm - Marketingvorteile 59
16.4 Weitere Optimierungsgründe 59
17. Optimierungsmöglichkeiten 60
17.1 Optimierung der Einschaltzeiten 60
17.2 Intelligentes Lichtmanagement 60
17.3 Effiziente Leuchtmittel 62
17.4 Einsatz effizienter Vorschaltgeräte 63
17.5 Situation Trier: Optimierungsmöglichkeiten 63
18. Vorgehensweise bei der Optimierung 65
18.1.1 Zwischen Beleuchtungspflicht und Sparzwang 65
18.2 Verkehrssicherungspflicht 66
18.3 Vorgehensweise bei Planung und Beratung 67
18.4 Von der Planung zur Installation 67
18.5 Auswahl von Experten 68
18.6 Qualitätssicherung und Dokumentation 68
18.7 Entsorgung/Recycling 69
18.7.1 Entsorgung/Recycling in Trier 69
18.8 Normen 70
19. Finanzierung 71
19.1 Contracting-Modelle 71
19.2 Finanzierungshilfen 72
19.3 Finanzierung in Trier 72
20. Einsparpotenziale 73
20.1 Situation Trier: Einsparpotentiale 74
21. Positive Beispiele für Modernisierung 76
21.1 Kempten: Neue Straßenbeleuchtung 76
21.2 Böblingen spart 50 Prozent Energie 77
21.3 Mechernich: Licht für Schulen 78
21.4 Lohmar saniert Schulen und Sporthallen 78
21.5 Dormagen am Niederrhein 79
21.6 Situation Trier: Beispiel für Modernisierung 80
22. Trier bei Nacht 81
23. Win-Win-Situation 83
24. Fazit und Perspektiven 84
Literaturverzeichnis 85

Textprobe:

Kapitel 17.2, Intelligentes Lichtmanagement:

In einigen Kommunen ist es mittlerweile die Regel, dass Teile der Straßenbeleuchtung, zum Beispiel jede zweite Lampe, abgeschaltet werden. Allerdings werden solche Sparmaßnahmen immer wieder kontrovers diskutiert. Eine Gefährdung der Verkehrsteilnehmer kann durch die Ungleichmäßigkeit entstehen. So könnten zum Beispiel Personen, Objekte, offene Schachtdeckel oder Ähnliches, von Kraftfahrzeugführern nicht rechtzeitig erkannt werden, da das Abblendlicht am eigenen Fahrzeug nur für eine Entfernung von 40 Metern ausgelegt ist. Ebenfalls kann das Sicherheitsgefühl der Bürger durch „Dunkelzonen“ leiden, was sich auch negativ auf den Tourismus auswirken kann. Dies hat zum Beispiel schon zu der Idee geführt, einzelne Lampen per kostenpflichtiger SMS für eine Viertelstunde einschalten zu können.

Alternativ ergibt sich heutzutage die Möglichkeit, intelligente Lichtsteuerungssysteme einzusetzen, welche zum Beispiel die Straßenbeleuchtung flexibel, zu bestimmten Tageszeiten oder bei bestimmten Wetterlagen, dimmen können. Mit solcher Technik lassen sich einzelne Lichtpunkte steuern, genauso wie komplette Straßenzüge. Möglich ist sogar eine vollautomatischen Telematik für die komplette öffentliche Beleuchtung einer Kommune. Das Lichtniveau kann mit Hilfe dieser Technik gleichmäßig reduziert oder gesteigert werden, so gewöhnt sich das menschliche Auge besser daran im Gegensatz zur Abschaltung jeder zweiten Leuchte, wo durch starke Hell-Dunkel Unterschiede Gefährdungssituationen im Straßenverkehr und Unwohlsein durch gefühlten und realen Sicherheitsverlust auftreten können.

Die Firma Philips stellte beispielsweise auf der Light+Building in Frankfurt das Lichtmanagementsystem StarSense, welches zentral gesteuert „Lichtpunkte in Wohngebieten und an Verkehrswegen bedarfsgerecht“ schalten und steuern kann, vor. Ein kurzer Auszug aus der Pressemitteilung von Philips zur möglichen Energieeinsparung:

Mit Philips StarSense lassen sich einzelne Lichtpunkte variabel gruppieren und programmieren. Damit können sie jederzeit von fern ein- und ausgeschaltet oder gedimmt werden. Nachts, wenn das Verkehrsaufkommen gering ist, kann mit dieser Lösung Energie eingespart und damit die Kosten trotz bereits energiesparender Lampensysteme weiter gesenkt werden. Die Dimmfunktion allein erlaubt Energieeinsparungen von bis zu 30 Prozent, ohne die entsprechend geltenden Richtlinien und Normen zu unterschreiten.

Effiziente Leuchtmittel:

Quecksilberdampf-Hochdrucklampen, wie sie viele Jahre im Bereich der öffentlichen Beleuchtung eingesetzt wurden (und nun nach und nach laut EU-Öko-Verordnung durch energiesparendere Lampen ersetzte werden müssen), habe eine sehr schlechte Energieeffizienz. Nach wie vor sind sie allerdings in Deutschland im großen Stil in Altanlagen im Einsatz.

Modernere Leuchten-Varianten bieten sich als Ersatz an:

Natriumdampf-Hochdrucklampen bieten ein sehr gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis, haben allerdings den Nachteil ihrer gelblichen Lichtfarbe und kommen so nicht überall zum Einsatz. Alternativ stehen ebenfalls sparsame Halogen-Metalldampflampen zur Verfügung.

Laut der Deutschen Energie-Agentur kann man im Schnitt von folgenden Einsparpotentialen ausgehen:

Umrüstungen bestehender Anlagen lohnen sich in der Regel, wenn die Anlagen nicht älter als 10 Jahre sind. Dann kann durch Installation der neuen Natrium- oder Halogen-Metalldampflampe und eines zusätzlichen Zündgerätes kostengünstig modernisiert werden. Ältere Leuchten sollten aufgrund veralteter Bauformen und Technik komplett ausgetauscht werden.

Einsatz effizienter Vorschaltgeräte:

Hochdruckentladungslampen benötigen spezielle Vorschaltgeräte. Konventionelle Vorschaltgeräte (KVGs) sind noch in vielen alten Lampen im Einsatz, besitzen allerdings eine, im Vergleich zu modernen elektronischen Vorschaltgeräten (EVGs), hohe Verlustleistung und verbrauchen bis zu 25 Prozent mehr Energie. Ein weiterer Vorteil der EVGs ist, dass diese das Dimmen der Leuchten ermöglichen. Dies kann im Zusammenhang mit oben erwähntem intelligentem Lichtmanagement von großem Vorteil sein.

Ebenso zeichnet diese Vorschaltgeräte ihre hohe Lebensdauer aus, welche bis zu 50 Prozent höher sein kann als bei den KVGs.

Bei Leuchtstofflampen bringt der Einsatz von elektronischen Betriebsgeräten, je nach Lampentyp, erhebliche Einsparungen mit sich. Ein weiterer Vorteil gegenüber konventionellen Vorschaltgeräten ist die bis zu 50 Prozent längere Lebensdauer und die erhöhte Lebensdauer der angeschlossenen Leuchten.

Arbeit zitieren:
Ollinger, Daniel Januar 2010: Energieeffizienz in der öffentlichen Beleuchtung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Öffentliche Beleuchtung, Straßenbeleuchtung, Energieeinsparung, Energieeffizienz

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