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Empowerment und organisatorischer Wandel

Kritische Analyse unter Besonderer Berücksichtigung konstruktivistischer Organisationstheorien

Empowerment und organisatorischer Wandel
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Dominique Keis
  • Abgabedatum: April 2000
  • Umfang: 93 Seiten
  • Dateigröße: 4,1 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Ludwig-Maximilians-Universität München Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2752-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2752-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2752-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Keis, Dominique April 2000: Empowerment und organisatorischer Wandel, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Unternehmensführung, Organisationsentwicklung, Organisationstheorie, Empowerment, Konstruktivismus

Diplomarbeit von Dominique Keis

Einleitung:

„Objektivität ist die Wahnvorstellung, dass Beobachtungen ohne Beobachter gemacht werden können.“ Mit diesem Satz charakterisierte Heinz von Foerster, einer der bedeutendsten Vertreter des Radikalen Konstruktivismus, die relativistische Grundphilosophie des Konstruktivismus. Aus der Sicht des Konstruktivismus ist unsere Wirklichkeit nicht objektiv gegeben, sondern sozial oder individuell erzeugt bzw. konstruiert. Damit steht der Konstruktivismus im krassen Gegensatz zur vorherrschenden positivistischen Sichtweise, die die Wirklichkeit als objektiv gegeben und unabhängig von der menschlichen Erkenntnis sieht.

Obwohl diese Philosophierichtung auf den ersten Blick absurd klingen mag, unterstützen neueste Erkenntnisse der Quantenmechanik und Neurophysiologie den Konstruktivismus.

Durch diese völlig neue Sichtweise von Objektivität und Wirklichkeit entfaltet der Konstruktivismus sein Innovationspotential für Wissenschaft und Praxis, welches in der folgenden Arbeit anhand des Empowerment aufgezeigt werden soll.

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, Empowerment und den damit verbundenen organisatorischen Wandel unter der Berücksichtigung der Organisationstheorien, die aus dem oben erwähnten Konstruktivismus abgeleitetet werden können, kritisch zu analysieren. Mit Hilfe der konstruktivistischen Organisationstheorien sollen also Wege aufgezeigt werden, mit denen eine praktische Umsetzung des Empowerments aus konstruktivistischer Sicht leichter und erfolgreicher gelingen kann.

Um den größer werdenden Herausforderungen der Unternehmensumwelt zu begegnen, ist es entscheidend, das volle Potential der „Ressource Mensch“ im Unternehmen zu nutzen. Man hat also dafür zu sorgen, dass die Mitarbeiter sich die Bedingungen, die sie zur erfolgreichen Erledigung ihres Jobs brauchen, in irgendeiner Weise selbst schaffen oder mit beeinflussen können.

Eine Möglichkeit hierfür wäre die Führungsphilosophie des Empowerments, dessen Hauptanliegen darin besteht, Mitarbeitern einen größeren Handlungsspielraum mit mehr Eigenverantwortung zu überlassen, um so ihr volles Potential zum eigenen Vorteil im Sinne von Selbstverwirklichung und zum Wohle des Unternehmens entfalten zu können.

Das Empowerment-Konzept ist allerdings nicht unumstritten.

Prof. Casse, Mitglied des Nordic Competence Circle on Empowerment, stellt fest: „Empowerment is not just good. It is a must. It is the future.“ Edward Deming, Mitbegründer des Total Quality Managements, sieht diese Sache hingegen anders: „Immer diese Schlagworte! Empowerment? Unsinn!

Die Leute müssen wissen, was sie zu tun haben.“ Eine gewisse Skepsis ist sicherlich angebracht, denn obwohl Empowerment in der Wissenschaft theoretisch schon breit diskutiert wird, zeigt es bislang in der Praxis wenig brauchbare Ergebnisse.

Gang der Untersuchung:

Nachdem im zweiten Kapitel das Empowermentkonzept vorgestellt wird, wird im dritten Kapitel der Konstruktivismus in seinen beiden Ausprägungsformen des Radikalen und Sozialen Konstruktivismus vertieft.

Aus dieser neuartigen Materie werden im vierten Kapitel die konstruktivistischen Organisationstheorien abgeleitet und deren Erkenntnisse auf das Empowermentkonzept übertragen.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis III
Abkürzungsverzeichnis IV
1. Einführung 1
2. Empowerment 4
2.1 Ursprünge und Auslöser 4
2.2 Definitorische Abgrenzung, Arten und Charakteristika 6
2.3 Typische Vorgehensweise bei der Umsetzung eines Empowermentkonzeptes 9
2.4 Anwendungsgebiete 11
2.5 Zwischenbewertung 11
2.6 Probleme bei der Umsetzung des Empowermentkonzeptes 13
3. Der Konstruktivismus 15
3.1 Geschichtliche Wurzeln 15
3.2 Definitorische Abgrenzung 15
3.3 Richtungen 17
3.3.1 Der Radikale Konstruktivismus 17
3.3.1.1 Die konstruktivistische Kognitionstheorie 18
3.3.1.2 Lebende Systeme als autopoetische Systeme 20
3.3.1.3 Sprache und Kommunikation 21
3.3.1.4 Paradoxon, Paradoxität und selbsterfüllende Prophezeiung 24
3.3.1.5 Viabilität und Objektivität 26
3.3.1.6 Sozialtheorie 27
3.3.1.7 Ethische Implikationen 30
3.3.1.8 Zusammenfassung 30
3.3.2 Der Soziale Konstruktivismus 32
3.3.2.1 Einführung 32
3.3.2.2 Der Soziale Konstruktivismus von Berger und Luckmann 33
4. Konstruktivistische Organisationstheorien und ihre Bedeutung für das Empowerment 41
4.1 Konstruktivistische Organisationstheorien 41
4.1.1 Einführung 41
4.1.2 Die sozial-konstruktivistische Organisationstheorie 43
4.1.3 Die radikal-konstruktivistische Organisationstheorie 45
4.2 Bedeutung dieser Organisationstheorien für das Empowerment 48
4.2.1 Die sozial-konstruktivistische Organisationstheorie 48
4.2.2 Die radikal-konstruktivistische Organisationstheorie 54
4.2.2.1 Organisatorischer Wandel 54
4.2.2.2 Neues Managementverständnis 55
4.2.2.3 Konstruktivistische Lern- und Lehrmodelle 58
4.2.2.4 Paradoxien und Widersprüche in der Organisation 60
4.2.2.5 Radikal-konstruktivistische Postulate von Wildmann 64
4.3 Würdigung 67
5. Zusammenfassung und Fazit 70
Literaturverzeichnis V

Arbeit zitieren:
Keis, Dominique April 2000: Empowerment und organisatorischer Wandel, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Unternehmensführung, Organisationsentwicklung, Organisationstheorie, Empowerment, Konstruktivismus

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