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Empirische Analyse alternativer Investmentstrategien zum Zweck der Alterssicherung

Empirische Analyse alternativer Investmentstrategien zum Zweck der Alterssicherung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Benjamin Rühl
  • Abgabedatum: November 2004
  • Umfang: 85 Seiten
  • Dateigröße: 4,9 MB
  • Note: 2,3
  • Institution / Hochschule: Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8969-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8969-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8969-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Rühl, Benjamin November 2004: Empirische Analyse alternativer Investmentstrategien zum Zweck der Alterssicherung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Riester-Rente, Altersvorsorgeprodukt, Investmentfonds, Zertifikat, Sondervermögen

Diplomarbeit von Benjamin Rühl

Einleitung:

Im Mai 2001 wurde das “Gesetz zur Reform der gesetzlichen Rentenversicherung und zur Förderung eines kapitalgedeckten Altersvorsorge Vermögens (AvmG)” durch den deutschen Gesetzgeber verabschiedet. Das Ziel dieses Gesetzes ist die Förderung der privaten Altersvorsorge mit staatlichen Zulagen oder Sonderausgabenabzug. Spätestens seit der Verabschiedung der sog. „Riester-Rente“ sollte jeder deutsche Bürger privat für seinen Ruhestand vorsorgen. Dabei bietet der Finanzmarkt eine kaum überschaubare Anzahl an möglichen Produkten und Investmentstrategien. Diese Arbeit untersucht einige ausgewählte Investmentstrategien auf ihre Eignung für eine Altersvorsorge.

Der Gesetzgeber hat für die Zertifizierung der Altersvorsorgeprodukte nach dem AvmG unter anderen die nominale Kapitalerhaltung vorausgesetzt. Dies wird das Hauptkriterium bei der Untersuchung der verschiedenen Strategien für die Altersvorsorge sein.

In Kapitel 2 werden zunächst die Annahmen für die Untersuchung getroffen. Dabei werden im zweiten Unterkapitel die zu untersuchenden Kennzahlen festgelegt und vorgestellt. Hier wird insbesondere auf das Konzept der Shortfall-Maße eingegangen, die als asymmetrische Risikomaße die Gefahr eines Verlustes besser als die symmetrische Volatilität beschreiben.

Es wird ein risikoaverser Privatanleger betrachtet, dessen oberstes Ziel der nominale Kapitalerhalt ist. Das bedeutet, dass jede Strategie, die dieses Ziel verfehlt, für die Altersvorsorge als nicht geeignet angesehen wird. Als weiteres Auswahlkriterium wird das erwartete Endvermögen gewählt. Es wird eine Einmalanlage von 1.000 Euro und eine kontinuierliche Anlage von jährlich vorschüssig 1.000 Euro in die jeweilige Strategie betrachtet. Die Laufzeit der Sparpläne beträgt bis zu 30 Jahre.

In Kapitel 3 werden die verschiedenen Investmentstrategien und deren Ergebnisse aus der Simulation vorgestellt. Gleichzeitig findet eine Vorauswahl der für eine Altersvorsorge geeigneten Strategien statt, die sich an dem alleinigen Ziel der nominalen Kapitalerhaltung orientiert. Maßgeblich für die Erreichung des Ziel ist das Laufzeitende des Investments nach 30 Jahren.

Anschließend beschäftigt sich Kapitel 4 mit einer genaueren Analyse der in Kapitel 3 ausgewählten Strategien. Insbesondere wird hier nach der Existenz einer dominanten Strategie für die Altersvorsorge gesucht. Dabei wird der Wert der Investition zu jedem Jahresende betrachtet.

Abschließend werden in Kapitel 5 die Ergebnisse und die Annahmen für die Untersuchung kritisch hinterfragt. Hierbei wird auf die Nutzung von Produkten ohne Wertpapierbezug eingegangen und auf weitere Untersuchungsmöglichkeiten hingewiesen.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
2. Grundlagen der Untersuchung 2
2.1 Annahmen für alle Investmentstrategien 2
2.2 Kennzahlen 3
2.3 Annahmen für die Kursprozesse 5
3. Analyse der verschiedenen Investmentstrategien 7
3.1 Investmentstrategien mit Fonds 7
3.1.1 Aktienfonds 7
3.1.1.1 Erläuterung der Strategie 7
3.1.1.2 Ergebnis der Einmalanlage 7
3.1.1.3 Ergebnis der kontinuierlichen Anlage 8
3.1.2 Rentenfonds 9
3.1.2.1 Erläuterung der Strategie 9
3.1.2.2 Ergebnis der Einmalanlage 9
3.1.2.3 Ergebnis der kontinuierlichen Anlage 10
3.1.3 Immobilienfonds 11
3.1.3.1 Erläuterung der Strategie 11
3.1.3.2 Ergebnis der Einmalanlage 11
3.1.3.3 Ergebnis der kontinuierlichen Anlage 12
3.1.4 Altersvorsorge-Sondervermögen (konservativ) 13
3.1.4.1 Erläuterung der Strategie 13
3.1.4.2 Ergebnis der Einmalanlage 13
3.1.4.3 Ergebnis der kontinuierlichen Anlage 14
3.1.5 Altersvorsorge-Sondervermögen (ausgewogen) 15
3.1.5.1 Erläuterung der Strategie 15
3.1.5.2 Ergebnis der Einmalanlage 15
3.1.5.3 Ergebnis der kontinuierlichen Anlage 16
3.1.6 Altersvorsorge-Sondervermögen (renditeorientiert) 17
3.1.6.1 Erläuterung der Strategie 17
3.1.6.2 Ergebnis der Einmalanlage 17
3.1.6.3 Ergebnis der kontinuierlichen Anlage 18
3.1.7 ADIG-FörderDepot 19
3.1.7.1 Erläuterung der Strategie 19
3.1.7.2 Ergebnis der Anlage 20
3.1.8 Exchange Traded Funds (DAX) 21
3.1.8.1 Erläuterung der Strategie 21
3.1.8.2 Ergebnis der Einmalanlage 21
3.1.8.3 Ergebnis der kontinuierlichen Anlage 22
3.1.9 Exchange Traded Funds (REXP) 23
3.1.9.1 Erläuterung der Strategie 23
3.1.9.2 Ergebnis der Einmalanlage 23
3.1.9.3 Ergebnis der kontinuierlichen Anlage 24
3.2 Investmentstrategien mit Zertifikaten 25
3.2.1 Discount Zertifikat (defensiv) 25
3.2.1.1 Erläuterung der Strategie 25
3.2.1.2 Ergebnis der Einmalanlage 26
3.2.1.3 Ergebnis der kontinuierlichen Anlage 27
3.2.2 Discount Zertifikat (chanceorientiert) 28
3.2.2.1 Erläuterung der Strategie 28
3.2.2.2 Ergebnis der Einmalanlage 28
3.2.2.3 Ergebnis der kontinuierlichen Anlage 29
3.2.3 Turbo Bear Zertifikat 30
3.2.3.1 Erläuterung der Strategie 30
3.2.3.2 Ergebnis der Einmalanlage 31
3.2.3.3 Ergebnis der kontinuierlichen Anlage 31
3.2.4 Turbo Bull Zertifikat 32
3.2.4.1 Erläuterung der Strategie 32
3.2.4.2 Ergebnis der Einmalanlage 33
3.2.4.3 Ergebnis der kontinuierlichen Anlage 34
3.2.5 DAX-Indexzertifikat 35
3.2.5.1 Erläuterung der Strategie 35
3.2.5.2 Ergebnis der Einmalanlage 35
3.2.5.3 Ergebnis der kontinuierlichen Anlage 36
3.3 Investmentstrategien mit Optionen 37
3.3.1 1:1 Put-Hedge 37
3.3.1.1 Erläuterung der Strategie 37
3.3.1.2 Ergebnis der Einmalanlage 38
3.3.1.3 Ergebnis der kontinuierlichen Anlage 39
3.3.2 1:2 Put-Hedge 40
3.3.2.1 Erläuterung der Strategie 40
3.3.2.2 Ergebnis der Einmalanlage 41
3.3.2.3 Ergebnis der kontinuierlichen Anlage 42
3.3.3 Covered Short Call 42
3.3.3.1 Erläuterung der Strategie 42
3.3.3.2 Ergebnis der Einmalanlage 43
3.3.3.3 Ergebnis der kontinuierlichen Anlage 44
3.3.4 Long Straddle 45
3.3.4.1 Erläuterung der Strategie 45
3.3.4.2 Ergebnis der Einmalanlage 46
3.3.4.3 Ergebnis der kontinuierlichen Anlage 47
3.3.5 Long Strangle 48
3.3.5.1 Erläuterung der Strategie 48
3.3.5.2 Ergebnis der Einmalanlage 49
3.3.5.3 Ergebnis der kontinuierlichen Anlage 50
4. Vergleich der geeigneten Investmentstrategien 51
5. Kritische Würdigung und Ausblick 54
Anhang 56
Literaturverzeichnis 76
Erklärung 78

Automatisiert erstellter Textauszug:

24 Der von Anfang an niedrige Shortfall-Erwartungswert (0,6 % im ersten Jahr) sinkt auch schnell auf annähernd 0 % nach 6 Jahren. Der Mean-Excess-Loss steigt zuerst von 3 % auf 5,3 % an, um unter starken Schwankungen auf 0 % nach 16 Jahren abzufallen. Da nach 16 Jahren kein Shortfall mehr festgestellt werden kann, ist das Ziel der nominalen Kapitalerhaltung erreicht. Da die Einmalanlage eine positive Wertentwicklung aufweist, ist diese Strategie für die Altersvorsorge tauglich. 3.1.9.3.) Ergebnis der kontinuierlichen Anlage Eine kontinuierliche Anlage in ein ETF auf den REXP vergrößert das eingesetzte Kapital auf 384 %. Der Shortfall-Erwartungswert und die Shortfall-Wahrscheinlichkeit sinken kontinuierlich im Zeitablauf und betragen beide nach 8 bzw. 11 Jahren annähernd 0 %. Der Mean-Excess-Loss schwankt in den ersten 19 Jahren zwischen 1,6 % und 3,6 % und sinkt auf 0 %. Trotz dieses Anstiegs im Mean-Excess-Loss tritt nach 20 Jahren kein Shortfall mehr ein. Durch die positive Wertentwicklung ist diese Strategie für die Altersvorsorge geeignet. Abbildung 17: Ergebnis einer kontinuierlichen Anlage in einen ETF REXP [...]

3.1.9.1.) Erläuterung der Strategie Der hier betrachtete Exchange Traded Fund bezieht sich auf den Performanceindex des Deutschen Rentenindex (REXP). Zu beachten ist dabei, dass der Deutsche Rentenindex (REX) auf Basis von 30 idealtypischen Anleihen mit Laufzeiten zwischen 1 und 10 Jahren und Nominalzinsen von 6 %, 7,5 % und 9 % errechnet wird.24 Bei dem Performanceindex REXP werden die gezahlten Zinsen sofort wieder in den Index investiert. Dieser Index kann also nicht nachgebildet werden, da die in ihm enthaltenen Anleihen nicht existieren. Weil es nur eine geringe Anzahl an ETF Rentenfonds gibt (drei Dachfonds für Deutschland, einen Fond für Europa und einen internationalen Fond25) wird hier auf die Renditekennzahlen des REXP zurückgegriffen, um die Entwicklung von ETF’s auf Rentenfonds zu simulieren. 3.1.9.2.) Ergebnis der Einmalanlage Das erwartete Vermögen nach 30 Jahren steigt bei einer Einmalanlage in ein ETF auf den REXP auf 933,9 % des investierten Kapitals. Die Shortfall-Wahrscheinlichkeit beträgt im ersten Jahr 19,7 % und fällt rapide auf annähernd 0 % nach 9 Jahren. Abbildung 16: Ergebnis einer Einmalanlage in einen ETF REXP [...]

22 Der Shortfall-Erwartungswert und die Shortfall-Wahrscheinlichkeit zeigen zwar einen fallenden Verlauf (beginnend bei 5,9 % und 35,3 %), sind aber nach 30 Jahren noch positiv. Der Mean-Excess-Loss hat den vom Aktienfond bekannten Anstieg. Beginnend bei 16,7 % erreicht der Mean-Excess-Loss einen Wert von 34,1 % nach 30 Jahren. Aufgrund der positiven Risikokennzahlen und des hohen Mean-Excess-Loss nach 30 Jahren ist die Einmalanlage in einen ETF auf den DAX trotz der exorbitanten Wertsteigerung nicht für die Altersvorsorge geeignet. 3.1.8.3.) Ergebnis der kontinuierlichen Anlage Die kontinuierliche Anlage in ein ETF auf den DAX bietet eine erwartete Steigerung des Vermögens auf 3.719 %, wie Abbildung 15 deutlich macht. Abbildung 15: Ergebnis einer kontinuierlichen Anlage in einen ETF DAX [...]

Arbeit zitieren:
Rühl, Benjamin November 2004: Empirische Analyse alternativer Investmentstrategien zum Zweck der Alterssicherung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Riester-Rente, Altersvorsorgeprodukt, Investmentfonds, Zertifikat, Sondervermögen

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