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Emotionen und Identität in der modernen Gesellschaft

Eine emotionssoziologische Betrachtung der Bedeutung der Emotionen zur Identitätsfindung

Emotionen und Identität in der modernen Gesellschaft
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Stefan Schwarz
  • Abgabedatum: Mai 1999
  • Umfang: 147 Seiten
  • Dateigröße: 7,7 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Universität Hohenheim Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2553-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2553-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2553-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Schwarz, Stefan Mai 1999: Emotionen und Identität in der modernen Gesellschaft, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Identität, Emotion, Emotionsarbeit, Identitätsfindung, Soziologie

Diplomarbeit von Stefan Schwarz

Einleitung:

Die Suche nach der eigenen Identität wird heute zunehmend zur zentralen Aufgabe des modernen Menschen. Immer weniger tragen religiöse und nationale Sinnhorizonte zur persönlichen Orientierung bei, so dass gleichermaßen die Verantwortung für das eigene Leben mehr und mehr auf das Individuum selbst zurückfällt. In Folge dieser Entwicklung wird die von institutionellen Zwängen freigesetzte Identität stärker als je zuvor zu einer privaten Angelegenheit. So verlangt die heutige individuelle Identitätskonstruktion vor allem "Identitätsarbeit" ab. Dabei gewinnen insbesondere subjektive Vorstellungen, Empfindungen und Emotionen eine zunehmende Rolle. Verschiedene Trends der Gegenwart zeigen diesen Wandel einer veränderten "Emotionskultur" an.

Gang der Untersuchung:

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, diesen Wandel aufzuzeigen. Dabei soll aus emotionssoziologischer Perspektive vor allem die veränderte Bedeutung des Beitrags der Emotionen in der Arbeitswelt und in der Privatwelt im Mittelpunkt der Betrachtung stehen. Die Vorgehensweise ist danach angelegt, Gründe für mögliche Veränderungen darzulegen, die eine emotionale Identitätsfindung begünstigen. So wird z.B. gezeigt, dass ein Rückgang der „wahren“ Gefühle in der Arbeitswelt zu verzeichnen ist. Außerdem können Entfremdungserscheinungen auftreten, wenn Gefühle aufgrund ihrer Kommerzialisierung der eigenen emotionalen Identität nicht mehr zur Verfügung stehen. Dabei werden Zusammenhänge zwischen "Emotionsarbeit" und Identitätsfindung herausgearbeitet sowie die Folgen einer auf Kurzfristigkeit und Flexibilität angelegten Wirtschaft für die Identitätsfindung diskutiert. Insbesondere wird die These vertreten, dass sich eine Verlagerung der Identitätsfindung von der Arbeitswelt in den privaten Bereich vollzieht. Überdies wird konstatiert, dass infolge einer zunehmenden Bedeutung des privaten Bereichs für die Identitätsfindung und einer zunehmenden Emotionalisierung des Privatbereichs eine emotionale Identitätsfindung an Bedeutung gewinnt.

Inhaltsverzeichnis:

Teil A: Einleitung 1
Teil B: Identität und Emotionen 5
1. Identität in der Soziologie 6
1.1 Emotionen in der Identitätsforschung 6
1.2 Identitätsbegriff und Identitätskategorien 7
2. Das Identitätskonzept von Erving Goffman 10
2.1 Identität und Interaktion 10
2.2 Identitätsbalance als Ansatzpunkt für Emotionen 12
3. Das Identitätskonzept von Jürgen Habermas 15
3.1 Ich-Identität und Identitätsbildung 15
3.2 Ich-Identität und Emotionen 16
Teil C: Emotionssoziologie und Identität 19
4. Emotionssoziologie 20
4.1 Emotionen in der Soziologie 20
4.2 Emotionssoziologische Ansätze 21
4.3 Begriff "Emotionen" 23
5. Symbolisch-interaktionistische Emotionssoziologie 26
5.1 Interaktion und "Gefühlsregeln" 26
5.2 "Emotionsarbeit" und Identität 27
6. Emotionen und Identitätskonzepte 30
Teil D: Die Bedeutung der Emotionen zur Identitätsfindung in der modernen Gesellschaft 33
7. Kultureller Wandel 34
7.1 Wandel der Identität 34
7.2 Wandel der Emotionskultur 38
8. Emotionalität und Identitätsfindung im Wandel 42
9. Emotionen, Identität und Arbeitswelt 47
9.1 Identität und berufliche Arbeitswelt 47
9.2 Emotionen als Arbeitsgegenstand (Arlie Hochschild) 48
9.3 Flexibilität und Identitätsfindung (Richard Sennett) 54
10. Emotionen, Identität und Privatwelt 61
10.1 Verlagerung der Identitätsfindung in die Privatwelt 61
10.2 Emotionalität, Identität und kultureller Wandel der Öffentlichkeit 64
10.3 Emotionalität, Identität und Funktionswandel der Familie 67
10.4 Identität und das romantische Ideal der „großen Liebe“ 70
10.5 Emotionalität, Identität und neue Liebesideale ? 74
10.6 Emotionalität, Identität und neue Lebensformen 81
10.7 Emotionalität, Identität und Binnenorientierung 82
10.8 Binnenorientierung und Beziehungsrollen 89
11. Emotionale Identität zwischen Arbeits- und Privatwelt 92
Teil E: Schluss 98
Anhang 104
Anlage 1: Untergleiderung der beschreibenden und bewertenden Inhalte des "Selbst" 105
Anlage 2: Der Arbeitskonsens 106
Anlage 3: Grundtendenzen der menschlichen Existenz 107
Anlage 4: Identitätsprojekte, Zukunftsorientierung und kritische Belastungen 108
Anlage 5: Vergeschlechtliche Dichotomien 109
Sachregister 110
Autorenregister 114
Literaturverzeichnis 117 - 137

Arbeit zitieren:
Schwarz, Stefan Mai 1999: Emotionen und Identität in der modernen Gesellschaft, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Identität, Emotion, Emotionsarbeit, Identitätsfindung, Soziologie

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