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Emotionale Intelligenz als Bedingungsfaktor für die Führungskräfte-Bildung

Wie lassen sich Führungskompetenzen mit Hilfe von EQ erweitern?

Emotionale Intelligenz als Bedingungsfaktor für die Führungskräfte-Bildung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Andrea Matebel
  • Abgabedatum: Oktober 2001
  • Umfang: 118 Seiten
  • Dateigröße: 1,2 MB
  • Note: 1,1
  • Institution / Hochschule: Westfälische Wilhelms-Universität Münster Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5032-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5032-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5032-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Matebel, Andrea Oktober 2001: Emotionale Intelligenz als Bedingungsfaktor für die Führungskräfte-Bildung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kommunikation, Kompetenz, Erwachsenenbildung, Emotionale Intelligenz, Führungskräfte

Diplomarbeit von Andrea Matebel

Einleitung:

Wie bedeutsam ist Emotionale Intelligenz für die Führungskräfte-Bildung, und wie kann dieses Konzept für eine zeitgemässe Bildungsarbeit angewendet werden, um Führungskräfte optimaler für ihre Aufgabe zu befähigen, Mitarbeiter sowohl im menschlichen, als auch im unternehmerischen Sinne erfolgreich zu führen?

In dieser Arbeit gelingt es auf originelle Weise das Konzept der Emotionalen Intelligenz nach GOLEMAN auf die menschliche Kommunikation anzuwenden, diese zu einem ganzheitlichen Bildungsbegriff zu führen und schliesslich einen Transfer zu Führungskompetenzen aufzuzeigen.

Die Leitlinien dieser klar strukturierten Arbeit ergeben sich sowohl aus der Auseinandersetzung mit den Ansätzen zeitgemäßer Bildungsarbeit im Sinne von Kompetenzentwicklung - verbunden mit dem häufig geforderten Anspruch, Lernen und Weiterbildung als lebenslange Aufgabe zu begreifen - als auch mit dem von GOLEMAN entwickelten Konzept der EQ und seiner Bedeutung für (berufliches) Handeln und Erfolg. Darüber hinaus wird eine Verbindung zwischen dem Umgang mit eigenen Emotionen und emotionaler Kompetenz sowie ein Zusammenhang von emotionaler und kommunikativer Kompetenz erläutert.

Der Kommunikation wird eine grosse Bedeutung zugesprochen, da sie eine Ausdrucksmöglichkeit des Individuums und dessen emotionaler Kompetenz ist und ebenso von ihm als Instrument zur Zielerreichung eingesetzt wird.

Für die Weiterentwicklung von Führungsarbeit in der heutigen Zeit sind die Theorien der Stellvertretenden Führung nach ARNOLD sowie die Leitgedanken für die lernende Organisation, Personal Mastery und Mentale Modelle von SENGE leitend, da sie die Selbstreflexion als unverzichtbares Instrument ansehen. Denn neben der theoretischen und geistigen Bildung leistet die Persönlichkeitsbildung, welche sich jenseits von kognitiven Lernerfahrungen abspielt, einen gewichtigen Beitrag zur Qualifikation für professionelles Handeln im Beruf ist. Hierfür kann die biographische Selbstreflexion, auch im Rahmen von Coaching anwendbar, erkenntnisleitend sein.

Bildungsarbeit nutzbar für Führungskräfte zu machen impliziert die Diskussion der intrapersönlichen Aspekte von Führung. Denn Führungskräfte sind Erwachsene mit einer individuellen biographischen Vorgeschichte, die andere Erwachsenen in beruflichen Zusammenhängen führen und dabei auch ein hohes Maß an pädagogischer Handlungskompetenz benötigen. Um dieser sozialen Führungsverantwortung gerecht zu werden, benötigen sie Kompetenzen zur Selbststeuerung und -regulierung sowie Selbstorganisierung, wichtige Elemente der Emotionalen Intelligenz.

Inhaltsverzeichnis:

Wie bedeutsam ist Emotionale Intelligenz für die Führungskräfte-Bildung? 1
I. EMOTIONALE INTELLIGENZ
1. Können Gefühle intelligent sein? 5
1.1 Genese des Konzeptes Emotionale Intelligenz 5
1.1.1 Sieben Intelligenzen nach GARDNER 7
1.2 Erlernbarkeit der Intelligenz 10
1.3 Was ist eine Emotion? 12
1.4 Umgang mit eigenen Emotionen 14
1.5 Emotionale Intelligenz und Kompetenz 18
1.5.1 Selbstwahrnehmung 18
1.5.2 Selbstregulierung 19
1.5.3 Motivation 20
1.5.4 Empathie 20
1.5.5 Soziale Kompetenz 21
1.5.6 Kommunikative Kompetenz 21
1.6 Erfolg durch Emotionale Intelligenz 22
1.7 Zusammenfassung 23
II. KOMMUNIKATION
2. Kommunikation, Mittel für Selbstausdruck und Zielerreichung 25
2.1 Begriffsklärung 25
2.1.1 Kommunikation als Selbstausdruck 29
2.1.2 Kommunikation zur Zielerreichung 30
2.2 Vier Aspekte einer Nachricht 30
2.2.1 Sicht des Senders 31
2.2.2 Sicht des Empfängers 31
2.3 Metakommunikation 33
2.4 Kommunikationsstile 33
2.4.1 Sich-distanzierender Stil 34
2.4.2 Helfender Stil 35
2.4.3 Selbstloser Stil 35
2.4.4 Bedürftig-abhängiger Stil 36
2.4.5 Bestimmend-kontrollierender Stil 36
2.4.6 Aggressiv-entwertender Stil 37
2.4.7 Sich-beweisender Stil 37
2.4.8 Mitteilungsfreudig-dramatisierender Stil 38
2.5 Inneres Team als Ausdruck menschlicher Pluralität 40
2.5.1 Innere Teammitglieder 41
2.5.2 Ursprung der Teammitglieder 41
2.6 Kommunikation mit dem Inneren Team 43
2.6.1 Kooperative innere Führung 43
2.6.2 Innere Teamaufstellung 44
2.6.3 Stimmigkeit 44
2.7 Klärung des Eigenanteils in der Kommunikation 45
2.8 Zusammenfassung 46
III. BILDUNG
3. Bildung ist Selbst-Bildung 49
3.1 Aspekte zur Klärung eines Bildungsbegriffs in der Erwachsenenbildung 50
3.1.1 Formale und informelle Bildung 51
3.2 Bildung vollzieht sich im Lernen 52
3.2.1 Sozialkognitive Lerntheorie nach BANDURA 53
3.2.2 Widerstände im Lern- und Arbeitsprozess 55
3.2.3 Metaebene des Lernens 58
3.3 Bildung dient der Kompetenzentwicklung 59
3.4 Einsicht ist lebendig gewordenes Wissen 62
3.5 Biographische Selbstreflexion 63
3.5.1 Biographische Selbstreflexion als Bildungsansatz 65
3.5.2 Hermeneutik - Auslegungsprozess zum besseren Verstehen 67
3.5.3 Spiegelung als Bildungsanlass 72
3.6 Coaching - eine professionelle Form der EQ - Förderung 74
3.6.1 Setting 74
3.6.2 Merkmale 75
3.6.3 Ziele 76
3.6.4 Grenzen 77
3.7 Zusammenfassung 77
IV. FÜHRUNG
4. Führung als pädagogische Dimension 79
4.1 Begriffsklärung 79
4.2 Inter- und intrapersonale Dimension von Führung 81
4.3 Führung, beeinflusst von Selbst- und Menschenbild 82
4.3.1 Managementmodelle und Menschenbilder 83
4.4 Führungsstile 85
4.5 Gelassenheit, eine Führungskompetenz 90
4.6 Selbstreflexive Kompetenz als Herausforderung für Führungskräfte 94
4.7 Zukünftiges Rollenverständnis für Führungskräfte 96
Resümee 100
Literatur 104

Automatisiert erstellter Textauszug:

Lernen kann definiert werden als ein Entwicklungsprozess, der in der Auseinandersetzung mit der Umwelt durch Erfahrung zu situationsüberdauernden Veränderungen im Verhalten oder Verhaltenspotential führt. Mit Verhalten ist hierbei sowohl beobachtbares, äusseres, motorisches Verhalten gemeint, als aber auch physiologisches - man denke hierbei an das Verfahren Desensibilisierung bei der Behandlung von Allergien - sowie emotionale Reaktionen und kognitives Verhalten. Lernen ist die Veränderung der Person bzw. der personalen Dispositionen aufgrund von gespeicherten und verarbeiteten Erfahrungen und führt dazu sich das lernende Individuum in Zukunft anders verhält als vor dem Lernprozess.15 Im folgenden ist ein Lernvorgang als der Erwerb einer Fähigkeit in vier Schritten beschrieben (eigene Darstellung): [...]

3.1.1 Formale und informelle Bildung Neben dem im Bildungssystem verankerten, dem institutionalisierten Lernen, welches auch formales Lernen genannt wird, kann Bildung in einer weiteren Form stattfinden.12 Das informelle Lernen findet als das menschliche Erfahrungslernen im Alltag jenseits spezialisierter Bildungseinrichtungen statt. Es zeichnet sich durch seine Lebensnähe aus und ist die Grundform menschlichen Lernens, charakterisiert als lebenslanges Lernen, welches dem Individuum durch eigen initierte Suchbewegungen hilft mehr Verständnis für sich und seine Umwelt zu erlangen, um sich in dieser zurecht zu finden. Somit ist es Mittel zur Lebenshilfe, dem die Gleichwertigkeit zum organisierten akademischen Lernen zugesprochen werden sollte. Beim informellen Lernen als einem lebenslangen Lernen finden die [...]

Erwachsenenbildung findet in der Regel im Anschluss an eine erste SchulBildungsphase statt; sie erweitert die Erstausbildung und verläuft im lebenslangen Lernen.7 Hierbei gilt es zu berücksichtigen, dass es sich bei diesem sogenannten Anschlusslernen nicht nur „um einen Anschluß an vorhandenes Wissen, sondern auch an vorhandene Werte und Deutungen handelt.“8 Erwachsenenbildung und Weiterbildung werden häufig als synonyme Begriffe verwendet, wobei die Weiterbildung eher eine Begrifflichkeit aus dem Bildungssystem mit seinen vier Säulen darstellt.9 Diese vier Säulen im deutschen Bildungssystem sind: • der Primarbereich ( Grundschule ), • der Sekundarbereich ( Haupt- und Realschule sowie Gymnasium ) • der Tertiärbereich ( Hochschule ) und • die Weiterbildung ( berufl. Weiterbildung und allgem. Erwachsenenbildung ). WEINBERG definiert den Begriff der Erwachsenenbildung als einen an das Bildungssystem ungebundenen Begriff, der [...]

Arbeit zitieren:
Matebel, Andrea Oktober 2001: Emotionale Intelligenz als Bedingungsfaktor für die Führungskräfte-Bildung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kommunikation, Kompetenz, Erwachsenenbildung, Emotionale Intelligenz, Führungskräfte

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