Der Emissionshandel – Geschäftspotenziale für Banken
- Art: Bachelorarbeit
- Autor: Sonja Göcking
- Abgabedatum: Juni 2005
- Umfang: 51 Seiten
- Dateigröße: 377,7 KB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Universität Paderborn Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-8961-8
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-8961-8 P - ISBN (CD) :978-3-8324-8961-8 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Göcking, Sonja Juni 2005: Der Emissionshandel – Geschäftspotenziale für Banken, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: CO2-Handel, Emissionstrading, Emissionsrechte, Kyoto-Protokoll, Strom
In den Warenkorb
48,00 €
Bachelorarbeit von Sonja Göcking
Einleitung:
Im Jahre 1997 wurde mit dem Kyoto-Protokoll ein internationales Klimaschutzabkommen verabschiedet, dessen Ziel die Reduzierung von Treibhausgasen ist. Hierdurch soll die globale Erderwärmung gestoppt werden. Das Kyoto-Protokoll legte gleichzeitig den Grundstein für den Handel mit Emissionsrechten. Durch die Übertragung des Kyoto-Abkommens in europäisches und deutsches Recht wurde der Start des europäischen Emissionshandelssystems zum 01.01.2005 festgelegt.
Zunächst bleibt der Handel in Europa auf das Gas CO2 begrenzt. Der Starttermin Anfang 2005 ist jedoch missverständlich, denn der (Forward-)Handel mit Emissionsrechten hat schon 2003 begonnen.
Der Emissionshandel beeinflusst die Geschäftstätigkeit von vielen Unternehmen. Besonders Unternehmen aus der Energiebranche und energieintensiven Industrien werden sich dem EU-Emissionshandel nicht entziehen können. Neben dem OTC-Handel von Emissionsrechten findet seit März 2005 an der EEX auch ein börsenbasierter Emissionshandel statt. Der noch junge Markt für Emissionsrechte stellt die betroffenen Unternehmen vor neue Herausforderungen.
Für den Erfolg beim Emissionshandel ist es unerlässlich, neben den politischen Rahmenbedingungen auch die wichtigsten preisbeeinflussenden Faktoren zu kennen. Bei der Risikosteuerung und dem Management des Emissionsportfolios können Banken die betroffenen Unternehmen unterstützen. Banken spielen eine wichtige Rolle im Emissionshandel, indem sie ihren Kunden maßgeschneiderte Lösungen anbieten. Die Entwicklung und Bereitstellung von innovativen Produkten im Rahmen des Emissionshandels wird die Wettbewerbsposition von Banken stärken, denn viele der Geschäftskunden sind in energierelevanten Bereichen aktiv und werden diese Dienstleistungen nachfragen.
Schon lange haben Finanzdienstleister den Emissionshandel als potenziell gewinnbringendes Betätigungsfeld erkannt. Dies zeigt sich an den Transaktionen, die seit 1992 punktuell stattgefunden haben. Für Banken wird der Einstieg in den Handel mit Emissionsrechten ein sehr lukratives Geschäftsfeld eröffnen, denn „es zeichnet sich ein gigantischer Markt ab, den es zu erschließen gilt“.
Dabei können sich die Banken, die eine Vorreiterrolle im Markt einnehmen, einen Wettbewerbsvorsprung sichern. Bereits jetzt bieten Banken den betroffenen Unternehmen einige Produkte und Dienstleistungen im Bereich des Emissionshandels an. Hier sind besonders die Abwicklung am Kassa- und Terminmarkt sowie CO2 -Fonds zu nennen.
Dieser Markt bietet aber noch weitere Geschäftspotenziale für Banken. Besonders im Bereich der Derivate sind diverse Produkte denkbar. Neben Optionen und Swaps bieten sich strukturierte Produkte in diesem Zusammenhang an. Unterschiedliche Schätzungen gehen von rasanten Wachstumsraten des Emissionshandels aus. Daher werden in Zukunft zusätzlich zu den bereits aktiven Banken voraussichtlich weitere Banken als Dienstleister im Emissionshandel auftreten.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | ||
| Abkürzungsverzeichnis | 4 | |
| Abbildungsverzeichnis | 6 | |
| 1. | Einleitung | 7 |
| 2. | Grundlagen | 8 |
| 3. | Das Kyoto-Protokoll | 9 |
| 3.1 | Kyoto-Mechanismen | 10 |
| 3.2 | Übertragung in europäisches und deutsches Recht | 11 |
| 3.3 | Das europäische "Cap and Trade"-System | 12 |
| 4. | Der Handel | 14 |
| 5. | Preisbeeinflussende Faktoren | 17 |
| 5.1 | Direkte Faktoren | 18 |
| 5.2 | Indirekte Faktoren | 19 |
| 5.3 | Höchstpreise | 21 |
| 5.3.1 | Grenzkosten | 21 |
| 5.3.2 | CO2 - Vermeidungskosten | 21 |
| 6. | Produkte und Dienstleistungen im Emissionshandel | 22 |
| 6.1. | Kassahandel | 24 |
| 6.2. | Terminhandel | 24 |
| 6.2.1 | Forwards und Futures | 25 |
| 6.2.2 | Optionen | 26 |
| 6.2.3 | Swaps | 28 |
| 6.3 | Strukturierte Produkte | 30 |
| 6.3.1 | Kombination aus Wetter- und Emissionsderivat | 30 |
| 6.3.2 | Zinsverbilligung | 33 |
| 6.4 | Mandate | 34 |
| 6.5 | Fonds - Auflegung | 35 |
| 6.6 | Sonstige Dienstleistungen | 36 |
| 7. | Ausblick auf die Marktentwicklung | 38 |
| 8. | Resümee | 39 |
| Literaturverzeichnis | 40 |
Abs. 11 Satz 4 KWG.163 Solche Derivate umfassen Forwards, Futures, Optionen und Swaps.164 Noch bestimmt die physische Lieferung von CO2-Rechten das Geschäft. Der Handel mit Futures, Optionen und Swaps - auch mit Barausgleich - wird in Zukunft jedoch an Bedeutung gewinnen.165 Handelt eine Bank mit Derivaten, wird sie versuchen, das eingegangene Risiko durch Hedging zu eliminieren. Eine Möglichkeit ist, eine zu dem offenen Geschäft gegenläufige Position aufzubauen.166 Es ist auch möglich, eine offene Position bewusst ohne Gegengeschäft zu belassen und dabei auf positive Marktpreisänderungen zu spekulieren.167 Eine optimale Lösung für die Bank ist, zwei einander gegenläufige Kundengeschäfte zusammenzuführen. Hierbei kann die Bank bei beiden Geschäften eine Marge vereinnahmen und gleichzeitig ihr Risiko eliminieren. [...]
die seit 1992 vereinzelt durchgeführt wurden.148 Um ihre Kunden optimal zu betreuen, sollten Banken stets auf Kundenbedürfnisse reagieren und alternativ auf die vom Emissionshandel betroffenen Unternehmen zugehen, um sie auf mögliche Risiken in diesem Bereich hinzuweisen und gleichzeitig auf ihre Dienstleistungen aufmerksam zu machen. Die Rolle der Banken kann darin bestehen, für die Unternehmen den Kassa- und Terminhandel abzuwickeln, und ihren Kunden innovative Derivate zum Risikomanagement oder andere Dienstleistungen im Rahmen des Emissionshandels anzubieten. Die Einführung des Emissionshandels führt dazu, dass betroffene Unternehmen neben den Kosten für die Beschaffung von Energiequellen zusätzlich Emissionsrechte zukaufen müssen, falls diese nicht ausreichend vorhanden sind. Dies führt besonders bei energieintensiven Unternehmen zu höheren Kosten.149 Firmen aus der EU konkurrieren oft mit internationalen Unternehmen, die von den Mehrkosten der Beschaffung von Emissionsrechten bzw. einer CO2-Vermeidung befreit sind. Es ist ersichtlich, dass sich hieraus große Herausforderungen in Bezug auf die Wettbewerbs- und Gewinnsituation ergeben.150 Die Unternehmen werden versuchen, die gestiegenen Kosten in Form von höheren Energiepreisen an die Abnehmer weiterzugeben. Betreibt ein Unternehmen ein aktives Management seines Emissionsportfolios, lassen sich die Kosten höchstwahrscheinlich niedrig halten und es kann beim Abnehmer ein strategischer Preisvorteil erreicht werden. Dies spricht für die Inanspruchnahme von innovativen Finanzprodukten zur Steuerung und Optimierung des Emissionsportfolios. [...]
6. Produkte und Dienstleistungen im Emissionshandel Durch den EU-Emissionshandel sind besonders Unternehmen der Energiebranche und energieintensive Industrien betroffen.144 Mit der zunehmenden Reduzierung der kostenlosen Zertifikate werden diese immer mehr zu einem Produktionsfaktor und stellen das Risikomanagement betroffener Unternehmen vor neue Herausforderungen.145 Emissionszertifikate können als Wertpapiere angesehen werden. Sie sind natürlich ebenfalls potenzielle Spekulationsobjekte.146 Ein funktionierender Emissionshandel bedarf der Unterstützung von vermittelnden Unternehmen. Aufgrund des Know-Hows und der technischen Infrastruktur bieten sich hier Banken und Brokerhäuser an. Für diese kann der Handel mit Emissionsrechten neue Geschäftsfelder eröffnen.147 Finanzdienstleister haben den Handel mit Emissionsrechten schon lange als potenziell lukratives Betätigungsfeld erkannt. Dies zeigt sich an den Transaktionen, [...]
In den Warenkorb
48,00 €
Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832489618
Arbeit zitieren:
Göcking, Sonja Juni 2005: Der Emissionshandel – Geschäftspotenziale für Banken, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
CO2-Handel, Emissionstrading, Emissionsrechte, Kyoto-Protokoll, Strom



