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Emerging Risks - Nanotechnologie

Risiko und Chance für den Haftpflicht-Underwriter

Emerging Risks - Nanotechnologie
Über dieses Buch
  • Art: Studienarbeit
  • Autor: Katrin Lohmülller, geb. Knebel
  • Abgabedatum: März 2007
  • Umfang: 50 Seiten
  • Dateigröße: 445,4 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Deutsche Versicherungsakademie (DVA) Köln Deutschland
  • Originaltitel: Emerging Risks - Risiko und Chance für den Haftpflicht-Underwriter am Beispiel der Nanotechnologie
  • Bibliografie: ca. 30
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-0632-5
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Lohmülller, geb. Knebel, Katrin März 2007: Emerging Risks - Nanotechnologie, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Emerging Risks, Nanotechnologie, Underwriting, Produktgestaltung, Schadenmanagement

Studienarbeit von Katrin Lohmülller, geb. Knebel

Einleitung:

Das Risiko ist das tägliche Geschäft der Versicherungsbranche. Viele Risiken kennen die Versicherer inzwischen und können diese aus ihrer Erfahrung zumindest annähernd einschätzen. Technologische, gesellschaftliche und rechtliche Veränderungen gehen jedoch mit immer neuen, zum Teil noch unbekannten Risiken einher, mit denen sich auch der Haftpflicht-Underwriter in seiner täglichen Arbeit auseinandersetzen muss.

Zu diesen noch relativ unbekannten Risiken, sogenannten Emerging Risks, zählt auch die Nanotechnologie.

Sie setzt sich mit der Erforschung von Partikeln, deren Größe ein millionsten Teil eines Millimeters ausmachen auseinander und gilt als Schlüsseltechnologie, von der Anstöße zu innovativen Entwicklungen in den verschiedensten Bereichen und gesellschaftlichen Anwendungsfeldern erwartet werden. Allerdings mehren sich auch die kritischen Stimmen, die auf mögliche negative Folgen für Gesundheit und Umwelt und mit dem Einsatz der Nanotechnologie verbundene ethische Probleme aufmerksam machen.

Gang der Untersuchung:

Aus diesem Grund beschäftigt sich die vorliegende Arbeit mit der Frage: Welche Möglichkeiten haben Erst- und Rückversicherer diese neuen Risiken zu erkennen, einzuschätzen und zu welchen Konditionen können diese versichert werden?

Nach einer kurz gehaltenen Begriffserläuterung werden in Kapitel 2 die Grundlagen der Nanotechnologie, die Anwendungsbereiche und mögliche Chancen und Risiken beleuchtet. Kapitel 3 beschäftigt sich mit den Auswirkungen auf die Versicherungswirtschaft im Allgemeinen und Kapitel 4 mit den Auswirkungen und Herausforderungen auf den Haftpflicht-Underwriter im Besonderen.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 2
1.1 Definitionen 4
1.1.1 Risiko 4
1.1.3 Emerging Risks 5
2. Nanotechnologie 6
2.1 Nanotechnologie in der Natur 6
2.2 Stand von Forschung und Entwicklung 7
2.3 Anwendungsbereiche 9
2.4 Risiken und Chancen 11
3. Auswirkungen auf die Versicherungswirtschaft 13
3.1 Wirtschaftliche, gesellschaftliche und rechtliche Sachverhalte 13
3.2 Betroffene Versicherungsbranchen 15
3.3. Aufbau eines weitgespannten Informationsnetzes 19
4. Herausforderung für den Haftpflicht-Underwriter 21
4.1 Emerging Risk im Spannungsfeld des Haftpflichtrechts 21
4.2 Rolle bei der Bewältigung von Nanotechnologie-Risiken 22
4.3 Aufgaben zur Bewältigung von Nanotechnologie-Risiken 24
4.3.1 Marktbeobachtung / Früherkennungssystem 25
4.3.2 Relevanzbestimmung 26
4.3.3 Underwriting 27
4.3.4 Produktgestaltung 29
4.3.5 Prämiengestaltung 33
4.3.6 Schadenmanagement 34
4.4 Erfahrungsaustausch 35
5. Schlussbemerkung 36
6. Anhang 39
7. Quellenverzeichnis
8. Abkürzungsverzeichnis

Textprobe:

Kapitel 2.3: Anwendungsbereiche:

Die Nanotechnologie als solche ist keine industrielle Branche, sondern sie beeinflusst eine Vielzahl von Industriezweigen von der Optik/Mikro-elektronik, Informationstechnologie über die Pharmazie/Kosmetik, die Biotechnologie, die Automobilindustrie bis hin zur Luft- und Raumfahrt sowie die Energietechnik.

Während viele Ideen noch in den Labors erforscht werden, sind erste Produkte mit Nanoteilchen auf dem Markt: Winzige Partikel sorgen in Katalysatoren dafür, dass Autos ihre Abgase verringern, in Farben und Fliesen garantieren sie dass Wände länger sauber bleiben und Textilfasern, die mit Silber-Nanopartikeln behandelt wurden, sorgen dafür, dass Wunden schneller heilen.

Im Umweltbereich zeichnen sich vielfältige Möglichkeiten etwa bei der Ressourcenschonung oder bei einer effizienten Wasseraufbereitung ab.

Im medizinischen Bereich eröffnen sich neue Diagnostik- und Therapieverfahren. Die Tatsache, dass bestimmte Nanopartikel aufgrund ihrer Kleinheit die Blut-Hirn-Schranke passieren können und im Immunsystem des Menschen nicht als Fremdkörper erkannt und daher auch nicht bekämpft werden, ergibt für medizinische Anwendungen hoch interessante Perspektiven.

Eine weitere wichtige Neuerung ist die Nutzung des „Lotus-Effektes“. Die besondere Eigenschaft der Lotuspflanze, Wasser komplett abperlen zu lassen und dabei Staub und Schmutz mitzureißen – der Lotus-Effekt - ist zum Sinnbild einer ganzen Kategorie von Oberflächenfunktionalisierungen geworden. In vierjähriger Entwicklungsarbeit wurde die Fassadenfarbe Lotusan entwickelt, die in ersten Dauertest tatsächlich die vorteilhaften Eigenschaften des Lotusblattes repräsentiert. Auch Tondachziegel mit Selbstreinigung wurden auf den Markt gebracht. Besonders vielversprechend sind selbstreinigende Polymeroberflächen.

Einen Schwerpunkt der Entwicklung bilden hier selbstklebende, weitgehend transparente Folien für Verkehrsschilder, Oberflächen im Badbereich, Gartenmöbel, aber auch Solarzellen zur Vermeidung von Schmutzschichten. Die auf Textilien erzielte Hydrophobie (wasserabweisend) übersteigt bei weitem die von Goretex.

An den vorgenannten Beispielen ist zu erkennen, dass die Nanotechnologie in zunehmenden Maße Beiträge zur Herstellung FuE-intensiver Güter in den unterschiedlichsten Wirtschaftsbereichen. (FuE = Forschung und Entwicklung) liefert. Motor für eine erfolgreiche Produktentwicklung ist in vielen Fällen die Nachfrage nach extremen Einsparungen bei Gewicht, Volumen, Rohstoff- und Energieverbrauch sowie nach Schnelligkeit. Das Besondere an der Nanotechnologie ist, dass sie zahlreiche dieser Kriterien oftmals gleichzeitig erfüllt. Folglich wird in nahezu allen High-Tech-Branchen ein Innovationsschub erwartet. so z.B. in der Informations- und Kommunikationstechnologie, der Automobil-, Energie- und Produktionstechnik, der chemisch-pharma-zeutischen Industrie sowie der Medizintechnik und Biotechnologie.

Eine solide Kenntnis der Grundlagen und der Anwendungsfelder der Nanotechnologie ist von großer Bedeutung, denn zum einen ist sie Voraussetzung für eine kompetente Einschätzung des Potentials der Nanotechnologie im Bereich industrieller Anwendungen in technischer und betriebswirtschaftlicher Hinsicht. Zum anderen ist sie unerlässlich für eine Beurteilung möglicher Veränderungen in den unterschiedlichen gesellschaftlich relevanten Bereichen, wie Gesundheitswesen, Ressourcennutzung, Bildungssektor und auch der Versicherungswirtschaft.

Arbeit zitieren:
Lohmülller, geb. Knebel, Katrin März 2007: Emerging Risks - Nanotechnologie, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Emerging Risks, Nanotechnologie, Underwriting, Produktgestaltung, Schadenmanagement

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