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Eltern-Kind-Arbeit in der Musikpädagogik

Eltern-Kind-Arbeit in der Musikpädagogik
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Kristina Lucius
  • Abgabedatum: März 1998
  • Umfang: 139 Seiten
  • Dateigröße: 3,9 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Hochschule für Musik Köln Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1472-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1472-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1472-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Lucius, Kristina März 1998: Eltern-Kind-Arbeit in der Musikpädagogik, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte:

Diplomarbeit von Kristina Lucius

Einleitung:

Für viele Eltern kann vor der oder durch die Geburt ihres (ersten) Kindes eine intensive Beschäftigung mit Fragen zur Entwicklung und Erziehung des Kindes beginnen. Auf ihrer Suche nach Antworten treffen sie auf unzählige Publikationen mit den verschiedensten, auch widersprüchlichen Anregungen und Ratschlägen, die sich als Hilfe für die Eltern bei der Gestaltung des Familienalltages verstanden wissen wollen. Die Themen der teilweise wissenschaftlich fundierten Veröffentlichungen reichen von der. Kinderpflege über die Erziehung der Kinder durch Bewegung, Malen, Musik usw. bis hin zur Lösung von (Familien-) Konflikten. Als Adressaten werden sowohl Eltern mit Kindern als auch Pädagogen angesprochen, die nunmehr Spielsituationen lenken und leiten lernen (sollen) sowie, überwiegend ausgelöst durch angegebene Lernziele, bestimmte Leistungen des Kindes fördern und fordern. Im Mittelpunkt dieser Publikationen steht, entsprechend der (neuen) Situation der Erwachsenen als Eltern, das Kind.

Um den Eltern als Erwachsenen nach ihrer eigenen Schulzeit und Ausbildung die Möglichkeit zur Weiterbildung, Umschulung etc. zu geben und damit den gesellschaftlichen Veränderungen Rechnung zu tragen, wird der Erwachsenenbildung, äußerlich sichtbar ebenfalls durch Veröffentlichung diesbezüglicher Literatur, eine immer größere Bedeutung beigemessen.

Im Sinne der Erwachsenenbildung entwickelte sich aus den gegen Ende des ersten Weltkrieges entstandenen Mütterschulen die heutige Familienbildung. Mit Publikationen über Partnerschaft und Ehe, Elternbildung und Kindererziehung, Problembewältigung in der Familie entstandener Konflikte usw. werden den Eltern verschiedenste, die Familie betreffende, Kenntnisse vermittelt.

Während in den Veröffentlichungen zur Kindererziehung musikalischen Beiträgen als Förderung der allgemeinen Entwicklung eine wichtige Rolle zukommen und in der Erwachsenenbildung z. B. durch Musikunterricht dem Wunsch nach Qualifikation entsprochen werden kann, ist nun die Frage nach der generationsübergreifenden musikalischen Arbeit von Eltern und Kindern (als Familie) zu klären.

Publikationen über die gemeinsame Tätigkeit von Eltern und Kindern als Hilfsmittel einer umfassenden Musikerziehung innerhalb der Familie müssen, über die reine Vermittlung musikalischer Kenntnisse und Zusammenhänge hinaus, musikalische Arbeit auch in ihren praktischen Bezügen darstellen. Die Beschreibung der Möglichkeit dessen, was musikalisches Miteinander den Eltern und ihrem Kind bzw. ihren Kindern bedeutet, ist dafür ein wichtiger Punkt. Dabei darf die Rolle der Publikation nicht überschätzt werden.

Musikerziehung und der damit verbundene Erwerb von Sachkenntnissen sowie der Aufbau einer musikalischen Identität finden vor allem in sozialen Handlungen statt. Welche Inhalte in der Publikation zum Tragen kommen, ist nicht unwichtig, denn es liegt die Wahrscheinlichkeit nahe, daß Veröffentlichungen zur Ausbildung musikalischen Verhaltens beitragen. Eltern-Kind-Bücher allgemein und speziell Musikbücher werden in Zeiten gelesen, in denen einerseits das Interesse der Eltern an der Entwicklung ihrer Kinder im Vergleich zu den folgenden Lebensphasen am größten ist und andererseits die Kinder noch sehr beeinflußbar sind. Durch die Darstellung musikalischer Eltern-Kind-Arbeit fördern sie die Nachahmung musikalischer Erziehung und können somit Anregung für die Gestaltung eines auf Musik orientierten (Familien-) Lebens sein. Unter den gleichen Voraussetzungen, wie sie für die Musikbücher gelten und mit eben diesen Möglichkeiten, ist das Ziel der musikalischen Modelle zu betrachten.

Auf die Untersuchung von Tonträgern als Beitrag zur Förderung einer Eltern-Kind-Arbeit ist in dieser Abhandlung aus mehreren Gründen verzichtet worden. Einerseits soll dem unkontrollierten Konsum jeglicher Art von Musik und Geräuschen aus den verschiedensten Schallquellen ("[Ge-] Hörverschmutzung") durch fachlich qualifizierte Anleitung vorgebeugt werden. Andererseits lassen sich Tonträger ausschließlich durch technische Mittler zu Gehör bringen (Kostenfrage) und verleiten letztlich schneller zum unkonzentrierten Hören durch das Ausführen von Nebenbeschäftigungen als beispielsweise die Auseinandersetzung mit Literatur.

Ohne Frage zählen Tonträger zum Bestandteil einer grundlegenden Musikerziehung, weshalb im abschließenden Teil dieser Arbeit u. a. Möglichkeiten des Einsatzes von Tonträgern in der Eltern-Kind-Arbeit vorgeschlagen werden.

Es wird in diesem Zusammenhang auf den erstmalig am 28. September 1997 in Hamburg während der KLASSIK KOMM vom Verband deutscher Musikschulen verliehenen Medienpreis "Leopold" verwiesen. Der Vorsitzende des Verbandes deutscher Musikschulen, Dr. Gerd Eicker, formuliert die Zielsetzung der Prämierung folgendermaßen: "Der 'Leopold' soll EItern und Kindern den Zugang zu anspruchsvollen Tonträgern erleichtern, die Produzenten zur Qualität ermuntern und insgesamt auf die Bedeutung wertvoller akustischer Medien für die Entwicklung unserer Kinder hinweisen." Die Ergebnisse dieser und der nächsten Vergabe des Medienpreises im Jahr 1999 können somit bereits zu einem aktuellen Bestandteil von Eltern-Kind-Arbeit werden.

Der genannten Vielzahl von Publikationen, einerseits die Entwicklung des Kindes, andererseits die Erwachsenenbildung betreffend, soll hiermit keine weitere hinzugefügt werden! Vielmehr scheint es notwendig zu untersuchen, inwieweit der in Deutschland erschienenen Literatur praktische Anregungen für das gemeinsame Musizieren von Eltern und Kindern im häuslichen Bereich zu entnehmen sind.

Dieser Untersuchung folgend sollten deshalb nicht nur evaluative Studien ermöglicht, sondern außerdem Empfehlungen für die Praxis abgeleitet werden. Ansätze und Vorschläge für die praktische Umsetzung einer Eltern-Kind-Arbeit im Rahmen der Möglichkeiten, wie sie die Institution Musikschule bieten kann, werden deshalb im Schlußteil dargestellt.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort
1. Theoretischer Hintergrund und Ableitung der Fragestellung 1
1.1 Einführung in den Problembereich 1
1.1.1 Arbeitsdefinition zum Untersuchungsgegenstand "Eltern-Kind-Arbeit" 1
1.1.2 Wissenschaftliche Perspektiven 3
1.1.3 Das Eltern-Kind-Programm des Staatsinstituts für Frühpädagogik als allgemeine Form der Eltern-Kind-Arbeit 10
1.2 Literaturanalysen pädagogisch relevanter Aspekte vorn Eltern-Kind-Arbeit - Versuch eines kritischen Literaturberichtes 16
1.2.1 Eltern-Kind-Arbeit aus der Sicht der Familienbildung 16
1.2.2 Eltern-Kind-Arbeit aus der Sicht der Sozialpädagogik 20
1.3 Ableitung der Fragestellungen 22
1.3.1 Forschungsstand bzgl. der Eltern-Kind-Arbeit 22
1.3.2 Schlußfolgerungen: Fragestellungen der vorliegenden Untersuchung 23
2. Methoden 28
2.1 Begründung der Methodenwahl 28
2.2 Vorbereitende Analysen 29
3. Hauptuntersuchung 33
3.1 Quantitative Inhaltsanalyse 33
3.2 Qualitative Analyse 45
4. Ergebnisse und Diskussion 62
4.1 Auswertung 62
4.1.1 Analysen zu den Fragestellungen 62
4.1.2 Interpretation der Untersuchungsergebnisse 63
4.2 Schlußfolgerungen 66
4.3 Ausblick: Forschungsperspektiven 68
5. Zusammenfassung 70
6. Entwurf eines Projektes "Eltern-Kind-Arbeit" im Rahmen des Konzeptes Musikschule 2000 74
6.1 Einführung in das Konzept Musikschule 2000 74
6.2 Projektentwurf "Eltern-Kind-Arbeit" 75
6.3 Weiterführende Gedanken 106
7. Literaturverzeichnis 107
8. Anhang 122
8.1 Tabellenverzeichnis 123
8.2 Abbildungsverzeichnis 124

Arbeit zitieren:
Lucius, Kristina März 1998: Eltern-Kind-Arbeit in der Musikpädagogik, Hamburg: Diplomica Verlag

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