Elektronische Instore-Medien als Instrumente der Kundenbindung im Einzelhandel
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Eva Hegner
- Abgabedatum: Februar 2002
- Umfang: 74 Seiten
- Dateigröße: 1,3 MB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Gerhard-Mercator-Universität Duisburg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5393-0
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-5393-0 P - ISBN (CD) :978-3-8324-5393-0 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Hegner, Eva Februar 2002: Elektronische Instore-Medien als Instrumente der Kundenbindung im Einzelhandel, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Kiosksyteme, Kundenbindungsinstrumente
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Diplomarbeit von Eva Hegner
Einleitung:
Der Einzelhandel sieht sich seit mehreren Jahren mit einer Reihe von ökonomischen und sozialen Veränderungen konfrontiert. Die rezessiv bedingte Stagnation der Märkte in den frühen 90er-Jahren förderte die Konzentration und Internationalisierung der Handelsunternehmen. Die Folge war ein zunehmender Wettbewerbsdruck, welcher sich bis heute durch den hohen Sättigungsgrad vieler Märkte, die Homogenisierung der Handelsunternehmen und ihrer Sortimente sowie die Etablierung des Internet-Handels (E-Commerce) noch verschärft hat.
Neben den ökonomischen Entwicklungen beeinflusst ein deutlich geändertes Kundenverhalten die handelsunternehmerischen Aktivitäten. Im Vergleich zum relativ konsistenten und stabilen Verhalten der Kunden von „gestern“, prägen heute Individualität und Instabilität das Bild der multioptionalen Kunden. Die Kunden von „heute“ weisen hedonistische Züge auf und tragen hohe Erwartungen an die Qualität von Leistung und Service. Sie sind zunehmend selbstbewusster, preissensibler und mobiler. Ihr kritisch-emanzipatorisches Verhalten führt zu einer erhöhten Wechselbereitschaft und folglich zu einer abnehmenden Bindung an Geschäfte und Handelsunternehmen.
Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen ist die Sicherung der Marktposition für Handelsunternehmen zur Zeit von zentraler Bedeutung. Die Kundenakquisition wird aufgrund des intensiven Verdrängungswettbewerbs zunehmend schwieriger. Die dauerhafte Bindung vorhandener Kunden rückt so in den Mittelpunkt des handelsunternehmerischen Interesses. Ziel ist es, sich durch eine differenzierte Kundenansprache von den Wettbewerbern abzugrenzen, langfristige Kundenbeziehungen aufzubauen und so die Gefahr der Geschäftsstättensubstitution zu vermindern.
In Bezug auf die Wirkungen von Kundenbindungsaktivitäten kann der POS (Point of Sale), d.h. der Ort des Verkaufs bzw. des Einkaufs, als kritischster Punkt im stationären Einzelhandel identifiziert werden. Hier kommt es zum direkten Kontakt zwischen Handelsunternehmen und Kunden. Am POS vergleichen die Kunden ihre Erwartungen mit den angebotenen Leistungen. Das Ergebnis dieses Vergleichs entscheidet über die Art und Dauer der Geschäftsbeziehung. Darüber hinaus gilt als erwiesen, dass rund zwei Drittel aller Kaufentscheidungen erst am POS getroffen werden. Dies spricht ebenfalls für die wachsende Bedeutung des POS als einem wichtigem Ort kundenbindungsbezogener Aktivitäten. Im Rahmen einer auf Kundenbindung ausgerichteten Unternehmensstrategie stellt damit der Einsatz von Instore-Medien eine notwendige kommunikationspolitische Maßnahme für den Erhalt langfristiger Kundenbeziehungen dar.
In der letzten Zeit ist ein verstärkter Einsatz von elektronischen Instore-Medien zu verzeichnen. Dies begründet sich zum einen aus der zunehmenden Verbreitung neuer Informations- und Kommunikationstechnologien, wie u.a. von Intra- bzw. Internet und der digitalen Datenübertragung. Zum anderen sind die wachsende Akzeptanz gegenüber den modernen Technologien sowie das gesteigerte Informations- und Kommunikationsbedürfnis der Bevölkerung überzeugende Argumente für diese Art der Instore-Kommunikation. Die vorliegende Arbeit setzt sich schwerpunktmäßig mit den einzelnen elektronischen Instore-Medien und ihren Auswirkungen auf die Kundenbindung auseinander und gewährt einen Einblick in die handelsunternehmerische Praxis des Medieneinsatzes.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | 3 | |
| Übersichtenverzeichnis | 4 | |
| 1. | Einleitung | 5 |
| 1.1 | Problemstellung | 5 |
| 1.2 | Begriffliche Abgrenzung | 6 |
| 1.3 | Gang der Untersuchung | 10 |
| 2. | Kundenbindung im Einzelhandel | 11 |
| 2.1 | Ziele der Kundenbindung | 11 |
| 2.2 | Auswirkungen der Kundenbindung auf den Unternehmenserfolg | 12 |
| 2.3 | Theoretische Ansätze zur Erklärung von Kundenbindung | 17 |
| 2.4 | Kundenzufriedenheit als Schlüsselfaktor der Kundenbindung | 21 |
| 2.4.1 | Konzeptionelle Grundlagen | 21 |
| 2.4.2 | Verfahren der Kundenzufriedenheitsmessung | 23 |
| 2.5 | Instrumente der Kundenbindung | 26 |
| 3. | Elektronische Instore-Medien | 31 |
| 3.1 | Instore-Radio | 31 |
| 3.1.1 | Funktionsweise | 32 |
| 3.1.2 | Möglichkeiten sowie Grenzen des Einsatzes | 33 |
| 3.1.3 | Instore-Radio am Beispiel der Rewe-Handelsgruppe | 35 |
| 3.2 | Instore-TV | 37 |
| 3.2.1 | Funktionsweise | 37 |
| 3.2.2 | Möglichkeiten sowie Grenzen des Einsatzes | 39 |
| 3.2.3 | Instore-TV am Beispiel der SinnLeffers AG | 40 |
| 3.3 | Elektronische Regaletiketten | 43 |
| 3.3.1 | Funktionsweise | 43 |
| 3.3.2 | Möglichkeiten sowie Grenzen des Einsatzes | 45 |
| 3.3.3 | Elektronische Regaletiketten am Beispiel der Edeka-Gruppe | 46 |
| 3.4 | Infoboard | 48 |
| 3.4.1 | Funktionsweise | 48 |
| 3.4.2 | Möglichkeiten sowie Grenzen des Einsatzes | 50 |
| 3.4.3 | Das Infoboard am Beispiel der Toom-SB-Warenhäuser | 54 |
| 3.5 | Kioskterminals | 55 |
| 3.5.1 | Funktionsweise | 56 |
| 3.5.2 | Möglichkeiten sowie Grenzen des Einsatzes | 56 |
| 3.5.3 | Kioskterminals am Beispiel der Kaufhof Warenhaus AG | 60 |
| 4. | Fazit | 65 |
| Quellenverzeichnis | 67 | |
| Ehrenwörtliche Erklärung | 72 |
Abgleich mit den jeweils laufenden P.O.S. Radio-Spots Kennziffern, wie z.B. Zielgruppen Werbewirkungen und Nettoreichweiten, ableiten.70 So ergab die Studie des Jahres 1998, dass bei den mit P.O.S Radio beworbenen Artikeln in der Werbephase eine durchschnittliche Absatzsteigerung von 26% erreicht wurde. Die aktuelle Studie der Jahre 2001/2002 bestätigte dem Instore-Medium eine Stundennettoreichweite von 970.000 Besuchern (Basis: Stundennettoreichweiten nach Zeitzonen und Wochentagen (E14+)).71 Die auf Basis der Studien ausgewiesenen Ergebnisse sprechen für eine effiziente Nutzung des Mediums Instore-Radio sowohl von Seiten der Handelsunternehmen als auch von Seiten der Hersteller. Allerdings sollte beachtet werden, dass sich die mit dem Instore-Radio-Planer ermittelten Daten allein auf P.O.S. Radio, d.h. das Instore-Radio des marktführenden Anbieters, beziehen. Aussagen zum Erfolg von Instore-RadioKonzepten anderer Anbieter können damit nicht gemacht werden. Allenfalls lassen sich Tendenzen feststellen. Die Zukunft von Instore-Radio wird angesichts der Möglichkeit, Kundenbindungseffekte und Absatzmengensteigerungen auszulösen sowie die interne Kommunikation zu verbessern, sehr positiv gesehen. Die Digitalisierung der Programmbestandteile stellt dabei eine Weiterentwicklung dar, welche über eine Verbesserung der Übertragungs- und Ausstrahlungsqualität die Verbreitung von Instore-Radio zusätzlich fördern wird. [...]
Musik, Nachrichten, Glückwünsche und Informationen zur aktuellen Entwicklung im Handelsunternehmen. Ziel ist die Mitarbeiterbindung an das Handelsunternehmen und die Schaffung einer angenehmen Arbeitsatmosphäre mit der Folge einer gesteigerten Arbeitszufriedenheit. Des Weiteren können über die Satellitenkanäle interne Rundschreiben und Scannerdaten zwischen der Zentrale und den einzelnen Geschäften ausgetauscht werden.67 Ergänzung finden die genannten Möglichkeiten durch die technischen Vorzüge von Instore-Radio. Die An- und Abschaltung des Instore-Mediums erfolgt automatisch, was den Bedienungs- und Serviceaufwand im Geschäft, abgesehen von der Einspielung interner Durchsagen oder von Kundenhinweisen, auf einem niedrigen Niveau hält. Eine eigene Notstromversorgung garantiert im Ernstfall die störungsfreie Sendung digitaler Notfall- und Alarmmeldungen. Dies bietet Kunden und Mitarbeitern zusätzliche Sicherheit.68 Die Bewertung von Instore-Radio durch die Kunden ist größtenteils positiv. Auf Seiten der Hersteller, welche die Übertragung der Programmbestandteile mit den von ihnen gebuchten Werbespots finanzieren sollen, fehlt es jedoch noch an Akzeptanz für diese Art der Kundenkommunikation. Befürchtet werden vor allem höhere Streuverluste als die, welche von den Anbietern des Instore-Radio angegeben sind, da Abteilungen innerhalb des Geschäfts nicht einzeln mit Instore-Radio anzusteuern sind. So kann die Werbebotschaft die Kunden nicht in unmittelbarer Nähe zum beworbenen Artikel erreichen. Die Konsequenz der geringen Zahl an Werbeeinspielungen der Hersteller ist eine nicht unerhebliche Kostenbelastung der Handelsunternehmen, die zur Zeit noch für die Übertragung aufkommen müssen.69 Für die Erhöhung der Bereitschaft, Instore-Radio als Werbemedium zu nutzen, steht der Instore-Radio-Planer zur Verfügung, ein Instrument zur professionellen Planung und Bewertung von Instore-Radio-Kampagnen. Die Datenbasis liefert eine von der P.O.S. Medien GmbH mit dem Marktforschungsunternehmen NFO Infratest MediaResearch in zweijährigem Rhythmus durchgeführte Studie. Anhand von 23.000 Interviews, geführt in 144 Geschäften, werden die soziodemografischen Strukturen und das Kaufverhalten der Kunden ermittelt. Mit Hilfe des Instore-Radio-Planers lassen sich daraus im [...]
Einkaufsatmosphäre. Die Kunden sollen den Einkauf als angenehmes Ereignis empfinden und Präferenzen für das jeweilige Geschäft entwickeln. Die auf diese Weise erzeugte Profilierung des Handelsunternehmens hat eine positive Wirkung auf die Kundenbindung. Neben der Unterhaltung und Information der Kunden bietet Instore-Radio ein optimales Werbeumfeld. Die Ansprache der Kunden in räumlicher Nähe zum beworbenen Artikel und in zeitlicher Nähe zur Kaufentscheidung motiviert die Kunden zum Kauf. Damit unterstützt Instore-Radio sowohl die Kundenbindung als auch die Ausweitung der Absatzmenge. Ermöglicht wird dies durch eine flexible Programmgestaltung. Die Änderung der Programmschwerpunkte im Tagesverlauf trägt der Anpassung an das Informationsbedürfnis und Einkaufsverhalten der unterschiedlichen Käufergruppen Rechnung. Die Schaltung geschäftsstättenspezifischer Programmelemente, welche sortimentsgenaue Informationen über aktuelle Angebote ermöglicht, die professionelle Moderation der Programminhalte, die eingespielten Imagespots des Handelsunternehmens und eine zielgruppengerechte Musikauswahl sind nur einige Aspekte, die Instore-Radio zu einem effizienten Instrument der kundenspezifischen Kommunikation am POS machen. Darüber hinaus ist Instore-Radio ein Medium für die interne Kommunikation des Handelsunternehmens. Außerhalb der Ladenöffnungszeiten unterhält, informiert und motiviert ein spezielles Programm die Mitarbeiter. Das Mitarbeiter-Radio sendet u.a. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832453930
Arbeit zitieren:
Hegner, Eva Februar 2002: Elektronische Instore-Medien als Instrumente der Kundenbindung im Einzelhandel, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Kiosksyteme, Kundenbindungsinstrumente



