Elektronische Geschäfte im Internet mit Schwerpunkt auf Konsumgüter
Empirische Studie "Das Einkaufsverhalten der Österreichischen Internetuser"
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Günter Steiner
- Abgabedatum: Januar 2000
- Umfang: 142 Seiten
- Dateigröße: 1,2 MB
- Institution / Hochschule: Johannes Kepler Universität Linz Österreich
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5133-2
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-5133-2 P - ISBN (CD) :978-3-8324-5133-2 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Steiner, Günter Januar 2000: Elektronische Geschäfte im Internet mit Schwerpunkt auf Konsumgüter, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Internetstudie, Handel, E-Commerce
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Diplomarbeit von Günter Steiner
Einleitung:
Das Internet kam über die Menschen, wie das Telefon, jedoch plötzlich und unvermittelt, und es blieb keine Zeit, sich daran zu gewöhnen. Dieser Satz verdeutlicht die anfängliche Hilflosigkeit der Menschen, denn es wusste keiner so richtig was es darstellen sollte. Das Internet, ein Zusammenschluss vieler Computer zu einem Netzwerk, hat die Art und Weise in der Menschen miteinander kommunizieren und interagieren stark verändert. In den Anfängen des Internets wusste man noch nicht, dass dieses Netzwerk die Welt erobern und unheimliche Dimensionen annehmen wird. Die Entstehung des Internets geht zurück auf die Zeit des Kalten Krieges, wo man versuchte ein Netzwerk zu entwickeln, das einen atomaren Krieg überstehen soll. Aus dem Zusammenschluss von zuerst vier Computern entwickelte sich das Internet in den nächsten Jahrzehnten zu einem fast nicht mehr kontrollierbaren Netzwerk. Aus dem Wachstum der Internethostzahlen von 1997-1999 kann dies verdeutlicht werden. Gab es im Jahr 1997 16 Millionen Internethosts, so stieg die Zahl bis Juli 1999 auf 56 Millionen weltweit. Betrachtet man die Internetuserzahlen, so gibt es derzeit, Stand Dezember 1999 weltweit 201 Millionen Internetuser, die sich erfreuen jeden Tag neue Informationen und Nachrichten aus dem WWW zu holen. Osterreich liegt in Europa an hervorragender sechster Stelle mit 2,1 Millionen Internetusern (alle Personen, die die Möglichkeit haben das Internet zu nutzen), das ist ein Anteil von 32% der österreichischen Bevölkerung über 14 Jahre. Vor Österreich liegen nur die Skandinavischen Länder, wie Schweden, Norwegen, Finnland, Dänemark und Island. Hinter Österreich, was sehr erfreulich ist für uns, liegen Deutschland, Frankreich, Großbritannien usw..
Durch das Internet wurden aber auch neue Verkaufsschwerpunkte gesetzt. Viele Unternehmen sahen im Internet eine große Herausforderung bzw. eine Marktlücke, nämlich einerseits Produkte und Dienstleistungen via Internet an den Kunden zu bringen und anderseits mit Unternehmen Geschäfte abzuwickeln. Es entstand der Elektronische Handel oder E-Commerce genannt. Aus dem E-Commerce wurden zwei Bereiche abgeleitet: Erstens der B-to-C (Business-to-Consumer) Bereich und zweitens der B-to-B (business-to-Business) Bereich. Die Prognosen für die Zukunft in diesen beiden Bereichen sind verheißungsvoll. So soll in Zukunft ein Großteil der Produktkäufe, sowie die Abwicklung von Geschäften via Internet erfolgen. Für das Jahr 2000 wird für Europa ein Wert von 21 Milliarden US-Dollar vorhergesagt und für das Jahr 2001 61 Milliarden US-Dollar, wobei der B-to-C Bereich ungefähr ein zehntel des B-to-B Bereichs beträgt. Um in Zukunft weiter Geschäfte via Internet zu machen, müssen immer bessere und leistungsfähigere Verschlüsselungsverfahren und Zahlungssysteme entwickelt werden, um den Kunden und Geschäftspartnern Vertrauen entgegen zubringen.
Alles in allem kann man, wenn man das Wort Internet in den Mund nimmt von einer Revolution sprechen, die in Zukunft unvorstellbare Höhen erreichen wird.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Rechtfertigung der Themenstellung | 1 |
| 2. | Aufbau der Arbeit | 2 |
| 3. | Abkürzungsverzeichnis | 5 |
| I. | Begriffsabgrenzungen | 7 |
| 1. | Das Internet | 7 |
| 1.1 | Die Geschichte des Internets | 8 |
| 1.1.1 | Der militärische Grundgedanke | 8 |
| 1.1.2 | Das Internet als akademisches Forschungsnetz | 8 |
| 1.2 | Übergeordnete Organisation des Internets | 9 |
| 1.2.1 | Technischer Aufbau des Internets – TCP/IP | 10 |
| 1.3 | Verfügbare Dienste im Interne | 11 |
| 1.3.1 | File Transfer Protocol (FTP) | 12 |
| 1.3.2 | Gopher | 12 |
| 1.3.3 | World Wide Web | 12 |
| 1.3.4 | 14 | |
| 1.3.5 | Mailinglisten | 15 |
| 1.3.6 | Usenet, Newsgroup | 15 |
| 1.4 | Elektronische Märkte im Internet | 16 |
| 1.4.1 | Vorläufer elektronischer Märkte | 16 |
| 1.4.2 | Elektronische Märkte und elektronische Marktplätze | 17 |
| 1.4.2.1 | Erfolgsfaktoren für Elektronische Marktplätze | 18 |
| 1.4.2.2 | Elektronische Marktplätze in Österreich | 20 |
| 1.5 | E-Commerce – eine Herausforderung für das Marketing Management | 21 |
| 1.5.1 | Definition von E-Commerce | 21 |
| 1.5.2 | Kategorien im E- Commerce | 22 |
| 1.5.3 | Einsatzbereiche von E-Commerce | 23 |
| 1.5.4 | Vorteile des E-Commerce | 24 |
| 2. | Konsumgüterabgrenzung | 25 |
| 2.1 | Gebrauchsgüter | 26 |
| 2.2 | Verbrauchsgüter | 26 |
| 2.3 | Konsumgütertypologie nach Kaufgewohnheiten | 27 |
| 2.3.1 | Convenience goods (Güter des mühelosen Kaufs) | 27 |
| 2.3.2 | Shopping goods (Güter des Such- und Vergleichkaufs) | 28 |
| 2.3.3 | Speciality goods (Güter des Spezialkaufs) | 28 |
| 2.3.4 | Unsought goods (Güter des fremdinitiierten Kaufs) | 29 |
| II. | Entwicklungen des Internet und des E-Commerce | 30 |
| 1. | Größe, Wachstum des Internets weltweit, in Europa, D, und A | 30 |
| 1.1 | Anzahl und Wachstum der ans Internet angeschlossenen Hosts | 30 |
| 1.2 | Anzahl und Wachstum der Internetuser | 32 |
| 1.2.1 | Probleme bei der Bestimmung der Useranzahl | 32 |
| 1.2.2 | Internet in Österreich: Grunddaten zur Internet-Nutzung | 33 |
| 1.2 | Entwicklung der Internetzugänge in Österreich | 34 |
| 1.2.4 | Internetuser in Europa – 3. Quartal 1999 | 35 |
| 1.2.5 | Internetuser weltweit nach Regionen in Zahlen | 35 |
| 2. | Entwicklung des E-Commerce | 38 |
| 2.1 | Entwicklung des E-Commerce im B-to-C-Bereich weltweit | 39 |
| 2.2 | Entwicklung des E-Commerce im B-to-B-Bereich | 41 |
| 2.3 | Gesamtentwicklung des E-Commerce weltweit | 41 |
| 2.4 | Entwicklung des E-Commerce in Deutschland und Europa | 42 |
| 2.5 | E-Commerce Verkaufsschwerpunkte | 45 |
| 2.6 | Auswirkungen und Weiterentwicklung des E-Commerce | 47 |
| III. | Sicherheit und Bezahlung im Internet | 51 |
| 1. | Absicherung elektronischer Transaktionen und Nachrichten mit Hilfe der Kryptographie | 52 |
| 1.1 | Kryptographie | 52 |
| 1.2 | Arten von Verschlüsselungsverfahren | 52 |
| 1.2.1 | Symmetrische Verschlüsselungsverfahren | 52 |
| 1.2.2 | Asymmetrische Verschlüsselungsverfahren | 54 |
| 1.2.3 | Hybride Verschlüsselungsverfahren | 55 |
| 1.3 | Digitale Signatur | 55 |
| 2. | Bedeutung und Beurteilungskriterien der elektronischen Zahlungssysteme | 57 |
| 2.1 | Einleitung | 57 |
| 2.2 | Bedeutung von Zahlungssystemen | 57 |
| 2.3 | Beurteilungskriterien für elektronische Zahlungssysteme | 58 |
| 2.3.1 | Systemsicherheit- Datenschutz und Anonymität des Benutzer | 58 |
| 2.3.2 | Transaktionskosten | 58 |
| 2.3.3 | Rückverfolgbarkeit von Zahlungen | 58 |
| 2.3.4 | Ergonomie/Benutzerfreundlichkeit | 59 |
| 2.3.5 | Effizienz | 59 |
| 2.3.6 | Akzeptanzfähigkeit | 59 |
| 3. | Möglichkeiten zur Bezahlung von elektronisch angebotenen Waren | 60 |
| 3.1 | Einleitung | 60 |
| 3.2 | Kreditkartenbasierende Systeme | 60 |
| 3.2.1 | SET | 60 |
| 3.2.2 | CyberCash | 63 |
| 3.3 | Bankeinzug (Electronic Direct Debit) | 65 |
| 3.3.1 | CyberCash EDD | 66 |
| 3.4 | Guthabenbasierende Systeme | 67 |
| 3.4.1 | Ecash von DigiCash | 67 |
| 3.4.2 | CyberCoin | 69 |
| 4. | Zukünftige Entwicklung von Zahlungen im Internet | 72 |
| IV. | Internetstudie 99: „Das Einkaufsverhalten der Österreichischen Internetuser“ | 75 |
| 1. | Einkaufskaufverhalten in der Theorie | 75 |
| 2. | Einleitung zur Internetstudie 99 | 77 |
| 2.1 | Kurzübersicht: Userprofile im Vergleich | 80 |
| 2.2 | Wichtige Fakten zur Interpretation der Studie | 81 |
| Teil I: Die Internetuser | 82 | |
| 1. | Soziodemographische Merkmale der Internetuser | 82 |
| 1.1 | Geschlecht | 82 |
| 1.2 | Alter | 83 |
| 1.3 | Bildungsstand | 83 |
| 1.4 | Berufliche Tätigkeit | 84 |
| 2. | Das Online-Nutzungsverhalten der Internetuser | 86 |
| 2.1 | Zeitpunkt des Internetzugangs | 86 |
| 2.2 | Intensität der Internetnutzung der Internetuser | 87 |
| 2.3 | Interessen der Internetuser | 89 |
| Teil II: Die Online-Shopper | 91 | |
| 1. | Einkaufen via Internet | 92 |
| 1.1 | Soziodemographische Daten der Online-Shopper | 92 |
| 1.1.1 | Geschlecht | 92 |
| 1.1.2 | Alter | 93 |
| 1.1.3 | Bildung der Online-Shopper | 94 |
| 1.1.4 | Beruf der Online-Shopper | 95 |
| 1.2 | Der erste Einkauf der Online-Shopper | 97 |
| 1.3 | Bestellhäufigkeit der Online-Shopper | 98 |
| 1.4 | Erworbene Produkte der Internet-Shopper | 99 |
| 1.5 | Ausgaben der Online-Shopper | 102 |
| 1.6 | Der Online-Zahlungsverkehr | 103 |
| 1.7 | Produkte über die Infos eingeholt, jedoch nicht gekauft wurden | 104 |
| 1.8 | Möglichkeiten, wie Produkte gefunden werden können | 107 |
| 1.8.1 | Produkte, die man kaufen wollte aber nicht gefunden hatte | 107 |
| 1.9 | Regelmäßigkeit der Einkäufe | 107 |
| 1.10 | Einkaufsstättenwahl | 108 |
| 1.10.1 | Wahl des Unternehmens | 108 |
| 1.10.2 | Standortwahl | 109 |
| 1.10.3 | Gründe für die Auswahl eines Unternehmens | 109 |
| 1.11 | Welchen Nutzen haben Produktinformationen für den Online-Shopper | 110 |
| 1.12 | Kaufabsicht | 111 |
| 1.12.1 | Einfluss auf die Kaufentscheidung | 112 |
| 2. | Sicherheitsbedenken im Internet | 114 |
| 2.1 | Gründe warum Sicherheitsbedenken aufkommen | 114 |
| Teil III: Die reinen Internetuser | 116 | |
| 1. | Soziodemographische Daten derreinen Internetuser | 116 |
| 1.1 | Geschlecht | 116 |
| 1.2 | Alter | 117 |
| 1.3 | Bildungsstand | 118 |
| 1.4 | Beruf | 119 |
| 2. | Hauptgründe des Nichtkaufs | 120 |
| 2.1 | Interesse an Produkten | 121 |
| 2.2 | Kaufabsicht der reinen Internetuser | 123 |
| 3. | Fazit | 124 |
| VI. | Zusammenfassung | 126 |
| VII. | Abbildungsverzeichnis | 128 |
| VIII. | Literaturverzeichnis | 131 |
Beratungsfunktion, die im traditionellen Handel durch Mitarbeiter ausgeführt wird, durch intelligente Makler oder Software-Agenten übernommen werden. • Die Existenz traditioneller Handelsbetriebe ist gefährdet. Aufgrund der Möglichkeit durch das Internet den traditionellen Zwischenhandel zu umgehen, ergibt sich für den Direktvertrieb von Produkten und Dienstleistungen eine erheblich verbesserte Ausgangsposition für den Hersteller, da der Endkunde direkt mit dem Unternehmen in Verbindung treten kann. Dies betrifft z.B. den Computer- und Buchhandel, die durch die internetgestützten Direktvertriebssysteme den Zwischenhandel überspringen, sowie Reisebüros, die in Schwierigkeiten geraten werden, da sehr viele große Fluggesellschaften, als auch Hotelketten Online- Buchungssysteme anbieten, die dem Endkunden offenstehen. • Das Online-Marketing der Unternehmung gewinnt an Bedeutung Es liegt klar auf der Hand, dass, wenn der Internethandel zunimmt sich auch die Marketingaktivitäten auf eine elektronische Basis umstellen müssen. Zur Zeit wird das Internet im Bereich der Kommunikationspolitik sehr stark genutzt. Darunter fallen Werbung, PR, Öffentlichkeitsarbeit und Verkaufsförderung. In Zukunft wird man sich einstellen müssen, ganzheitliche Programme des [...]
Weiterentwicklung des E-Commerce in den Bereichen B-to-B und B-to-C wird es erhebliche Veränderungen in unserer Wirtschaft geben: • Die Intensität des Wettbewerbs in diesen Märkten, sowie die Angreifbarbeit traditioneller Märkte nehmen zu. Der Grund: Durch das Internet wird der Marktzutritt für kleinere, lokale oder regionale Anbieter erleichtert. Sie erreichen mit wenig Aufwand eine globale Marktpräsenz, sowie Zutritt zu anderen Branchen. Durch das Entfallen der Kosten für die Errichtung realer Vertriebsniederlassungen oder Verkaufsstellen können die Märkte schneller und kostengünstiger betreten, aber auch wieder verlassen werden. • Die traditionellen Wertschöpfungsketten in vielen Unternehmen bzw. Branchen ändern sich. Durch den Einbau von virtuellen Elementen wird die Wertschöpfungskette unterbrochen. kostenkünstiger Dadurch können herkömmliche So kann Aktivitäten die besser und und ausgeführt werden. Informations- [...]
Geht man davon aus, dass diese Prognosen stimmen, muss sich der traditionelle Handel Neuerungen überlegen, um in Zukunft nicht unterzugehen. Im Bereich des Buchgeschäfts bahnt sich jetzt schon ein Umbruch an. Durch den Verkauf von Büchern im Internet werden die Karten in diesem Bereich neu gemischt. Vor allem die kleinen Buchläden um die Ecke werden unter die Räder kommen. Das klassische Beispiel wie in einem anderen Abschnitt schon einmal erwähnt ist Amazon. Vor fünf , sechs Jahren kannte man diesen Namen noch gar nicht, heute verkauft Amazon ein Viertel der in Amerika angebotenen Bücher bzw. weist Milliardenumsätze durch den Verkauf von Produkten per Internet aus. Jeden Monat präsentieren sich neue Unternehmen mit den unterschiedlichsten Produkten, die via Internet verkauft werden, und der Boom hält an. Die Informations- und Kommunikationstechnikbranche in Deutschland setzt voll auf das Pferd Internet. Eine Exklusivumfrage der Wirtschaftswoche, an der sich 266 national und international tätige Unternehmen beteiligten ergab, dass fast 80% der Unternehmen der deutschsprachigen Informations- und KommunikationsTechnikbranche ihr Produkte und Dienstleistungen zusätzlich neben dem traditionellen Handel auch per Internet vertreiben bzw. vermarkten. Ca. 42% dieser Unternehmen verkaufen ihre Produkte und Dienstleistungen per Internet. Ca. jedes elfte Unternehmen erzielt dabei mehr als 15% seines Umsatzes durch den digitalen Vertriebskanal, Tendenz steigend.122 Durch die ständige [...]
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Arbeit zitieren:
Steiner, Günter Januar 2000: Elektronische Geschäfte im Internet mit Schwerpunkt auf Konsumgüter, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Internetstudie, Handel, E-Commerce



