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Electronic Procurement auf virtuellen Marktplätzen

Electronic Procurement auf virtuellen Marktplätzen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Matthias Knoch
  • Abgabedatum: September 2000
  • Umfang: 127 Seiten
  • Dateigröße: 1,3 MB
  • Note: 1,5
  • Institution / Hochschule: Humboldt-Universität zu Berlin Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2691-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2691-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2691-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Knoch, Matthias September 2000: Electronic Procurement auf virtuellen Marktplätzen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Beschaffung, E-Commerce, B2B-E-Business, Supply Chain Management, Virtuelle Marktplätze

Diplomarbeit von Matthias Knoch

Einleitung:

Mit der Etablierung virtueller internetbasierter Marktplätze bricht für die Unternehmen momentan ein neues Zeitalter an, dessen Auswirkungen an die der Industriellen Revolution heranreichen könnten. Der Einsatz dieser digitalen Intermediäre im Beschaffungsbereich ermöglicht die Überwindung sowohl geographischer, technischer als auch sozio-kultureller Grenzen und ebnet damit den Weg für eine völlig neue Zusammensetzung von Wertschöpfungsketten sowie die Realisierung dramatischer Effizienzpotentiale. Diese Arbeit beleuchtet neben einigen theoretischen Hintergründen den aktuellen Entwicklungsstand virtueller Marktplätze und versucht, deren Erfolgs-chancen hinsichtlich Organisations-, Prozess- und Kostenstrukturen überblicksmässig aufzuzeigen. Eine empirische Umfrage unter deutschen und Schweizer Unternehmen diente sowohl der Ermittlung des derzeitigen Nutzungsgrades als auch der Validierung theoretischer Überlegungen hinsichtlich virtueller Marktplätze. Drei besonders interessante Pilotanwender werden darüber hinaus in Fallstudien näher vorgestellt.

Inhaltsverzeichnis:

ABBILDUNGSVERZEICHNIS VIII
TABELLENVERZEICHNIS X
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS XI
1. EINLEITUNG 1
1.1 PROBLEMSTELLUNG 1
1.2 MOTIVATION 2
1.3 ABGRENZUNG 3
2. BEGRIFFSDEFINITIONEN UND GRUNDLAGEN 5
2.1 BEGRIFFSDEFINITIONEN 5
2.1.1 Electronic Commerce 5
2.1.2 Virtuelle Marktplätze 5
2.1.3 Electronic Purchasing/Electronic Procurement 6
2.1.4 Supply Chain 6
2.2 GRUNDLAGEN DER DIGITALEN ÖKONOMIE 8
2.2.1 Wettbewerbstheorie 9
2.2.2 Transaktionskostentheorie 10
2.2.3 Theorie der Eigentumsrechte und Principal Agent Theorie 11
2.3 ELEKTRONISCHE MÄRKTE 11
2.3.1 Theoretische Grundlagen elektronischer Märkte 11
2.3.2 Evolutionäre und revolutionäre Veränderungen 12
2.3.3 Marktbegriff und Konzeption 13
2.3.4 Semiotisches Marktmodell 14
2.3.5 Markttransaktionen 15
2.4 TECHNISCHE INFRASTRUKTUR 17
2.4.1 Historie 17
2.4.2 Aktueller Stand der Technologie 18
2.4.3 Infrastruktur virtueller Marktplätze 21
2.4.3.1 Basisdienste 21
2.4.3.2 Zusatzdienste 21
3. VIRTUELLE MÄRKTE 25
3.1 AKTUELLES UMFELD UND ENTWICKLUNGSSTADIUM 25
3.1.1 Entwicklungsphasen und Ausmaß des E-Commerce 25
3.1.2 Anteil virtueller Märkte am E-Commerce 28
3.1.3 Besondere Bedingungen in Europa 28
3.1.4 Situation in Deutschland, der Schweiz und Österreich 30
3.2 TREIBENDE KOMPONENTEN VIRTUELLER MÄRKTE 31
3.2.1 Veränderte Marktkräfte zwingen zur Neuorientierung 31
3.2.2 Einfluß kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) 31
3.2.3 Lernkurveneffekte aus B2C 32
3.2.4 Risikokapital steht ausreichend zur Verfügung 32
3.2.5 Vorteile im Beschaffungsbereich 33
3.3 GESCHÄFTSMODELLE VIRTUELLER MÄRKTE 34
3.3.1 Kernfunktionalitäten 34
3.3.2 Horizontal versus Vertikal 36
3.3.2.1 Horizontale Märkte 36
3.3.2.2 Vertikale Märkte 37
3.3.3 Beeinflußt versus Neutral 37
3.3.3.1 Beeinflußte Märkte 38
3.3.3.2 Neutrale Märkte 39
3.3.4 Makler 39
3.3.5 Katalogaggregatoren 40
3.3.6 Börsen 41
3.3.7 E-Hubs 42
3.4 GEBÜHRENMODELLE 43
3.5 ERFOLGSFAKTOREN VIRTUELLER MÄRKTE 44
3.5.1 Schnelligkeit und kritische Masse 45
3.5.2 Branchenexpertise 46
3.5.3 Effiziente Transaktionsabwicklung 47
3.5.4 Ermöglichung der virtuellen Supply Chain 48
3.6 BESONDERHEITEN DER NUTZUNG FÜR DIE BESCHAFFUNG 49
3.6.1 Heutige Probleme der Beschaffung 49
3.6.2 Frühere Optimierungsansätze 51
3.6.3 Operative Optimierungspotentiale 51
3.6.4 Strategische Optimierungspotentiale 52
3.7 PRÄDESTINIERTE BRANCHEN 55
3.8 DISINTERMEDIATION 56
3.9 RISIKEN FÜR DIE WEITERE ENTWICKLUNG 58
3.10 SCHLUßFOLGERUNGEN 62
4. EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG 63
4.1 ZIELSETZUNG UND UNTERSUCHUNGSMETHODE 63
4.2 ALLGEMEINE ANGABEN ZU DEN TEILNEHMERN 63
4.3 DERZEITIGE BESCHAFFUNGSSITUATION 66
4.4 TECHNOLOGIEEINSATZ 69
4.5 VIRTUELLE MARKTPLÄTZE 71
5. FALLSTUDIEN 79
5.1 SWISSCOM AG UND CONEXTRADE.NET: DER ERSTE VIRTUELLE B2B-MARKT DER SCHWEIZ 79
5.1.1 Unternehmensporträt 79
5.1.2 Ausgangslage und Zielsetzungen 80
5.1.3 Projektdurchführung 82
5.1.4 Lernpunkte und Ausblick 83
5.2 BASF AG: ROHSTOFFEINKAUF AUF VIRTUELLEN MARKTPLÄTZEN 85
5.2.1 Unternehmensporträt 85
5.2.2 Ausgangslage und Zielsetzungen 85
5.2.3 Projektdurchführung 88
5.2.4 Lernpunkte und Ausblick 91
5.3 DEUTSCHE BANK AG: INTEGRATION EINER HAUSEIGENEN E-PROCUREMENT-LÖSUNG IN EINEN VIRTUELLEN MARKT 93
5.3.1 Unternehmensporträt 93
5.3.2 Ausgangslage und Zielsetzungen 94
5.3.3 Projektdurchführung 97
5.3.4 Lernpunkte und Ausblick 98
6. AUSBLICK 101
LITERATURVERZEICHNIS 103
ERKLÄRUNG ZUR URHEBERSCHAFT 115
Inhaltsverzeichnis III

Automatisiert erstellter Textauszug:

nahmequelle sind daher Vermittlungskommissionen, Auktionsgebühren und die Courtagen der Börsen. Momentan werden, abhängig vom Komplexitätsgrad der Transaktion, zwischen 0,5 und 8% des zugrundeliegenden Warenwertes in Rechnung gestellt. Es finden sich auch Fixpreise, z.B. $1,- pro Kauforder bei CommerceOne. Besonders die Gebühren für reines Ordermatching standardisierter Güter werden jedoch vermutlich noch stark, d.h. auf deutlich unter 1%, sinken, da der diesbezügliche Aufwand, ähnlich dem des Transports von Emails, nach Implementierung der Technologie denkbar gering ist. Obwohl nur bedingt vergleichbar, mag es doch zu denken geben, daß z.B. die New York Stock Exchange von einem Provisionssatz leben muß, der erst auf der dritten Nachkommastelle meßbar ist.139 Collaborations: Dieser hochkomplexe, heute noch unterentwickelte Bereich wird vermutlich in Zukunft den Hauptteil der Gebühreneinnahmen erwirtschaften. Unter diese Rubrik fallen Zusatzleistungen wie Bonitätsprüfungen, Kredit- und Versicherungsvermittlung, Forderungsmanagement, Transportlogistik, Application Hosting usw. sowie generell alle erforderlichen Koordinationsmaßnahmen zu Aufbau und Aufrechterhaltung der virtuellen Supply Chain. Das von Ederer in diesem Zusammenhang prognostizierte Modell einer Gewinnbeteiligung an der erzielten Wertschöpfung resp. der realisierten Einsparung erscheint jedoch vor dem Hintergrund der Gefahr opportunistischen Verhaltens nur bedingt realistisch.140 Bisher sind in diesem Bereich lediglich Gebühren für Finanzdienstleistungen (2-6%), Versicherungen und Transport (jeweils ca. 3%) zu beobachten. Ein besonderes Geschäftsmodell kommt auf den vor kurzem entstandenen BarterMärkten (z.B. Ubarter, BarterTrust oder BigVine) zum Einsatz.141 Diese Intermediäre kreierten ihre eigene Währung („Trade Dollars“, „Barter Dollars“), welche nur auf dem Marktplatz gültig ist und versuchen auf diese Weise, die Teilnehmer an ihren Marktplatz zu binden. Zusätzlich werden bei Ubarter z.B. noch 5% Transaktionskommission verlangt. Für die regelmäßige professionelle Beschaffung eignen sich solche Wiederbelebungen des nichtmonetären Tauschhandels sicher nur sehr bedingt, können jedoch für Gelegenheitskäufe interessant sein. [...]

Die verschiedenen Möglichkeiten der Ertragsgenerierung virtueller Märkte lassen sich ebenfalls den vier bereits erwähnten Funktionsbereichen Content, Community, Commerce und Collaborations zuordnen:137 Content: Hierunter fallen Gebühren für die Aufbereitung und Publikation der Kataloge). Preise von bis zu $15.000 wurden hierfür beobachtet. Für hochspezialisierte Informationen sowie für diverse Data Mining-Services (Branchenstatistiken etc.) können zudem Abonnementgebühren (ähnlich denen einer Fachzeitschrift) verlangt werden. Durchschnittlich werden $5.000 - $8.000 p.a. pro Mitglied angegeben, wobei jedoch z.B. Keenan davon ausgeht, daß tendenziell nicht mehr als 15% der Nutzer diese Dienstleistungen in Anspruch nehmen werden. Community: Einige Märkte fordern eine generelle Mitgliedsgebühr. Einen wesentlichen Teil der Einkünfte bilden hier jedoch Werbeeinnahmen. Da die Zielgruppen zwar quantitativ gering, qualitativ jedoch klar umrissen sind, ist ein effizientes Oneto-one-Marketing möglich, wodurch im Vergleich zu B2C-Märkten höhere Werbeflächenpreise durchsetzbar sein sollten. Im Zeitablauf häuft sich bei den Märkten erhebliches Datenmaterial über das Einkaufsverhalten der Teilnehmer an, das bei geschickter Auswertung und Aufbereitung für Marketingzwecke hochinteressant sein dürfte. Keenan schätzt das durchschnittliche diesbezügliche Ertragspotential auf $ 5 Mio. p.a. pro Markt, jedoch sollte dies je nach Mitgliederzahl und –qualität stark differieren. Weitere Einnahmequellen ergeben sich aus spezifischen Dienstleistungen für die Nutzer, z.B. Weiterbildungsmöglichkeiten (Seminare, Workshops) oder Jobbörsen. In diesem Zusammenhang ist in der Literatur der Begriff des B2E-Portals (Business-to-Employee) aufgetaucht.138 Die Idee beinhaltet die Präsentation eines integrierten personalisierbaren Mediums (ähnlich „My Yahoo!“), welches für den Nutzer sowohl hinsichtlich seines beruflichen Aufgabenbereiches wie auch seiner persönlichen Interessen interessant ist und somit die Bindung an den virtuellen Markt weiter erhöht. Das Ertragspotential aus einer Manager-Jobvermittlung beträgt z.B. ca. $25.000. Commerce: Zuweilen werden Lizenzgebühren für spezielle Softwarepakete verlangt. Das Einnahmenpotential hieraus dürfte jedoch stark limitiert sein, da einerseits starke Konkurrenz von Seiten der E-Procurement-Softwarehersteller droht und andererseits alle Märkte interessiert sein sollten, ihre Teilnehmer durch spezielle Software an sich zu binden und diese daher sehr preisgünstig oder gratis abgeben müssen. Hauptein137 138 [...]

Virtuelle Börsen sind durch eine fortlaufende dynamische Preisfindung („Double Auction“), analog herkömmlichen Finanzmärkten, charakterisiert. Bei hoher Liquidität kommen sie dem volkswirtschaftlichen Modell des effizienten Marktes am nächsten. Dieses Geschäftsmodell setzt stark standardisierte, commodity-ähnliche Produkte voraus und stellt damit im Prinzip eine Erweiterung der bisherigen Warenbörsen dar, mit dem Unterschied, daß es sich hier um Spot- und nicht um Terminmärkte handelt. Die oft anonymen Börsen dienen weniger zur Lieferanten- und Produktsuche, vielmehr ersetzen sie bisher in privaten Netzwerken oder unter Zuhilfenahme von Zwischenhändlern ausgeführte Transaktionen. Treibende Faktoren sind insbesondere höhere Markttransparenz und geringere Transaktionskosten, was die Planungssicherheit für den Produktionsprozeß erhöht. Diese Marktform eignet sich gut zur Deckung aufgetretener Engpässe bzw. generell zur Beschaffung von Gütern, deren Bedarf stark schwankt und bei denen gleichzeitig eine Lagerhaltung kaum möglich ist. Prominente Anwendungsbeispiele finden sich im Bereich der Energieversorger (Altra Energy), der Seefracht (GoCargo) und der Telekommunikationsbandbreiten (Arbinet). Schwartz et al. erwarten in der weiteren Entwicklung die Ein130 131 [...]

Arbeit zitieren:
Knoch, Matthias September 2000: Electronic Procurement auf virtuellen Marktplätzen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Beschaffung, E-Commerce, B2B-E-Business, Supply Chain Management, Virtuelle Marktplätze

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