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Electronic Commerce in der Versicherungswirtschaft

Entwicklung einer personalisierten Internet-Präsenz

Electronic Commerce in der Versicherungswirtschaft
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Stephan Dieter
  • Abgabedatum: Mai 1998
  • Umfang: 136 Seiten
  • Dateigröße: 7,7 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Universität Augsburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1793-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1793-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1793-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Dieter, Stephan Mai 1998: Electronic Commerce in der Versicherungswirtschaft, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Internet, Vertrieb, E-Commerce, Marketing, Versicherung

Diplomarbeit von Stephan Dieter

Einleitung:

Vor diesem Hintergrund eines sich immer weiter verschärfenden Wettbewerbes in ganz Europa wird deutlich, daß neben der reinen Produkt- und Tarifpolitik eine immer weiter verstärkte Kundenorientierung zur strategischen Notwendigkeit wird. Offenkundig ist es den Versicherungsunternehmen bis heute nicht gelungen, diese Erkenntnis praxisgerecht umzusetzen, denn trotz dieser Erfordernis, stagniert im Finanzdienstleistungsbereich laut dem Umfragen die Kundenzufriedenheit auf niedrigem Niveau, bzw. ist teils sogar weiter zurückgehend.

Hier bietet der Computer, in Verbindung mit modernen Kommunikationsnetzen wie dem Internet, vielfältige Ansatzpunkte, die Faktoren Produktpolitik, Preispolitik und Kundenorientierung positiv zu beeinflussen. Der Computer vermag, auf Grund der ihm vorliegenden Informationen, umfassender als der Mensch diese in ihm gespeicherten Informationen interaktiv auf Problemstellungen anzuwenden und somit Lösungen zu erarbeiten. Die dazu notwendige Kommunikation wird technisch zuverlässig und kostengünstig über das Internet abgewickelt.

Durch die Entwicklung neuer Kommunikationsprotokolle und Benutzeroberflächen wie dem World Wide Web (WWW) wurde die Benutzung des Internets und die Nutzung der darin angebotenen Informationen erheblich vereinfacht. Daher übt das Internet auch auf den reinen Konsumenten mittlerweile einen großen Reiz aus. Vermehrt nutzen auch deutsche Versicherungen das Internet als Marketingkanal. Die Möglichkeiten zur Nutzung als Absatz- und Servicekanal werden aber in der Praxis nicht oder nur in Ansätzen genutzt. Auch die Nutzung des Internet im Bereich der Vernetzung des Unternehmens (Intranet) und die Kommunikation mit externen Mitarbeitern bzw. Agenturen (Extranet) bietet noch vielfältige Nutzen- und Einsparungsmöglichkeiten, die sich auf die Ertragslage positiv auswirken.

Vielfach laufen Unternehmen Gefahr, ihre langjährige Marktführerschaft zu verlieren, wenn sie mit neuen Entwicklungen nicht schritthalten wollen oder können. Im besonderen müssen Versicherungsunternehmen versuchen, eine Strategie zu finden, wie sie sich im Elektronischen Markt des Internets bestmöglich zu ihrem eigenen und der Kunden Nutzen positionieren können.

Dabei ergeben sich im wesentlichen folgende Fragestellungen:

· Welche Besonderheiten haben ein Elektronischer Markt und Electronic Commerce im Internet?

· Welche Möglichkeiten bietet das Internet den Versicherungen?

· Welche Gefahren drohen den Versicherungen durch das Internet?

Das klassische Argument für die Einführung neuer, insbesondere elektronischer Vertriebswege bildet die Realisierung von Kostensenkungspotentialen. Die Gefahr einer Anonymisierung des Kundenkontaktes wird zwar erkannt und die damit einhergehende Abnahme der Kundenbindung wahrgenommen, scheint jedoch als unvermeidbare Nebenwirkung hingenommen zu werden.

Im Gegensatz zu dieser weit verbreiteten Auffassung versucht diese Arbeit zu zeigen, daß der Einsatz von elektronischen Medien in den Bereichen Service, Marketing und Vertrieb die Kundenbindung nicht zwangsläufig schwächen muß, sie kann vielmehr durch die Nutzung einer personalisierten Website intensiviert werden und dennoch Kostensenkungspotentiale ausschöpfen. Es wird aufgezeigt, daß das Internet bei einer Nutzung als neues Vertriebsmedium weder die Anonymisierung des Kundenkontaktes verstärken wird, noch eine Bedrohung klassischer Vertriebswege darstellt, sondern daß es im Gegensatz zu diesen Ängsten den Außendienst unterstützen und gleichzeitig den Kundenkontakt vertiefen kann.

Ziel dieser Arbeit ist die Konzeption der idealtypischen Website einer Versicherung, die sowohl den Erfordernissen und Möglichkeiten des Internets, der Versicherer und der Versicherten so weit wie möglich gerecht wird. Es wird gezeigt, warum die Website einer Versicherung mehr bieten muß als eine reine Umsetzung der Firmeninformationen in statische HTML-Seiten, warum sie mehr bieten sollte in den Bereichen Service und Vertrieb und welche kostenmäßigen und informativen Vorteile sich durch eine Personalisierung der Website für alle Beteiligten ergeben. Als Stichworte seien hier nur Personalisierung und One-To-One Marketing erwähnt.

Die Behandlung dieser Fragen beschränkt sich aus Raumgründen auf die klassische Erstform der Versicherungswirtschaft; die Geschäftsbereiche der Rückversicherer werden daher nicht betrachtet. Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt dabei auf der Darstellung der Möglichkeiten, die das Internet im Beziehungsdreieck Versicherer, Versicherter und firmengebundener und selbständiger Agenturen bietet.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis V
Abkürzungsverzeichnis VI
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit 3
2. Begriffliche Grundlagen 5
2.1 Der Elektronische Markt 5
2.1.1 Konzept und Charakteristika des Elektronischen Marktes 5
2.1.2 Markttransaktionen 8
2.1.2.1 Phasen der Transaktionen 8
2.1.2.2 Neuformierung der Wertschöpfungsketten 9
2.1.2.3 Auswirkungen auf einzelne Branchen 11
2.1.3 Das Internet als technische Infrastruktur eines Elektronischen Marktes 12
2.2 Electronic Commerce 14
2.3 Computer Aided Marketing und Personalisierung 15
2.3.1 Two-Way-Kommunikation und Personalisierung 15
2.3.2 Marketing-Mix 17
2.3.3 Vertrieb 18
2.3.4 Produktentwicklung 18
2.4 Die Internet-Wirtschaft 19
2.4.1 Struktur 19
2.4.2 Die erreichbare Zielgruppe 21
3. Rahmenbedingungen der Internet-Präsenz 23
3.1 Gesamtkontext der Internet-Präsenz 23
3.1.1 Einsatzgebiete 23
3.1.2 Produkte 25
3.1.3 Benutzertypen 26
3.2 Anforderungen an die Internet-Präsenz 27
3.2.1 Anforderungen aus Sicht des Versicherungsunternehmens 27
3.2.2 Anforderungen aus Sicht der Versicherungsagenturen 28
3.2.3 Anforderungen aus Sicht der Kunden 30
4. Kundenorientierung durch One-To-One Tele-Insuring 33
4.1 Strategische Notwendigkeit der Kundenorientierung 33
4.1.1 Abnehmende Kundentreue 33
4.1.2 Stärkere Differenzierung der Vertriebswege 35
4.1.3 Zunahme der Aktionsgeschwindigkeit 35
4.2 Potentiale des Tele-Insuring 37
4.2.1 Voraussetzungen für Tele-Insuring 37
4.2.2 Tele-Insuring für Versicherungsunternehmen 39
4.2.2.1 Nutzungsmöglichkeiten 39
4.2.2.1.1 Versicherungsunternehmen als Informationsnachfrager 39
4.2.2.1.2 Versicherungsunternehmen als Informations- und Serviceanbieter 40
4.2.2.1.3 Vernetzung des Unternehmens über das Internet 41
4.2.2.2 Strategische Nutzenpotentiale 42
4.2.2.2.1 Qualitätsverbesserungspotentiale 42
4.2.2.2.2 Zeiteinsparungspotentiale 44
4.2.2.2.3 Monetäre Einsparungspotentiale 44
4.2.3 Tele-Insuring für Kunden des Versicherungsunternehmens 46
4.2.3.1 Nutzungsmöglichkeiten 46
4.2.3.1.1 Versicherungskunden 46
4.2.3.1.2 Anleger 49
4.2.3.2 Strategische Nutzenpotentiale 50
4.2.3.2.1 Qualitätsverbesserungspotentiale 50
4.2.3.2.2 Zeiteinsparungspotentiale 50
4.2.3.2.3 Monetäre Einsparungspotentiale 50
4.2.4 Tele-Insuring für Versicherungsagenturen 51
4.2.4.1 Nutzungsmöglichkeiten 51
4.2.4.2 Strategische Nutzenpotentiale 53
4.2.4.2.1 Qualitätsverbesserungspotentiale 53
4.2.4.2.2 Zeiteinsparungspotentiale 53
4.2.4.2.3 Monetäre Einsparungspotentiale 54
5. Tele-Insuring im Internet 55
5.1 Heutige Präsenz der Versicherungsunternehmen im Internet 55
5.1.1 Vorgehensweise 55
5.1.2 Unternehmenspräsentation 57
5.1.3 Useability 59
5.1.4 Personalisierung 61
5.1.5 Produktpräsentation 63
5.1.6 Positionierungsmodelle 65
5.1.6.1 Allgemeines 65
5.1.6.2 Unternehmenspräsentation / Useability 67
5.1.6.3 Produktpräsentation / Personalisierung 68
5.2 Ansprüche und Ziele der Präsenz der Versicherungsunternehmen 68
5.3 Probleme und Gefahren 71
5.3.1 Vertriebskanal-Konflikte 71
5.3.2 Datensicherheit 73
5.3.2.1 Systemsicherheit 73
5.3.2.2 Transaktionssicherheit 75
5.3.2.3 Integritätssicherheit 77
5.3.3 Rechtliche Probleme 77
5.3.4 Produktimmanente Probleme 78
5.3.5 Integration in Work-Flow 79
5.3.6 Kosten-Nutzen-Analyse 81
6. Konzeption einer idealen Internet-Präsenz 83
6.1 Allgemeine Anforderungen an die Website 83
6.2 Netzübergreifende Dienste 87
6.3 Intranet-Kommunikation 89
6.4 Extranet-Kommunikation 89
6.5 Internet-Kommunikation 89
7. Beschreibung des Prototyps 90
7.1 Sitemap 90
7.2 Beispieldialoge 99
7.3 Ausblick 105
8. Schlußbetrachtung 106
Literaturverzeichnis VIII
Anhang XVII

Arbeit zitieren:
Dieter, Stephan Mai 1998: Electronic Commerce in der Versicherungswirtschaft, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Internet, Vertrieb, E-Commerce, Marketing, Versicherung

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