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Electronic Commerce und R/3

Electronic Commerce und R/3
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Nick Melekian
  • Abgabedatum: Februar 1998
  • Umfang: 79 Seiten
  • Dateigröße: 579,1 KB
  • Note: 2,3
  • Institution / Hochschule: Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4922-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4922-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4922-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Melekian, Nick Februar 1998: Electronic Commerce und R/3, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Internet, E-Commerce, SAP, Software

Diplomarbeit von Nick Melekian

Einleitung:

In einer Zeit, in der das Internet immer mehr wächst und für professionelle Anwendungen genutzt wird, kam auch die Firma SAP mit ihrem Erfolgsprodukt R/3 nicht um die Tatsache herum, beides in einer effektiven und gewinnbringenden Weise miteinander zu verbinden, um die durch das R/3-System schon optimierten Geschäftsprozesse noch durchgehender und effektiver zu unterstützen.

Das Internet ist für Unternehmen vor allem in den Bereichen Business-to-Business und Consumer-to-Business interessant, während Electronic Commerce in großem Ausmaß bisher vor allem mittels EDI nur im Business-to-Business Bereich genutzt wurde. Das World Wide Web legte die Grundlage für das weltweite und multimediale Präsentieren, Verkaufen und Anbieten von Produkten bzw. Serviceangeboten selbst für kleine Unternehmen. Zwar verlangt das junge Medium Internet im Vergleich zu den bisherigen Medien neuartige Anforderungen an das Marketing und Management, aber bietet im gleichen Zuge auch völlig neue Möglichkeiten. Viele Unternehmen leisteten in den letzten Jahren Pionierarbeit und wagten sich in kleinen Schritten an das Internet heran, was eine wachsende Anzahl von Web-Seiten und auch ein steigendes Interesse von privaten Benutzern zur Folge hatte.

Mit zunehmender Popularität wird es für Unternehmen noch attraktiver, um beim Electronic Commerce dabei zu sein. Weltweite virtuelle Präsenz, das Gewinnen von neuen Kunden, das verbesserte Anbieten von Serviceleistungen für Kunden und Geschäftspartner, Vertrieb durch das Internet, Verbessertes Marketing oder eine allgemeine Optimierung des Informationsflusses sind nur ein paar Beispiele der Vorteile, weshalb sich Unternehmen für eine Internet-Aktivität entscheiden. Obwohl aber nur 13% aller deutschen Unternehmen die Internet-Dienste in die Geschäftsprozesse voll integriert haben, glauben rund 40%, dass das Internet die Geschäftsprozesse gut oder sehr gut unterstützt. So kann etwa das Internet für EDI in vielen Bereichen genutzt werden, anstatt teure Netzleitungen zu mieten, wenn die vorhanden Systeme TCP/IP-fähig gemacht würden.

Auch die Präsentation und der Verkauf über das Internet ist in den meisten Unternehmen nicht effektiv mit den Geschäftsprozessen des eigenen Unternehmens und denen der Geschäftspartner durchgehend verbunden, denn in vielen Unternehmen sind die bestehenden Softwaresysteme nicht mit den Internet-Angeboten gekoppelt. So ist in solchen Fällen beispielsweise eine Abfrage der Verfügbarkeit oder des Auftragsstatus von bestellten Produkten nicht automatisch möglich und bei Produktbestellungen werden nur die entsprechenden Mitarbeiter informiert, nicht aber automatisch eine unternehmensinterne Bestellung inklusive dem Rechnungsversand erzeugt.

Mit der neuen Internet-Technologie des R/3-Systems ALE/WEB verbindet SAP das R/3-System mit dem Internet, womit einerseits die Vorteile von R/3 und die des Internets addiert werden, und andererseits die Geschäftsprozesse noch nahtloser ineinander übergehen können - direkt vom Kunden bzw. Geschäftspartner zum Unternehmen und umgekehrt. Eine solche Transaktionsintegration von Standardsoftware - am Beispiel von R/3- wird in meiner Diplomarbeit veranschaulicht. Neben allgemeinen Betrachtungen gehe ich auch detailliert auf die Realisierung der neuen ALE/WEB-Technologie ein. Um hierfür eine fundierte Basis zu schaffen, leite ich den Leser anfangs in das Internet und in das Electronic Commerce mitsamt den Möglichkeiten, Anforderungen und dem dazugehörigen Internet-Marketing ein.

Inhaltsverzeichnis:

Einleitung 1
1. Das Internet 3
1.1 Aufbau und Entstehung 3
1.2 Dienste des Internets 4
1.2.1 E-Mail 5
1.2.2 FTP 6
1.2.3 Telnet 7
1.2.4 Newsgroups 7
1.2.5 Das World Wide Web 9
2. Electronic Commerce 11
2.1 Einführung in Electronic Commerce 11
2.2 Motivation für Electronic Commerce 13
2.3 Online-Marketing 16
2.3.1 Der Online-Marketing Mix 17
2.3.1.1 Price 17
2.3.1.2 Product 18
2.3.1.3 Promotion 19
2.3.1.4 Place/Distribution 22
2.3.2 Anforderungen an das Online-Marketing 23
2.4 Bewertung des Electronic Commerce 25
2.5 Bezahlen über das Internet 27
2.5.1 Sicherheitsaspekte und Sicherheitsverfahren 27
2.5.2 Elektronische Zahlungssysteme 30
3. SAP R/3 und Electronic Commerce 33
3.1 Das R/3-System 33
3.2 Release 3.1 34
3.3 Electronic Commerce mit EDI 34
3.4 Transaktionsintegration von Standardsoftware versus gewöhnliche Merchant-Systeme 38
3.5 Alternative Wege zur Internet-Anbindung von R/3 39
3.5.1 Betriebswirtschaftliche Schnittstellen 40
3.5.1.1 Business Object Repository 41
3.5.1.2 SAP-Business-Objekte 41
3.5.1.3 Business Application Programming Interfaces 42
3.5.2 Internetzugang über den Internet-Transaction-Server 44
3.5.2.1 HTML-Business und HTML-Templates 45
3.5.2.2 Das Web-Gate und das Application-Gate 47
3.5.3 Integration der Sicherheitskonzepte 49
3.6 Die Internet Application Components 51
3.6.1 Consumer-to-Business-Anwendungen 53
3.6.2 Consumer-to-Business- und Business-to-Business-Anwendungen 54
3.6.3 Business-to-Business-Anwendungen 55
3.6.4 Intranet-Anwendungen 56
3.7 Anwendungsszenario mit den Modulen MM und SD 57
3.8 Ausblick auf R/3-System Release 4.0 62
Schlusswort 64
Abbildungsverzeichnis 65
Verweis auf Seiten im World Wide Web 66
Literaturverzeichnis 67

Automatisiert erstellter Textauszug:

Digitale Siegel sind als Ergänzung zur bloßen Verschlüsselung ebenfalls von Bedeutung. Mit Digitalen Siegeln soll es möglich sein, die Echtheit eines Dokumentes zu gewährleisten und darüber hinaus sicherzustellen, daß an den verschickten Daten nicht manipuliert wurde. Digitale Fingerabdrücke sichern die Datenintegrität durch kryptographische Prüfsummen und Digitale Unterschriften bzw. Signaturen geben Möglichkeiten zur Prüfung der Authentizität eines Textes sowie seines Senders bzw. Autors83. Wichtig sind in diesem Zusammenhang auch digitale Zertifikate, die auf dem X.509-Standard beruhen und die Identität derjenigen beglaubigen, die öffentliche Schlüssel besitzen. Jedes Zertifikat besteht aus einem öffentlichen Schlüssel, den Namen des Besitzers, den Namen der Ausgabestelle und die Gültigkeitsdauer. Weil die Zertifizierungsstelle, die Certificate Authority (CA), bei diesem Konzept eine tragende Rolle spielt und X.509 ein offener Standard ist, ist ein digitales Zertifikat nur so vertrauenswert wie die herausgebende CA selbst. Neben den derzeit schon bestehenden großen CA-Drittanbietern VeriSign und CyberTrust planen unter anderem IBM und der U.S. Postal Service als Drittanbieter eigene CAs. [...]

Übertragungsprozeß verschlüsselt und beim Empfänger automatisch wieder entschlüsselt werden. Die zwei wichtigsten Übertragungsprotokolle dieser Art sind das von Netscape entwickelte Secure Socket Layer (SSL) und das von der RSA-Tochter Terisa Systems entwickelte Secure HTTP (S-HTTP). SSL hat sich als Quasi-Standard hervorgetan und nutzt den eigenen URL-Zugriffscode „https://“, sowie statt des üblichen Web-Server-Ports 80 eigens den Port 44381. Es arbeitet zwischen dem Web-Browser und der Transport Schicht TCP/IP und verwendet den RC4-Verschlüsselungsmechanismus von RSA. Zwar hat Microsoft für ihre eigenen Browser ein SSL-ähnelndes Übertragungsprotokoll entwickelt, das den Namen PCT für Private Communications Technology trägt, jedoch hatten sich Netscape und Microsoft Mitte 1997 aus Interoperabiliätsgründen geeinigt, ein gemeinsam entwickeltes [...]

Hierzu werden kryptographische Methoden angewendet, die Verschlüsselungen, digitale Siegel, digitale Fingerabdrücke und digitale Unterschriften möglich machen. Die Verschlüsselung ermöglicht eine vertrauliche Übertragung, die anderen den Einblick in ausgetauschte Daten verhindern soll. Unterschieden wird bei Verschlüsselungen zwischen symmetrischen und asymmetrischen Verfahren. Das Grundprinzip der Verschlüsselung ist das Chiffrieren eines Klartextes in einen Chiffretext, was mit Hilfe eines Algorithmus und eines Chiffrierschlüssel geschieht. Ein Empfänger ist dadurch nur in der Lage den Chiffretext zu dechiffrieren, wenn dieser einerseits den verwendeten Algorithmus kennt und andererseits denjenigen Chifrierschlüssel hat, der zum Entschlüsseln benötigt wird. Während das symmetrische Verfahren den gleichen Schlüssel zum Codieren und Decodieren verwendet, werden bei asymmetrischen Verfahren unterschiedliche Schlüssel benutzt. Jeder, der den Schlüssel kennt, kann bei dem symmetrischen Verfahren Nachrichten ohne Probleme lesen, weswegen sich dieses Verfahren nur in einem kleinen, vertrauten Benutzerkreis empfehlenswert ist und für die Übertragung des Schlüssels ein sicherer Kommunikationskanal notwendig ist. Sicherer ist darum das asymmetrische Verfahren, bei dem jeder Kommunikationspartner einen privaten und einen öffentlichen Schlüssel besitzt wobei jedermann, der über den öffentlichen Schlüssel verfügt, Daten chiffrieren kann und nur der Besitzer des privaten Schlüssels, den Chiffretext wieder dechiffrieren kann. Das bekannteste asymmetrische Verschlüsselungsverfahren RSA ist am Massachusetts Institute of Technology (MIT) entwickelt und entsprechend seiner Entwickler Rivest, Shamir und Adleman benannt worden. Das bekannteste symmetrische Verfahren ist der von IBM entwickelte Data [...]

Arbeit zitieren:
Melekian, Nick Februar 1998: Electronic Commerce und R/3, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Internet, E-Commerce, SAP, Software

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