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Electronic Commerce als Erfolgsgröße eines Internationalisierungsprozesses

Electronic Commerce als Erfolgsgröße eines Internationalisierungsprozesses
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Alte Johnsen
  • Abgabedatum: Juli 2000
  • Umfang: 79 Seiten
  • Dateigröße: 805,7 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Universität Mannheim Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2555-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2555-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2555-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Johnsen, Alte Juli 2000: Electronic Commerce als Erfolgsgröße eines Internationalisierungsprozesses, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: E-Commerce, E-Business, Internationalisierung, Globalisierung

Diplomarbeit von Alte Johnsen

Einleitung:

Die Nutzung des Internet von Konsumenten und Unternehmen sind in den letzten Jahren rapide gestiegen. Von Dezember 1997 bis September 1999, in einem Zeitraum von nicht einmal 2 Jahren, ist die Anzahl der Internet-Nutzer von 101 Millionen auf 201,5 Millionen weltweit gestiegen. Dieses starke Wachstum ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen. Erster Grund hierfür sind die stark gesunkenen Preise für Computer, Diskettenlaufwerke und Drucker. Zweitens hat die Liberalisierung der Telekommunikationsmärkte in Europa zum Markteintritt neuer Internet Service Provider (ISP‘s) geführt, die Internetanbindungen zu niedrigen Preisen anbieten. Drittens machen neue Technologien, wie anwendungsfreundliche Internet-Browser und leistungsfähigere Computer die Nutzung des Internet schneller und einfacher.

Immer mehr Nutzer nutzen das Internet um etwa Informationen zu beschaffen, mit anderen Usern zu kommunizieren oder um Produkte oder Dienstleistungen nachzufragen bzw. anzubieten. Die zunehmend vernetzte Gesellschaft schafft für Unternehmen neue Möglichkeiten, mit anderen Unternehmen elektronische Geschäfte im Internet abzuschließen. Weiterhin ermöglicht Electronic Commerce eine neue Form von Interaktivität zwischen den Unternehmen. Dies gibt den Anbietern neue Möglichkeiten, Präferenzen der Geschäftskunden leichter zu erkennen und sich dadurch besser den Kundenbedürfnissen anzupassen. Außerdem bietet Electronic Commerce Unternehmen hervorragende Chancen, einer großen Anzahl von Kunden ein individuelles Angebot erstellen zu können, ohne daß dabei die Kosten dieser Marketingmaßnahmen nennenswert zunehmen. In dieser Diplomarbeit soll daher untersucht werden, ob die genannten Erfolgspotentiale auch bei einer internationalen Markteinführung Geltung haben.

Viele Unternehmen erkennen die deutlichen Vorteile eines internationalen Markteintritts. U.a. erhoffen Sie sich, durch größere Absatzmärkte die hohen Kosten der Forschung und Entwicklung schneller amortisieren zu können, Economies of Scale-Effekte durch eine erhöhte Produktion zu erzielen und überschüssige Produktionsteile in internationale Absatzmärkte zu verkaufen. Trotzdem gelingt vielen Unternehmen eine Internationalisierung nicht, da sie nicht über die notwendigen personellen und finanziellen Ressourcen verfügen.

Der Aufbau von physischen Standorten im Ausland und die Einrichtung von Electronic Data Interchange-Systeme (EDI) sind insbesondere für kleine und mittelgroße Unternehmen oft zu kostspielig. Dagegen repräsentiert das Instrument Electronic Commerce eine erfolgsversprechende Alternative zu EDI und ausländische Standorte. Electronic Commerce fordert von den Nutzern vor allem niedrigere Investitionen und verschafft Ihnen zugleich Zugang zu einem internationalen Markt, dem sich ständig neue potentielle Kunden anschließen.

Hierdurch ergibt sich die Problemstellung dieser Diplomarbeit: Auf der eine Seite haben Unternehmen eine klare Motivation, im Ausland tätig zu werden, da sie klare Vorteile hieraus erkennen. Auf der anderen Seite gibt es im Markt ein Instrument - Electronic Commerce - das internationale Qualitäten besitzen und somit möglicherweise eine Internationalisierung erleichtern kann. Diese Diplomarbeit wird einen Überblick darüber geben, inwieweit Unternehmen Electronic Commerce verwenden können, um in internationalen Märkten erfolgreich zu bestehen. Dabei wird im folgenden besonderer Wert auf mögliche Erfolgspotentiale und Herausforderungen des Electronic Commerce gelegt.

Inhaltsverzeichnis:

INHALTSVERZEICHNIS I
ABBILDUNGSVERZEICHNIS III
TABELLENVERZEICHNIS III
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS IV
1. EINLEITUNG 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Gang der Untersuchung 2
2. GRUNDLAGEN DES ELECTRONIC COMMERCE 4
2.1 Definitionen von Electronic Commerce 4
2.2 Einsatzmöglichkeiten des Electronic Commerce 5
2.2.1 Business-to-Consumer 6
2.2.2 Business-to-Business 7
2.3 Transaktionsphasen des Electronic Commerce 8
2.4 Voraussetzungen für Electronic Commerce 9
2.4.1 Betriebsinterne Faktoren 9
2.4.2 Betriebsexterne Faktoren 10
2.5 Geeignete Produkte für den internationalen Online-Vertrieb 13
3. ELECTRONIC COMMERCE IM INTERNATIONALEN KONTEXT 15
3.1 Die Potentialfelder des Electronic Commerce 15
3.1.1 Kosteneinsparungen 15
3.1.2 Die Optimierung der Geschäftsprozesse 17
3.1.3 Verbesserung der Wettbewerbssituation 19
3.1.3.1 Die Entstehung neuer Geschäftsformen 19
3.1.3.2 Die Gestaltung neuer Marktstrukturen 21
3.1.4 Verbesserung der internationalen Kundenorientierung 22
3.2 Die Herausforderungen des Electronic Commerce 24
3.2.1 Sicherheit im Internet 24
3.2.2 Internationale Zahlungsabwicklung 27
3.2.3 Sprache und Kultur 29
3.2.4 Transport und Logistik: international 30
3.2.5 Internationale rechtliche Aspekte 32
3.2.5.1 Vertragsrecht im elektronischen Geschäftsverkehr 32
3.2.5.2 Steuerrechtliche Aspekte 34
3.2.5.3 Verletzungen der Urheberrechte 34
3.3 Kritische Würdigung 35
3.3.1 Reduktion der Transaktionskosten durch Disintermediation 35
3.3.2 Internationale Wettbewerbsvorteile durch Kommunikations und Effizienzsteigerung 37
3.3.3 Die Etablierung neuer Standards durch sinkende Markteintrittsbarrieren 38
3.3.4 Verbesserung des internationalen Kundenmanagements durch Electronic Commerce 40
3.3.5 Vertrauen und Akzeptanz der Marktteilnehmer zum Electronic Commerce 41
3.3.5.1 Die Schaffung eines akzeptierten, internationalen Gesetzesrahmen für Electronic Commerce 41
3.3.5.2 Reale Sicherheit versus empfundene Sicherheit 43
3.3.5.3 Internationale Zahlungsabwicklung im Electronic Commerce 43
3.3.6 Verbesserte Koordination internationaler Transport und Logistik 44
3.3.7 Sprache und Kultur 46
3.4 Eine Fallstudie: Pan-European Fish Auctions 46
4. OPERATIVE GESTALTUNGSKOMPONENTEN 49
4.1 Ausprägungsformen elektronischer Marktplätze 49
4.1.1 Electronic Catalog 50
4.1.2 Electronic Auctions 50
4.1.3 Branchenspezifische Internet-Marktplätze 51
4.2 Computergestützte Marketing- und Vertriebssysteme 52
4.2.1 Systeme mit Fokussierung auf die Informationsbereitstellung 53
4.2.2 Systeme mit Fokussierung auf die Kundenorientierung 54
4.2.3 Systeme mit Fokussierung auf die Außendienststeuerung 54
4.2.4 Die Gesamtvernetzung des Unternehmens 55
4.3 Internationale Zahlungssysteme 55
4.3.1 Secure Electronic Transaction (SET) 55
4.3.2 Electronic Invoicing 57
4.4 Übersetzungssoftware und -dienstleistungen 58
5. SCHLUßFOLGERUNGEN 59
LITERATURVERZEICHNIS V
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
TABELLENVERZEICHNIS
LITERATURVERZEICHNIS

Automatisiert erstellter Textauszug:

3.2.5.2 Steuerrechtliche Aspekte Internet und Electronic Commerce bietet den Unternehmen eine hervorragende Möglichkeit international tätig zu werden. Dabei können steuerliche Vorteile erzielt werden, wenn die Unternehmen sich dort niederlassen, wo die Steuerlast gering ist. Unternehmen, die sich mit der Betriebsstättenproblematik genau auseinandersetzen, können Steuern auf die Gewinne aus dem Internet-Vertrieb reduzieren oder gänzlich vermeiden.118 Für ein Internet-Unternehmen, das keine physische Betriebsstätte hat, kann es oft kompliziert sein zu bestimmen, wo die Gewinne aus dem Electronic Commerce physisch erwirtschaftet wurden. Bei der Betriebsstättenproblematik ist die entscheidende Frage, ob ein Internet-Server eine rechtliche Betriebsstätte bilden kann. Dies ist allerdings im heutigen Rechtsgebilde nicht eindeutig feststellbar.119 Trotzdem läßt es sich grundsätzlich festhalten, daß Betriebsstätten in Hochsteuerländern wie Deutschland aus finanziellen Aspekten zu vermeiden sind.120 3.2.5.3 Verletzungen der Urheberrechte Forderungen nach international rechtlichen Rahmenbedingungen für Urheberrechte sind in den letzten Jahren lauter geworden. Die Business Software Alliance hat in 1999 39 % mehr Hinweise auf Software- und Internetpiraterie feststellen können als im Vorjahr.121 Damit mußten deutsche Unternehmen in 1999 DM 614.000 als Schadensersatz für den Einsatz illegaler Software zahlen. Das Herunterladen von „Waren“ aus dem Internet ergibt eine zusätzliche Herausforderung für die Gesetzgeber. Die Digitalisierung ermöglicht es einem Geschäftskunden beliebig viele Kopien zu erzeugen ohne dafür extra zu zahlen. Das Produkt wird beim Herunterladen sofort „konsumiert“. Deswegen wird kaum ein Anbieter einen Handel dieser Art wieder rückgängig machen.122 Im April 1994 haben sich die Mitglieder der World Trade Organisation (WTO) auf das sogenannte TRIPS-Abkommen (Trade-Related Aspects of Intellectual Property Rights) geeinigt. In diesem Abkommen verpflichten sich die Mitglieder der WTO, [...]

Systeme und Daten des anderen erteilen möchte. Kein Unternehmen will, daß Unbefugte in ihren Systemen manipulieren können. • Datenintegrität: Damit wird gewährleistet, daß auf dem Weg zum Empfänger die Daten nicht verändert werden. Diese Herausforderungen können mit Hilfe von digitalen Signaturen gelöst werden.113 Das sogenannte Public Key-Verfahren läßt sich zum Verschlüsseln und digitalen Signieren verwenden.114 „Als gesetzliche digitale Signatur wird das System des privaten und öffentlichen Schlüssels (Public Key-Verfahren) definiert, der durch eine Zertifizierungsstelle (Trust-Center) verwaltet wird.“115 Das Charakteristische bei diesem Verfahren ist, daß es zum Verschlüsseln einer Nachricht einen anderen Schlüssel verwendet als zum Entschlüsseln. Das Public Key-Verfahren kann am besten durch ein TrustCenter organisiert werden.116 Es übernimmt die Verteilung, Beglaubigung und Sperrung der öffentlichen Schlüssel und schützt gleichzeitig die privaten Schlüssel. Die Vorteile der Verfahren mit Trust-Centern sind für die Unternehmen erheblich. Jeder Mitarbeiter kann die Daten so verschlüsseln, daß sie nur für die gewünschten Empfänger lesbar sind. Wiederum kann der Empfänger mit dem öffentlichen Schlüssel das Dokument des Absenders entschlüsseln. Wenn die Entschlüsselung erfolgreich verläuft, kann der Empfänger damit sicher sein, daß das Dokument tatsächlich von dem Absender stammt und gleichzeitig die Datenintegrität gewährleistet ist.117 Das System „steht und fällt“ mit der Vertrauenswürdigkeit der [...]

3.2.5 Internationale rechtliche Aspekte Der Mangel an rechtlichen Rahmenbedingungen ist eine der größten Hürden im internationalen Electronic Commerce.110 Handel zwischen Unternehmen kommt nur zustande, wenn Vertrauen und Akzeptanz auf dem elektronischen Markt herrschen. Solange es dort Rechtsunsicherheit gibt, wollen die Unternehmen auch kein internationalen Electronic Commerce im großen Stil betreiben. Für das internationale Electronic Commerce gibt es drei rechtliche Aspekte, die genauer von den internationalen Organisationen geklärt werden müssen. 3.2.5.1 Vertragsrecht im elektronischen Geschäftsverkehr Das Vertragsrecht im elektronischen Geschäftsverkehr ist komplex.111 Die wichtigsten Punkte, die gelöst werden müssen beziehen sich auf: • Die Rechtswirksamkeit einer elektronischen Willenserklärung: Durch die Verbreitung von neuen Kommunikationstechnologien wie dem E-Mail, entsteht Unsicherheit bezüglich der Rechtsgültigkeit dieser Technologien. Dabei stellen sich internationale Unternehmen Fragen wie: Gilt eine Angabe von Preisen und Produkten auf einer Homepage als ein rechtwirksames Angebot? Hat der Willenserklärende ein Anfechtungsrecht, wenn aufgrund eines Eingabefehlers, Systemfehlers oder Übermittlungsfehlers der Computer fehlerhafte Ergebnisse produziert? • Identifizieren der Vertragspartner: Geschäftspartner, die sich im Internet treffen, können keinesfalls sicher sein, daß die Person, die sie für ihren Geschäftspartner halten, auch tatsächlich dieser ist.112 Die Identifizierung wird besonders wichtig, wenn man Geschäftspartnern Zugriffsmöglichkeiten auf [...]

Arbeit zitieren:
Johnsen, Alte Juli 2000: Electronic Commerce als Erfolgsgröße eines Internationalisierungsprozesses, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
E-Commerce, E-Business, Internationalisierung, Globalisierung

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