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Electronic Business Strategien im Bankensektor

Electronic Business Strategien im Bankensektor
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Frank Engelbert
  • Abgabedatum: Dezember 2000
  • Umfang: 111 Seiten
  • Dateigröße: 795,2 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Universität des Saarlandes Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2927-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2927-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2927-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Engelbert, Frank Dezember 2000: Electronic Business Strategien im Bankensektor, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Strategie, Bank, E-Commerce, E-Business, Internet

Diplomarbeit von Frank Engelbert

Gang der Untersuchung:

Ziel der folgenden Arbeit ist es, mögliche Electronic Business-Strategien im Bankensektor aufzuzeigen, um diese dann auf ihre Umsetzung in der Praxis hin zu untersuchen, also konkret aktuelle Strategieausrichtungen von Banken vor diesem Hintergrund zu bewerten. Dazu soll in einem ersten Schritt eine Analyse der bankrelevanten Umwelt durchgeführt werden. Die sich daraus ergebenden Chancen und Risiken für Banken, insbesondere im Hinblick auf Electronic Business, sollen dargestellt werden.

Aufbau der Arbeit Vor dem Hintergrund der Zielsetzung bietet sich eine Untergliederung in vier Teile an:

Teil 2: Begriffliche Grundlagen.

Teil 3: Umweltanalyse, insbesondere Beschreibung der Branchenentwicklung und Aufzeigen von Chancen und Risiken für Banken im Hinblick auf Electronic Business.

Teil 4: Darstellung grundsätzlich möglicher und sinnvoller Electronic Business-Strategien im Bankensektor.

Teil 5: Bewertung aktueller Strategieausrichtungen von Banken vor dem Hintergrund der Strategieoptionen.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis IV
Abkürzungsverzeichnis V
1. Einleitung 1
1.1 Electronic Business als Herausforderung für Banken 1
1.2 Ziel der Arbeit 2
1.3 Aufbau der Arbeit 2
2. Begriffliche Grundlagen 3
2.1 Electronic Business und Elektronische Märkte 3
2.2 Strategisches Bankmanagement und Electronic Business-Strategie 4
2.3 Bankbegriff und Regulierung 7
3. Umweltanalyse 10
3.1 Metatrends 10
3.1.1 Digitale Technologien und Internet als Hauptinnovationsfaktoren 10
3.1.2 Globalisierung und Deregulierung 12
3.1.3 Politisch-rechtliche Entwicklung 12
3.1.4 Soziodemographische Entwicklung 14
3.1.5 Kundenbezogene Entwicklungstendenzen 15
3.2 Strategische Basistrends im Finanzdienstleistungsmarkt 15
3.2.1 Restrukturierung der Vertriebswege 16
3.2.2 Verbriefung als Form der Disintermediation 17
3.2.3 Trend zum deal-based banking 18
3.3 Wettbewerbsintensivierung als Ursache und Wirkung strategischer Basistrends 19
3.3.1 Bedrohung durch neue Wettbewerber 19
3.3.1.1 Banknahe Finanzinstitute (near banks) 20
3.3.1.2 Nichtbanken am Bankenmarkt (non banks) 20
3.3.1.3 Direktbanken 23
3.3.1.4 Internet-Banken 23
3.3.2 Bedrohung durch Substitutionsprodukte 25
3.3.3 Steigende Verhandlungsmacht der Kunden 26
3.3.4 Rivalität unter Banken 27
3.3.5 Verhandlungsmacht der Lieferanten 27
3.4 Neue Geschäftsfelder als Chance für Banken im Electronic Business 29
3.4.1 Funktionserweiterungen im Online-Banking 29
3.4.2 Banken als Anbieter von elektronischen Zahlungssystemen 30
3.4.3 Banken als Anbieter von E-Services 31
3.4.4 Banken als Betreiber oder Bestandteil elektronischer Marktplätze 33
3.4.5 Banken als Anbieter von Informationsdienstleistungen und -produkten 34
3.4.6 Softwareentwicklung und -vertrieb 34
3.4.7 Banken als Anbieter von Sicherheits- und Zertifizierungsdienstleistungen 35
3.4.8 Schlussfolgerung 35
3.5 Risiken 36
3.6 Umweltbezogene Erfolgsfaktoren 37
3.6.1 Erfolgsfaktoren in der Phase der Markteinführung 38
3.6.2 Erfolgsfaktoren in der Phase der Erschließung des Massenmarktes 39
3.7 Strategisches Bankmanagement als Antwort 40
4. Strategische Optionen aus Bankensicht 41
4.1 Marktentwicklungsstrategien 41
4.1.1 Diversifikations- und Rückzugspostulat 44
4.1.1.1 Diversifikationspostulat 45
4.1.1.2 Rückzugspostulat 49
4.1.2 Gestaltung der Schnittstellen 49
4.1.2.1 Gestaltung der Schnittstelle zu anderen Unternehmen 50
4.1.2.1.1 Die Bank im strategischen Wertschöpfungsnetzwerk - die Vision als Ausgangspunkt 50
4.1.2.1.2 Das virtuelle Unternehmen als theoretische Grundlage 54
4.1.2.1.3 Akquisitionen und strategische Allianzen 55
4.1.2.1.4 Outsourcing und Insourcing als strategische Option 57
4.1.2.2 Gestaltung der Schnittstelle zum Kunden - strategische Aspekte im Customer Relationship Management (CRM) 58
4.1.2.2.1 Identifikation von Kundenprozessen 58
4.1.2.2.2 Kundensegmentstrategie 60
4.1.2.2.3 Multikanalstrategie 61
4.1.2.2.3 Servicestrategie 63
4.2 Marktpositionierungsstrategien 63
4.2.1 Bedeutung des frühzeitigen Markteintritts 64
4.2.2 Marktbesetzung strategisch relevanter Märkte 65
4.2.3 Markenpolitik 65
4.2.4 Kostenführerschafts- und Differenzierungsstrategien im Kontext des sich entwickelnden Marktes 66
4.3 Das Geschäftsmodell als strategische Ebene einer Bankenarchitektur 67
4.3.1 Geschäftsmodelle im Internet-Banking 67
4.3.1.1 Elektronische Voll- oder Spezialbanken 67
4.3.1.2 Kontaktvermittler/Geschäftsvermittler 68
4.3.1.3 Finanzmanager 69
4.3.1.4 Finanzportal/Vertikales Portal 69
4.3.2 Bewertung der Modelle auf Grund von Plausibilitätskriterien 70
4.3.3 Generelle Erfolgsfaktoren von Geschäftsmodellen im Internet-Banking 72
5. Bewertung aktueller Strategieausrichtungen von Banken 73
5.1 Die Deutsche Bank als Universalbank deutscher Prägung 73
5.1.1 Beratungskompetenz verfügbar machen: moneyshelf.com 74
5.1.2 Ausbau der globalen Platzierungskraft 76
5.1.3 Aktiver Einsatz der globalen Transaktionsplattform: db business direct 77
5.1.4 Transformation der Kapital- und Gütermärkte 79
5.1.5 Kooperationen, Diversifikation und Outsorcing/Insourcing 80
5.1.6 Bewertung der E-Transformationsstrategie der Deutschen Bank 84
5.2 Die NetBank als reine Internet-Bank 87
5.3 Gestaltung der Kundenschnittstelle in der Praxis 90
5.3.1 Identifikation von Kundenprozessen 90
5.3.2 Kundensegmentstrategie 90
5.3.3 Multikanalstrategie 91
5.3.4 Servicestrategie 93
5.4 Zusammenfassung und Ausblick 94
Literaturverzeichnis VI

Automatisiert erstellter Textauszug:

Ausgangspunkt der folgenden Überlegungen ist, dass dem strategischen Konzept des ressource-based view eine Diversifikationsdimension inhärent ist, die sich aus dem Postulat ergibt, distinktive Ressourcen und Kernkompetenzen in verschiedenen Geschäftsfeldern zu nutzen, um Verbundeffekte wirksam zu machen.217 Dabei kann unterschieden werden zwischen Diversifikation innerhalb des Finanzdienstleistungsmarktes („related diversification“ oder auch „Allfinanz“) und Diversifikation in Nichtfinanz-dienstleistungsmärkte („unrelated diversification“).218 Folgt man dieser Überlegung, so muss bzw. sollte jede Bank über den Eintritt in Märkte nachdenken, innerhalb derer die im Bank- bzw. Finanzdienstleistungsmarkt entwickelten distinktiven Ressourcen und Kernkompetenzen Wettbewerbsvorteile ermöglichen, ohne tradierte Marktgrenzen zu berücksichtigen.219 Wesentlich ist dabei, dass die ressourcen- und kompetenzorientierte Diversifikation in den betreffenden Markt im Zuge der Marktentwicklungsstrategie erfolgt, sie also nicht Bezug nimmt auf bestehende Branchenstrukturen, sondern diese von der Bank erst noch geschaffen oder zumindest in ihrer Entwicklung beeinflusst werden.220 Wie und in welche Märkte die Bank nun qua Marktentwicklung eintreten soll, hängt von ihren distinktiven Ressourcen und Kernkompetenzen ab.221 Um den Charakter der Vorgehensweise bei der Integration einer ressourcenbasierten mit einer marktbezogenen Strategiegenerierung zu verdeutlichen, soll anhand des Geschäftsfeldes Sicherheits- und Zertifizierungsdienstleistungen eine Exemplifizierung von Branchenvorausblick erfolgen: Die Exemplifizierung von Branchenvorausblick schließt dabei nicht nur die Identifikation zukünftiger Kundenbedürfnisse, sondern auch die Evaluation von distinktiven Ressourcen und Kernkompetenzen ein.222 Die folgende Abbildung verdeutlicht den Aufbau einer Unternehmensanalyse:223 [...]

Die Unterschiede zwischen Banken und Universalbanken sollen im folgenden verdeutlicht werden: ● Das deutsche Universalbankensystem unterstützt die Nutzung von Verbundvorteilen zwischen Investmentgeschäft und Einlagen- und Kreditgeschäft, indem die Informationen und Kundenbeziehungen mehrfach genutzt werden können. So kann bei der Kundenansprache auf vorhandene Daten wie z.B. Unternehmens- oder Vermögensdaten zurückgegriffen werden. Diese Verbundvorteile führen dazu, dass Banken ihre Kunden gut kennen, was insbesondere die erforderlichen Transformationsfunktionen begünstigt.213 ● Bei der Übertragung dieser Aktivitäten auf digitale Marktplätze gewinnen die Faktoren Monitoring und Vertrauen stark an Bedeutung. Zwar können die Transaktionskosten durch Electronic Commerce stark gesenkt werden, jedoch ist eine Überwachung und Sanktionierung der Kunden äußerst schwierig, wenn nicht gar unmöglich. Gleichzeitig steigt der Anreiz zu defektivem Verhalten der Individuen aufgrund der „Ortslosigkeit“ der Transaktionen. Banken können diese Kontrollkomponente (z.B. durch physische Präsenz am Ort ihrer Kunden) wesentlich effektiver ausführen, als dies der originäre Kapitalgeber kann. Demnach wird auch in der virtualisierten Finanzwelt der physische Zugang zum Kunden (sowohl via Filialapparat als auch durch mobile Mitarbeiter) ein entscheidender Erfolgsfaktor bleiben, wobei die klassischen Universalbanken mit ihrer hohen Filialdichte in Verbindung mit dem bargeldlosen Zahlungsverkehr komparative Vorteile aufweisen. Durch alle beschriebenen Funktionen einer Universalbank wird Vertrauen geschaffen.214 [...]

● Die Abwicklung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs: Er bietet Banken in Verbindung mit der asymmetrischen Informationsverteilung in der Gesellschaft einen komparativen Vorteil gegenüber den anderen Finanzintermediären, da er die Grundlage für die Informationsproduktion und die Kontrolle (Delegated Monitoring) von Marktteilnehmern, insbesondere Kreditnehmern und Kreditgebern bildet.207 Der Zahlungsverkehr erlaubt über die Kenntnisse der Kontenbewegungen208 die Beobachtung von Finanztransaktionen der Kreditnehmer mit geringem Aufwand, so dass die Informationsasymmetrie hinsichtlich des Verhaltens der Kreditnehmer abgebaut werden kann, was anderen Finanzintermediären mit derart geringen Monitoring-Kosten nicht möglich ist.209 Über den Zahlungsverkehr ist es den Banken außerdem möglich, „Kreditgeschichten“ von Kunden zu führen.210 Eine solche Kreditgeschichte ist vor allem in Zusammenhang mit einer Bonitätsprüfung im Rahmen der Ausstellung eines Kundenzertifikats ein enormer Vorteil, der aus dem Zahlungsverkehr resultiert. ● Banken schließen weiterhin Verträge mit Geldnehmern und Geldgebern ab und übernehmen dabei Risiken, die andere aufgrund ihrer geringeren Produktdiversifikation nicht tragen können. Nur Banken sind in der Lage, Liquidität zu schaffen, indem sie weniger liquide Mittel in hochliquide, kurzfristig verfügbare Mittel transformieren und dabei die Grundsätze der Risikodiversifikation beachten. Durch ihr diversifiziertes Portfolio, sowohl im Einlagen- als auch im Kreditgeschäft, sind Universalbanken überdies in der Lage, mögliche Kapitalbedarfs- und –angebotsschwankungen abzufangen, da nach dem Gesetz der großen Zahl die Schwankungsbreite und damit die optimale Reservehöhe (zur Risikovorsorge) sinkt.211 ● Wesentlich für den langfristigen Bestand von Banken in der realen Welt ist dabei die Komplementarität all dieser Funktionen, mit der sie einerseits konkrete Transaktionen abwickeln, andererseits die Globalität, von der diese Transaktionen durch Monitoring und staatliche Kontrollen flankiert werden.212 [...]

Arbeit zitieren:
Engelbert, Frank Dezember 2000: Electronic Business Strategien im Bankensektor, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Strategie, Bank, E-Commerce, E-Business, Internet

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