Electronic Bill Presentment and Payment
Probleme bei der Einführung von EBPP-Systemen
- Art: MA-Thesis / Master
- Autor: Christian Franck
- Abgabedatum: März 2002
- Umfang: 149 Seiten
- Dateigröße: 1,5 MB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Konstanz Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-6712-8
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-6712-8 P - ISBN (CD) :978-3-8324-6712-8 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Franck, Christian März 2002: Electronic Bill Presentment and Payment, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Elektronische Rechnung, eCommerce, Zahlungssysteme, EDI, Medienbruch
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MA-Thesis / Master von Christian Franck
Einleitung:
Deutschlandweit werden jedes Jahr 9 Mrd. Rechnungen verschickt. Obwohl mittlerweile der Automatisierungsstand in den Betrieben sehr hoch ist und der Datenausstausch meist elektronisch stattfindet, werden Rechnungen noch immer ausgedruckt, verpackt, frankiert und verschickt. Beim Empfänger wird geöffnet, sortiert und der Inhalt wiederum elektronisch erfasst. Dadurch entstehen eine Vielzahl von Medienbrüchen mit einem hohen Zeit- und Kostenbedarf. Durch Electronic Bill Presentment and Payment Systeme soll der elektronische Rechnungskreislauf geschlossen werden.
Seit über 5 Jahren werden weltweit EBPP-Systeme entwickelt. Während in den USA die Systeme bereits erfolgreich im Einsatz sind, ist in Europa EBPP noch nicht etabliert. Mit der Entwicklung des Systems PayNet schienen die Erwartungen in Europa bald erfüllt zu werden. PayNet war von der Konzeption und Entwicklung gegenüber amerikanischen Systemen ebenbürtig. Dennoch konnte sich diese EBPP-Lösung nicht mit der zu erwartenden Geschwindigkeit durchsetzen.
In dieser Arbeit wurden die Gründe analysiert, die für die stockende Verbreitung von EBPP allgemein verantwortlich sind. Die Probleme wurden dabei in vier Bereiche gegliedert:
Investitionsfrage.
Standardisierungsfrage.
Komplexität des Systems.
Akzeptanzproblematik.
Des weiteren gibt diese Master Thesis eine Beschreibung in den konventionellen und elektronischen Rechnungskreislauf. Sie erläutert die Funktionsweise von EBPP und deren Modelle. Das Fazit zeigt einen Ausblick auf und liefert Antworten auf die Frage, welche Faktoren die Situation von EBPP positiv beeinflussen.
Inhaltsverzeichnis:
| Abstract | V | |
| Inhaltsverzeichnis | I | |
| Abbildungsverzeichnis | IV | |
| Tabellenverzeichnis | V | |
| Abkürzungsverzeichnis | VII | |
| Vorwort | IX | |
| Kapitel 1: Einleitung | 1 | |
| 1.1 | Problemstellung | 1 |
| 1.2 | Recherche | 3 |
| 1.3 | Begriffe und Abkürzungen | 3 |
| 1.4 | Betreuende Firma | 4 |
| 1.5 | Aufbau der Arbeit | 6 |
| Kapitel 2: Theoretische Grundlagen | 9 | |
| 2.1 | Grundlagen einer Rechnungsstellung | 9 |
| 2.1.1 | Kauf-, Dienst- und Werkvertrag | 9 |
| 2.1.2 | Zahlungsaufforderung | 10 |
| 2.1.3 | Zahlungsmittel und -systeme | 11 |
| 2.1.4 | Clearing | 13 |
| 2.2 | Grundlagen der Finanzbuchhaltung | 14 |
| Kapitel 3: Konventioneller Zahlungsprozess | 15 | |
| 3.1 | Der Zahlungskreislauf | 15 |
| 3.1.1 | Fakturierung | 17 |
| 3.1.2 | Rechnungseingang | 18 |
| 3.1.3 | Abgleichung | 19 |
| 3.1.4 | Zahlungseingang | 20 |
| 3.2 | Die Rechnung | 21 |
| 3.2.1 | Funktionen der Rechnung | 21 |
| 3.2.2 | Rechnungsaufkommen | 22 |
| 3.2.3 | Rechnungskosten | 24 |
| 3.3 | Payment | 29 |
| 3.4 | Ausblick | 30 |
| Kapitel 4: Elektronischer Zahlungsprozess | 31 | |
| 4.1 | Der Zahlungskreislauf | 31 |
| 4.2 | Definition EBPP | 32 |
| 4.3 | EBPP - Eine Übersicht | 33 |
| 4.4 | Teilnehmer an EBPP | 33 |
| 4.5 | Kommunikation in EBPP-Systemen | 39 |
| 4.5.1 | Elektronischer Datenaustausch | 39 |
| 4.5.2 | Datenformate | 40 |
| 4.5.3 | EDI-Protokolle | 44 |
| 4.6 | Nutzung des Internets als Grundlage von EBPP | 44 |
| 4.6.1 | Nutzer Internet und Online-Banking | 45 |
| 4.6.2 | Nutzer EBPP | 49 |
| 4.7 | Die elektronische Rechnung | 50 |
| 4.7.1 | Rechnungsaufkommen | 50 |
| 4.7.2 | Rechnungskosten | 51 |
| 4.7.3 | Bedeutung als Marketinginstrument | 52 |
| 4.8 | EBPP und Sicherheit | 53 |
| 4.9 | Heute realisierte Systeme in Europa und den USA | 55 |
| Kapitel 5: Modelle im EBBP | 57 | |
| 5.1 | Biller-Direct-Modell | 57 |
| 5.1.1 | Funktionsweise | 57 |
| 5.1.2 | Pro und Contra des Biller-Direct-Modells | 62 |
| 5.2 | Consolidator-Modell | 64 |
| 5.2.1 | Thick-Consolidator-Modell | 65 |
| 5.2.2 | Thin-Consolidator-Modell | 69 |
| 5.2.3 | Thin-within-Thick-Modell | 73 |
| 5.3 | Total-Modell | 73 |
| 5.4 | BSP-Modell | 75 |
| Kapitel 6: EBPP - Killer-Applikation im eCommerce? | 77 | |
| 6.1 | eMarktplätze | 77 |
| 6.2 | Online-Shops | 79 |
| Kapitel 7 Problematik der Einführung von EBPP | 83 | |
| 7.1 | Übersicht | 83 |
| 7.2 | Investitionsfrage | 84 |
| 7.3 | Standardisierungsfrage | 89 |
| 7.4 | Komplexität des Systems | 96 |
| 7.4.1 | Biller/Payer (ERP) | 96 |
| 7.4.2 | Softwarehäuser | 102 |
| 7.4.3 | Payer (WWW) | 105 |
| 7.4.4 | Betreiber | 105 |
| 7.5 | Akzeptanzproblematik | 108 |
| Kapitel 8: Fazit/Ausblick | 115 | |
| Anhang | 119 | |
| Anhang 1: EBPP-Systeme in Europa und USA | 120 | |
| Anhang 1.1: PayNet/SAP | 120 | |
| Anhang 1.2: easyBilly (CH und Europa (geplant)) | 122 | |
| Anhang 1.3: InvoiceXchange (Deutschland) | 123 | |
| Anhang 1.4: Checkfree | 124 | |
| Anhang 2: Glossar | 127 | |
| Anhang 3: Index | 129 | |
| Literaturverzeichnis | 132 | |
| Ehrenwörtliche Erklärung | 139 |
Im Zusammenhang mit der Wichtigkeit der Mitarbeit der eigenen Mitarbeiter soll eine Studie von Prof. R. Martin (FH Konstanz) über den Einführungserfolg von ERP-Systemen in mittelständischen Betrieben erwähnt werden [Martin, 1995, S. 120]. Bei der Analyse, was über den Erfolg entscheidet, zeigten die Untersuchungsergebnisse dieser Studie deutlich, dass nicht die Art des ERP-Systems oder die Höhe der verfügbaren Mittel entscheiden, sondern insbesondere die Mitarbeit der eigenen Mitarbeiter, dem Projektleiter und dem Management. Da es sich bei der Einführung von EBPP ebenfalls um ein umfangreiches Softwarepacket, verbunden mit Umstrukturierungen in der Firma handelt, können Parallelen zu der Studie von Herr Prof. Martin gezogen werden. Die Anzahl der teilnehmenden Biller wirkt sich ebenfalls auf die Komplexität aus. Sowohl die Anzahl der Biller als auch die Masse an Rechnungen stellen ein EBPP-System vor grosse Probleme. Aufgrund der Brisanz der Daten müssen sichere Verbindungen und eine Absicherung der Daten gewährleistet sein. Europäische EBPP-Systeme mußten sich dieser Problematik bislang nicht stellen, unten aufgeführte Abbildungen zeigen aber eine rasante Entwicklung. Nach einem Report von Ovum im Jahre 1999 steigt die Anzahl der an EBPP-Systeme angeschlossenen Biller in den nächsten Jahren stark an [Barling, Jeffcoate, 1999]. Die Studie analysiert den amerikanischen, europäischen und asiatischen Markt und macht Voraussagen für diese Märkte. Die Daten für Deutschland sind in Abbildung 25 dargestellt. Als Vergleich zum amerikanischen Markt dient Abbildung 26. [...]
Der Projektaufwand in den Firmen richtet sich stark nach dem gewählten Modell, der Grösse der Firma, die Art des verwendeten ERP-Systems und der Investitionskosten, die getätigt werden sollen. Neben die Investitionskosten zwischen € 20.000 und € 100.000 für die Implementierung des Systems haben die Betriebe Vorbehalte gegenüber dem hohen Projektaufwand in der eigenen Firma. Für die Umstrukturierung müssen Mitarbeiter freigestellt werden und an der Umsetzung mitarbeiten. Die zeitliche Rahmen einer EBPP-Einführung schwankt dabei zwischen einer Woche und einem Jahr. Pam Schaard, Direktor von IS der BTI Telecom Corp. in Raleigh, N.Y., beispielsweise forderte die Einführung einer vollen EBPP-Lösung innerhalb einer Woche [Schaard, in: Ferguson, 2001, S. 4]. Die Firma Saks Inc. in den USA dagegen brauchte bereits 8 Monate, um den Beta-Test mit einigen Test-Kunden durchzuführen. Eine endgültige Inbetriebnahme soll nochmals einige Monate in Anspruch nehmen [Ferguson, 2000, S. 1]. [...]
Bei der Befragung von Banken und Firmen, die im Rahmen dieser Master Thesis durchgeführt wurde, ergaben sich unterschiedliche Tendenzen zu der Auswahl der Modelle. Herr Hildebrandt in seiner Funktion als Leiter für den Bereich EBPP bei der ZKB ist der Auffassung, dass sich nach dem gescheiterten Versuch von PayNet ein zentrales Consolidator-Modell in der Schweiz nicht mehr positionieren kann. Die umfangreichen Funktionalitäten waren zu aufwendig bei der Entwicklung. In Zukunft würden sich demnach viele BSP und CSP am Markt durchsetzen, die jeweils die Bedürfnisse ihrer Kunden besser befriedigen können. Herr Bösch als Verantwortlicher für die Einführung von PayNet bei der Firma Econotec ist von dem Prinzip des Consolidator-Modell hingegen überzeugt und sieht insbesondere durch dieses System die Chance, viele Teilnehmer miteinander zu vernetzen. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832467128
Arbeit zitieren:
Franck, Christian März 2002: Electronic Bill Presentment and Payment, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Elektronische Rechnung, eCommerce, Zahlungssysteme, EDI, Medienbruch



