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Einzelfall-Zeitreihenanalysen im Langdistanz-Triathlon

Reaktion und Adaptation physiologischer Parameter in Folge sehr hoher Trainingsbelastungen

Einzelfall-Zeitreihenanalysen im Langdistanz-Triathlon
Über dieses Buch
  • Art: Dissertation / Doktorarbeit
  • Autor: Astrid Osterburg
  • Abgabedatum: Februar 2004
  • Umfang: 234 Seiten
  • Dateigröße: 4,9 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Deutsche Sporthochschule Köln Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8218-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8218-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8218-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Osterburg, Astrid Februar 2004: Einzelfall-Zeitreihenanalysen im Langdistanz-Triathlon, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Ausdauerdiagnostik, Anpassungsprozesse, Energieumsatz, Endokrines System, Ausdauertraining

Dissertation / Doktorarbeit von Astrid Osterburg

Zusammenfassung:

Die Kenntnis physiologischer Anpassungsreaktionen auf Trainingsreize stellt ein wichtiges Thema der Trainingslehre dar, da die Trainingsplanung und –periodisierung in hohem Maße davon abhängt. Die Zeitdauer bis zum Einsetzen der gewünschten Adaptation ist derzeit vielfach unklar. War man vor ca. 30 Jahren noch von nur wenigen Tagen ausgegangen, weiß man heute, dass die Adaptationszeit je nach Gewebe unterschiedlich ist und zum Teil sehr lange dauern kann. So zeigen neueste Untersuchungen zu Trainingswirkungen auf das Muskelfaserspektrum, dass die Effekte sogar erst bis zu drei Monate nach Ende einer Trainingsphase einsetzen können (Andersen et al. 2001).

Um vor allem zeitversetzte Adaptationen als Reaktion auf hohe Trainingsbelastungen genau verfolgen zu können, wurden in der vorliegenden Studie zwei Einzelfall-Zeitreihenanalysen über einen Zeitraum von ca. 5 bzw. 6 Monaten durchgeführt. Eine weibliche Probandin (P1) und ein männlicher Proband (P2) wurden aus dem Spitzenbereich des Langdistanz-Triathlon (3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren, 42, 2 km Laufen) gewählt, da hier sehr hohe Trainingsumfänge mit entsprechend hohen Belastungen absolviert werden. Es wurde eine Vielzahl an Parametern mit unterschiedlichen Messzeitintervallen bestimmt. Täglich wurden der Energieumsatz als Trainingsbelastung in den drei Disziplinen des Triathlon (Schwimmen, Radfahren, Laufen) berechnet und physiologische Basisparameter (Ruheherzfrequenz, Ruhekörpertemperatur, Körpergewicht, Schlaf) gemessen. Blutabnahmen zur Bestimmung von Stoffwechsel- und Hormonparametern wurden dreimal wöchentlich durchgeführt. Um die Reaktionen dieser physiologischen Parameter im Zusammenhang mit der Leistungsentwicklung analysieren zu können, wurden wöchentliche Leistungsdiagnostiken alternierend im Radfahren und Laufen absolviert. Darüber hinaus gaben die Athleten anhand eines Fragebogens Auskunft über ihre erlebte körperliche Verfassung zur Einschätzung der psychischen Befindlichkeit. Exemplarisch wurden bei der weiblichen Probandin die Ernährung sowie hämatologische und immunologische Parameter analysiert. Vor Beginn der eigentlichen Zeitreihe erfolgte über einen Zeitraum von 2-3 Wochen mit täglichen Messungen die Bestimmung der Baseline. Beide Probanden absolvierten während der Zeitreihe ein Trainingslager mit sehr hohen Belastungen. P1 bewältigte am Ende der Zeitreihe einen Langdistanz-Triathlon.

Die Berechnungen des täglichen Energieumsatzes ergaben bei P2 mit einem Mittelwert von über 10 000 kJ einen fast doppelt so hohen Umsatz wie bei P1. Bei P1 spiegelt sich in den Ergebnissen der Spektralanalysen des Energieumsatzes die Trainingsperiodisierung von Zyklen von 3-4 Tagen, einer Woche und einem Monat wider. Diese Struktur tritt bei P2 nicht so klar hervor, da die Belastungen nicht nach einem strukturierten Trainingsplan durchgeführt wurden.

Bei beiden Probanden geht im Großen und Ganzen mit der Steigerung des Energieumsatzes eine Leistungsverbesserung, definiert als Anhebung der anaeroben Schwelle (Leistung bei 4 mmol/l Laktat), einher. Bei P1 ist ein leistungssteigernder Effekt nach dem Trainingslager mit einer Zeitverzögerung von 2-3 Wochen zu beobachten.

Die Analyse der physiologischen Basisparameter zeigt einen engen Zusammenhang mit dem Energieumsatz. Bei beiden Probanden nimmt das Körpergewicht im Laufe der Zeitreihe bei steigender Trainingsbelastung kontinuierlich um ca. 3 kg (P1) bzw. 5 kg (P2) ab.

Ruheherzfrequenz und Ruhekörpertemperatur (nur bei P1) zeigen Adaptationserscheinungen an das Ausdauertraining in Form einer Abnahme der Werte, die auf eine verstärkte parasympathische Steuerung des vegetativen Nervensystems zurückzuführen ist. Bei P2 geht die Zunahme des Energieumsatzes mit einem abnehmenden Trend der Ruheherzfrequenz einher. Beide Parameter nehmen bei P1 während des Trainingslagers mit hohen Trainingsumfängen im Grundlagenausdauerbereich ab. In Folge intensiver Belastungen von mehrstündiger Dauer treten am nächsten Morgen deutlich erhöhte Werte auf.

Die Stoffwechselparameter Creatinkinase (CK), Harnstoff (Urea) und Ammoniak reagieren unterschiedlich auf hohe Trainingsbelastungen. Bei P1 weisen Urea und Ammoniak keinen signifikanten Zusammenhang mit dem Energieumsatz auf und eignen sich somit nicht zur Trainingssteuerung. Dagegen deuten bei P2 signifikant höhere Ureawerte während der Trainingsphase im Vergleich zur Baseline auf eine höhere Beanspruchung des Eiweißstoffwechsels hin. Creatinkinase zeigt bei beiden Probanden eine deutliche Reaktion auf Belastung, wobei diese bei P2 stärker ist als bei P1.

Die Analyse der endokrinen Parameter hat einen sehr deutlichen Zusammenhang mit dem Energieumsatz offen gelegt, der für die Trainingspraxis von großer Bedeutung ist. Die Ergebnisse der Spektralanalysen der Hormone und des Energieumsatzes zeigen eine deutliche Übereinstimmung. So treten bei beiden Probanden Wochenzyklen auf, bei P1 zusätzlich Periodendauern von 3-4 und 30 Tagen.

Hämatologische und immunologische Parameter wurden nur bei P1 während der Baseline und in den Folgetagen des Langdistanz-Triathlon analysiert. Die Ergebnisse zeigen eine sehr starke Immunsuppression in Folge des Wettkampfes, die vor allem durch eine signifikant erhöhte Leukozyten- und Granulozytenzahl am zweiten Tag nach der Belastung gekennzeichnet ist.

Die Ergebnisse der psychischen Parameter, die anhand der Erlebten Körperlichen Verfassung (EKV) nach Kleinert/Liesenfeld (2001) erhoben wurden, zeigen bei beiden Athleten eine sehr gute Einschätzung des körperlichen Zustandes. Die oben erläuterten Reaktionen auf Belastung spiegeln sich im Zusammenhang zwischen den Dimensionen der EKV und den physiologischen Parametern wider. Der Einsatz der EKV-Skala erscheint daher als trainingsbegleitende Maßnahme sehr sinnvoll, um den Belastungs- und Erholungszustand eines Athleten zu diagnostizieren und Überbelastung auf unblutige Weise frühzeitig zu erkennen.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass Einzelfall-Zeitreihenanalysen optimal geeignet sind, um Trends, Periodiken, zeitversetzte Effekte und Zusammenhänge zwischen Parametern zur Analyse von Reaktion und Adaptation in Folge von Trainingsbelastungen zu identifizieren. So kann die vorliegende Studie z. B. einen deutlich abnehmenden Trend beim Körpergewicht beider Probanden zeigen, identische Periodendauern bei zahlreichen endokrinen Parametern und anabole Reaktionen auf Trainingsbelastungen mit einer Zeitverzögerung von mindestens einer Woche nachweisen. Des Weiteren können anhand dieser Methode annähernd identische Adaptationserscheinungen bei beiden Probanden, wie im Fall von IGF-I, identifiziert werden. Diese sind sowohl für die Trainingswissenschaft als auch für die Trainingspraxis von großer Bedeutung, da sie allgemeine Regeln für die Trainingsplanung und insbesondere die Wettkampfvorbereitung zulassen. Hierfür ist es nötig, in Zukunft noch weitere Einzelfall-Zeitreihenanalysen durchzuführen, die die signifikanten Reaktionen und Adaptationen der Parameter der vorliegenden Studie an einer größeren Probandenzahl untersuchen und somit allgemeine Schlüsse zulassen. Dabei darf aber nicht die eigentliche Stärke von Einzelfall-Zeitreihenanalysen vergessen werden. Diese liegt im Erstellen eines individuellen „Fingerabdrucks“ für den einzelnen Athleten und die darauf aufbauende Periodisierung von Belastung und Erholung. Nur die Kenntnis über individuelle Anpassungserscheinungen ermöglicht im Hochleistungssport das Erreichen der individuell optimalen Leistungsfähigkeit.

Inhaltsverzeichnis:

1. EINLEITUNG 1
2. LITERATURBESPRECHUNG 4
2.1 Einzelfall- und Zeitreihenanalysen 4
2.2 Übersicht der Parameter 6
2.3 Energieumsatz 8
2.3.1 Schwimmen 9
2.3.2 Radfahren 12
2.3.3 Laufen 14
2.4 Physiologische Basisparameter 15
2.4.1 Ruheherzfrequenz 15
2.4.2 Ruhekörpertemperatur 16
2.4.3 Körpergewicht 17
2.4.4 Schlaf 18
2.5 Stoffwechselparameter 19
2.5.1 Creatinkinase 19
2.5.2 Urea 20
2.5.3 Ammoniak 20
2.6 Endokrine Parameter 21
2.6.1 Kortisol 23
2.6.2 Prolaktin 25
2.6.3 Sexualhormone 26
2.6.4 IGF-I 30
2.6.5 Schilddrüsenhormone 32
2.6.6 Leptin 35
2.6.7 Renin-Angiotensin-Aldosteron-System 37
2.6.8 Zusammenfassung 39
2.7 Hämatologische und immunologische Parameter 40
2.7.1 Hämatologische Parameter 40
2.7.2 Differentialblutbild 42
2.7.3 Lymphozytensubpopulationen 45
2.7.4 Aktivierungsmarker 47
2.8 Ernährung 47
2.9 Psychische Parameter 50
3. MATERIAL UND METHODEN 53
3.1 Probanden 53
3.2 Untersuchungsgang 53
3.3 Geräte 56
3.4 Untersuchungsmethoden 57
3.4.1 Energieumsatz 57
3.4.1.1 Schwimmen 57
3.4.1.2 Radfahren 58
3.4.1.3 Laufen 59
3.4.1.4 Gesamtenergieumsatz 60
3.4.2 Leistungsdiagnostik 60
3.4.3 Physiologische Basisparameter 62
3.4.4 Blutabnahme 63
3.4.5 Stoffwechselparameter 63
3.4.6 Endokrine Parameter 64
3.4.7 Hämatologische und immunologische Parameter 65
3.4.8 Ernährung 66
3.4.9 Psychische Parameter 66
3.5 Statistische Methoden 67
3.5.1 Zeitreihenanalyse 67
3.5.1.1 Trendanalyse 68
3.5.1.2 Spektralanalyse 70
3.5.1.3 Kreuzkorrelation 71
3.5.1.4 Moving Window 72
3.5.2 Varianzanalyse 72
4. ERGEBNISDARSTELLUNG UND DISKUSSION 74
4.1 Energieumsatz 75
4.1.1 Mittelwerte und Periodiken 75
4.1.2 Gesamtenergieumsatz 77
4.1.3 Schwimmen 79
4.1.4 Radfahren 81
4.1.5 Laufen 82
4.1.6 Diskussion 83
4.2 Leistungsentwicklung 87
4.2.1 Radfahren 87
4.2.2 Laufen 90
4.2.3 Diskussion 93
4.3 Physiologische Basisparameter 6
4.3.1 Mittelwerte und Periodiken 96
4.3.2 Ruheherzfrequenz 97
4.3.2.1 Ergebnisdarstellung 97
4.3.2.2 Diskussion 100
4.3.3 Ruhekörpertemperatur 101
4.3.3.1 Ergebnisdarstellung 101
4.3.3.2 Diskussion 104
4.3.4 Körpergewicht 106
4.3.4.1 Ergebnisdarstellung 106
4.3.4.2 Diskussion 109
4.3.5 Schlaf 111
4.3.5.1 Ergebnisdarstellung 111
4.3.5.2 Diskussion 113
4.4 Stoffwechselparameter 115
4.4.1 Mittelwerte und Periodiken 115
4.4.2 Creatinkinase 116
4.4.2.1 Ergebnisdarstellung 116
4.4.2.2 Diskussion 118
4.4.3 Urea 120
4.4.3.1 Ergebnisdarstellung 120
4.4.3.2 Diskussion 121
4.4.4 Ammoniak 122
4.4.4.1 Ergebnisdarstellung 122
4.4.4.2 Diskussion 123
4.5 Endokrine Parameter 125
4.5.1 Übersicht 125
4.5.1.1 Mittelwerte 125
4.5.1.2 Kreuzkorrelationen mit Energieumsatz 126
4.5.1.3 Kreuzkorrelationen der Hormone untereinander 127
4.5.1.4 Spektralanalysen 129
4.5.1.5 Diskussion 129
4.5.2 Kortisol 131
4.5.2.1 Ergebnisdarstellung 131
4.5.2.2 Diskussion 133
4.5.3 Prolaktin 135
4.5.3.1 Ergebnisdarstellung 135
4.5.3.2 Diskussion 137
4.5.4 Sexualhormone 138
4.5.4.1 Ergebnisdarstellung 138
4.5.4.1.1 Östradiol 138
4.5.4.1.2 Progesteron 139
4.5.4.1.3 Testosteron 140
4.5.4.2 Diskussion 142
4.5.5 IGF-I 144
4.5.5.1 Ergebnisdarstellung 144
4.5.5.2 Diskussion 147
4.5.6 Schilddrüsenhormone 149
4.5.6.1 Ergebnisdarstellung 149
4.5.6.2 Diskussion 153
4.5.7 Leptin 155
4.5.7.1 Ergebnisdarstellung 155
4.5.7.2 Diskussion 157
4.5.8 Renin, Angiotensin II 158
4.5.8.1 Ergebnisdarstellung 158
4.5.8.2 Diskussion 160
4.6 Hämatologische und immunologische Parameter 162
4.6.1 Hämatologische Parameter 162
4.6.2 Differentialblutbild 163
4.6.3 Lymphozytensubpopulationen 165
4.6.4 Aktivierungsmarker 166
4.6.5 Diskussion 167
4.7 Ernährung 170
4.7.1 Absolute und relative Nährstoffzufuhr 170
4.7.2 Zusammenhang zwischen Ernährung und Energieumsatz 170
4.7.3 Zusammenhang zwischen Ernährung und Körpergewicht 171
4.7.4 Diskussion 172
4.8 Psychische Parameter 175
4.8.1 Mittelwerte und Periodiken 175
4.8.2 Interkorrelation zwischen psychischen Parametern 176
4.8.3 Zusammenhang zwischen psychischen Parametern und Energieumsatz 178
4.8.4 Zusammenhang zwischen psychischen Parametern und physiologischen Basisparametern 181
4.8.5 Zusammenhang zwischen psychischen Parametern und Stoffwechselparametern 182
4.8.6 Zusammenhang zwischen psychischen Parametern und endokrinen Parametern 183
4.8.7 Diskussion 184
5. ZUSAMMENFASSUNG 187
6. LITERATURVERZEICHNIS 194

Automatisiert erstellter Textauszug:

Im Großen und Ganzen zeigen die Ergebnisse der Leistungsdiagnostiken, dass bei beiden Probanden sowohl im Radfahren als auch im Laufen eine positive Leistungsentwicklung über die Zeitreihe hinweg zu verzeichnen ist. Dies lässt sich jeweils an einer Verbesserung der Leistung an V4 und der tendenziellen Zunahme der Werte der Sauerstoffaufnahme festmachen. Beim Radfahren ist bei P1 der stärkste Anstieg der V4 einen guten Monat nach dem Trainingslager zu verzeichnen, was auf einen deutlichen zeitverzögerten Effekt der sehr hohen Trainingsumfänge hindeutet. Bei P2 dagegen ist der Anstieg der V4 nahezu parallel zur Zunahme des Energieumsatzes im Radfahren. Auffällig ist hier die sehr starke Leistungsminderung bei der letzten Messung. Diese lässt sich nicht mit Veränderungen des Energieumsatzes erklären, sondern ist auf verletzungsbedingte Leistungsminderung (Achillessehnenentzündung) zurückzuführen. Dies zeigen die sehr hohen Werte der erlebten körperlichen Verfassung für die Items „Schmerzen“ und „Beschwerden“ (s. Kap. 4.8). Auch bei der Laufleistung ist in diesem Zeitraum eine Verschlechterung der V4 zu verzeichnen, was auch für übergeordnete Gründe spricht. Ein Vergleich der Leistungsentwicklung beider Probanden zeigt eine absolute [...]

Bei P2 ist ein kontinuierlicher Anstieg der relativen VO2 an V4 von 43,3 auf 56,4 ml/min/kg vorhanden. Es besteht kein signifikanter Zusammenhang zwischen der rel. VO2 an V4 und der Leistung an V4. Abb. 4-26 und Abb. 4-27 zeigen den Verlauf der Herzfrequenz an V4 (Hf an V4) und der V4 von P1 und P2. Bei P1 erreichen die Werte der Hf bei der dritten Leistungsdiagnostik mit 191,0 S/min ihr Maximum und bei der 7. Messung mit 184,2 S/min ihr Minimum. Es besteht kein signifikanter Zusammenhang zwischen V4 und Hf an V4. Bei P2 dagegen verläuft die Entwicklung der Hf an V4 nahezu parallel zu der V4 (r=.89). Der kleinste Wert wird bei der ersten Leistungsdiagnostik mit 165,4 S/min gemessen, der höchste bei der Zweiten mit 179,5 S/min. [...]

In Abb. 4-24 und Abb. 4-25 sind die Zeitreihen der V4, der maximalen relativen Sauerstoffaufnahme (rel. VO2max; nur P1), des Anteils der rel. VO2max an der V4 (Anteil VO2max an V4, nur P1) und der relativen Sauerstoffaufnahme an V4 (rel. VO2 an V4, nur P2) beider Athleten dargestellt. Bei P1 steigt die rel. VO2max tendenziell in der ersten Hälfte der Zeitreihe an und nimmt anschließend wieder ab. Das Minimum wird bei der ersten Messung mit 55,7 ml/min/kg erreicht, das Maximum bei der 5. Messung mit 62,7 ml/min/kg. Die rel. VO2max steht in signifikantem Zusammenhang mit der V4 (r=.64). Dagegen zeigt der Anteil der rel. VO2max an V4 weder einen parallelen Verlauf mit der V4 noch mit der rel. VO2max. So wird das Minimum zeitgleich mit dem Maximum der rel. VO2max erreicht (5. Messung). [...]

Arbeit zitieren:
Osterburg, Astrid Februar 2004: Einzelfall-Zeitreihenanalysen im Langdistanz-Triathlon, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Ausdauerdiagnostik, Anpassungsprozesse, Energieumsatz, Endokrines System, Ausdauertraining

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