Einsatzpotentiale virtueller Realität in der Marketing-Kommunikation von Dienstleistungsunternehmen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Franka Weihbrecht
- Abgabedatum: Mai 2000
- Umfang: 97 Seiten
- Dateigröße: 789,6 KB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Technische Universität Ilmenau Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5880-5
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-5880-5 P - ISBN (CD) :978-3-8324-5880-5 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Weihbrecht, Franka Mai 2000: Einsatzpotentiale virtueller Realität in der Marketing-Kommunikation von Dienstleistungsunternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Dienstleistungen, Kaufprozeß, Kaufverhalten, Dienstleistungsqualität, Virtual Reality
In den Warenkorb
48,00 €
Diplomarbeit von Franka Weihbrecht
Einleitung:
Durch die fortschreitende Entwicklung Virtueller Realität, als komfortable Schnittstelle zwischen Menschen und computergestützten Medien, ergeben sich Einsatzpotentiale in vielen Bereichen. Durch Virtuelle Realität sind dreidimensionale Darstellungsweisen und Simulationsmöglichkeiten selbst komplexer Prozesse realisierbar. Während der Einsatz Virtueller Realität beispielsweise beim Militär und beim Prototyping in der Industrie schon weit verbreitet ist, steht der Einsatz in betriebswirtschaftlichen Anwendungen noch ganz am Anfang. Deutlich wird dies auch in der betriebswirtschaftlichen Forschung, die sich dem Einsatz Virtueller Realität in Unternehmensprozessen bisher nur wenig gewidmet hat. Gerade aber im Marketing bietet sich mit der Virtuellen Realität eine Technologie, die vor allem in der Kommunikation mit dem Kunden eine Vielzahl von Einsatzpotentialen bietet. Es ist deshalb bedeutsam, dass sich betriebswirtschaftliche Forschung und marktorientierte Unternehmen mit Virtueller Realität und deren Einsatzmöglichkeiten beschäftigen.
In der vorliegenden Arbeit werden Einsatzpotentiale Virtueller Realität in der Marketing-Kommunikation von Dienstleistungsunternehmen theoretisch untersucht. Ziel der Ausführungen ist es, dem Leser einen Überblick über die Aspekte des Einsatzes Virtueller Realität in der Marketing-Kommunikation von Dienstleistungsunternehmen zu vermitteln und daraus Einsatzpotentiale abzuleiten. Die mit dieser Arbeit angestrebten Erkenntnisse sollen es ermöglichen, die Einsatzpotentiale Virtueller Realität in der Marketing-Kommunikation von Dienstleistungsunternehmen unter Berücksichtigung konkreter Aufgabenstellungen aufzugreifen und die Art der Umsetzung vor dem Hintergrund der spezifischen Aufgabenstellung zu modifizieren.
Gang der Untersuchung:
Nach den Begriffsbestimmungen folgt die Vorstellung der Technologie der Virtuellen Realität. Im Anschluss erfolgt die Herausarbeitung der Besonderheiten der Marketing-Kommunikation von Dienstleistungsunternehmen. Danach werden ausgewählte Aspekte des Einsatzes Virtueller Realität in der Marketing-Kommunikation von Dienstleistungsunternehmen aufgezeigt, wobei Einsatzpotentiale Virtueller Realität abgeleitet werden. Den Abschluss der Arbeit bildet, zur Veranschaulichung der unterschiedlichen Einsatzpotentiale, die Vorstellung einer Auswahl bereits realisierter Anwendungen Virtueller Realität in der Marketing-Kommunikation von Dienstleistungsunternehmen.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einführung in die Thematik | 1 |
| 1.1 | Motivation und Methodik der Arbeit | 1 |
| 1.2 | Begriffsbestimmungen | 2 |
| 1.2.1 | Virtuelle Realität | 2 |
| 1.2.2 | Marketing-Kommunikation | 3 |
| 1.2.3 | Dienstleistungsunternehmen | 4 |
| 2. | Virtuelle Realität – Vorstellung der Technologie | 5 |
| 2.1 | Systeme und Anwendungen Virtueller Realität | 5 |
| 2.1.1 | Eigenschaften Virtueller Realität | 5 |
| 2.1.2 | Kategorien Virtueller Realität | 6 |
| 2.2 | Elemente von Systemen und Anwendungen Virtueller Realität | 9 |
| 2.2.1 | VR-Design und VR-Zentralprozessor | 9 |
| 2.2.2 | VR-Schnittstelle | 10 |
| 3. | Besonderheiten der Marketing-Kommunikation von Dienstleistungsunternehmen | 15 |
| 3.1 | Besonderheiten des Absatzgutes Dienstleistung | 15 |
| 3.1.1 | Dienstleistungsspezifischer Kaufprozess | 15 |
| 3.1.2 | Merkmale des Dienstleistungserstellungsprozesses | 16 |
| 3.2 | Aufgaben der Marketing-Kommunikation von Dienstleistungsunternehmen | 19 |
| 3.2.1 | Bedeutung der Marketing-Kommunikation für Dienstleistungsunternehmen | 19 |
| 3.2.2 | Kommunikationsaufgaben und Aufgaben des Kommunikations-Management | 22 |
| 4. | Einsatz Virtueller Realität in der Marketing-Kommunikation von Dienstleistungsunternehmen | 25 |
| 4.1 | Von der Marketing-Kommunikation zur VR-basierten Marketing-Kommunikation von Dienstleistungsunternehmen | 25 |
| 4.1.1 | Charakterisierung Virtueller Realität als ein Kommunikationsmedium | 25 |
| 4.1.2 | VR-basierte Marketing-Kommunikation | 34 |
| 4.2 | VR-basierte Marketing-Kommunikation vor dem Hintergrund ausgewählter Theorien zur Beschreibung psychischer Determinanten des Kaufverhaltens in dienstleistungsspezifischen Kaufprozessen | 36 |
| 4.2.1 | Bedeutung psychischer Determinanten für das Kaufverhalten in dienstleistungsspezifischen Kaufprozessen | 36 |
| 4.2.2 | VR-basierte Marketing-Kommunikation vor dem Hintergrund der kognitiven Struktur | 37 |
| 4.2.3 | VR-basierte Marketing-Kommunikation vor dem Hintergrund der Theorie der kognitiven Dissonanz | 41 |
| 4.3 | VR-basierte Marketing-Kommunikation vor dem Hintergrund ausgewählter Aufgabenbereiche der Marketing-Kommunikation von Dienstleistungsunternehmen | 44 |
| 4.3.1 | VR-basierte Marketing-Kommunikation vor dem Hintergrund der Dienstleistungsqualität | 44 |
| 4.3.2 | VR-basierte Marketing-Kommunikation vor dem Hintergrund der Marktforschung | 50 |
| 4.4 | VR-basierte Marketing-Kommunikation von Dienstleistungsunternehmen vor dem Hintergrund kommunikativer und ökonomischer Dimensionen | 51 |
| 4.4.1 | VR-basierte Marketing-Kommunikation vor dem Hintergrund der generellen Richtlinien für die Marketing-Kommunikation von Dienstleistungsunternehmen | 51 |
| 4.4.2 | Grundlegende Aufwand-Nutzen-Betrachtungen der VR-basierten Marketing-Kommunikation von Dienstleistungsunternehmen | 53 |
| 4.4.3 | Kommunikative und ökonomische Dimensionen der VR-basierten Marketing-Kommunikation von Dienstleistungsunternehmen | 57 |
| 4.5 | Beispiele für realisierte Anwendungen | 65 |
| 4.5.1 | Vorbemerkungen | 65 |
| 4.5.2 | Beispiele von VR-Anwendungen zur Kommunikation der Qualität der Potentialfaktoren | 66 |
| 4.5.3 | Beispiele von VR-Anwendungen zur Sicherung der Dienstleistungsqualität | 68 |
| 4.5.4 | Beispiele von VR-Anwendungen im Bereich Virtual Community (VC) | 73 |
| 5. | Schlussbetrachtung und Ausblick | 76 |
| Literaturverzeichnis | 78 |
Die Theorie der kognitiven Dissonanz geht davon aus, daß die Struktur des kognitiven Systems eines Menschen durch die Eigenart der einzelnen kognitiven Elemente und durch ihr Verhältnis zueinander gekennzeichnet ist101 (kognitive Struktur). Unter Kognitiver Dissonanz versteht man eine als unbequem empfundene psychische Spannung aufgrund eines psychologischen Widerspruchs.102 Dieser basiert auf zwischen füreinander relevanten und gleichzeitig resistenten Kognitionen.103 Da jedes menschliche Individuum nach Konsonanz (Harmonie) strebt, wird es Methoden anwenden, um Dissonanz abzubauen.104 Dazu gehören zum einen die Möglichkeit, die Dissonanz durch Addition zusätzlicher konsonanter Kognitionen zu reduzieren, indem die Bedeutung aller Kognitionen innerhalb des Subsystems verringert werden.105 Zum anderen kann die Dissonanz durch die Reduktion der Bedeutung des relevanten Kognitionsbündels innerhalb des kognitiven Systems reduziert werden.105 Die Methoden der Dissonanzreduktion werden vom Individuum durch gezielte Aufnahme [...]
Bezug auf den Dienstleistungserstellungsprozeß erzeugt werden. Im Gegensatz zur mentalen Realitätskonstruktion weist die virtuelle Wirklichkeitskonstruktion somit enge Verbindungen zur realen Wirklichkeitskonstruktion auf.99 Geht man nach Foscht davon aus, „(...) daß virtuelle Erfahrung physische Erfahrung ist (..)“,100 so hat der Dienstleistungsanbieter mit der Virtuellen Realität ein Kommunikationsmedium bei der Hand, das auf die Assoziation Produkterfahrung des Leistungsnachfragers bereits im Vorfeld der Leistungserstellung wirken kann, wobei weiterhin anzunehmen ist, daß sich dadurch auch die Assoziation Produktwissen verstärken wird. Geht man wiederum, wie bereits eingangs beschrieben, davon aus, daß es sich bei einer Dienstleistung um ein Gut mit dominierenden Vertrauensqualitäten handelt, so hat der Dienstleistungsanbieter mit dem Einsatz Virtueller Realität in der MarketingKommunikation die Möglichkeit, den Fakt der dominierenden Vertrauensqualitäten bereits vor der eigentlichen Leistungserstellung in den Bereich der Erfahrungsqualitäten zu rücken. 4.2.3 VR-basierte Marketing-Kommunikation vor dem Hintergrund der Theorie der kognitiven Dissonanz [...]
Aufgabe der Marketing-Kommunikation von Dienstleistungsunternehmen ist es deshalb, den Leistungsnachfrager mit für ihn relevanten Informationen zu versorgen, die zu Veränderungen der Assoziationen Produkterfahrung und Produktwissen führen, teilweise aber auch auf die Assoziation Produktanforderung wirken, z.B. wenn der Leistungsnachfrager aus Sicht des Unternehmens unrealistische Produktanforderungen hat. Auf diese Weise entstehen Interdependenzen zwischen der MarketingKommunikation eines Dienstleistungsanbieters und der individuellen Wirklichkeitskonstruktion eines Konsumenten, die nach Foscht unterteilt werden kann in reale, mentale und virtuelle Wirklichkeitskonstruktion.92 Im Bereich Dienstleistungen ergeben sich Probleme bei der Informationsversorgung des Nachfragers, weil eine reale Wirklichkeitskonstruktion93 durch den Konsumenten in Bezug auf die Leistung vor dem eigentlichen Dienstleistungserstellungsprozeß nicht möglich ist. Die Möglichkeit zu einer realen Wirklichkeitskonstruktion besteht in Bezug auf Sachleistungen z.B. darin, daß der Kunde vor dem Vertragsabschluß das Produkt mit allen Sinnen erleben kann. So kann der Konsument z.B. ein Auto beim Händler ansehen, es anfassen, den Sound des Motors hören, den typischen Geruch eines Neuwagens oder eines Raucherautos wahrnehmen. Auf diese Prüfqualitäten94 zur individuellen realen Wirklichkeitskonstruktion in Bezug auf die Leistung kann der Nachfrager einer Dienstleistung in Bezug auf den Leistungserstellungsprozeß nicht zurückgreifen. Deshalb ist der Leistungsnachfrager im Vorfeld der Leistungserstellung auf eine mentale Wirklichkeitskonstruktion95 in Bezug auf die Leistung angewiesen, z.B. aufgrund des Basismediums Sprache (in Form eines Beratungsgespräches oder durch Erfahrungsberichte anderer Kunden) oder in Verbindung mit Visualisierungen (Bildern) bzw. sichtbaren Leistungsbeweisen (z.B. die Gestaltung des Geschäftraumes), die die Leistungsfähigkeit des Anbieters darstellen sollen.96 Virtuelle Realität erzeugt beim Nutzer eine sogenannte virtuelle [...]
In den Warenkorb
48,00 €
Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832458805
Arbeit zitieren:
Weihbrecht, Franka Mai 2000: Einsatzpotentiale virtueller Realität in der Marketing-Kommunikation von Dienstleistungsunternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Dienstleistungen, Kaufprozeß, Kaufverhalten, Dienstleistungsqualität, Virtual Reality



