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Einsatzpotentiale des Web Application Servers von SAP unter Berücksichtigung von Sicherheitsaspekten

Einsatzpotentiale des Web Application Servers von SAP unter Berücksichtigung von Sicherheitsaspekten
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Jörg Paul
  • Abgabedatum: September 2002
  • Umfang: 166 Seiten
  • Dateigröße: 1,8 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Trier Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8013-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8013-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8013-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Paul, Jörg September 2002: Einsatzpotentiale des Web Application Servers von SAP unter Berücksichtigung von Sicherheitsaspekten, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: SAP, E-Commerce, Verschlüsselung, E-Shop, Server

Diplomarbeit von Jörg Paul

Einleitung:

In einem sich verschärfenden Wettbewerb wird es für die Unternehmen zunehmend wichtiger, sich den Bedürfnissen, Wünschen und Anforderungen der Kunden schnell anzupassen und adäquat zu reagieren. Daneben gilt es, sich gegenüber Wettbewerbern durchzusetzen und Marktanteile zu gewinnen und auszubauen.

Dank moderner Technologien lassen sich E-Business-Szenarien zum Teil ohne größere Mühen realisieren. Ohne eine integrative Einbindung in das Unternehmen jedoch, sind diese E-Business Lösungen nur unzureichend zu gebrauchen. Viele Firmen sind immer noch der Meinung, dass sie sich dem zum Teil globalen Wettbewerb mit einer einfachen Webseite stellen können. Dies bestätigt ihr Handeln, da einige Internetauftritte von Unternehmen, besonders im mittelständischen Bereich, äußerst unprofessionell wirken. Zu einem effektiv funktionierenden E-Business gehören eben nicht nur Websites und Portale, sondern auch Applikations-Server, Datenbanken, CRM Programme, SCM und ein organisiertes Backoffice.

Ein an ihre IT-Landschaft angebundener Onlineshop soll ihre Umsätze in nie gekannte Höhen treiben. Die andauernde Rezession der Wirtschaft hat den Unternehmensverantwortlichen jedoch gezeigt, wie wichtig es ist, die neuen Technologien effizient einzusetzen. Dass dies eben nicht so einfach ist, lässt sich daran erkennen, dass mittlerweile einige Unternehmen insolvent sind, weil Sie es versäumt haben, die neuen Techniken in ihr Unternehmen schnell, richtig und kostendeckend bzw. gewinnbringend einzubinden.

Es gibt Gründe, warum das eine oder andere Geschäftsmodell im Internet scheiterte. Ein wichtiger Grund ist sicherlich, dass die hohen Ansprüche an den Kunden, sich im Internet mit Waren einzudecken, noch nicht erfüllt werden. Komplizierte Bestellvorgänge, falsche Rechnungen, zu spät oder gar nicht ausgelieferte Waren sind nur einige Hürden, die Kunden in Kauf nehmen müssen, wenn sie im Internet Produkte kaufen möchten.

Auch war es dem Kunden schlicht zu unsicher, im World Wide Web sein Geld auszugeben. Der Kunde erwartet von einer E-Commerce-Lösung, dass sie bequem und unkompliziert zu bedienen ist und zudem eine hohe Effizienz und Zuverlässigkeit bei der Auftragsabwicklung bietet.

Weiterhin ist die Organisation im Unternehmen überfordert, die Masse an Anfragen abzufertigen. Eine Anfrage, die der Kunde von seinem Computer losschickt, wird von mehreren Mitarbeitern bearbeitet, bis nach endlosen Arbeitsschritten die Ware an den Kunden versendet werden kann. Dies betrifft nur den Vertrieb mit dem Kunden, dem sog. B2C-Commerce.

B2B-Commerce, also das Geschäft unter den Firmen oder das E-Procurment, der Einkauf der Materialien, vom Bleistift bis zur Maschine, ist für viele Firmen aufgrund ihrer veralteten IT -Infrastruktur und Organisation nicht möglich. Meist fehlt es an einem geeigneten Warenwirtschaftssystem, welches die eingegangen Anfragen sofort weiterverarbeiten kann. Dieser Mangel führt in der Praxis zu steigenden Transaktionskosten, unzufriedenen Kunden, frustrierten Mitarbeitern, etc. Nach einer Studie von Wieselhuber und Partner1 arbeiteten zwei Drittel der installierten Onlineshops ohne ein Warenwirtschaftssystem.

Der Web Application Server von SAP bietet nun die Möglichkeit, das ERP-System der SAP AG mit dem Internet zu verbinden, um Geschäftsprozesse zu automatisieren und sie schnell, fehlerfrei und kostengünstig zu bearbeiten. Es ist somit möglich, einen Onlineshop zu erstellen, der direkt mit dem Backend, in diesem Fall das ERP-System von SAP, in Verbindung steht. Alle Geschäftsprozesse lassen sich somit über ein System abwickeln. Weiterhin lassen sich mit dem Web Application Server durch die mitgelieferte Entwicklungsumgebung auch eigene Applikationen erstellen und einsetzen.

Im Rahmen der Anbindung des Unternehmens ins Internet sind außerdem geeignete Sicherheitsmassnahmen zu treffen. Die Firmen gehen ein hohes Risiko ein, da sie durch die Vernachlässigung der Sorgfaltspflicht im Umgang mit Kundendaten sehr viel Geld, aber auch Reputation verlieren können. Der Web Application Server von SAP bietet geeignete Sicherheitslösungen, die bei der Installation allerdings aktiviert werden müssen.

Inhaltsverzeichnis:

Anhangsverzeichnis VI
Abbildungsverzeichnis VII
0. Einleitung 1
0.1 Ziel der Diplomarbeit 3
0.2 Aufbau der Diplomarbeit 3
1. Grundlagen und Konzepte des Electronic Business / Electronic Commerce 5
1.1 Geschäftsprozesse im Internet 5
1.2 Reife-Treppe 6
1.3 Leistung und Kosten des Electronic Commerce 7
1.3.1 Leistung des Electronic Commerce 7
1.3.2 Kosten des E-Commerce 8
1.4 Bezahlen im Internet 10
1.5 Sicherheit im E-Commerce 12
1.6 Risiken im E-Commerce 13
1.7 Marktteilnehmer im E-Business 14
1.8 Ausblick und Perspektiven 17
2. MySAP.com 19
2.1 Internetstrategie der SAP AG 19
2.2 SAP-Anwendungen im Internet 20
2.3 mySAP-Employee-Workplace 23
2.4 mySAP-Business Scenarios 24
2.5 mySAP.com Marketplace 27
2.6 mySAP.com Internet Sales 28
2.7 Beurteilung der Strategie von SAP im Internet 31
3. SAP Web Application Server 32
3.1 Einsatzpotentiale 32
3.1.1 Release 32
3.1.2 Unterstützung von Standards 33
3.2 Einbindung des Web Application Server in ein Unternehmensnetzwerk 34
3.3 Architektur und Aufbau des SAP Web Application Servers 36
3.3.1 Message Server und Dispatcher 37
3.3.2 Workprozesse 38
3.4 Internet Communication Manager (ICM) 40
3.4.1 Der ICM 41
3.4.2 Elemente des ICM 42
3.5 Das HTTP Plugin 42
3.5.1 Arbeitsweise des HTTP Plugin 43
3.5.2 Lokale Handler 43
3.6 Weitere Komponenten des Web Application Server 44
3.6.1 ICM Server Cache 44
3.6.2 Überwachung des ICM 44
3.6.3 Lastverteilung durch den SAP Message-Server 44
3.7 Internet Communication Framework (ICF) 45
3.7.1 Web Application Server als Server 45
3.7.2 Das Interaktionsmodell 47
3.7.3 Der Web Application Server als Client 49
3.8 Zukunft des SAP Web Application Server 51
3.9 Vergleich zwischen dem ITS und dem Web Application Server 52
3.9.1 Arbeitsweise des ITS 54
3.9.2 Unterschiede zwischen dem Web Application Server und dem ITS 55
3.10 Fazit 56
4. Business Server Pages-Applikationen im Web Application Server 59
4.1 Web Application Builder 59
4.2 Funktionen des Web Application Builder 60
4.3 Werkzeuge des Business Application Builder 61
4.4 Aufbau und Elemente einer BSP-Applikation 62
4.4.1 Business Server Pages 62
4.4.2 MIME-Objekte im MIME-Repository 62
4.4.3 Thema 65
4.4.4 Anwendungsklasse 65
4.4.4.1 Unterscheidung Stateful- oder Stateless-Applikationen 66
4.4.4.2 Zugriff auf eine Anwendungsklasse 67
4.4.5 Seitenfragmente 68
4.4.6 Navigationsstruktur 68
4.5 Zugriff auf eine BSP-Applikation 69
4.6 Aufbau einer Business Server Page 69
4.7 Zugriff auf eine BSP 71
4.8 Fazit 73
5. Online-Shop 75
5.1 Funktionalität und Aufbau des Shops 75
5.1.1 Der Code des E-Shops 76
5.1.2 Interne Struktur des Shops 76
5.2 Einbindung des Code in BSP-Applikationen des Web Application Server 77
5.2.1 Anlegen der BSP-Applikation 77
5.2.2 Layout der Startseite 78
5.2.3 Eventhandler und Seitenattribute für die Startseite 79
5.2.4 Seitenfragmente 80
5.3 Layout für die Produktseiten 80
5.3.1 Eventhandler für die Produktseiten 80
5.3.2 Seitenattribute für die Produktseiten 81
5.4 Layout für die Suchseite 82
5.4.1 Eventhandler für die Suchseite 82
5.4.2 Seitenattribute für die Suchseite 83
5.5 Layout der Warenkorbfunktion 83
5.5.1 Eventhandler der Warenkorbfunktion 83
5.5.2 Seitenattribute der Warenkorbfunktion 86
5.6 Layout Benutzerregistrierung 86
5.6.1 Eventhandler der Benutzerregistrierung 86
5.6.2 Seitenattribute der Benutzerregistrierung 87
5.7 Aktivierung von BSP und BSP-Applikation 87
6. Sicherheit 89
6.1 Sicherheit in einem SAP-System 91
6.1.1 Berechtigungskonzept 91
6.1.2 Benutzerstammsatz 92
6.1.3 Secure Network Communications (SNC) 95
6.1.4 Berechtigungsobjekt 96
6.1.5 Berechtigungsprüfung 97
6.2 SAP-Profilgenerator 97
6.3 Benutzerauthentifizierung 98
6.4 Datenintegrität 101
6.5 Protokollierung 102
6.5.1 Audit-Informationssystem 102
6.5.2 Security Audit Log 103
6.6 Kryptographie 105
6.6.1 Symmetrische Verschlüsselungsverfahren 106
6.6.2 Asymmetrische Verschlüsselungsverfahren 107
6.7 Secure Store & Forward (SSF) 107
6.7.1 Technischer Ablauf einer digitalen Signatur 108
6.7.2 Technischer Ablauf eines digitalen Umschlags 108
6.7.3 SAP und SSF 108
6.7.4 Ablauf eines Einsatzes von SSF in SAP 109
6.8 Public-Key-Infrastruktur 110
6.9 Sicherheit von SAP in einem Netzwerk 111
6.9.1 Client- und Server-LAN 111
6.9.2 SAProuter 112
6.10 SAP-Softwarekomponenten auf Betriebssystemebene 113
6.10.1 Sicherheit im SAP Graphical User Interface (GUI) 113
6.10.2 SAP-Anwendungsserver 114
6.10.3 Datenbankserver 116
6.11 Kommunikation verteilter Programme und Systeme in SAP 116
6.11.1 SAP-Gateway 117
6.11.2 Application Link Enabling (ALE) 118
6.12 Spezielle Sicherheitseinstellungen im Web Application Server 119
6.12.1 Das Secure-Socket-Layer-Protokoll (SSL-Protokoll) 120
6.12.2 Benutzerauthentifizierung mit Anmeldetickets 121
6.12.3 Nutzung des X.509-Client-Zertifikats 122
6.13 Fazit 123
Anhang 124
Literaturverzeichnis 153

Automatisiert erstellter Textauszug:

Danach wird ein Objekt der Klasse CL_HTTP_SERVER erzeugt, das den Namen Server-Kontrollblock trägt. Dieses implementiert das Interface IF_HTTP_SERVER. Das Objekt kapselt alle Verbindungen einer HTTP-Verbindung und beinhaltet Strukturen für den HTTP-Request und HTTP-Response, die Session-ID und andere Informationen. Sodann wird der HTTP-Request eingelesen und der Server-Kontrollblock mit den Daten des HTTP-Requests gefüllt. Durch die URL wird der entsprechende HTTP-RequestHandler ausgewählt. Der Client (Web-Browser) muss sich nun authentifizieren, was normalerweise durch die HTTP-Basic-Authentification erledigt wird, da dies so in der Defaulteinstellung hinterlegt ist. Der ICF-Controller erzeugt den Returncode 401, der bewirkt, dass in dem Client-Browser ein Popupfenster aufgebaut wird, worin die einzugebenden Daten (Benutzername und Passwort) ausgefüllt werden müssen. Diese Daten werden dem SAP-System übergeben und dort überprüft. Bei mehrmaligen Fehlversuchen wird die Kommunikation abgebrochen. War das Login erfolgreich, werden die Request-Daten vom Request-Handler aus dem Kontrollblock importiert. Er holt sich dazu ein Request-Objekt aus dem Kontrollblock, der daraufhin die Request-Behandlungsmethode Handle_Request() aufruft. Dabei wird als Argument eine Referenz auf das Interface IF_HTTP_Server übergeben, damit der Request Handler mit den Request- und Responsedaten arbeiten kann. Nun ist es ihm möglich, seine Prozesse auszuführen und mit den Daten zu arbeiten. Weiterhin können andere Programme oder Datenbankdaten aufgerufen werden. Die Antwortdaten, die er von den jeweiligen dafür zuständigen Applikationen erhält, fließen in das Response Objekt. Sind alle Prozesse erledigt, erhält der ICF-Controller die Kontrolle zurück. Die Daten, die im Server-Kontrollblock bereitstehen, müssen zuletzt in einen HTTP- Datenstrom umgewandelt werden. Das Ergebnis schickt der ICF-Controller über den Taskhandler und ICM an den Client zurück. [...]

Workprozess (Taskhandler) zur Bearbeitung aus. Dieser liest nun die Daten aus der Memory Pipe ein und bearbeitet die Anforderung, indem er auf das ICF zugreift, der nun seinerseits einen Request-Handler aufruft. Ein HTTP-Request-Handler ist eine ABAP-Klasse, die durch eine URL genau identifiziert wird, um HTTP-Requests zu empfangen.71 Dieser kann selbst programmiert, also an eigene spezifische Gegebenheiten angepasst werden oder aber es werden die von der SAP zur Verfügung gestellten Klassen benutzt. Der HTTP-Request-Handler greift nun auf das entsprechende Anwendungsprogramm zu und setzt die empfangen Daten des Programms in ein geeignetes HTML-Format um. Dies wird nun via ICF an den Taskhandler weitergeleitet, der die Antwortdaten in die Memory Pipes ablegt. Weiterhin teilt der Taskhandler dem ICM mit, dass er mit der Bearbeitung der Response fertig ist. Der ICM schickt nun die Anforderung an den Client und schließt den Vorgang damit ab. [...]

Der Client sendet einen Request, der vom Messageserver empfangen und an den ICM weitergeleitet wird. Diese Weiterleitung wird durch die genaue Adressierung, der URL69, bewerkstelligt. Die URL besteht aus dem Servernamen, dem Pfad des Servers, dem Namen des Dokuments oder der Datei und optional aus dem Port.70 Anhand der URL entscheidet der ICM wiederum, welcher lokale Handler zum Einsatz kommt. Wird nun der SAP R/3 Handler aufgerufen, legt der ICM die empfangenen Daten in einer Memory Pipe ab und schickt eine Info an den Dispatcher. Dieser nimmt die Anfrage in den Dispatcher-Queue auf, legt einen Kontext an und sucht sich einen [...]

Arbeit zitieren:
Paul, Jörg September 2002: Einsatzpotentiale des Web Application Servers von SAP unter Berücksichtigung von Sicherheitsaspekten, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
SAP, E-Commerce, Verschlüsselung, E-Shop, Server

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