Einsatzmöglichkeiten der kennzahlengesteuerten Früherkennung im Hotelmanagement
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Joachim Ollhoff
- Abgabedatum: September 2006
- Umfang: 110 Seiten
- Dateigröße: 730,7 KB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: FOM - Fachhochschule für Oekonomie und Management Essen Deutschland
- Bibliografie: ca. 76
- ISBN (eBook): 978-3-8366-0371-3
- ISBN (CD) :978-3-8366-0371-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Ollhoff, Joachim September 2006: Einsatzmöglichkeiten der kennzahlengesteuerten Früherkennung im Hotelmanagement, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Kennzahlensystem, Frühwarnsystem, Unternehmen, Hotelgewerbe, Hotelbranche
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Diplomarbeit von Joachim Ollhoff
Einleitung:
Früherkennung ist ein gleichermaßen umfangreiches als auch weitestgehend unaus-gereiftes Gebiet innerhalb des Controlling. Durch die zunehmende Beachtung des Risikomanagements als ein wirkungsvolles Instrument zur Erkennung von Verände-rungen im Unternehmensumfeld, die Chancen oder Bedrohungen darstellen können, rückt die Früherkennung verstärkt in den Blickpunkt des Managements. Gerade in einer Branche wie der Hotellerie, die von weiter zunehmenden Verdrängungswett-bewerb und Kostendruck mit steigendem Fixkostenanteilen geprägt ist, kann dieses Controlling-Teilgebiet ein wirkungsvollen Ansatz darstellen, um rechtzeitig Entscheidungen treffen zu können.
Gang der Untersuchung:
Ziel dieser Diplomarbeit ist es, den derzeitigen Stand in der Hotelbranche bezüglich der kennzahlengestützten operativen Früherkennung als ein Teilgebiet der gesamten Früh-erkennung zu erarbeiten und mit den in der Literatur vorhandenen theoretischen Grund-lagen zu vergleichen. Daraus folgernd sollen Ansätze für eine in der Praxis anwendbare Systematik aufgezeigt werden.
Dazu werden zunächst in den nachstehenden Kapiteln die Grundlagen zu den Bereichen Kennzahlen und Kennzahlensysteme (Kapitel 2), der Hotelbranche (Kapitel 3) und der Frühaufklärung als ein Instrument des Controlling (Kapitel 4) dargelegt. Den Schwerpunkt bildet die in Kapitel 5 beschriebene eigenstän-dig durchgeführte Untersuchung in der Hotelbranche. Diese gliedert sich in die beiden Teilbereiche der persönlichen Interviews und einer Fragebogenumfrage. Daraus abge-leitete Ansätze zur operativen Früherkennung werden im darauffolgenden Kapitel erar-beitet. Eine kritische Bewertung dieser Ergebnisse inklusive eines Ausblickes auf die zukünftig mögliche und notwendige Entwicklung wird im Anschluss daran gegeben. Die Diplomarbeit schließt mit einem Fazit, indem der Inhalt die Ergebnisse kurz wiedergegeben werden.
Einleitend ist es zunächst sinnvoll zu erläutern, was im wissenschaftlichen Kontext unter Kennzahlen und darauf aufbauend unter gesamten Kennzahlensystemen verstan-den wird. Im weiteren Verlauf kann dann auf branchenspezifische Kennzahlen in der Hotellerie und deren speziellen Sparten eingegangen werden. Dazu wird zunächst eine grundlegende, allgemeine Definition vermittelt, anschließend werden unterschiedliche Arten von Kennzahlen vorgestellt. Im Weiteren wird der Zweck von Kennzahlen, deren Ermittlung, Auswertung und Darstellung behandelt, die Vergleichsmöglichkeiten durch die Ermittlung von Kennzahlen angesprochen und daraus entwickelte Typen von Kenn-zahlensystemen dargestellt.
Inhaltsverzeichnis:
| I. | Abkürzungsverzeichnis | V |
| II. | AbbildungsverzeichnisVI | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Grundlagen der Kennzahlen und der Kennzahlensysteme | 1 |
| 2.1 | Einführende Erläuterungen zu Kennzahlen und Kennzahlensysteme | 2 |
| 2.1.1 | Arten von Kennzahlen | 4 |
| 2.1.2 | Zweck, Ermittlung, Auswertung und Darstellung der Kennzahlen | 7 |
| 2.1.3 | Vergleichsmöglichkeiten durch die Ermittlung von Kennzahlen | 9 |
| 2.2 | Aufbau und Arten von Kennzahlensystemen | 12 |
| 2.2.1 | Das DuPont-System of Financial Control | 14 |
| 2.2.2 | Das ZVEI-Kennzahlensystem | 15 |
| 2.2.3 | Das Rentabilitäts- und Liquiditätskennzahlensystem | 17 |
| 2.2.4 | Die Balanced Scorecard | 17 |
| 3. | Eine einführende Übersicht in die Hotelbranche | 19 |
| 3.1 | Der Ist-Zustand auf dem deutschen Hotelmarkt | 21 |
| 3.2 | Die Destination Berlin | 24 |
| 3.3 | Operative Kennzahlen in der Hotellerie | 25 |
| 3.3.1 | Kennzahlen im Bereich Logis | 25 |
| 3.3.2 | Kennzahlen im Bereich Food and Beverage | 30 |
| 3.3.3 | Kennzahlen im Personalbereich | 34 |
| 4. | Die Frühaufklärung als ein Instrument des Controlling | 39 |
| 4.1 | Einführung in das Gebiet Frühaufklärung | 40 |
| 4.2 | Systeme der Früherkennung | 45 |
| 4.2.1 | Zielsetzung und Inhalte der operativen Früherkennungssysteme | 47 |
| 4.2.2 | Aufgaben von operativen Früherkennungssystemen | 48 |
| 4.3 | Bedeutung der Kennzahlen als Basis der Früherkennung | 49 |
| 5. | Untersuchung in der Hotelbranche | 50 |
| 5.1 | Vorgehensweise bei der Datenerhebung | 51 |
| 5.2 | Deskriptive Darstellung und Auswertung der Datenerhebung | 52 |
| 5.2.1 | Fragebogenumfrage | 52 |
| 5.2.2 | Persönlich durchgeführte Interviews | 58 |
| 5.3 | Einordnung der Untersuchungsergebnisse | 65 |
| 6. | Früherkennung in der Hotelbranche | 67 |
| 6.1 | Zusammenführung der bestehenden und der erarbeiteten Ansätze | 68 |
| 6.1.1 | Branchenneutrale Ansätze im Controlling | 68 |
| 6.1.2 | Einbezug der Ergebnisse der Untersuchung | 73 |
| 6.2 | Ableitung einer Früherkennungssystematik für die Hotelbranche | 76 |
| 6.3 | Bewertung der kennzahlengesteuerten Früherkennung in der Hotellerie | 80 |
| 7. | Ausblick | 82 |
| III. | Anhang | 83 |
| IV. | Literaturnachweis | 89 |
| Ehrenwörtliche Erklärung | 97 |
Inhaltsverzeichnis:
| I. | Abkürzungsverzeichnis | V |
| II. | AbbildungsverzeichnisVI | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Grundlagen der Kennzahlen und der Kennzahlensysteme | 1 |
| 2.1 | Einführende Erläuterungen zu Kennzahlen und Kennzahlensysteme | 2 |
| 2.1.1 | Arten von Kennzahlen | 4 |
| 2.1.2 | Zweck, Ermittlung, Auswertung und Darstellung der Kennzahlen | 7 |
| 2.1.3 | Vergleichsmöglichkeiten durch die Ermittlung von Kennzahlen | 9 |
| 2.2 | Aufbau und Arten von Kennzahlensystemen | 12 |
| 2.2.1 | Das DuPont-System of Financial Control | 14 |
| 2.2.2 | Das ZVEI-Kennzahlensystem | 15 |
| 2.2.3 | Das Rentabilitäts- und Liquiditätskennzahlensystem | 17 |
| 2.2.4 | Die Balanced Scorecard | 17 |
| 3. | Eine einführende Übersicht in die Hotelbranche | 19 |
| 3.1 | Der Ist-Zustand auf dem deutschen Hotelmarkt | 21 |
| 3.2 | Die Destination Berlin | 24 |
| 3.3 | Operative Kennzahlen in der Hotellerie | 25 |
| 3.3.1 | Kennzahlen im Bereich Logis | 25 |
| 3.3.2 | Kennzahlen im Bereich Food and Beverage | 30 |
| 3.3.3 | Kennzahlen im Personalbereich | 34 |
| 4. | Die Frühaufklärung als ein Instrument des Controlling | 39 |
| 4.1 | Einführung in das Gebiet Frühaufklärung | 40 |
| 4.2 | Systeme der Früherkennung | 45 |
| 4.2.1 | Zielsetzung und Inhalte der operativen Früherkennungssysteme | 47 |
| 4.2.2 | Aufgaben von operativen Früherkennungssystemen | 48 |
| 4.3 | Bedeutung der Kennzahlen als Basis der Früherkennung | 49 |
| 5. | Untersuchung in der Hotelbranche | 50 |
| 5.1 | Vorgehensweise bei der Datenerhebung | 51 |
| 5.2 | Deskriptive Darstellung und Auswertung der Datenerhebung | 52 |
| 5.2.1 | Fragebogenumfrage | 52 |
| 5.2.2 | Persönlich durchgeführte Interviews | 58 |
| 5.3 | Einordnung der Untersuchungsergebnisse | 65 |
| 6. | Früherkennung in der Hotelbranche | 67 |
| 6.1 | Zusammenführung der bestehenden und der erarbeiteten Ansätze | 68 |
| 6.1.1 | Branchenneutrale Ansätze im Controlling | 68 |
| 6.1.2 | Einbezug der Ergebnisse der Untersuchung | 73 |
| 6.2 | Ableitung einer Früherkennungssystematik für die Hotelbranche | 76 |
| 6.3 | Bewertung der kennzahlengesteuerten Früherkennung in der Hotellerie | 80 |
| 7. | Ausblick | 82 |
| III. | Anhang | 83 |
| IV. | Literaturnachweis | 89 |
| Ehrenwörtliche Erklärung | 97 |
Textprobe:
Kapitel 2.2.2, Das ZVEI-Kennzahlensystem:
Das ZVEI-Kennzahlensystem baut auf den Grundgedanken des DuPont-Systems auf und wurde erstmals 1970 veröffentlicht. Es entstand durch die „Gemeinschaft des Betriebswirtschaftlichen Ausschusses des Zentralverbandes der Elektrotechnischen In-dustrie e.V. Frankfurt am Main (ZVEI)“. Ausgangspunkt war eine stärker theoretisch ausgeprägte Entwicklung, die neben dem finanziellen Aspekt des ROI als Spitzen-kennzahl weitere Bereiche berücksichtigen sollte, so z.B. die Rentabilität und die Liquidität. Oberstes Ziel des ZVEI-Kennzahlensystems ist die Ermittlung der Effi-zienz eines Unternehmens, dazu wird inhaltlich eine Unterteilung in die Bereiche Wachstumsanalyse und Strukturanalyse vorgenommen. Die Wachstumsanalyse gibt einen Überblick über die Veränderungen betrieblicher Geschehnisse im Zeitverlauf mit Indexkennzahlen im Vergleich zur Vorperiode. Den eigentlichen Kern jedoch bildet die Strukturanalyse, welche Kennzahlen mathematisch zu einer Spitzenkennzahl ver-dichtet, um Informationen über die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens zu liefern. Die Spitzenkennzahl ist die Eigenkapitalrentabilität. Die folgende Abbildung zeigt das ZVEI-Kennzahlensystem in vereinfachter, schematischer Darstellung (Abbildung 3):
Die Spitzenkennzahl „Eigenkapitalrentabilität“ wird durch die vier Sektoren Ergebnis-bildung, Rentabilität, Kapitalstruktur und Kapitalbildung erklärt. Zusätzliche Hilfskenn-zahlen sollen den formalen Ableitungszusammenhang sichern.
Das ZVEI-Kennzahlensystem ist sehr umfangreich. Es besitzt über 200 Kennzahlen, da-runter 87 Hauptkennzahlen. Die anderen stellen Hilfskennzahlen dar, die lediglich die mathematische Verknüpfung des gesamten Systems sicherstellen.
Der Vorteil des ZVEI-Kennzahlensystems liegt darin, dass aufgrund des Umfanges und der Genauigkeit eine tiefgehende Unternehmensanalyse ermöglicht wird. Durch den Einbezug der Wachstumsanalyse und der Abgrenzung von sachlogisch gebildeten Kennzahlengruppen, sowie deren weitergehende Differenzierung kann das ZVEI-Kenn-zahlensystem als eine Weiterentwicklung des DuPont-Systems angesehen werden. Weiterhin besitzt es den Vorteil, dass es branchenneutral ist und auf viele Wirtschafts-zweige anwendbar. Die Schwäche des Kennzahlensystems liegt in der unüberseh-baren Menge von Kennzahlen, wobei die zahlreichen Hilfskennzahlen oft ohne direkte Aussage verwendet werden. Es besteht als Folge die Gefahr der Informationsüber-flutung mit nutzlosen Daten und die willkürliche Auswahl von einzelnen Informationen.
Kapitel 2.2.3, Das Rentabilitäts- und Liquiditätskennzahlensystem:
Das Rentabilitäts- und Liquiditätskennzahlensystem (kurz RL-System) ist ein Ord-nungssystem und ist sowohl für Analysezwecke als auch als Hilfsmittel für die Unter-nehmensführung konzipiert. Es wurde 1976 von Reichmann und Lachnit als unter-nehmensinternes Instrument entwickelt. Erfolg und Liquidität werden gleichrangig als Oberziele in den Vordergrund gestellt. Auf eine rechnerische Verknüpfung der Kenn-zahlen wird weitgehend verzichtet und somit werden ihnen systematisch weitere Unter-kennzahlen zugeordnet. Insgesamt beinhaltet das RL-System 38 Kennzahlen. Die Gliederung findet zum einen nach den beiden Spitzenkennzahlen in die Bereiche Liquidität und Rentabilität statt, zum anderen für diese Bereiche noch in einen allge-meinen Teil, in dem Kennzahlen zusammengefasst werden, welche für alle Unterneh-men relevant sind, und in einen Sonderteil, welcher Raum für firmenspezifische Ergän-zungen und Anpassungen bietet. Die Ergänzung um den firmenspezifischen Sonder-teil ist für eine vertiefende Ursachenanalyse und Kontrolle notwendig, da branchen- und unternehmensbezogen unterschiedliche Erfolgskomponenten vorliegen. Zentrale Größe des Rentabilitätsteils des RL-Systems ist der Jahresüberschuss. Als zentrale Steu-erungsgröße im Liquiditätsteil werden die liquiden Mittel verwendet.
Der Vorteil des Rentabilitäts-Liquiditäts-Kennzahlensystems besteht darin, dass es aus zwei Teilen besteht und der Sonderteil flexibel aufgebaut ist, in dem auch nicht-monetäre Kennzahlen aufgenommen werden können. Andererseits stehen die beiden Spitzenkennzahlen Rentabilität und Liquidität gleichberechtigt und unverknüpft einander gegenüber, was zu Zielkonflikten führen kann.
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783836603713
Arbeit zitieren:
Ollhoff, Joachim September 2006: Einsatzmöglichkeiten der kennzahlengesteuerten Früherkennung im Hotelmanagement, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Kennzahlensystem, Frühwarnsystem, Unternehmen, Hotelgewerbe, Hotelbranche



