Einsatzmöglichkeiten von Business Intelligence-Tools im Kooperationscontrolling
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Jan-Philipp Halle
- Abgabedatum: September 2001
- Umfang: 73 Seiten
- Dateigröße: 1,0 MB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Technische Universität Dortmund Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-4832-5
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-4832-5 P - ISBN (CD) :978-3-8324-4832-5 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Halle, Jan-Philipp September 2001: Einsatzmöglichkeiten von Business Intelligence-Tools im Kooperationscontrolling, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Kooperationen, Data Warehouse, Data Mining, Unternehmensnetzwerke
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Diplomarbeit von Jan-Philipp Halle
Einleitung:
Im Zuge der Globalisierung, also der weltweiten geographischen Expansion der Märkte, treten vermehrt neue Wettbewerber in alten und neuen Märkten auf. Der Kreis potentieller Konkurrenz erhöht sich somit. Der Faktor Zeit wird für unternehmerische Entscheidungen und den strategischen Einsatz von Organisationsprojekten und Technologien immer kritischer. Es kann eine erhöhte Entwicklungsgeschwindigkeit der Märkte beobachtet werden. Zeitgleich nehmen Diskontinuitäten zu. Langfristige Prognosen werden dadurch erschwert. Als Reaktion auf diese Entwicklung lässt sich empirisch für die letzten 10 Jahre eine signifikante Zunahme kooperativer Strategien feststellen.
Eine weitere Reaktion der Unternehmen besteht darin, dass sie zur Verbesserung ihrer Entscheidungssituation in diesem dynamischen Umfeld vermehrt Daten erfassen. Dadurch fallen in den Rechenzentren der Unternehmen immer größere Datenmengen an. Die gestiegene Wettbewerbsdynamik erfordert eine Auswertung und Management-adäquate Aufbereitung der gespeicherten Daten in immer kürzerer Zeit. Das Controlling, das maßgeblich diese Informationsgewinnung, -verarbeitung und -aufbereitung leistet, muss sich an die veränderten Umfeldbedingungen anpassen, um auch weiterhin die Unterstützung des Managements leisten können. Daher wird es notwendig, die Analyse- und Entscheidungsprozesse zu verkürzen sowie Fähigkeiten zur Früherkennung zu entwickeln. Es ergibt sich die Frage, ob diesen hohen Anforderungen durch den Einsatz von neuen Instrumenten begegnet werden kann.
Das Ziel dieser Arbeit ist die Beschreibung der Einsatzmöglichkeiten von Business Intelligence-Tools als eine Form dieser neuen Instrumente im Kooperationscontrolling. Welche Potentiale ergeben sich aus dem Einsatz? Wodurch wird der Einsatz begrenzt?
Gang der Untersuchung:
Um diese Fragen zu klären, werden im zweiten Kapitel zunächst wesentliche Aspekte von Business Intelligence losgelöst vom Kooperationscontrolling betrachtet. Welches Konzept steckt hinter Business Intelligence? Welche Instrumente sprich Tools werden unter Business Intelligence zusammengefasst?
Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit dem Kooperationscontrolling. Es sollen die besonderen Aufgaben des Controllings in Kooperationen dargestellt werden. Dazu ist auch auf die Gestaltungsparameter der Kooperation und praxisrelevante Kooperationsformen einzugehen.
Im vierten Kapitel soll die konkrete Ausgestaltung eines Business Intelligence-Systems für das Kooperationscontrolling diskutiert werden. Wie können Business Intelligence-Tools das Kooperationscontrolling bei der Aufgabenerfüllung unterstützen? Welche Schwierigkeiten ergeben sich aus den Besonderheiten des Kooperationscontrollings für die Implementierung?
Neben einer Zusammenfassung der Ergebnisse aus Kapitel vier sollen in Kapitel fünf mögliche Entwicklungstendenzen für den Business Intelligence-Einsatz im Kooperationscontrolling aufgezeigt werden.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | I | |
| Abbildungs- und Tabellenverzeichnis | II | |
| Abkürzungs- und Symbolverzeichnis | III | |
| 1. | Ausgangssituation und Problemstellung | 1 |
| 2. | Business Intelligence | 3 |
| 2.1 | Konzeptionelle Sicht | 3 |
| 2.2 | Instrumentelle Sicht | 5 |
| 2.3 | Prozess und Werkzeuge | 6 |
| 3. | Kooperationscontrolling | 22 |
| 3.1 | Kooperationen | 22 |
| 3.2 | Controlling | 33 |
| 3.3 | Aufgaben des Kooperationscontrollings | 37 |
| 4. | Einsatzmöglichkeiten | 40 |
| 4.1 | Generelle Überlegungen zum BI-Einsatz | 41 |
| 4.2 | BI-Einsatz und Kooperationen | 45 |
| 4.3 | Software-Einsatz im Kooperationscontrolling | 48 |
| 4.4 | BI-Einsatz im Kooperationscontrolling | 52 |
| 5. | Fazit | 60 |
| 5.1 | Zusammenfassung | 60 |
| 5.2 | Ausblick | 61 |
| Literatur | 62 |
3.2.3. Ausgestaltung des Kooperationscontrollings Wie kann unter dieser Forderung das Kooperationscontrolling ausgestaltet werden? Zu den folgenden Überlegungen ist grundsätzlich darauf hinzuweisen, dass in der Literatur Ansätze zur Gestaltung eines Kooperationscontrollings bislang wenig diskutiert werden. Häufiger sind Überlegungen zum Netzwerkcontrolling zu finden, die sich sehr stark an den spezifischen Eigenschaften des Netzwerkes orientieren. Solche Ansätze müssen für die weiteren Überlegungen auf den viel weiter gefassten Kooperationsbegriff ausgedehnt werden. Wesentlich für die Ausgestaltung des Kooperationscontrollings sind die Fragen nach dem Aufbau eines eigenen Controllingsystems für die Kooperation und die mögliche Form der Institutionalisierung. Die Ausgestaltung dieser beiden Parameter hängt im wesentlichen von der Dauer der Kooperationsbeziehung und der Ausgestaltung des Kooperationsmanagements der betrachteten Kooperationsform ab. Die Dauer der Kooperationsbeziehung bestimmt, ob sich die Entwicklung eines eigenen Controllingsystems und auch eine institutionalisierte Ausgestaltung des Controllings für die jeweilige Kooperation überhaupt lohnt. Grund hierfür sind häufig hohe Initialisierungskosten, die durch die Einführung eines Controllingsystems entstehen. Der Breakeven-Point für solche Investitionen wird erst bei häufiger Anwendung und längerer Nutzungsdauer erreicht. Einige Kooperationsformen zeichnen sich durch eine kurze Bestandsdauer und häufige Neukonfiguration aus. Durch diese Dynamik haben Controllingsys- [...]
3.2.2. Anforderungen an das Kooperationscontrolling Grundsätzlich sollte das Kooperationscontrolling diese beiden Funktionen gleichfalls erfüllen, aber es sind auch besondere Anforderungen an das Kooperationscontrolling zu nennen. Die Grundannahme des Controllings ist, dass über Modelle wie den kybernetischen Regelkreis87 alle relevanten Einflussgrößen für die Managemententscheidung vollständig beschrieben werden können. Das trifft aber nicht mehr auf alle Systeme zu.88 Gerade Kooperationen stellen ein so komplexes Betrachtungsobjekt dar, so dass alle Einflussgrößen im Rahmen eines Controllingmodells nur schlecht beschrieben werden können. Betrachtet man die Ziele, die Unternehmen mit einer Kooperation erreichen wollen (siehe Abschnitt 3.1.1), wird deutlich, dass im Kooperationscontrolling eher Potentiale, Chancen und Risiken, Stärken und Schwächen zur Beurteilung zukünftiger Entwicklungen als operative und finanzwirtschaftliche Ziele im Zentrum der Betrachtung stehen.89 Gerade das operative und das strategische Management von Kooperationen ist auf die Unterstützung durch ein spezielles, auf die Handhabung komplexer kooperativer Beziehungen ausgerichtetes Controlling angewiesen, weil in Kooperationen sehr unterschiedliche Sichtweisen, Werte und Interessen auf- [...]
3.1.4.2. Unternehmensnetzwerke Seit Anfang der 80er Jahre finden Unternehmensnetzwerke in Theorie und Praxis wachsende Beachtung.75 In dieser Form der Kooperation stimmen die Netzwerkpartner ihre Funktionen nur ab, legen sie aber nicht zusammen. In Abgrenzung zur Kooperation arbeiten in Unternehmensnetzwerken mindestens drei, typischerweise aber zehn und mehr Partner zusammen.76 In Unternehmensnetzwerken gehen Unternehmen langfristige Beziehungen ein, um auftragsübergreifend ein Netzwerk zu gestalten. Dazu muss generell festgelegt werden, wie die anfallenden Akquisitions- und Koordinationsaufgaben verteilt und wie Informations- und Kommunikationssysteme eingesetzt werden sollen. Darüber hinaus existieren kurzfristige, auftragsbezogene Beziehungen, um einzelne Aufträge abzuwickeln.77 Unternehmensnetzwerke gibt es in zahlreichen Varianten. Es werden exemplarisch nur strategische Netzwerke, virtuelle Unternehmen, regionale Netzwerke sowie Projektnetzwerke betrachtet, da sie in der Netzwerkliteratur häufiger im Zusammenhang genannt werden.78 Hier soll wie bei den strategischen Kooperationen zunächst ein Überblick über Netzwerktypen gegeben werden, bevor anschließend auf die Besonderheiten der einzelnen Netzwerkformen eingegangen wird. Zwei mögliche Parameter für die Typisierung von Netzwerken sind mit der Stabilität und der Art der Netzwerksteuerung bereits genannt. Für die oben erwähnten Netzwerkformen ergibt sich eine Einordnung nach diesen Kriterien gemäß Abbildung 3.2. [...]
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http://www.diplom.de/ean/9783832448325
Arbeit zitieren:
Halle, Jan-Philipp September 2001: Einsatzmöglichkeiten von Business Intelligence-Tools im Kooperationscontrolling, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Kooperationen, Data Warehouse, Data Mining, Unternehmensnetzwerke



