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Einsatzmöglichkeiten von B2B-Lösungen im Beschaffungsbereich eines mittelständischen Unternehmens

Einsatzmöglichkeiten von B2B-Lösungen im Beschaffungsbereich eines mittelständischen Unternehmens
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Markus Thomiczny
  • Abgabedatum: Juli 2003
  • Umfang: 58 Seiten
  • Dateigröße: 1,6 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Bochum Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7342-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7342-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7342-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Thomiczny, Markus Juli 2003: Einsatzmöglichkeiten von B2B-Lösungen im Beschaffungsbereich eines mittelständischen Unternehmens, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: B2B, Eprocurement, Mittelstand, E-Business, Internetbeschaffung

Diplomarbeit von Markus Thomiczny

Problemstellung:

Während zu Beginn des Internethypes Ende des letzten Jahrtausends das Augenmerk auf die Nutzungsmöglichkeiten des neuen Mediums im Marketing- und Absatzbereich von Unternehmungen gerichtet war, so sind in letzter Zeit zunehmend die Beschaffungsmöglichkeiten zwischen Unternehmen, die sogenannten B2B-Beziehungen, ins Blickfeld gerückt. Dieser Bereich ist besonders interessant, da in der Beschaffung eines Unternehmens üblicherweise die größten Gewinnsteigerungspotentiale liegen, wie ein vereinfachtes Beispiel verdeutlicht: Will ein Unternehmen mit 100 Mio. Euro Umsatz und Materialkosten in Höhe von 50 Mio. seinen Gewinn von 5 Mio. auf 10 Mio. Euro steigern, so müsste es bei gleichbleibender Kostenstruktur den Umsatz verdoppeln. Eine Senkung der Materialkosten um nur 10% aber hätte den gleichen Effekt.

Nach einer anfänglich übertriebenen Euphorie über mögliche Einsparungspotentiale durch Online-Beschaffung, verbunden mit immensen Kurssteigerungen der Aktien von B2B-Softwareanbietern und Marktplatzbetreibern, hat sich insbesondere in den letzten 2-3 Jahren, nachdem die ersten Marktplätze Konkurs anmelden mussten und die Kurse der B2B-Aktien in sich zusammenfielen, Ernüchterung breit gemacht. Diese Entwicklung führte gerade bei vielen mittelständischen Unternehmen, die im Gegensatz zu den Großunternehmen vielfach noch keine Online-Beschaffung betrieben, dazu, dass geplante Investitionen und Systemeinführungen im Bereich der B2B-Technologie verschoben und auf Eis gelegt wurden. Bei vielen dieser Unternehmen herrscht Unsicherheit, ob der Einsatz von Online-Beschaffung für sie denn nun überhaupt ein Nutzenpotential birgt und welches der verschiedenen Modelle für sie das richtige darstellen könnte.

Da es sich bei der B2B-Beschaffung um ein entschieden zu umfangreiches Thema handelt, um im gegebenen Rahmen dieser Arbeit alle Aspekte in ausreichendem Maße zu würdigen, soll eine Beschränkung auf einige ausgewählte Aspekte erfolgen.

Ziel dieser Arbeit ist es, zu analysieren, welche B2B-Lösungen für mittelständische Unternehmen prinzipiell bestehen und für welche Materialien sich hierbei welche Verfahren anbieten. Wo das aufgrund der Charakteristika eines Modells möglich ist, soll zudem aufgezeigt werden, inwieweit es für mittelständische Unternehmen besonders gut oder schlecht geeignet ist. Ein Hauptaugenmerk soll dabei auf den Bereich der B2B-Marktplätze gerichtet werden, da sie aufgrund der Existenz von mehreren Teilnehmern auf beiden Marktseiten und der Vielzahl verschiedener Modelle und Ausprägungen sicherlich die spannendste und facettenreichste Variante der B2B-Beschaffung darstellen. Auf die quantitative Analyse von Einsparungsmöglichkeiten soll weitestgehend verzichtet werden, da die individuelle Aussagekraft von pauschalen Werten und Prozentsätzen für ein Unternehmen vor dem Hintergrund von unterschiedlichen Befragungsgruppen, verschiedenen Optimierungsgraden von Unternehmen vor der Einführung eines B2B-Systems, branchenspezifischen Gegebenheiten etc. als eher gering einzuschätzen ist.

Weiterhin sollen die (externen) Risiken der Online-Beschaffung, die von Unternehmen als die schwerwiegendsten eingeschätzt werden, aufgezeigt und daraufhin untersucht werden, inwiefern sie B2B-Beschaffunsgmöglichkeiten für mittelständische Unternehmen tatsächlich unattraktiver, da unsicherer, werden lassen.

Bevor ein abschließendes Fazit über Chancen, Risiken und günstige Modelle für den Mittelstand erfolgt, soll in einer Fallstudie eine erfolgreiche B2B-Lösung aus der Praxis vorgestellt und anhand der zuvor erarbeiteten Begrifflichkeiten und Unterscheidungsmerkmale der verschiedenen B2B-Modelle erklärt und eingeordnet werden.

Problem und Herausforderung wird bei allen Teilbereichen der Arbeit sein, eine Brücke zu schlagen (d.h. keine inhaltlichen Unstimmigkeiten innerhalb der Arbeit aufkommen zu lassen) zwischen den zahlreichen verschiedenen Ansichten, Definitionen und Modellerklärungen zu identischen Themen in den verwendeten Literaturquellen. Diese dürften sich hier u.a. darin begründen, dass es sich um ein recht „junges“ Thema handelt, zu dem sich erst wenige „Standardlehrbuchmeinungen“ etabliert haben.

Gang der Untersuchung:

Im folgenden Punkt 2 der Arbeit soll dem Leser mit Erklärungen und Definitionen grundlegender Begriffe und „Bausteine“ aus dem Bereich der B2B-Geschäfte das nötige „Rüstzeug“ für den weiteren Verlauf der Arbeit mit auf den Weg gegeben werden. Punkt 2.1 beschäftigt sich mit dem Begriff des mittelständischen Unternehmens, während in Punkt 2.2 entscheidende und häufig benutzte Begriffe der B2B-Beschaffung definiert werden, um für Eindeutigkeit zu sorgen und Missverständnisse zu vermeiden. In Punkt 2.3 werden Softwarekomponenten die den Einkaufsvorgang direkt mit den unternehmensinternen Prozessen verknüpfen angesprochen und ihre Eignung für mittelständische Unternehmen bewertet. Punkt 2.4 befasst sich mit den vorherrschenden Standardformaten, ihren Anwendungsbereichen und zeigt auf, warum sie für Unternehmen die E-Business betreiben eine so große Rolle spielen.

In Punkt 3 werden dann die unterschiedlichen Möglichkeiten der Online-Beschaffung mit ihren Unterscheidungsmerkmalen und ihren spezifischen Vor- und Nachteilen unter die Lupe genommen. In Punkt 3.1 dient die Anzahl der Beteiligten als Abgrenzungsmerkmal zwischen den einzelnen Modellen. Hierbei liegt besonderes Augenmerk auf ihren Anwendungsmöglichkeiten für mittelständische Unternehmen. In Punkt 3.2 dient der Weg zur Ermittlung des Kaufpreises als Unterscheidungsmerkmal.

In Punkt 4 sollen Sicherheitsrisiken denen mittelständische Unternehmen bei einer Online-Beschaffung begegnen können (und die sie möglicherweise davon abhalten) auf ihr tatsächliches Gefährdungspotential hin untersucht werden.

Die Fallstudie in Punkt 5 stellt den erfolgreichen Internetmarktplatz PBSeasy vor. Dafür wird zunächst die PBS-Branche mit ihren typischen Merkmalen näher erklärt. Im Folgenden werden das Marktplatzmodell und die verschiedenen angeboten Lösungen beschrieben. Der anschließenden Darstellung der chronologischen Entwicklung von PBSeasy folgt eine Beurteilung des Marktplatzes.

Im abschließenden Punkt 6 der Arbeit werden im Rahmen eines Fazits wesentliche Erkenntnisse der Arbeit resümiert, einige neue Gedanken formuliert und eine Einschätzung über die zukünftige Entwicklung abgegeben.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I-II
Abbildungsverzeichnis III
Abkürzungsverzeichnis IV
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung und Zielsetzung 1
1.2 Aufbau der Arbeit 2
2. Grundlegende Bestandteile und Begriffe 3
2.1 Eigenschaften eines mittelständischen Unternehmens 3
2.2 Begriffliche Grundlagen bei B2B-Geschäften 4
2.2.1 Typische Begriffe der Online-Beschaffung 4
2.2.2 Verschiedene Kostenarten 5
2.3 Software für das E-Business 6
2.3.1 ERP-Systeme 6
2.3.2 Desktop-Purchasing-Systeme 8
2.3.3 Application Service Provider – Alternative für den Mittelstand? 9
2.4 Internetstandards 11
3. Verschiedene Modelle der Online-Beschaffung 13
3.1 Anzahl der beteiligten Parteien 14
3.1.1 One-to-one - Bilaterale Anbindung 14
3.1.2 One-to-many – Kataloglösungen 15
3.1.3 Many-to-many – virtuelle Marktplätze 16
3.1.3.1 Zugangsbeschränkungen 17
3.1.3.2 Marktplatzbetreiber 17
3.1.3.3 Horizontale vs. vertikale Marktplätze 19
3.2 Preisfindungsmechanismen und ihre Charakteristika 21
3.2.1 Statische Preisfindungsmechanismen 23
3.2.2. Dynamische Preisfindungsmechanismen 23
3.2.2.1 Börsen 24
3.2.2.2 Auktionen 25
3.2.2.3 Online-Konsortien 29
3.2.3 Grafischer Vergleich 30
4. Sicherheitsrisiken des E-Business 31
4.1 Datensicherheit 31
4.2 Rechtliche Sicherheit 34
4.3 Die Lösung des Vertrauensproblems 36
5. Fallstudie: PBSeasy – Eine erfolgreiche Lösung der Bürobedarfsbranche 37
5.1 Die PBS-Branche 37
5.2 Was ist PBSeasy? 38
5.3 Geschäftsmodelle von PBSeasy 39
5.3.1 PBSeasy online 39
5.3.2 PBSeasy direct 40
5.3.3 PBSeasy mail 41
5.4 Entwicklung von PBSeasy 43
5.5 Beurteilung 43
6. Fazit und Ausblick 44
Literaturverzeichnis V-IX
Versicherung

Automatisiert erstellter Textauszug:

Eine Variante der Höchstpreisauktion ist die Vickrey-Auktion. Hier erhält zwar ebenfalls der Höchstbieter den Zuschlag, muss aber nur den Preis des zweithöchsten Gebotes zahlen. Der Effekt ist, dass die Teilnehmer geneigt sind in Höhe ihrer wirklichen Zahlungsbereitschaft zu bieten, da dass die dominante Strategie in dieser Situation darstellt.69 Bei einem Gebot unterhalb seiner Zahlungsbereitschaft, riskiert Bieter A, dass Bieter B den Zuschlag unterhalb der Zahlungsbereitschaft des A erhält, womit A ein gutes Geschäft (sprich: ein Zugewinn an Konsumentenrente) entgangen ist. Bietet A spekulativ oberhalb seiner Zahlungsbereitschaft riskiert er, auch den Zuschlag oberhalb von ihr zu erhalten, was er natürlich vermeiden will. Somit ist es für A die beste Lösung mit seinem Gebot eine wahrheitsgemäße Angabe über seine Zahlungsbereitschaft zu machen.70 Er riskiert so nichts, da er auf keinen Fall mehr als seine Zahlungsbereitschaft ausgeben muss, hat aber die Chance den Zuschlag zu einem günstigeren Preis zu erhalten. Aus Sicht des Online-Beschaffenden ist das Verfahren allerdings eher nachteilig, da es tendenziell zu einem effizienteren Marktergebnis (und damit in der vorliegenden Situation zu einem höheren Preis) führt. Als letztes Verfahren der Verkäuferauktionen soll die holländische Auktion vorgestellt werden. Hier verläuft die Preisentwicklung umgekehrt. Es wird mit einem hohen Startpreis begonnen, der dann in festgelegten Intervallen solange fällt, bis der erste Auktionsteilnehmer zugreift und den Artikel kauft. Eine solche Auktion geht für gewöhnlich in wenigen Stunden oder gar Minuten von statten, womit sie im Vergleich zu den anderen Verfahren wesentlich zeiteffizienter ist. Aufgrund dieser schnellen Abwicklung findet die holländische Auktion insbesondere dann Anwendung, wenn große heterogene Mengen verderblicher Waren eingesetzt werden.71 Bei der Preisfindung spielen insbesondere Faktoren wie die Risikobereitschaft des Käufers und wie dringend das Material benötigt wird eine Rolle. Der wahrgenommene Kaufdruck durch die anderen „lauernden“ Interessenten kann zu einem verfrühten Kauf verleiten, während die Aussicht auf steigende Konsumentenrente die Kaufentscheidung (zu lange) hinauszögern kann. Über Vor- und Nachteile lässt sich somit nur schwerlich ein Urteil fällen. Sie bietet allerdings mittelständischen Unternehmen die Chance, auch außerhalb ihrer größten Einkaufspositionen Einsparungen zu erzielen, da die Transaktionskosten durch ihren schnellen Ablauf nur sehr gering sind und so auch bei geringeren Transaktionsvolumina von den Einsparungen bei den Materialkosten übertroffen werden können. Käuferauktionen, auch als umgekehrte Auktionen bezeichnet, unterscheiden sich vom Mechanismus her nicht von den Verkäuferauktionen, nur werden hier Verkaufsgebote statt Kaufgebote abgegeben.72 Ein Beispiel hierfür stellt das Geschäftsmodell von Priceline.com dar. [...]

spielsweise die Bietentscheidung eines Unternehmens beeinflussen kann, wenn sich ein direkter Branchenmitbewerber unter den Mitbietern befindet. Als grundlegendes Unterscheidungskriterium für Auktionsverfahren sollte allerdings eher die „Richtung“ der Auktion herangezogen werden. Bei den sogenannten „forward auctions“ ist die Auktion von der Verkäuferseite initiiert, bei der „reverse auction“ vom Käufer. Aufgrund ihrer Nähe zu den Käuferauktionen soll das Verfahren der Online-Ausschreibungen mit ihnen zusammen behandelt werden. Zuerst sollen die Verfahren der Verkäuferauktionen betrachtet werden: In einer englischen Auktion ist den Teilnehmern das aktuelle Höchstgebot bekannt (sogenannte „offene Auktion“) und sie können sich gegenseitig überbieten. Das höchste Gebot erhält den Zuschlag. Während in einer „realen“ englischen Auktion in einem Auktionshaus solange geboten wird bis nur noch ein Bieter übrig ist, läuft sie im Internet aus praktischen Gründen über einen festgesetzten Zeitraum, da z.B. nicht klar ist, ob nun wirklich nur noch der Höchstbietende interessiert ist.67 Ein Vorteil aus Sicht des Einkäufers ist, dass er weniger zahlen muss als er zu zahlen bereit wäre, falls er den Zuschlag unterhalb der Grenze seiner Zahlungsbereitschaft erhält. Je geringer die Bieterzahl ist, desto größer ist naturgemäß die Chance auf ein solches „Schnäppchen“, daher sind für das einkaufende Unternehmen hier gering frequentierte Auktionen besonders interessant. Bei der Höchstpreisauktion besteht die Abwandlung darin, dass die Bieter keinen Einblick in die Gebote der anderen Teilnehmer haben. Es findet also eine verdeckte Auktion statt. Diese kann je nach Absprache in einer oder mehreren (Bsp.: die 3 höchsten Bieter dürfen eine weitere Runde verdeckt bieten, alle anderen „scheiden aus“) Runden stattfinden. Gibt es nur eine Gebotsrunde kann allerdings nicht von einer dynamischen Preisbildung gesprochen werden, da die Anbieter ihr Angebot nicht verändern bzw. ein neues Angebot abgeben können.68 Auch hier wird der Käufer unterhalb seiner Zahlungsbereitschaft bieten, wenn er davon ausgeht, dass das Angebot trotzdem hoch genug ist um die Auktion zu gewinnen. Trotzdem werden die erzielten Preise tendenziell höher liegen als bei einer offenen Auktion, da der Bieter geneigt sein wird ein Angebot abzugeben, das näher bei seiner wirklichen Zahlungsbereitschaft liegt, da er davon ausgehen kann mit einem deutlich niedrigeren Gebot die Auktion nicht zu gewinnen. Wissen kann er es aber nicht, da er die Gebote der anderen nicht kennt. [...]

Auktionen bilden ein weiteres bedeutendes Beschaffungsinstrument. Sie ähneln zwar dem Börsenprinzip, sind aber in anderer Weise organisiert und haben andere Schwerpunkte. Im Gegensatz zur Börse ist der Preis transaktionsspezifisch durch die Gebote der einzelnen Teilnehmer bestimmt und gilt nicht marktweit, wobei die verschiedenen Gebote der einzelnen Parteien sich in ihrer unterschiedlichen Bewertung des Gutes begründen.62 Die Auktion ist zeitlich begrenzt, das beste Angebot (Ausnahme: Vickrey-Auktion) erhält den Zuschlag und muss in der Regel akzeptiert werden. Auktionen bieten sich insbesondere an, wenn das Handelsvolumen eines Gutes gering ist, so dass auf einer Börse kaum eine Order bedient werden könnte. Ebenso wenn das gehandelte Gut zu spezifisch ist, um es auf einer Börse mit anderen Gütern „in einen Topf zu packen“ bzw. sich keine oder kaum komplett übereinstimmende Kauf- und Verkaufsangebote finden würden.63 Allerdings müssen Güter (und die zugehörigen Konditionen) um „auktionsfähig“ zu sein trotzdem noch so gut und genau im Internet zu beschreiben sein, dass der Preis als alleiniges Entscheidungskriterium für die Bieter ausreicht.64 Ein wesentlicher Vorteil von Auktionen für mittelständische Unternehmen ist, dass normalerweise keine spezielle Software gekauft und implementiert werden muss, wie es bei einer dezentralisierten Bestellabwicklung über ein Desktop-Purchasing-System nötig wäre. Die Abwicklung erfolgt normalerweise direkt über einen B2B-Auktionsplatz. Ziel des einkaufenden Unternehmens ist hier eindeutig eine Materialkostensenkung. Ein Nachteil von Auktionen ist nämlich, dass sie aufgrund des mehrstufigen Prozesses und des anfallenden Zeitaufwandes gewöhnlich deutlich höhere Transaktionskosten als ein Börsensystem oder Katalogbestellungen mit sich bringen.65 Daher sollte das Verfahren von mittelständischen Unternehmen nur für die wenigen Materialien mit wirklich hohen Auftragsvolumina, wie z.B. preisintensive MRO-Güter (z.B. Unternehmensneuausstattung mit EDVHardware) oder hohe Mengen geringpreisiger Teile angewandt werden.66 Es hat sich eine Reihe von verschiedenen Auktionsverfahren herausgebildet von denen die relevantesten kurz dargestellt werden sollen: Es kann z.B. zwischen Auktion mit offener oder verdeckter Teilnehmeridentität unterschieden werden. Dieser Aspekt kann durchaus Einfluss auf das Auktionsergebnis haben, da es bei62 63 [...]

Arbeit zitieren:
Thomiczny, Markus Juli 2003: Einsatzmöglichkeiten von B2B-Lösungen im Beschaffungsbereich eines mittelständischen Unternehmens, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
B2B, Eprocurement, Mittelstand, E-Business, Internetbeschaffung

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