Der Einsatz von neuen Medien in der internationalen Kommunikationspolitik
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Sabine Schnarf
- Abgabedatum: April 2001
- Umfang: 167 Seiten
- Dateigröße: 5,1 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Universität Klagenfurt Österreich
- ISBN (eBook): 978-3-8324-4410-5
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-4410-5 P - ISBN (CD) :978-3-8324-4410-5 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Schnarf, Sabine April 2001: Der Einsatz von neuen Medien in der internationalen Kommunikationspolitik, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Internationale Kommunikationspollitik, Internet, Online Marketing, Online Werbung
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Diplomarbeit von Sabine Schnarf
Einleitung:
Das Ende des zweiten und der Beginn des dritten Jahrtausends stellen neue, innovative und kreative Herausforderungen an das Management und die Marketingwelt. Multimedia, Neue Medien, Digital und Online sind Schlagworte, denen man heutzutage kaum mehr entkommen kann.
Online Medien sind schon seit geraumer Zeit in aller Munde. Waren sie anfangs von den Managern und Werbetreibenden eher gefürchtet oder mit einer abwertenden Haltung unter den Teppich gekehrt, so ist ihr Siegeszug heute nicht mehr aufzuhalten.
Zwei fälschliche Annahmen, nämlich dass WWW die klassischen Medien ersetze und Marketing in einer Zeit von E-Commerce total neu sei, sollen hier revidiert werden:
- Das globale Netz wird die traditionellen Medien NICHT verdrängen!
- Klassisches Marketingdenken im Sinne einer Kundenorientierung und zielgruppenspezifischen Ansprache wird durch das Internet NICHT verändert, vielmehr bietet genau dieses neue Medium die Möglichkeit einer optimalen Abstimmung auf die Zielgruppe.
Trotzdem verlangt eine neue Technologie immer neue Denkweisen. Der Trend verlagert sich vom Massenmarketing hin zum One-to-One Marketing. Schnelllebigkeit im Multimedia Bereich ist angesagt, die Online Zeitmessung ist demnach eine völlig andere als die traditionelle Zeitmessung. Websites, die gestern noch aktuell waren sind morgen schon veraltet und Unternehmen, die einmal in der Woche ihre E-Mails beantworten, haben die Chancen des Internet Marketing nicht richtig genutzt.
Die weltweite Vernetzung bietet einen leichteren Zugang zu neuen Märkten. Stellt ein Unternehmen eine Website ins Internet, ist diese global abrufbar. Man ist sozusagen ohne Eigeninitiative im internationalen Geschäft, bedingt durch das Medium an sich.
Werbung im Internet nahm seinen Anfang im Jahre 1994, als auf der Site „HotWired“ der erste Werbebanner platziert wurde und wuchs von da an Jahr für Jahr exponenziell. Umso erstaunlicher ist es deshalb, dass es noch relativ wenig wissenschaftliche Untersuchungen und Veröffentlichungen über die Möglichkeiten von Werbung im Internet gibt.
Im Internationalen Marketing ist die Frage nach Individualisierung oder Standardisierung, sowohl in der Wissenschaft als auch in der Praxis, eines der meist diskutiertesten Themen der letzten Jahre. Was Internet Marketing betrifft, ist dieses Thema jedoch kaum angesprochen worden. Dieses Phänomen ist sicherlich durch die Besonderheiten des Mediums bedingt, insbesondere durch den weltweiten Zugriff. Das World Wide Web galt für jeden als Eintrittskarte in den globalen Markt, als Chance, das große Geschäft zu machen. Die Ernüchterung folgte sehr bald, genügt es doch nicht, eine Seite ins Web zu stellen, um den Rubel rollen zu lassen. Die Trends der Zeit zeigen, dass man sich vermehrt mit der Frage der Individualisierung/Regionalisierung von Websites oder der individuellen Kundenansprache beschäftigt.
Gang der Untersuchung:
Im Rahmen dieser Arbeit soll untersucht werden, wie Neue Medien in der internationalen Kommunikationspolitik eingesetzt werden, und welchen Einfluss dies auf die Diskussion um Standardisierung oder Differenzierung der kommunikations-politischen Maßnahmen hat. Anhand der drei Werbeformen Website, Banner und- E-Mail soll verdeutlicht werden, wie Unternehmen Länderunterschiede oder Zielgruppen anderer Kulturen berücksichtigen und gesondert ansprechen. Dabei liegt die Konzentration auf konsumentenbezogene Zielgruppen, die in den neuen Medien als Business to Consumer Kommunikation (B2C) bezeichnet werden. Diese wurden den organisationsbezogenen Zielgruppen vorgezogen, da die interkulturellen Unterschiede bei den Endkunden eine größere Rolle spielen als zwischen Unternehmen.
Einleitend wird die Relevanz des Themas unterstrichen und die zentrale Fragestellung erörtert.
Im Abschnitt B wird eine Erklärung und eine notwendige Abgrenzung des Begriffes Neue Medien gegeben. Anschließend werden die Besonderheiten des Internet hervorgehoben, und ein Vergleich zu den traditionellen Medien angestrebt, um in weiterer Folge die Charakteristika von Online Medien ausführlich darzulegen. Hierbei wurde zwischen den Besonderheiten des Marktes und jenen des Mediums selbst unterschieden.
Es folgt dann eine Überleitung zum Bereich der Online Kommunikationspolitik, mit einer kurzen Erklärung und Präsentation der Arten von Online Kommunikation. Diese Vorgehensweise ist notwendig, um die Grundlagen bzw. Hintergründe sowie die immense Dynamik derselben darzustellen.
Abschnitt C beschreibt als Einstieg die wichtigsten Aspekte der internationalen Kommunikationspolitik und gibt einen kurzen Überblick über die verfügbaren Instrumente. Danach wird der Stand der Literatur zur Frage von Differenzierung oder Standardisierung im internationalen Geschäft beleuchtet. Diese zentrale Fragestellung soll im Folgenden im Zusammenhang mit dem Einsatz der Neuen Medien untersucht werden. Für die internationale Online Kommunikation relevante kulturelle, rechtliche und technische Rahmenbedingungen sowie neue Zielgruppen zeigen wichtige Gedanken auf und leiten auf den Hauptteil über.
Die ausgewählten Instrumente Website, Homepage und E-Mail sowie deren effektive Verwendung werden in Abschnitt D ausführlich dargestellt. Es wurde viel Wert darauf gelegt, die wenigen Untersuchungen, die es bezüglich kultureller Unterschiede gibt, in die Arbeit einzubauen und aufgrund dessen Faktoren, die möglicherweise den Erfolg bei der Ansprache neuer und bestehender Konsumenten verschiedener Länder ausmachen, zu diskutieren.
Im letzten Abschnitt erfolgt eine Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse. Des Weiteren soll das Dargestellte kritisch hinterfragt werden. Mit einem Ausblick in die Zukunft wird die Arbeit abgeschlossen.
Der Anhang umfasst Grundlagen zum Verständnis der Untersuchungen, weiterführende Gedanken für den interessierten Leser sowie umfassende Beispiele. Hiermit werden die in der Arbeit gegebenen Ausführungen abgerundet.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | ||
| Tabellenverzeichnis | ||
| Abkürzungsverzeichnis | ||
| A. | Einführung | 1 |
| 1. | Aktueller Bezug des Themas | 1 |
| 2. | Gang der Arbeit | 4 |
| B. | Neue Medien | 6 |
| 1. | Neue Medien - Abgrenzung und Begriffserklärung | 6 |
| 2. | Besonderheiten | 7 |
| 2.1 | Kommunikationsrelevante Charakteristika des Mediums | 7 |
| 2.2 | Besonderheiten des Marktes | 11 |
| 2.2.1 | Fragmentierter Markt | 11 |
| 2.2.2 | Globaler Markt | 13 |
| 2.2.3 | Markt und Medium | 13 |
| 3. | Die Online Kommunikation | 14 |
| 3.1 | Grundsätzliches | 14 |
| 3.2 | Formen der Online Kommunikation | 15 |
| 3.2.1 | Website | 15 |
| 3.2.2 | Banner | 15 |
| 3.2.3 | 16 | |
| 3.2.4 | Interstitial | 16 |
| 3.2.5 | Superstitial | 17 |
| 3.2.6 | Pop-Up Advertisements | 18 |
| 3.2.7 | Sponsoring | 18 |
| 3.2.8 | Sonderwerbeformen | 19 |
| C. | Rahmenbedingungen in der internationalen Kommunikationspolitik | 23 |
| 1. | Die internationale Kommunikationspolitik | 23 |
| 1.1 | Besonderheiten | 23 |
| 1.1.1 | Soziokulturelle Umwelt | 23 |
| 1.1.2 | Ökonomische Umwelt | 24 |
| 1.1.3 | Natürlich-technische Umwelt | 25 |
| 1.1.4 | Politisch-rechtliche Umwelt | 25 |
| 1.2 | Teilbereiche der Kommunikationspolitik | 26 |
| 1.3 | Standardisierung versus Differenzierung | 27 |
| 1.4 | Zielgruppen im internationalen Marketing | 30 |
| 2. | Rahmenbedingungen der internationalen Online Kommunikation | 31 |
| 2.1 | Grundsätzliches | 31 |
| 2.2 | Kulturelle Rahmenbedingungen | 31 |
| 2.3 | Zielgruppen | 33 |
| 2.4 | Rechtliche Rahmenbedingungen | 36 |
| 2.5 | Technische Rahmenbedingungen | 38 |
| D. | Ausgewählte Instrumente der internationalen Online Kommunikation | 42 |
| 1. | Eigene Website des Unternehmens | 42 |
| 1.1 | Einflussfaktoren | 42 |
| 1.1.1 | Kulturelle Aspekte | 42 |
| 1.1.2 | Technische Aspekte | 43 |
| 1.1.3 | Rechtliche Aspekte | 43 |
| 1.2 | Vergleichende Analyse von Internetauftritten unterschiedlicher Länder und Kulturen | 44 |
| 1.2.1 | Grundsätzliches | 44 |
| 1.2.2 | USA versus Korea | 44 |
| 1.2.3 | Weitere Länder | 50 |
| 1.2.3.1 | Japan und USA | 50 |
| 1.2.3.2 | Mexico und USA | 51 |
| 1.3 | Schlussfolgerungen für die Realisierung von Websites | 53 |
| 1.3.1 | Entscheidungsfelder | 53 |
| 1.3.1.1 | Grundsätzliches | 53 |
| 1.3.1.2 | Formale Entscheidungen | 54 |
| 1.3.1.3 | Inhaltliche Entscheidungen | 59 |
| 1.3.2 | Technische Aspekte | 63 |
| 1.3.3 | Effizienzkontrolle | 64 |
| 1.3.3.1 | Tracking | 64 |
| 1.3.3.2 | Profiling - Logfile Analyse | 65 |
| 1.3.3.3 | Blickaufzeichnung | 67 |
| 1.4 | Site Promotion | 68 |
| 1.4.1 | Online Promotion | 68 |
| 1.4.2 | Offline Promotion | 70 |
| 2. | Bannerwerbung - Die Werbeform im Internet | 71 |
| 2.1 | Allgemeines | 71 |
| 2.2 | Entscheidungstatbestände | 72 |
| 2.2.1 | Zielsetzungen von Bannerwerbung | 72 |
| 2.2.2 | Art der Banner | 75 |
| 2.2.3 | Werbeträger | 80 |
| 2.2.3.1 | Arten von Werbeträgern | 80 |
| 2.2.3.2 | Informationsgrundlagen | 81 |
| 2.2.3.3 | Thematische Verzeichnisse | 82 |
| 2.2.3.4 | Suchmaschinen | 83 |
| 2.3 | Länderunterschiede | 85 |
| 2.3.1 | Unterschiede im Konsumentenverhalten | 85 |
| 2.3.2 | Unterschiede in der Bannergestaltung | 86 |
| 2.3.2.1 | Design | 86 |
| 2.3.2.2 | Technische Gestaltung | 87 |
| 2.3.2.3 | Informationsgehalt (Sprachunterschiede) | 87 |
| 2.3.3 | Unterschiedliche Entscheidungsgrundlagen | 89 |
| 2.3.3.1 | Kriterien für die Auswahl von Homepages | 89 |
| 2.3.3.2 | Erfolgsmessung | 89 |
| 3. | Direktmarketing im Internet: E-Mail | 91 |
| 3.1 | Die elektronische Mail | 91 |
| 3.1.1 | Verbreitung von E-Mail | 91 |
| 3.1.2 | E-Mail als ausdrucksstarkes Medium | 92 |
| 3.1.3 | Vorteile und Besonderheiten der E-Mail als internationales Marketing Instrument | 93 |
| 3.1.4 | Probleme von E-Mail | 95 |
| 3.1.4.1 | Sinkende Kundenakzeptanz aufgrund von unadressierten Massenmails (Spam) | 95 |
| 3.1.4.2 | Rechtliche Beschränkungen in unterschiedlichen Ländern | 95 |
| 3.2 | Permission Marketing als mögliche Lösung? | 96 |
| 3.2.1 | Permission Marketing - Durch Erlaubnis zum Erfolg | 96 |
| 3.2.2 | Erfolgsfaktoren von opt-in Aktionen | 97 |
| 3.3 | Erfolgreiche Umsetzung von Permission E-Mail: yesmail.com | 98 |
| E. | Resümee | 100 |
| 1. | Zusammenfassung | 100 |
| 2. | Kritische Würdigung | 101 |
| 3. | Kreativer Ausblick | 102 |
| Literaturverzeichnis | 103 | |
| Verwendete Internetadressen | 117 | |
| Anhang |
Siteplanung geleitet die Besucher gewissermaßen auf weitere Seiten.198 Der Aufbau sollte übersichtlich und logisch nachvollziehbar sein. Personen, die mit einer Website nicht zurechtkommen, sind frustriert und werden sicher nicht wiederkommen. Nutzer, die nicht gerade sehr versiert im Umgang mit den Neuen Medien sind, suchen häufig die Schuld bei sich selbst und haben meist nicht die Geduld, sich mit den komplizierten Anwendungen vertraut zu machen. Man kann sich das wie in einem Geschäft vorstellen: Geht man hinein und fühlt sich nicht auf Anhieb wohl, weil vielleicht alles wahllos ohne irgendwelche Ordnung in den Regalen liegt und man sich erst mühevoll zurechtfinden muss, wird man das Geschäft auf schnellstem Wege verlassen ohne etwas zu kaufen. [...]
Vergleicht man Yahoo.com und Yahoo Brasilien, so werden eigentlich dieselben Buttons verwendet, nur werden andere Services hervorgehoben. Auf der Stammseite sind es die Auktionen und der Messenger,196 während auf der brasilianischen Website die Möglichkeit zum Chat und zur Erstellung einer kostenlosen Homepage bei GeoCities links vom Firmennamen platziert werden. Dies könnte ein Indiz dafür sein, dass die brasilianischen Internetnutzer noch nicht sehr versiert im Umgang mit dem neuen Medium sind und Chatten bzw. Homepage erstellen als Neuheiten erachten. Auf der Website für die User in Hongkong werden andere Symbole verwendet. Für die Neuheiten (What’s New?) benutzt man hier statt des frisch geschlüpften Kükens ein Baby. Auch der E-Mail Button ist etwas anders gestaltet. Nicht nur Symbole, sondern auch Bilder und Gesten können kulturspezifisch unterschiedlich aufgefasst werden. In manchen Ländern wird es als Beleidigung aufgefasst, jemandem die Innenseite der Hand zu zeigen. In der Türkei wäre es keine geeignete Begrüßung auf einer Website mit dem Finger in der „I want you“ Manier auf eine Person zu zeigen.197 [...]
Fokussierung davon ausgeht, dass die Kulturen zu verschieden sind, als dass die Verwendung einer einheitlichen Symbolik Sinn machen könnte.192 Symbole können fehlinterpretiert werden und spielen eine große Rolle bei der Akzeptanz von Websites. Beispielsweise zieht eine weiße Box mit schwarzen Rändern die Aufmerksamkeit der Amerikaner auf sich, während Franzosen und Europäer damit eine Todesanzeige assoziieren.193 Designelemente, welche nicht sofort erfassbar sind, werden von den Nutzern ignoriert.194 Yahoo Inc. wählte noch vor kurzem lokalisierte Buttons für jedes Land. Beispielsweise waren sie auf den englischen und irischen Seiten sehr bunt, für Deutschland und Frankreich bevorzugte man etwas schlichtere und ernstere Elemente.195 In der Zwischenzeit haben sich die bunten Buttons überall durchgesetzt, man kann jedoch noch Unterschiede in der detaillierten Ausgestaltung und in der Anordnung feststellen. [...]
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http://www.diplom.de/ean/9783832444105
Arbeit zitieren:
Schnarf, Sabine April 2001: Der Einsatz von neuen Medien in der internationalen Kommunikationspolitik, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Internationale Kommunikationspollitik, Internet, Online Marketing, Online Werbung



