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Einsatz von Informationssystemen in der Kommunalverwaltung

Einsatz von Informationssystemen in der Kommunalverwaltung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Dieter Schwarz
  • Abgabedatum: Juni 2003
  • Umfang: 117 Seiten
  • Dateigröße: 3,8 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Private FernFachhochschule Darmstadt Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7279-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7279-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7279-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Schwarz, Dieter Juni 2003: Einsatz von Informationssystemen in der Kommunalverwaltung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Bauhof, Controlling, Steuerung, Arbeitsprozess, Bauhofinformationssystem

Diplomarbeit von Dieter Schwarz

Problemstellung:

Am Beispiel des kommunalen Bauhofes geht die Arbeit der Frage nach, wie der Einsatz eines Informationssystems in der Kommunalverwaltung erfolgen und wie ein derartiges Informationssystem aussehen kann. Dabei wird das Ziel verfolgt, dessen Einsatz im kommunalen Bauhof unter dem Gesichtspunkt einer möglichst großen Transparenz darzustellen, wobei der Informationssystemeinsatz vom Verfasser dieser Arbeit von Anfang an als Teil eines Organisationsentwicklungsprojektes im kommunalen Bauhof angesehen wird. Zuerst müssen die organisationsspezifischen Probleme gelöst werden, indem die Prozesse im System „Bauhof“ identifiziert, analysiert und optimiert werden. Erst dann kann ein zum System passendes Informationssystem konzipiert werden, denn nur optimierte Prozesse und Abläufe bilden die Voraussetzung für ein wirtschaftliches Handeln der kommunalen Bauhöfe. Die Arbeit beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der Prozessgestaltung im kommunalen Bauhof. Neben der theoriegestützten, prozessbezogenen Ableitung anhand eines praktischen Beispiels sollen Ansätze zur Beschreibung und Gestaltung von Informationssystemen für den kommunalen Bauhof gegeben sowie die grundlegende Vorgehensweise für den Einsatz eines Informationssystems in der Kommunalverwaltung am Beispiel des kommunalen Bauhofes aufgezeigt werden.

Gang der Untersuchung:

Das erste Kapitel leitet in die Arbeit ein. Anschließend werden die für das Verständnis der Arbeit wichtigen Grundbegriffe vorgestellt (Kapitel 2). Ausgehend vom Ist-Zustand kommunaler Bauhöfe wird im dritten Kapitel die Gestaltung kommunaler Prozesse ausführlich erläutert und an einem Kernprozess beispielhaft dargestellt. Hierauf aufbauend wird im vierten Kapitel ein Konzept für ein Informationssystem unter dem Gesichtspunkt des Einsatzes im kommunalen Bauhof und der Einbindung in ein bestehendes kommunales Datenverarbeitungssystem erstellt. Kapitel fünf erläutert die Realisierung des Informationssystemeinsatzes anhand zweier bereits auf dem Markt befindlicher Bauhof-Informationssysteme und stellt deren Vor- und Nachteile dar. Das abschließende Kapitel 6 fasst die Ergebnisse zusammen und nimmt eine kritische Würdigung des Erreichten vor.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis IV
Anlagenverzeichnis VIII
1. Informationssysteme als Lösung kommunaler Probleme 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Zielsetzung 2
1.3 Aufbau der Arbeit 2
2. Begriffsbestimmung 3
2.1 Information 3
2.2 Informationssysteme 4
2.2.1 Formen von Informationssystemen 5
2.2.2 Einteilung von Informationssystemen 6
3. Kommunale Prozesse und deren Steuerung 8
3.1 Prozesse in der Kommunalverwaltung 8
3.1.1 Beschreibung der Prozessgestaltung und -modellierung 11
3.1.2 Modellierung der betrieblichen Prozesse 18
3.1.3 Modellierung der informationsverarbeitenden Prozesse 23
3.1.4 Schnittstellenbetrachtung 26
3.2 Steuerung in der Kommunalverwaltung 27
3.2.1 Umfrage zum Ist-Zustand in kommunalen Bauhöfen 27
3.2.2 Bewertung der Umfrageergebnisse 28
3.3 Beurteilung der kommunalen Prozesse und deren Steuerung 29
4. Konzept eines rechnergestützten Informationssystems 30
4.1 Ist-Zustand kommunaler Informationssysteme 31
4.2 Anforderungen an ein rechnergestütztes Informationssystem 32
4.2.1 Grundsatz der Wirtschaftlichkeit 33
4.2.2 Anforderungen an die Funktionalität 35
4.2.3 Anforderungen an das System 36
4.3 Konzept der Systemarchitektur 37
4.3.1 Benutzerschnittstelle 38
4.3.2 Applikationen 40
4.3.3 Datenbanksystem 41
4.3.4 Endbenutzerwerkzeuge 42
4.4 Einbindung in vorhandene kommunale Datenverarbeitungsstrukturen 43
5. Betrachtung ausgewählter Bauhof-Informationssysteme 44
5.1 Dialogverfahren „Bauhofabrechnung“ 44
5.1.1 Systemtechnische Funktionsweise des Bauhof-Verfahrens 44
5.1.2 Anwendungstechnische Funktionsweise des Bauhof-Verfahrens 46
5.1.3 Beurteilung des Bauhofverfahrens 49
5.2 ARES 49
5.2.1 Systemtechnische Funktionsweise von ARES 49
5.2.2 Anwendungstechnische Funktionsweise von ARES 50
5.2.3 Beurteilung des System ARES 53
6. Zusammenfassung und Schlussbetrachtung 53
Literaturverzeichnis X

Automatisiert erstellter Textauszug:

Ein ebenso großes Problem der kommunalen Steuerung stellt aus Sicht des Verfassers dieser Arbeit die Tatsache dar, dass in den meisten Kommunen kaum Arbeitszeitvorgaben (Abb. 70) und in den seltensten Fällen Soll-/Ist-Vergleiche über die tatsächlich benötigte Arbeitszeit durchgeführt werden (Abb. 77). Dieses bedeutet, dass keine strukturierte Verbesserung der Arbeitsabläufe möglich ist, da die Gründe für die oftmals schlechte Effizienz des Bauhofes aufgrund der fehlenden aktuellen Informationen gar nicht erkannt werden können. Diese Tatsache wurde recht eindrucksvoll in den Antworten zu der Frage deutlich, ob die dem Bauhof übertragenen Tätigkeiten zusammenhängend erledigt werden können. Dass 61 Prozent der Befragten angaben, die Arbeiten nur teilweise zusammenhängend erledigen zu können (Abb. 80) und als Grund hierfür kurzfristige Sonderanforderungen der Fachämter oder unvorgesehene und unaufschiebbare andere Bauhofeinsätze nannten (Abb. 81), ist ein sicheres Indiz für eine unzureichende Ablaufsteuerung. Spielt die Kalkulation der Auftragskosten mit 21 Prozent (Abb. 85) und die Nachkalkulation der erbrachten Leistungen mit 18 Prozent (Abb. 86) im Bauhofgeschehen keine wesentliche Rolle und stellt der Begriff „Arbeitszeitvorgabe“ fast ein Fremdwort für die Bauhofmitarbeiter dar (Abb. 70), wobei das Arbeiten mit Kennzahlen wiederum eher die Ausnahme als die Regel ist (Abb. 71), so muss eine Betrachtung der Arbeitsabläufe unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten versagen. [...]

Steuerung bedeutet die zielgerichtete Einflussnahme auf das betriebliche Aufgabengeschehen. Allerdings findet eine zielgerichtete Steuerung der Prozessabläufe in den kommunalen Bauhöfen nur in einem begrenzten Umfang statt, so das Ergebnis der Umfrage. Dies wird zunächst dadurch deutlich, dass es fachliche Weisungsbefugnisse durch angrenzende Organisationseinheiten wie zum Beispiel den Bürgermeister oder andere Ämter an den Bauhof gibt (Abb. 61), obwohl der Bauhof organisatorisch und disziplinarisch überwiegend dem Bauamt unterstellt ist (Abb. 60). Auch wenn der Bauhofleiter bei den allermeisten Kommunen über die Arbeitsreihenfolge entscheidet und das Bauhofpersonal hierfür einteilt (Abb. 59 und Abb. 67), kann hier von einer „ProzessSteuerung“ im eigentlichen Sinn nicht gesprochen werden. Daran können auch die regelmäßig stattfindenden Einsatzbesprechungen nichts ändern (Abb. 64). Steuerung im Bauhof bedeutet vielmehr, dass Rahmenbedingungen für eine zielgerechte Auftragserfüllung vorliegen müssen, etwa ein Aufgabenkataster und ein Jahresarbeitsplan, auf dessen Grundlage die anfallenden Arbeiten strukturiert geplant und erledigt werden können. Dieses ist aber in den kommunalen Bauhöfen überwiegend nicht der Fall (Abb. 50 und Abb. 48). 28 [...]

beziehungsweise Organisationseinheiten/-trägern in der eEPK verbinden, eine eindeutige Semantik. So bedeutet die Kante zwischen einem Daten- und einem Funktionsobjekt zum Beispiel „ist Eingabe für“. Es wird recht schnell deutlich, an welcher Stelle welche Organisationseinheit mit welchen Hilfsmitteln die Steuerung des Prozessgeschehens wahrnimmt. Auf diese Weise können Schnittstellen und Medienbrüche im Prozess leicht erkannt und mögliche Fehlentwicklungen rasch ausgemerzt werden. Die eEPK wird für die fünf Sub-Prozesse des Kernprozesses „Winterdienst durchführen“ beispielhaft modelliert. Hierbei wird der Zusammenhang zwischen den Funktionen, ihren zugehörigen Organisationseinheiten und ihren Informationsobjekten besonders deutlich. Aus Platzgründen sind die graphischen Darstellungen der Sub-Prozesse in den Abbildungen 31-35 der Anlage 2 Erweiterte ereignisgesteuerte Prozessketten des kommunalen Prozesses „Winterdienst durchführen“ aufgeführt. [...]

Arbeit zitieren:
Schwarz, Dieter Juni 2003: Einsatz von Informationssystemen in der Kommunalverwaltung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Bauhof, Controlling, Steuerung, Arbeitsprozess, Bauhofinformationssystem

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