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Einsatz des E-Recruitings im Rahmen der Personalbeschaffung

Ein kritischer Vergleich ausgewählter Methoden bei der Bewerbersuche

Einsatz des E-Recruitings im Rahmen der Personalbeschaffung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Heike Nesnov
  • Abgabedatum: Mai 2003
  • Umfang: 54 Seiten
  • Dateigröße: 344,8 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Hessische Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8358-6
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Nesnov, Heike Mai 2003: Einsatz des E-Recruitings im Rahmen der Personalbeschaffung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Personalvermittlung, Bewerbungsunterlagen, Stellenmarkt, Karriereportal, Stellenanzeige

Diplomarbeit von Heike Nesnov

Einleitung:

„Our assets are our people [...]“, mit diesem Leitsatz ihrer Geschäftsphilosophie unterstreicht eine Investmentbank die Wichtigkeit eines guten Mitarbeiterstammes. Die Möglichkeiten für Unternehmen, Personal zu beschaffen und damit den Personalbedarf zu decken bzw. für Bewerber, eine neue Arbeitsstelle zu finden, sind vielfältig. In Zeiten der immer größer werdenden Popularität des Internets , hat sich neben der klassischen Personalbeschaffung (auch: Print Recruiting) die virtuelle Personalbeschaffung (auch: E-Recruiting) als moderne Form der Personalbeschaffung entwickelt.

Online Stellen auszuschreiben oder sich online zu bewerben, ist für viele Unternehmen und Bewerber zur Normalität geworden. Für die meisten Recruiter stellt sich nicht mehr die Frage, ob sie für die Beschaffung von attraktiven und hochqualifizierten Nachwuchskräften das Internet überhaupt einsetzen. Vielmehr geht es darum, je nach Recruiting-Zielgruppe die ideale Mischung aus den unterschiedlichen zur Verfügung stehenden Instrumenten sowohl der klassischen Personalbeschaffung als auch des E-Recruitings zu finden.

Wie in vielen anderen Bereichen (z. B. Wertpapierhandel, Pharmaindustrie, Musikbranche), gelten die USA auch beim E-Recruiting als Vorreiter, weshalb viele Begriffe aus dem englischen in den deutschen Sprachgebrauch übernommen worden sind. Im Gegensatz zu den USA hat sich in Europa das E-Recruiting noch nicht vollständig etabliert, befindet sich jedoch in der ununterbrochenen Weiterentwicklung. Aus diesem Grund haben die hier genannten Zahlen und Daten nur vorübergehende Gültigkeit und können bei Abgabe der Arbeit bereits veraltet sein.

Gang der Untersuchung:

Das Ziel dieser Arbeit besteht darin, die Möglichkeiten ausgewählter Teilbereiche des externen Print und E-Recruitings vorzustellen und anschließend einem kritischen Vergleich zu unterziehen. Diese Teilbereiche beinhalten die Anzeigenschaltung durch die Unternehmen und die Suche nach Bewerbern über Dritte, die Vorauswahl auf der Bewerberseite, den Eingang der Bewerbungsunterlagen und die Vorauswahl auf der Unternehmensseite. Auf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse gilt es abschließend, eine optimale Kombination aus den bearbeiteten Instrumenten der beiden Beschaffungsformen für die Akquisition von Hochschulabsolventen und Young Professionals eines Großunternehmens zu ermitteln.

Die Darstellung erfolgt vorwiegend aus Unternehmenssicht unter gelegentlicher Einbeziehung der Bewerbersicht, da es aufzuzeigen gilt, auf welche Weise Unternehmen die klassische und die moderne Form der Personalbeschaffung am effizientesten kombinieren können. Um einen Überblick über die Personalbeschaffung als solche und die später in der Arbeit verwendeten Unterscheidungsmerkmale zu bekommen, wird zunächst eine allgemeine Erläuterung dieser Begriffe vorgenommen.

Darauf folgt die Vorstellung der oben genannten Teilbereiche unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Methoden der klassischen Personalbeschaffung und des E-Recruitings. Im Hauptteil findet eine Gegenüberstellung dieser Methoden unter monetären und nicht monetären Gesichtspunkten statt, welche die Grundlage für die anschließende Ermittlung einer optimalen Kombination der Instrumente beider Bereiche bildet. Abschließend werden die wesentlichen Ergebnisse zusammengefasst und ein Ausblick auf mögliche Trends in der Personalbeschaffung gegeben.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis V
1. Einleitung 1
1.1 Zielsetzung 1
1.2 Vorgehensweise in der Arbeit 2
2. Ausgewählte Teilbereiche der Personalbeschaffung 3
2.1 Übersicht verwendeter Begriffe 3
2.1.1 Inhaltliche Abgrenzung der Personalbeschaffung 3
2.1.2 Einführung in die Vergleichsmerkmale des E-Recruitings und der klassischen Personalbeschaffung 5
2.2 Methoden der klassischen Personalbeschaffung 7
2.2.1 Anzeigenschaltung in Printmedien 7
2.2.2 Suche über Personalvermittlungsagenturen undPersonalberater 8
2.2.3 Selbstselektion 9
2.2.4 Bewerbungsunterlagen 10
2.2.5 Bewerber(vor)selektion 10
2.3 Methoden des E-Recruitings 11
2.3.1 Stellenposting auf der Unternehmenswebsite bzw. bei Online-Stellenmärkten und Karriereportalen 11
2.3.2 Sourcing durch Online-Stellenmärkte und Karriereportale 14
2.3.3 Selbstselektion mit Hilfe online-gestützter Evaluationtools 15
2.3.4 Bewerbungsunterlagen 17
2.3.5 Bewerber(vor)selektion mit Hilfe online-gestützter Evaluationtools 18
3. Kritischer Vergleich des E-Recruitings und der klassischen Personalbeschaffung 19
3.1 Monetäre Aspekte 19
3.1.1 Nutzungskosten 19
3.1.2 Verfügbarkeit 22
3.1.3 Schnelligkeit 25
3.1.4 Effizienz 28
3.2 Nicht monetäre Aspekte 30
3.2.1 Unternehmensimage 30
3.2.1.1 Qualität 30
3.2.1.2 Auffindbarkeit 31
3.2.1.3 Rückmeldung auf eingehende Bewerbungen 32
3.2.1.4 Datensicherheit 33
3.2.2 Kommunikation 34
3.2.3 Gestaltungsmöglichkeiten 35
3.3 Tabellarische Zusammenfassung 37
4. Optimale Kombination der Instrumente des E-Recruitings und der klassischen Personalbeschaffung 38
5. Schlußwort 41
6. Quellen- und Literaturverzeichnis 42
7. Anhang 47

Automatisiert erstellter Textauszug:

21 Suche nach Bewerbern haben und diese Kosten dann wieder auf das Unternehmen umgelegt werden. Der Aufwand beim Sourcing über OnlineStellenmärkte ist dagegen durch weitgehende Automatisierung wesentlich geringer. Der Kostenvorteil des Sourcings über Online-Stellenmärkte bleibt zudem selbst dann erhalten, wenn die Unternehmen das Recherchieren in den Datenbanken der Karriereportale selber in die Hand nehmen, da sich der Arbeitsaufwand für die Recruiter durch die weitestgehend automatisch verlaufende Recherche erheblich reduziert. Die Bereitstellung von Firmenbroschüren zu Informationszwecken bei der klassischen Personalbeschaffung stellt ebenfalls eine große Kostenbelastung für die Unternehmen dar. Neben den Portokosten von derzeit € 1,50 pro Brief schlagen die Broschüren je nach Größe der Auflage mit € 10 bis € 50 pro Stück zu Buche. Während beim Print Recruiting zumeist speziell für Stellensuchende Broschüren produziert werden, fließt beim E-Recruiting die Verfügbarkeit solcher Informationen überwiegend nahtlos in die Bereitstellung der Unternehmenswebsite mit ein. Die notwendigen Informationen werden somit ohne zusätzliche Kosten zu verursachen zur Verfügung gestellt. Die Kostenersparnis bei der automatischen Vorselektion des E-Recruitings unterstreicht ebenfalls seine Vorteilhaftigkeit. Während bei der klassischen Personalbeschaffung alle eingegangenen Bewerbungsunterlagen manuell gesichtet werden müssen, ist die Vorselektion bei der elektronischen Personalbeschaffung durch den Einsatz von Filtern nahezu komplett automatisiert worden. Dadurch fallen in diesem Teilbereich der Personalbeschaffung kaum noch Personalkosten an. Hierfür ist zwar die kurzfristig gesehen kostspielige Anschaffung der entsprechenden Software nötig, langfristig gesehen dürfte sich diese jedoch durch Personalkosteneinsparungen als profitabler erweisen. Dieser Vorteil tritt allerdings erst dann auf, wenn eine größere Zahl von Bewerbungen durch die automatische Vorselektion ausgewertet wird.68 Desweiteren ist es notwendig, daß die eingegangenen Bewerbungen ein einheitliches Format haben. Da E-Mails zumeist unterschiedliche Formate aufweisen, kommt es durch die manuelle Umformatierung erneut zu erheblichen Personalkosten. Gehen Bewerbungen [...]

20 des Mediums zwischen € 6.000 und € 12.00067 kostet, belaufen sich die Aufwendungen für eine Anzeige mit einer Laufzeit von einem Monat auf einem Karriereportal dagegen auf € 500 bis € 900. Die Schaltung einer zeitlich unbegrenzten Anzeige auf der unternehmenseigenen Website ist dagegen quasi kostenlos. Ein weiterer Kostenfaktor, der für den Erfolg einer Anzeige entscheidend mitverantwortlich ist, ist die Steigerung des Bekanntheitsgrades durch die Schaltung von Werbeanzeigen (auch: Imageanzeige). Beim Print Recruiting ist die Werbung kostspielig und aufwendig zu produzieren. Die Produktion und anschließende Schaltung einer einmalig in einer Tageszeitung erscheinenden DIN A4 großen Printmedienanzeige kostet zum Beispiel zwischen € 10.000 und € 15.000. Die Möglichkeiten des E-Recruitings sind dagegen wesentlich kostengünstiger. Die Schaltung eines Banners mit einer Laufzeit von zwei Wochen auf einem Online-Stellenmarkt kostet zwischen € 900 und € 1.300. Sowohl die klassische als auch die elektronische Personalbeschaffung bieten den Unternehmen die Möglichkeit, die Bewerbervorauswahl outzusourcen, d. h. auszulagern. Während bei der klassischen Personalbeschaffung Personalvermittlungsagenturen und Personalberater zum Einsatz kommen, besteht beim E-Recruiting für das Unternehmen die Möglichkeit, die Dienste von Online-Stellenmärkten in Anspruch zu nehmen. Auf diese Weise werden die unternehmenseigenen Recruiter entlastet. Das Sourcing über Online-Stellenmärkte erweist sich allerdings aus zwei Gründen als kostengünstiger gegenüber der Suche über Personalvermittlungsagenturen. Erstens veranschlagen diese für die Suche eines neuen Mitarbeiters eine Provision zwischen 15 Prozent und 25 Prozent des Jahresbruttogehalts eines erfolgreich vermittelten Kandidaten, wogegen OnlineStellenmärkte je nach Umfang des Sourcing-Services zwischen € 350 und € 2000 in Rechnung stellen. Zweitens bleibt es fraglich, ob der Einsatz von Vermittlungsagenturen und Beratern dem Unternehmen tatsächlich große Ersparnisse bringt, da die Dienstleister oft den gleichen Aufwand bei der [...]

Bei Betrachtung der reinen Kosten (Personalkosten, Sachkosten usw.) für die Neubesetzung einer Stelle, liegt der Vorteil eindeutig auf der Seite des E-Recruitings. Die sich durch den Einsatz des E-Recruitings ergebende Ersparnis addiert sich aus den Kosten für die Schaltung der Stellenanzeige, der Suche über Dritte bzw. dem Sourcing, der Bereitstellung von Informationsmaterialien über das Unternehmen und der Vorselektion. Alleine durch die Schaltung der Anzeige über einen Online-Stellenmarkt oder auf der eigenen Website kann ein Unternehmen bis zu 90 Prozent der Kosten für die Abwicklung und Veröffentlichung der Stellenausschreibung einsparen.66 Während eine einmalig in einem Printmedium geschaltete DIN A4 große Zeitungsanzeige je nach Reichweite und Bekanntheitsgrad [...]

Arbeit zitieren:
Nesnov, Heike Mai 2003: Einsatz des E-Recruitings im Rahmen der Personalbeschaffung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Personalvermittlung, Bewerbungsunterlagen, Stellenmarkt, Karriereportal, Stellenanzeige

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