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Einsatz von Derivaten im Portfoliomanagement

Einsatz von Derivaten im Portfoliomanagement
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Christoph Schmitt
  • Abgabedatum: Juli 2002
  • Umfang: 141 Seiten
  • Dateigröße: 937,0 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Köln Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6041-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6041-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6041-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Schmitt, Christoph Juli 2002: Einsatz von Derivaten im Portfoliomanagement, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Optionen, Futures, Hedging, Spekulation, Eurex

Diplomarbeit von Christoph Schmitt

Einleitung:

Ein großer Kreis der Öffentlichkeit steht Derivaten skeptisch gegenüber. Ein Future- oder Options-Kontrakt wird oft nur als eine Wette auf die Preisentwicklung des Basiswertes verstanden und eine Terminbörse damit als eine Art Kasino. Die volkswirtschaftliche Bedeutung wird nicht gesehen oder unterschätzt.

Die zentrale ökonomische Funktion von Derivaten besteht in der Trennung der Risikoübernahme von der Bestandshaltung der zugrundeliegenden Finanztitel. Die isolierte Bewertung von Marktpreisrisiken, deren Bündelung und Weitergabe wird hierdurch möglich. Der Hauptnutzen von Derivaten ist in der Allokation systematischer Risiken zu sehen. Aufgrund dieser Eigenschaft ist es möglich, Risiken zu handeln und die Bewertung von Risiken transparent werden zu lassen. Mit Derivaten lässt sich die Ertrags- und Risikostruktur eines Portfolios gezielt gestalten, um in jeder Marktphase und bei jeder Erwartung über die zukünftige Entwicklung der preisbestimmenden Faktoren optimal aufgestellt zu sein.

Ziel dieser Arbeit ist es, die Einsatzmöglichkeiten von derivativen Finanzinstrumenten in der strategischen und taktischen Portfoliokonstruktion darzustellen. Für derivative Finanzinstrumente gibt es im modernen Portfoliomanagement eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten.

Die vorliegende Arbeit konzentriert sich auf die Einsatzmöglichkeiten von Aktienderivaten im aktiven Portfoliomanagement, wobei der Aufbau und die Auswirkungen von ausgewählten Strategien besonders betrachtet und mit Beispielen unterlegt werden. Zudem werden die grundlegenden Eigenschaften von derivativen Finanzinstrumenten und deren Bewertung erläutert.

Inhaltsverzeichnis:

Darstellungsverzeichnis 6
Tabellenverzeichnis 8
Abkürzungsverzeichnis 9
Symbolverzeichnis 10
1. Einleitung 11
1.1 Einführung in die Thematik 11
1.2 Bedeutung von Derivaten in der Portfoliomanagement-Praxis 12
1.3 Aufbau und Ziele der Arbeit 13
2. Überblick über derivative Finanzinstrumente und Märkte 15
2.1 Merkmale und Funktionen 15
2.2 Bedingte und unbedingte Termingeschäfte 16
2.3 Börsengehandelte und OTC-Termingeschäfte 16
3. Charkteristika von Termingeschäften 19
3.1 Charakteristika unbedingter Termingeschäfte 19
3.1.1 Kontraktspezifikationen 19
3.1.2 Future-Positionen 19
3.1.2.1 Long-Future 19
3.1.2.2 Short-Future 20
3.1.3 Clearing 22
3.1.4 Margining 23
3.1.5 Futures-Produkte der Eurex 24
3.2 Charakteristika bedingter Termingeschäfte 25
3.2.1 Kontraktspezifikationen 25
3.2.2 Options-Positionen 26
3.2.2.1 Kauf einer Kaufoption 26
3.2.2.2 Verkauf einer Kaufoption 27
3.2.2.3 Kauf einer Verkaufsoption 28
3.2.2.4 Verkauf einer Verkaufsoption 29
3.2.3 Margining 31
3.2.4 Optionsprodukte der EUREX 31
3.2.4.1 Aktien-Optionen auf deutsche Basistitel an der EUREX 32
3.2.4.2 Aktienindex-Optionen an der EUREX 33
4. Bewertung von Derivaten 34
4.1 Bewertung unbedingter Termingeschäfte 34
4.1.1 Cost-of-Carry-Ansatz 35
4.1.2 Unbiased-futures-pricing-Ansatz 36
4.2 Bewertung bedingter Termingeschäfte 37
4.2.1 Innerer Wert und Zeitwert 37
4.2.2 Einflussfaktoren der Optionspreisberechnung 39
4.2.3 Optionsbewertungsmodelle 42
4.2.4 Black&Scholes-Modell 43
4.2.5 Sensitivitätskennzahlen des Black&Scholes-Modells 45
4.2.5.1 Delta 45
4.2.4.2 Gamma 48
4.2.4.3 Theta 50
4.2.4.4 Vega 53
4.2.4.5 Rho 55
4.2.5.6 Zusammenfassung 56
4.2.6 Binomialmodell 58
4.2.7 Beurteilung der Optionspreismodelle 60
5. Motive des Einsatzes von Derivaten im Portfoliomanagement 63
5.1 Hedging 63
5.1.1 Long-Hedge und Short-Hedge 64
5.1.2 Mikro-Hedge und Makro-Hedge 64
5.1.3 Perfect-Hedge und Cross-Hedge 65
5.1.4 Hedge-Ratio 66
5.1.4.1 Hedge-Ratio bei Futures 66
5.1.4.2 Hedge-Ratio bei Optionen 67
5.1.4.2.1 Statisches Hedging 67
5.1.4.2.2 Dynamisches Hedging 67
5.2 Spekulation 68
5.3 Arbitrage 69
6. Einsatzmöglichkeiten von Derivaten im aktiven Portfoliomanagement 71
6.1 Hedging-Strategien 72
6.1.1 Hedging-Strategien mit Futures 72
6.1.2 Hedging-Strategien mit Optionen 76
6.1.2.1 Protective Put 77
6.1.2.2 Participating Forward 79
6.1.2.3 Risk Reversal 80
6.1.2.4 Covered Call Writing 82
6.2 Trading-Strategien 84
6.2.1 Preis-Strategien 85
6.2.1.1 Price Spreads 86
6.2.1.1.1 Bull Price Spread mit Calls 87
6.2.1.1.2 Bull Price Spread mit Puts 90
6.2.1.1.3 Bull Price Spread mit Calls 91
6.2.1.1.4 Bear Price Spread mit Puts 92
6.2.1.2 Time Spreads 93
6.2.1.2.1 Neutraler Time Spread mit Calls oder Puts 93
6.2.1.2.2 Bull Time Spread mit Calls 95
6.2.1.2.3 Bear Time Spread mit Puts 96
6.2.1.3 Diagonal Spreads 96
6.2.1.3.1 Diagonal Bull Spread mit Calls 97
6.2.1.3.2 Diagonal Bear Spread mit Puts 98
6.2.2 Volatilitäts-Strategien 99
6.2.2.1 Long Straddle 100
6.2.2.2 Short Straddle 104
6.2.2.3 Long Strangle 107
6.2.2.4 Short Strangle 110
6.2.3 Kombinierte Preis- und Volatilitäts-Strategien 113
6.2.3.1 Butterfly 113
6.2.3.2 Condor 114
6.2.3.3 Straps und Strips 114
6.3 Arbitrage-Strategien 115
6.3.1 Conversion 116
6.3.2 Reversal 118
6.3.3 Box 118
6.3.4 Arbitrage-Strategien mit Futures 119
7. Zusammenfassung und abschliessende Bemerkungen 121
Literaturverzeichnis 123
Anhang I 129
Anhang II 131
Ehrenwörtliche Erklärung 140

Automatisiert erstellter Textauszug:

Die Clearingstelle ist der Terminbörse angegliedert und dient als Intermediär bei den Futurestransaktionen.45 Das Clearing umfasst die Verrechnung, die Abwicklung und die Besicherung der Geschäftsabschlüsse. Bei der EUREX46 ist es die EUREX Clearing AG, die als Vertragspartner in jedes Geschäft einsteigt47, wodurch für keinen der Marktteilnehmer Erfüllungs- bzw. Bonitätsrisiken48 enstehen und die Anonymität gewahrt bleibt.49 Jede Vertragspartei muss zur Besicherung seiner gesamten Kontraktverpflichtungen börsentäglich Geld oder bestimmte Wertpapiere hinterlegen (Margins). Zugelassen zur unmittelbaren Teilnahme am Clearingverfahren der Eurex sind nur die Clearing-Mitglieder. Zu unterscheiden sind General-Clearing-Mitglieder (GCM) und Direkt-Clearing-Mitglieder (DCM). Eine Teilnahme als GCM oder DCM erfordert die Erteilung einer entsprechenden [...]

- 21 kurs des Basiswertes in bar ausgezahlt. Wurde eine effektive Lieferung des Basisobjekts festgelegt, kann der Verkäufer den zu liefernden Basiswert am Kassamarkt günstiger einkaufen, und die Differenz zum Terminkurs als Gewinn verbuchen. Liegt der Wert des Basisobjekts dagegen bei Fälligkeit über dem Abschlusspreis, muss der Verkäufer an den Käufer einen Barausgleich leisten, bzw. erleidet dadurch einen Verlust, dass er sich teurer am Kassamarkt mit dem zu liefernden Basiswert eindecken muss.44 Das Gewinnpotenzial ist auf die Höhe des Future-Kurses begrenzt. Dieser maximale Gewinn tritt ein, wenn der Wert des Basisobjekts bis zur Fälligkeit des Kontrakts auf null sinkt. Das Verlustpotenzial einer Short-Position ist dagegen theoretisch unbegrenzt, da der Kurssteigerung eines Basisobjekts nach oben keine Grenzen gesetzt sind. Vorgenanntes Gewinn-Verlust-Profil gilt nicht nur bei Fälligkeit, sondern während der gesamten Laufzeit des Kontrakts. Gewinne und Verluste können während der Laufzeit durch die Glattstellung realisiert werden. Die beschriebenen Gewinn- und Verlustzonen von Long- und Short-Future werden in den Darstellungen 3.1 und 3.2 veranschaulicht. [...]

- 20 Vetrages zwischen den Parteien keinerlei Zahlungen fließen41, ergibt sich ein symmetrisches Gewinn-Verlust-Profil zwischen dem Käufer und dem Verkäufer. Das Gewinnpotenzial einer Long-Position besteht darin, dass der Kassakurs des Basiswertes bei Fälligkeit des Kontrakts über dem seinerzeit vereinbarten Terminkurs steht. Wenn Cash-Settlement vereinbart wurde, erhält der Käufer des Futures vom Verkäufer die positive Differenz zwischen dem Kassakurs des Basiswertes und dem Abschlusspreis in bar ausgezahlt. Wurde eine effektive Lieferung des Basisobjekts festgelegt, kann der Käufer den gelieferten Basiswert am Kassamarkt wieder verkaufen, und die Differenz zum Terminkurs als Gewinn verbuchen. Liegt der Wert des Basisobjekts dagegen bei Fälligkeit unter dem Abschlusspreis, muss der Käufer an den Verkäufer einen Barausgleich leisten, bzw. erleidet dadurch einen Verlust, dass er den gelieferten Basiswert billiger am Kassamarkt verkauft.42 Das Gewinnpotenzial ist theoretisch unbegrenzt, da der Kurssteigerung eines Basisobjekts nach oben keine Grenzen gesetzt sind. Das Verlustpotenzial einer Long-Position ist dagegen auf die Höhe des gezahlten Future-Kurses begrenzt. Dieser maximale Verlust tritt ein, wenn der Wert des Basisobjekts bis zur Fälligkeit des Kontrakts auf null sinkt. Vorgenanntes Gewinn-Verlust-Profil gilt nicht nur bei Fälligkeit, sondern während der gesamten Laufzeit des Kontrakts. Gewinne und Verluste können während der Laufzeit durch die Glattstellung realisiert werden. [...]

Arbeit zitieren:
Schmitt, Christoph Juli 2002: Einsatz von Derivaten im Portfoliomanagement, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Optionen, Futures, Hedging, Spekulation, Eurex

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