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Einsatz von Controlling-Instrumenten bei Lebensversicherungsunternehmen

Planungs- und Kontrollrechnung in Versicherungsunternehmen

Einsatz von Controlling-Instrumenten bei Lebensversicherungsunternehmen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Florian M. Pünsch
  • Abgabedatum: Mai 1996
  • Umfang: 99 Seiten
  • Dateigröße: 6,1 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Justus-Liebig-Universität Gießen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-0318-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-0318-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-0318-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Pünsch, Florian M. Mai 1996: Einsatz von Controlling-Instrumenten bei Lebensversicherungsunternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte:

Diplomarbeit von Florian M. Pünsch

Einleitung:

Seit einigen Jahren sehen sich die Lebensversicherungsunternehmen in Deutschland einem verstärkten Wettbewerbsdruck und Konkurrenzkampf gegenüber. Ausgelöst durch Maßnahmen der Deregulierung aufsichtsrechtlicher Bestimmungen sind die Lebensversicherungsunternehmen (= LVU) gezwungen, sich marktorientiert zu verhalten und ihre Kostenstruktur zu optimieren. Die Öffnung nationaler Grenzen, das Drängen ausländischer Versicherungsunternehmen auf den deutschen Markt und die Zusammenführung des europäischen Marktes verstärkt den Druck auf die LVU um so mehr.

Die in den 60er Jahren von deutschen Industrieunternehmen implementierten Controlling-Systeme zur Reduzierung der Kosten und Steigerung der Effizienz der Wertschöpfung finden seit ca. 6 Jahren in der Versicherungsbranche wachsend an Bedeutung. Auch hier sind die Einsatzmöglichkeiten von ControllingInstrumenten vielfältig und zahlreich.

Es erscheint daher sinnvoll, einen strukturierten Überblick über den Einsatz von Controlling-Instrumenten in Versicherungsunternehmen zu geben. Hier soll am Beispiel von LVU die Implementierung eines ControllingSystems verdeutlicht werden.

Gang der Untersuchung:

Die vorliegende Arbeit teilt sich auf in 8 Kapitel und teilt sich auf in einen allgemeinen und einen speziellen Teil. Der allgemeine Teil umfasst die Kapitel 1-5 und hat die Darstellung des Controlling, dessen Einbindungsformen in Organisationsstrukturen, die Darstellung ausgewählter Controlling-Instrumente, sowie die Kennzeichnung der Lebensversicherungsbranche zum Inhalt. Der spezielle Teil beinhaltet die Implementierung bestimmter Controlling-Instrumente in ein Lebensversicherungsunternehmen, sowie die Besprechung der verschiedenen Einsatzmöglichkeiten in die Organisationsstruktur eines LVU. Zum Abschluss wird das Ergebnis einer empirischen Untersuchung zur Untermauerung der vorherigen Erörterungen vorgestellt.

In Kapitel 1 wird zunächst auf die Vielfalt und Heterogenität des Controlling-Bildes eingegangen. Anschließend werden gängige Controlling-Konzeptionen der Literatur vorgestellt und der Controlling-Begriff zu anderen Begriffen abgegrenzt.

In Kapitel 2 werden nach Darstellung der sukzessiv aufeinander aufbauenden Ziele und Aufgaben des Controlling die Controlling-Funktionen eingehender betrachtet. Als Funktionen des Controlling werden hier die Steuerungs- und Regelungsfunktion, die Koordinationsfunktion, die Informations- und Kommunikationsfunktion, die Kontrollfunktion, sowie die Führungsunterstützungs- und Serviceleistungsfunktion erläutert. Weiterhin wird die Auffassung von Controlling als eigenständiger Führungsfunktion dargestellt.

In Kapitel 3 wird eine Einteilung des Controlling gemäß den Konzeptionen der Unternehmensplanung in strategische und operative Komponenten vorgenommen, die als Basis für die Untergliederung der Controlling-Instrumente dient. Weiter werden im dritten Kapital die einzelnen Einbindungsformen des Controlling in die verschiedenen Organisationsmuster des Unternehmens, sowie die unterschiedlichen Hierarchiebeziehungen der Controlling mit anderen Stellen im Unternehmen untersucht.

In Kapitel 4 werden die einzelnen Controlling-Instrumente unterteilt in strategischen und operativen Bereich vorgestellt und ihre jeweiligen Vor- und Nachteile erörtert.

In Kapitel 5 werden zum Abschluss des allgemeinen Teils der Arbeit die Kennzeichen der Lebensversicherungsbranche, gegliedert nach den verschiedenen Geschäftsbereichen dargestellt. Anschließend werden die Aufbau- und Ablauforganisation eines LVU, sowie die verschiedenen, für das Controlling relevanten Erlös- und Kostengrößen im LVU aufgezeigt. Abschließend werden hier controllingrelevante Unterschiede der LVU zu Industrieunternehmen untersucht.

In Kapitel 6 werden die Anwendungsmöglichkeiten der einzelnen strategischen und operativen Controlling-Instrumente in den verschiedenen Geschäftsbereichen eines LVU erörtert. Darüber hinaus werden die Einsatzmöglichkeiten bereichsübergreifender Controlling-Instrumente vorgestellt und beurteilt. Anschließend werden gemäß den möglichen Organisationsformen für ein Lebensversicherungsunternehmen die Einbindungsalternativen des Controlling diskutiert und neue Entwicklungen aufgezeigt.

In Kapitel 7 wird das Ergebnis einer vom Verfasser dieser Arbeit durchgeführte empirische Untersuchung bei verschiedenen LVU in Deutschland vorgestellt. Hier wurden neben allgemeinen Aussagen über Controlling-Auffassungen und organisatorische Einbindung in die Unternehmensstruktur speziell nach dem Einsatz bestimmter Controlling-Instrumente gefragt.

Zum Abschluss dieser Arbeit wird in Kapitel 8 ein fiktiver Ausblick auf Tendenzen und mögliche zukünftige Controlling-Strukturen innerhalb der Lebensversicherungsbranche gegeben.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
1.1. Definitionen des Controlling 2
1.2. Controlling - Konzeptionen 3
1.3. Controlling in Abgrenzung zu anderen Begriffen 3
2. Ziele, Aufgaben und Funktionen des Controlling 5
2.1. Ziele des Controlling 5
2.2. Aufgaben des Controlling 6
2.3. Funktionen des Controlling 6
2.3.1. Steuerungs - und Regelungsfunktion 7
2.3.2. Koordinationsfunktion 7
2.3.3. Informations - und Kommunikationsfunktion 8
2.3.4. Kontrollfunktion 8
2.3.5. Führungsunterstützungs - / Serviceleistungsfunktion 9
2.3.6. Controlling als eigenständige Führungsfunktion 9
3. Controlling innerhalb strategischer, taktischer und operativer Unternehmensplanung 10
3.1. Gliederung der Unternehmensplanung 10
3.2. Controlling-Strukturen 11
3.2.1. Strategisches Controlling 11
3.2.2. Operatives Controlling 12
3.3. Subjekte und Objekte des Controlling 13
3.3.1. Subjekte des Controlling 13
3.3.2. Objekte des Controlling 13
3.4. Einbindung des Controlling in die Unternehmensplanung 14
3.4.1. Aufbauorganisation des Controlling 14
3.4.1.1 Zentrales Controlling 14
3.4.1.2. Dezentrales Controlling 15
3.4.1.3. Internes Controlling 15
3.4.1.4. Externes Controlling 15
3.4.2. Ablauforganisation des Controlling 16
3.4.2.1. Planungsprozeß des Controllingsystems 16
3.4.2.2. Steuerungsprozeß des Controllingsystems 17
3.4.2.3. Kontrollprozeß des Controllingsystems 17
3.4.3. Einbindung des Controlling in die Organisationdes Unternehmens 17
3.4.3.1. Controlling in Funktionaler Organisation 18
3.4.3.2. Controlling in Divisionaler Organisation 18
3.4.3.3. Controllingin Matrix-Organisation 19
3.4.3.4. Controlling in mehrdimensionalen und Projektorganisationen 19
3.4.4. Zuordnung der Kompetenzen des Controlling 20
3.4.4.1. Controlling als Stabsfunktion 20
3.4.4.2. Controlling als Linienfunktion 21
3.4.4.3. Controlling nach dem dotted.line Prinzip 21
4. Instrumente des Controlling 23
4.1. Instrumente des strategischen Controlling 23
4.1.1. Analyse strategischer Erfolgsfaktoren 23
4.1.2. Analyse strategischer Geschäftsfelder 24
4.1.3. Produktlebenszyklus - Konzept 24
4.1.4. Erfahrungskurven - Konzept 25
4.1.5. Potentialanalyse 25
4.1.6. Benchmark - Analyse 25
4.1.7. Frühwarnsysteme 26
4.1.8. GAP - Analyse 26
4.1.9. Scoring - Modelle 26
4.1.10. Delphi - Methode 26
4.1.11. Szenario - Technik 27
4.1.12. Portfolio - Analysen 28
4.1.13. SOFT - Analysen 28
4.1.14. Target - Costing - Analyse 28
4.1.15. Wertanalyse 29
4.1.16. Zero - Base Budgeting 30
4.1.17. Break Even - Analyse 30
4.1.18. Investitionsrechnungen 30
4.1.19. Shareholder-Value-Analyse 30
4.2. Instrumente des operativen Controlling 31
4.2.1. ABC-Analyse 31
4.2.2. Abweichungsanalyse 32
4.2.3. Gewinnverlaufsanalyse 32
4.2.4. Kennzahlensysteme 32
4.2.5. Netzplantechnik 33
4.2.6. Vertriebswege-Kosten-Analyse 33
4.2.7. Kostenrechnungssysteme 34
4.2.8. Schwachstellenanayse 34
5. Kennzeichnung der Lebensversicherungsbranche 36
5.1. Unterschiedliche Geschäftsbereiche 36
5.1.1. Bereich Versicherungsschutz 36
5.1.1.1. Risikogeschäft 37
5.1.1.2. Spar - / Entspargeschäft 38
5.1.1.3. Dienstleistungsgeschäft 38
5.1.2. Kapitalanlagengeschäft 39
5.1.3. Rückversicherungsgeschäft 39
5.1.4. Verwaltungsbereich 40
5.2. Organisatorische Struktur eines Lebensversicherungsunternehmens 40
5.2.1. Aufbauorganisation 40
5.2.1.1. Mögliche Organisationsformen 40
5.2.1.2. Verschiedene Teilbetriebe 41
5.2.2. Ablauforganisation 42
5.2.3. Eingliederung in Versicherungskonzern 42
5.3. Erlös - und Kostengrößen eines Lebensversicherungsunternehmens 42
5.3.1. Prämienerlöse 42
5.3.2. Anlageerlöse 43
5.3.3. Risikokosten 43
5.3.4. Verwaltungskosten 44
5.4. Unterschiede zu Industrieunternehmen 44
5.4.1. Organisatorische Unterschiede 44
5.4.2. Marktspezifische Unterschiede 44
5.4.3. Unterschiede in der Rechnungslegung 45
6. Implementierung des Controlling in Lebensversicherungsunternehmen 46
6.1. Bereich Versicherungsschutz 46
6.1.1. Strategische Instrumente im Bereich Versicherungsschatz 46
6.1.2. Operative Instrumente im Bereich Versicherungsschutz 51
6.2. Bereich Anlagen 54
6.2.1. Strategische Instrumente im Anlagenbereich 54
6.2.2. Operative Instrumente im Anlagebereich 55
6.3. Bereich Rückversicherung 56
6.3.1. Strategische Instrumente im Rückversicherungsbereich 56
6.3.2. Operative Instrumente im Rückversicherungsbereich 56
6.4. Bereich Verwaltung 57
6.4.1. Strategische Instrumente im Verwaltungsbereich 57
6.4.2. Operative Instrumente im Verwaltungsbereich 58
6.5. Bereichsübergreifende Instrumente 58
6.6. Einbindung des Controlling in die Organisation eines LVU 59
6.6.1. Strukturelle Eingliederung des Controlling 59
6.6.1.1. Controlling in funktional gegliedertem LVU 60
6.6.1.2. Controlling in divistonal gegliedertem LVU 61
6.6.1.3. Controlling in LVU mit Matrix-Organisation 61
6.6.1.4. Controlling und fraktales LVU 62
6.6.2. Zusammenspiel mit anderen Konzernstellen 63
6.7 Kritikpunkte 63
6.8. Zukünftige Controllingstrukturen 64
7. Ergebnis einer empirischen Untersuchung 66
7.1. Frage nach der Auffassung von Controlling 66
7.2. Frage nach der Positionierung des Controlling-Systems im Unternehmen 67
7.3. Frage nach dem Einsatz bestimmterControlling-Instrumente 68
7.3.1 Einsatz strategischer Controlling - Instrumente 68
7.3.2. Einsatz operativer Controlling - Instrumente 70
7.3.3. Controlling - Instrumente im Aufbau 71
8. Schlußbemerkung und Ausblick 73
Anhang 75
Literaturverzeichnis 79

Arbeit zitieren:
Pünsch, Florian M. Mai 1996: Einsatz von Controlling-Instrumenten bei Lebensversicherungsunternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag

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