Einkaufen und Freizeit - Synergie- und Kopplungseffekte zwischen neuen Einkaufszentren und ihrem Umfeld
Das Beispiel Friedenstraße, Regensburg
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Markus Wotruba
- Abgabedatum: Juli 2003
- Umfang: 132 Seiten
- Dateigröße: 2,0 MB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Universität Regensburg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-8243-5
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-8243-5 P - ISBN (CD) :978-3-8324-8243-5 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Wotruba, Markus Juli 2003: Einkaufen und Freizeit - Synergie- und Kopplungseffekte zwischen neuen Einkaufszentren und ihrem Umfeld, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: UEC, Standort Arcaden, Immobilie, Cinemaxx, Erlebniseinkauf
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Diplomarbeit von Markus Wotruba
Problemstellung:
Innerstädtische Multiplexe und Einkaufszentren können alleine oder in Kombination als Magneten wirken und beleben teilweise ganze Stadtteile. Entscheidend dafür ist jedoch, dass die Center-Besucher nach dem Einkauf noch weitere Aktivitäten unternehmen können.
Am Beispiel der Regensburger Friedenstraße zeigt der Autor in dieser Arbeit, in welchem Maße Kopplungs- und Synergieeffekte zwischen einem Einkaufszentrum und benachbarten (Freizeit-) Einrichtungen auftreten. Dazu liefert er konkrete Handlungsempfehlungen, um diese Effekte zu steigern und eine intensive funktionale Verflechtung fördern.
Die Frage nach der Realisierung von kleinräumigen Kopplungspotenzialen durch die Besucher des Untersuchungsgebietes liefert Antworten auf die Wirksamkeit der von Center-Entwicklern und Stadtplanern angestrebten Multifunktionalität von Standorten und leistet damit einen Beitrag zur Evaluation neuer Konzepte der Einzelhandels- und Stadtentwicklung.
Hintergrund: Statt in Konsumgüter investieren Konsumenten heute verstärkt in Freizeitaktivitäten. Daher bietet es sich an Einkaufszentren so aufzuwerten, dass der Einkauf dort selbst zum Freizeiterlebnis wird. Die Verbindung von Freizeit- und Einzelhandelseinrichtungen zu so genannten Urban Entertainment Centern (UEC) wird in vielen deutschen Städten angestrebt, indem Einkaufszentren oft die Nähe von Freizeiteinrichtungen suchen, insbesondere von Großkinos (Multiplexen), die in den 1990er Jahren erstmals in Deutschland auftraten.
Inhaltsverzeichnis:
| Vorwort | II | |
| Inhaltsverzeichnis | III | |
| Abbildungsverzeichnis | V | |
| Tabellenverzeichnis | VII | |
| Kartenverzeichnis | VII | |
| Verzeichnis verwendeter Abkürzungen und Symbole | VIII | |
| 1. | Vom Einkaufszentrum zum Vergnügungsviertel | 1 |
| 1.1 | Ziel der Untersuchung | 2 |
| 1.2 | Aufbau der Arbeit | 3 |
| 2. | Von der Industrie- zur Erlebnisgesellschaft | 5 |
| 2.1 | Einkommen und Wohlstand | 5 |
| 2.2 | Arbeitszeit | 8 |
| 2.3 | Wertewandel | 10 |
| 2.4 | Erlebnis-Shopping | 11 |
| 2.5 | Third Place | 13 |
| 2.6 | Quo vadis Erlebnisgesellschaft ? | 15 |
| 3. | Evolution der Center ? | 16 |
| 3.1 | Traditionelle Einkaufszentren | 19 |
| 3.1.1 | Anzahl | 20 |
| 3.1.2 | Standort | 22 |
| 3.1.3 | Fläche | 24 |
| 3.1.4 | Revitalisierungsmaßnahmen | 26 |
| 3.2 | Urban Entertainment Center | 27 |
| 3.2.1 | Begriffsbestimmung | 27 |
| 3.2.2 | Zielsetzung der UEC-Konzeption | 30 |
| 3.2.3 | UEC-Komponenten | 31 |
| 3.2.4 | UEC-Typen | 36 |
| 3.2.5 | Synergie- und Konfliktpotenziale | 38 |
| 3.2.6 | Bewertung des Status quo | 39 |
| 3.3 | Hybrid Center | 40 |
| 4. | Fallbeispiel Friedenstraße | 41 |
| 4.1 | Regensburg Arcaden | 42 |
| 4.2 | Eignung der Friedenstraße als Untersuchungsobjekt | 43 |
| 4.3 | Urban Entertainment Center Friedenstraße ? | 45 |
| 4.3.1 | Begrifflich | 45 |
| 4.3.2 | Baulich | 46 |
| 4.3.3 | Funktionell | 48 |
| 5. | Darstellung und Bewertung der empirischen Ergebnisse | 50 |
| 5.1 | Methodisches Vorgehen zur Ermittlung der Kopplungs- und Synergieeffekte | 50 |
| 5.1.1 | Erhebung des Kopplungsverhaltens | 51 |
| 5.1.2 | Erhebung der Synergien | 53 |
| 5.2 | Zusammensetzung der Stichproben | 54 |
| 5.2.1 | Altersstruktur | 54 |
| 5.2.2 | Bildungsniveau | 55 |
| 5.2.3 | Berufsgruppen | 56 |
| 5.2.4 | Haushaltsgröße | 57 |
| 5.2.5 | Geschlecht | 58 |
| 5.2.6 | Gruppengröße | 58 |
| 5.2.7 | Einstellung der Probanden zu den Arcaden | 59 |
| 5.2.8 | Besuchsgrund | 60 |
| 5.2.9 | Freizeit- oder Versorgungsorientierung ? | 62 |
| 5.3 | Veränderungen in der Besucherstruktur des Cinemaxx | 64 |
| 5.4 | Kopplungsverhalten | 65 |
| 5.4.1 | Kopplungsverhalten der Arcaden-Besucher | 65 |
| 5.4.2 | Kopplungsverhalten der Cinemaxx-Besucher | 70 |
| 5.5 | Bekanntheitsgrad der gastronomischen Einrichtungen | 79 |
| 5.6 | Besuchshäufigkeit in Arcaden und Cinemaxx | 82 |
| 5.7 | Verkehrsmittelwahl | 85 |
| 5.8 | Synergien | 86 |
| 5.8.1 | Ruhender Verkehr | 86 |
| 5.8.2 | Marketing | 88 |
| 5.8.3 | Kooperationen des Cinemaxx | 90 |
| 6. | Handlungsempfehlungen | 91 |
| 6.1 | Profilierung | 91 |
| 6.2 | Entschärfung des Konfliktpotenzials | 93 |
| 6.2.1 | Zielgruppenverdrängung | 93 |
| 6.2.2 | Cinemaxx-Parktarif | 95 |
| 6.3 | Ausschöpfen des Kopplungspotenzials | 97 |
| 6.3.1 | Arcaden und Cinemaxx | 97 |
| 6.3.2 | Cinemaxx und Gastronomie | 99 |
| Literaturverzeichnis | 102 | |
| Verzeichnis der Expertengespräche | 108 | |
| Verzeichnis besuchter Third Places,Freizeit- und Einkaufszentren (Auswahl) | 108 | |
| Anhang | IX | |
| Abbildungsverzeichnis | ||
| Tabellenverzeichnis | ||
| Kartenverzeichnis | ||
| Inhaltsverzeichnis | ||
| Abbildungsverzeichnis |
Da zwischen beiden Untersuchungen nur ca. 1,5 Jahre vergangen sind, ist davon auszugehen, dass die Eröffnung der Arcaden als deutliche Zäsur einen großen Anteil an dieser Entwicklung trägt. Sicherlich können diese Veränderungen auch auf eher schrittweise ablaufende Prozesse, wie eine veränderte Angebotspolitik des Cinemaxx und Veränderungen im lokalen Kinomarkt, zurückgeführt werden. So hat das Cinemaxx erst spät einen Studententarif eingeführt, der es in Regensburg zum günstigsten Kino für diese Zielgruppe macht. Zudem werden erst seit kurzem auch Filme in Originalsprache (ohne Untertitel) gezeigt, die ein spezielles Publikum (oft Schüler und Studenten) ansprechen. Gleichzeitig haben einige traditionelle Regensburger Kinos den Betrieb eingestellt, darunter das Kammer, welches ein ähnliches Repertoire (Mainstream-Produktionen, aber auch Originalversionen) hatte wie das Cinemaxx. Der Anteil der (Alt-)Stadtbewohner und Studenten ist gegenüber der Untersuchung von ZEITNER (2001) genauso gestiegen wie das Durchschnittsalter. Lediglich der Männeranteil hat sich nicht wesentlich verändert (Die traditionellen Regensburger Kinos Garbo und Regina hatten nach ZEITNER (2001, 146) einen Männeranteil von nur 42%. Der Durchschnitt aller Regensburger Kinos lag bei 47,2%). [...]
Dies ist auf einen hohen Anteil von ca. 41% Kopplern zurückzuführen, die lediglich bis zu 30 Minuten in den Arcaden bleiben. Diese 30 Minuten entsprechen genau der Zeit vor Filmbeginn, innerhalb derer reservierte Kinokarten abgeholt werden müssen. „Nach dem Abholen der Karten machen die Besucher auf dem Absatz kehrt und verbringen die Zeit bis zum Filmbeginn in den Arcaden“ (Expertengespräch WAGNER). In diesem Zusammenhang führt WAGNER den Umsatzrückgang bei Snacks und Getränken im Cinemaxx auf eine Verlagerung in die Arcaden zurück. Vor Eröffnung der Arcaden sorgte gerade die Insellage des Regensburger Cinemaxx für einen – gegenüber anderen Häusern der 63 [...]
Durch die Befragung an zwei verschiedenen Orten (Regensburg Arcaden bzw. Cinemaxx) ergeben sich zwei soziodemographisch potenziell verschieden strukturierte Stichproben. Für die Realisierung von Kopplungs- und die Vermeidung von Zielgruppenverdrängungseffekten ist es jedoch wichtig, eine gemeinsame Zielgruppe anzusprechen. Daher wird zunächst untersucht inwiefern sich die beiden Stichproben soziodemographisch unterscheiden. Dazu werden die Ergebnisse aus beiden Stichproben gegenüber gestellt, sofern dies möglich ist. Fragen, die den Besuch in den Arcaden betreffen, wurden selbstverständlich nur den Probanden aus der Cinemaxx-Stichprobe gestellt, die vor dem Cinemaxx-Besuch in den Arcaden waren (Cinemaxx-ArcadenKoppler). In diesem Fall weißt das Symbol C A in der Legende darauf hin. Eine Ausnahme bilden Fragen, die sich nur generell auf die Arcaden Bezug nehmen. Hier konnten auch Probanden aus der Cinemaxx-Stichprobe befragt werden, die zu einem (beliebigen) früheren Zeitpunkt in den Arcaden gewesen sind. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832482435
Arbeit zitieren:
Wotruba, Markus Juli 2003: Einkaufen und Freizeit - Synergie- und Kopplungseffekte zwischen neuen Einkaufszentren und ihrem Umfeld, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
UEC, Standort Arcaden, Immobilie, Cinemaxx, Erlebniseinkauf



