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Der Einkauf von elektronischen und mechanischen Produkten in China

Ein Ratgeber insbesondere für mittelgroße Unternehmen

Der Einkauf von elektronischen und mechanischen Produkten in China
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Heiko Zinn
  • Abgabedatum: Februar 1998
  • Umfang: 138 Seiten
  • Dateigröße: 9,2 MB
  • Note: 1,5
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Reutlingen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1029-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1029-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1029-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Zinn, Heiko Februar 1998: Der Einkauf von elektronischen und mechanischen Produkten in China, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Beschaffung, Einkauf, Asien, Einkaufskanäle, China

Diplomarbeit von Heiko Zinn

Gang der Untersuchung:

Im Teil A der Arbeit wird mit Hilfe des Branchen-Wettbewerbsmodells von PORTER das wettbewerbstheoritische Umfeld, in dem sich Branchen und Unternehmen befinden, umschrieben.

Teil B befaßt sich mit der Notwendigkeit, die Einkaufsaktivitäten eines Unternehmens in die strategischen Unternehmenskonzepte zu integrieren, ja sogar als einen zentralen Faktor anzuerkennen. Hier werden einkaufsspezifische Denkanstöße in Bezug auf Benchmarking, Best Practice, Beschaffungsmarketing, Outsourcing, Internationalisierung und Materialgruppenmanagement gegeben. Fallspiele untermauern dabei die angesprochenen Themen praxisnah.

Um dem Leser einen Einblick über den zu diskutierenden Beschaffungsmarkt zu gewähren, werden in Teil C die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Chinas durchleuchtet. Zudem wird der Handel zwischen Deutschland und China quantifiziert und insbesondere der Warenstrom elektronischer und mechanischer Produkte von China nach Deutschland produktspezifisch analysiert.

Die für die deutschen Kunden zur Verfügung stehenden Einkaufskanäle für e&m Produkte aus China werden in Teil D dieser Arbeit dargestellt. Dies geschieht an Hand von sechs Fallbeispielen, um dem Leser so praxisbezogen wie möglich verschiedene Optionen in diesem Bereich näher zu bringen.

Ein Vergleich dieser Optionen erfolgt in Teil E an Hand von mehreren erfolgskritischen Faktoren. Es sei angemerkt, daß der Autor eine neutrale Position einnimmt und basierend auf Interviews mit Experten und eigenen Erfahrungen in diesem Bereich versucht, objektiv Vor- und Nachteile abzuwägen. Desweiteren wird auf Besonderheiten in bezug auf chinesische Lieferanten, Qualitätsaspekte und weitere chinaspezifische Faktoren eingegangen.

Der Trend zu rapide anwachsenden Handels- und Investitionsaktivitäten der deutschen Wirtschaft mit Asien und speziell mit China ist klar erkennbar. Aufgrund der Schwierigkeiten im chinesischen Geschäftsleben sollten interessierte Firmen langsam und mit Bedacht an die Erschließung des chinesischen Absatz- wie auch Beschaffungssmarktes herangehen. Das Vorhandensein bzw. der Aufbau von persönlichen Kontakten und Beziehungen ist einer der Haupterfolgsfaktoren im Handel mit China.

Besonders mittelgroße Unternehmen sind gerade in der heutigen Zeit daran interessiert, Kostenersparnisse beim Bezug ihrer Zukaufteile zu realisieren. Obwohl der chinesische Markt dahingehend sehr attraktiv ist, fällt ihnen der Weg nach China häufig schwer bzw. werden sie von Vorurteilen in Bezug auf schlechte Qualität und logistische Probleme des chinesischen Marktes abgeschreckt. Dabei ist die Realität positiver als der allgemeine Ruf. Zur Bearbeitung des chinesischen Einkaufsmarktes werden im Rahmen dieser Arbeit fünf wichtige Einkaufskanäle vorgestellt und im folgenden kurz zusammengefaßt.

Alteingesessene Handelshäuser haben eine hohe Kompetenz im Handel mit China. Sie besitzen über Jahrzehnte aufgebaute und gepflegte Kontakte zu wichtigen Kreisen der Wirtschaft und ein weitgefächertes Lieferantennetz. Als Fallbeispiel wird die Firma C. MELCHERS GMBH & CO., Bremen, herangezogen.

Eine zweite händlerähnliche Form der Beschaffung aus China ist die Nutzung internationaler Einkaufsbüros großer, multinationaler Unternehmen. Diese Firmen sind i.d.R. nicht so lange vor Ort wie etablierte Handelshäuser, besitzen aber häufig ein umfangreiches Einkaufsnetz über ganz Asien und somit auch Lieferanten in vielen verschiedenen ostasiatischen Ländern. Als Fallbeispiel für diesen Einkaufskanal wird das 3rd Party Business des IPO EAST ASIA, Singapore, des Zentraleinkaufs der SIEMENS AG, München, vorgestellt.

Als dritte Form, den chinesischen Markt zu bearbeiten, können Einkaufskooperationen gebildet werden, wobei mehrere Firmen eine gemeinsame Einkaufsorganisation in Asien aufbauen und nutzen. Auch hier ist man i.d.R. in mehreren ostasiatischen Ländern gleichzeitig aktiv und teilt sich die anfallenden Betriebskosten. Das einzige existierende Beispiel einer solchen asiatischen Einkaufskooperation in Deutschland ist die GLOBAL PROCUREMENT CONSULTANCY/SERVICES, Hannover Münden.

Desweiteren versuchen chinesische Industrieunternehmen eigene Vertriebsbüros in Deutschland aufzubauen, um so direkt den deutschen Markt mit chinesischen e&m Produkten zu beliefern. Als Fallbeispiel dient die CHINA GREAT WALL INDUSTRIAL CORPORATION, Beijing.

Schließlich können deutsche Unternehmen eigene Einkaufsbüros in China/Asien errichten. Einerseits kann dadurch höchste Flexibilität und Kontrolle über die Prozeßabläufe erzielt werden. Andererseits lohnt sich ein solches Büro wegen der hohen Betriebskosten jedoch erst ab einem sehr hohen Einkaufsvolumen. Hier sollen die Firmen MTU GMBH, Friedrichshafen, und die VIVANCO GMBH, Hamburg, als Beispiele herangezogen werden.

Aus Gesprächen mit erfahrenen Praktikern wird deutlich, daß die Erschließung eines neuen Beschaffungsmarktes eine langwierige Angelegenheit ist. Ausgehend von einer genauen Marktanalyse über die Lieferantensuche und -auditierung, Anfrage, Vertragsverhandlungen, Abklären von technischen Details, Musterfreigabe bis hin zur Serienbestellung sind alle Teilschritte sehr zeitaufwendig, um letztendlich die optimalen Lieferanten zu finden. Hinzukommen bei der Erschließung des chinesischen Marktes die große Entfernung, sprachliche und kulturelle Barrieren, infrastrukturelle und qualitative Probleme sowie die Größe des Landes. Daher sind Anlaufzeiten, von der Marktanalyse bis zur Serienbestellung, von ein eher zwei Jahren üblich.

Alle dargestellten Einkaufskanäle verbergen spezifische Vor- und Nachteile. Ein mittelgroßes Unternehmen muß daher die eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten mit diesen Vor- und Nachteilen abstimmen. Es muß abwägen, ob der direkte Kontakt zum chinesischen Lieferanten aufzubauen ("Make"), einen Mittler einzuschalten ("Buy") oder einen Mix aus beiden Möglichkeiten anzustreben ist. Die Make-and/or-Buy-Entscheidung beeinflußt den Erfolg maßgeblich. Bei der Wahl sollten Beurteilungskriterien wie Kosten, Marktkenntnis, Serviceangebot, Zuverlässigkeit und Kundenvertrauen analysiert werden. Das endgültige Ergebnis ist in Teil E dieser Arbeit ausführlich dargestellt.

Generell muß angemerkt werden, daß es sehr schwierig ist, in Presse und Literatur zu dem Thema der Beschaffung aus China detaillierte und verwertbare Informationen zu finden. Daher beruhen viele Aussagen zwangsläufig auf Erfahrungen von Experten, Praktikern und denen des Autors.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis IV
Abkürzungsverzeichnis V
Einleitung 1
Aufbau der Arbeit 3
Executive Summary 3
A. Wettbewerbstheoritsche Ansätze 6
1. Porter’s Determinanten des Wettbewerbs in Branchen 6
1.1. Markteintritt und Marktaustritt von Konkurrenten 7
1.2. Verhandlungsmacht von Lieferanten und Kunden 8
1.3. Rivalität unter bestehenden Wettbewerbern einer Branche 9
1.4. Bedrohung durch Substitute - Ersatzprodukte 9
2. Die Erweiterung Porter’s Modell durch Andrew Grove 10
3. Schlußfolgerung für die Arbeit 11
B. Der Einkauf im Wandel 12
1. Die Bedeutung der Beschaffungsfunktion 12
1.1 Direkte Kosten 13
1.2 Indirekte Kosten 14
2. Umdenken im Einkauf 15
3. Best Practice und Benchmarking 16
4. Die Bedeutung eines schlagkräftigen Beschaffungsmarketings 18
5. Outsourcing von Einkaufsaktivitäten 20
6. Materialgruppenmanagement kombiniert den zentralen und dezentralen Einkauf 21
7. Die Internationalisierung des Einkaufs 24
8. Fallbeispiel eines mittelgroßen deutschen Unternehmens 26
C. Der Beschaffungsmarkt China 29
1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen in China 29
1.1. Der Beginn der wirtschaftlichen Umgestaltung 29
1.2. Sonderwirtschaftszonen 29
1.3. Staatliche vs. nicht-staatliche Unternehmen 30
1.4. Der Finanzsektor 32
1.5. Umwelt 32
1.6. Arbeitslosigkeit 33
1.7. Regionale Varianzen 33
2. Die Bedeutung Chinas im Welthandel 34
3. Deutsch-Chinesische Handelsbeziehungen 35
3.1. Die Entwicklung 35
3.2. Der Warenfluß 37
4. China im asiatischen Vergleich 39
5. Chinesische Gepflogenheiten 39
D. Bedeutende Einkaufskanäle für e&m Teile in China 42
1. Sinospezialisierte Dienstleister 43
1.1. FAR EAST MARKET ACCESS GMBH (FEMAC), Stuttgart 43
1.2. VINCK’S AGENCY FOR CONSULTING AND TRADING (VACT), Essen 43
2. Handelshaus - C. Melchers GmbH & Co., Bremen 44
2.1. Das Unternehmen 44
2.2. Die Beschaffungstätigkeit von e&m Teilen in China 44
3. Einkaufsorganisationen multinationaler Großunternehmen 47
3rd Party Business des IPO East Asia der Siemens AG 47
3.1. Das Unternehmen 47
3.2. Die Einkaufsaktivitäten in Asien 48
3.3. Das 3rd Party Business 49
4. Einkaufskooperation - Global Procurement Service Ltd. 51
4.1. Das Unternehmen 51
4.2. Die Einkaufsaktivitäten 52
5. Deutsches Vertriebsbüro eines chinesischen Lieferanten 55
China Great Wall Industry Corporation (GWIC) 55
5.1. Das Unternehmen 55
5.2. Das Vertriebsbüro in Deutschland 55
5.3. Probleme bei der Beschaffung aus China 56
6. Interne asiatische Einkaufsorganisation 57
6.1. MOTOREN- UND TURBINENUNION GMBH (MTU), Friedrichshafen 58
6.1.1. Das Unternehmen 58
6.1.2. Die Einkaufsaktivitäten 59
6.2. VIVANCO GMBH, Hamburg 60
6.2.1. Das Unternehmen 60
6.2.2. Die Einkaufsaktivitäten 61
6.2.3. Die Erfahrungen beim Einkauf in China 62
E. Auswertung der Unternehmensanalyse 65
1. Vergleich der einzelnen Einkaufskanäle in China 65
1.1. Kultur- und Marktverständnis 65
1.2. Kundenvertrauen 67
1.3. Serviceangebot 68
1.4. Zuverlässigkeit 69
1.5. Kosten 71
2. Chinaspezifische Problematiken 73
2.1 Lieferantenbeurteilung in China 73
2.2. Qualität in China 74
2.3. Logistik in China 76
2.4. Lieferantenbeziehungen in China 77
Schlußbetrachtung 79
Eidesstattliche Erklärung 1
Anlage 1 - Markteintrittsbarrieren I
Anlage 2 - Fragebogen des IPO East Asia der Siemens AG II
Anlage 3 - Internationale Industriemessen in China 1998 III
Anlage 4 - Chinas Provinzen im wirtschaftlichen Vergleich IV
Anlage 5 - Chinas Sonderwirtschaftszonen V
Anlage 6 - Wirtschaftsindikatoren Chinas VI
Anlage 7 - Detaillierte Aufgliederung des deutschen Imports aus China für elektronische Waren (Warengruppe 841) in 1996 VII
Anlage 8 - Unterstützende Institutionen im Chinageschäft VIII
Literaturverzeichnis XII

Automatisiert erstellter Textauszug:

Die Arbeit zeigt die große Bedeutung des Einkaufs zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Es ist heutzutage weitaus schwieriger, den Umsatz von Produkten zu erhöhen, als durch strategische und internationale Beschaffung die Materialeinstandskosten zu verringern. Letztere wirken im Gegensatz zu Umsatzteigerungen zudem hundertprozent gewinnsteigerend. Die Arbeit stellt in diesem Zusammenhang das große Potential des chinesischen Beschaffungsmarktes dar, elektronische und mechanische Komponenten und Produkte kostengünstig einzukaufen. Der Beschaffungsmarkt China wird durch die sich ständig verbessernden wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen, Technologien und Produktangeboten für deutsche Einkäufer immer interessanter. Trotzalledem sollten besonders für hochtechnologische Produkte Taiwan, Hong Kong und Singapur als Bezugsländer einbezogen werden. Für mittelund niedertechnologische Produkte sollten, bei entsprechend hohem Einkaufsvolumen, auch die südostasiatischen Länder Malaysia, Indonesien und Thailand als Beschaffungsmärkte analysiert werden, um Preis- und Qualitätsunterschiede lückenlos aufzudecken. Die Arbeit zeigt weiterhin für deutsche mittelgroße Unternehmen die verschieden Wege auf, den von außen intransparenten chinesischen Beschaffungsmarkt zu bearbeiten. Dabei sind die indirekten Beschaffungkanäle den direkten gegenübergestellt. Jeder dieser Beschaffungskanäle hat seine Vor- und Nachteile. Die indirekten Beschaffungskanäle, insbesondere die Beschaffung über ein Handelshaus oder einem 3rd Party Büro multinationaler Unternehmen, fordern auf Seiten des deutschen Kunden kaum eigenen Kapitaleinsatz, vergleichsweise wenig menschliche Ressourcen im Beschaffungsprozeß und geringe klar vorausplanbare Kosten. Die direkten Beschaffungskanäle, insbesondere die Unterhaltung ein oder mehrerer Einkaufsbüros in China/Asien, erfordern von einem mittelgroßen Unternehmen einen hohen Kapitaleinsatz, erhebliche menschliche Ressourcen im Beschaffungsprozeß und ein nicht klar bestimmtes Kostenrisiko. Die eigene direkte Beeinflussung ist natürlich bei einem eigenen IPO am umfangreichsten. Das Aufwand-Nutzen-Verhältnis steht deshalb für jedes Unternehmen entsprechend seiner spezifischen Ausrichtung und strategischen Zielstellung im Mittelpunkt der Entscheidung. Eine Entscheidung für die eine oder andere Variante kann also nur nach sorgfältiger Prüfung der einzelnen Faktoren durch jedes Unternehmen individuell erfolgen. [...]

Nicht zu empfehlen ist die Suche nach einem Lieferanten zur Produktion eigener, patentgeschützter Produkte, da diese häufig sehr schnell kopiert werden und die rechtliche Verfolgung trotz entsprechender Verträge und Gesetze sehr schwierig ist.129 So muß während der Musterphase häufig Geduld von deutscher Seite gezeigt werden, da die ersten Muster in der Regel nicht den gewünschten Qualitäten entsprechen. Aber hier scheidet sich schon die Spreu vom Weizen. Lieferanten, die schnell auf Qualitätsprobleme der Muster reagieren, werden auch in der Lage sein, bei Problemen während der Serienproduktion oder Änderung der Kundenwünsche flexibel zu handeln. Ist die Musterphase erfolgreich abgeschlossen, sollten die chinesischen Lieferanten nicht sofort mit sehr großen Mengenabrufen beauftragt werden, wie man es wahrscheinlich bei einem europäischen Lieferanten tun würde. Der chinesische Partner sollte langsam mit wachsenden Mengenabrufen aufgebaut werden, um nicht zu Beginn seine Kapazitätsgrenzen überschreiten zu müssen und so mögliche Lieferverspätungen zu provozieren. Das gibt dem Lieferanten Zeit, Kapazitätserweiterungen vorzunehmen. Weiterhin sollte von deutschen Kunden der angegebene Liefertermin nicht der Just-in-timeTermin sein, da es bei der logistischen Abwicklung immer wieder zu Verspätungen von einigen Tagen kommen kann. Es ist daher ratsam, sich intern eine Sicherheitszeitspanne von ein bis zwei Wochen zuzugestehen und dementsprechend Termin zum Produktionsverbrauch des bestellten Produktes angepaßt werden. Dies erspart Auseinandersetzungen über die Verantwortungsübernahme von Produktionsausfallkosten. [...]

Wie schon mehrfach angedeutet, stellen sich Warentransporte in, aus und nach China teilweise noch problematisch dar. Mit einem ca. 1,2 Mio. km langem Straßennetz (1995) besitzt China verglichen mit der Gesamtfläche des Landes ca. 100 mal weniger Straßen pro km² als die EUStaaten zusammen. Zudem sind weniger als ein Drittel der existierenden Straßen in gutem Zustand.128 Auch das chinesische Schienennetz entspricht mit einer Länge von 62.600km (1995) etwa einem Hunderstel von dem der EU. Zudem sind nur ca. ein Drittel der Strecken zweispurig befahrbar und ein Sechstel der Strecken elektrifiziert. Obwohl das Straßen- und Schienennetz bis zum Jahre 2000 um 10% ausgebaut werden soll, ist man von eurpäischen Standards noch weit entfernt. Über den Luftverkehr sind 140 Orte in China erreichbar. In den kommenden Jahren soll das weitverzweigte Luftverkehrsnetz um 40 weitere Flughäfen ausgebaut werden. Für den Binnenverkehr ist die Southern China, drittgrößte der 34 Flugesellschaften, am bedeutensten. Nachdem das Speditionsmonopol von vier großen Staatsspeditionen 1987 aufgehoben wurde, existieren heute ca. 600 lizensierte Spediteure in China. Das größte Problem in diesem Sektor ist die ständigen Vergabe von Aufträgen an Subspediteure, aus Gründen des Kapazitätsmangels [...]

Arbeit zitieren:
Zinn, Heiko Februar 1998: Der Einkauf von elektronischen und mechanischen Produkten in China, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Beschaffung, Einkauf, Asien, Einkaufskanäle, China

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