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Einheit in der Vielfalt

Facetten einer erfolgreichen deutsch-französischen Städtepartnerschaft: Nürnberg-Nizza

Einheit in der Vielfalt
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Christina Hempel
  • Abgabedatum: Juni 2007
  • Umfang: 92 Seiten
  • Dateigröße: 2,3 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Universität Passau Deutschland
  • Bibliografie: ca. 48
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-1412-2
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Hempel, Christina Juni 2007: Einheit in der Vielfalt, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Städtepartnerschaft, Nürnberg, Nizza, Frankreich, jumelage

Diplomarbeit von Christina Hempel

Einleitung:

Wer heute durch Deutschland fährt, findet am Ortseingang vieler Städte und Gemeinden Hinweise auf Partnerschaften mit ausländischen Kommunen. Was mittlerweile als ganz selbstverständlich gilt, war in den ersten Nachkriegsjahren harte Pionierarbeit. Robert Schuman, damaliger französischer Außenminister und einer der Gründerväter der Europäischen Union, fordert in seiner berühmten Erklärung vom 9. Mai 1950 konkrete Taten, um die Einheit Europas schrittweise zu verwirklichen. Vor allem Deutschland und Frankreich sollen der Motor dieser Verständigungspolitik sein:

L’Europe ne se fera pas d’un coup, ni dans une construction d’ensemble: elle se fera par des réalisations concrètes, créant d’abord une solidarité de fait. Le rassemblement des nations européennes exige que l'opposition séculaire de la France et de l'Allemagne soit éliminée. L'action entreprise doit toucher au premier chef la France et l'Allemagne.

Auf elementarer Ebene kann das Ziel der Verständigung und Aussöhnung zwischen Deutschland und Frankreich unter anderem durch Städtepartnerschaften in die Tat umgesetzt werden. Eine der zahlreichen kommunalen Verbindungen, welche in diesem Kontext entstehen, ist die Städtepartnerschaft Nürnberg–Nizza.

Als Einstieg wird in Kapitel 2 kurz auf den historischen Hintergrund eingegangen sowie auf die Entwicklung der Städtepartnerschaften von der unmittelbaren Nachkriegszeit bis heute. Im Folgenden geht es dann konkret um die Verbindung zwischen Nürnberg und Nizza. Nach einigen Rahmendaten in Kapitel 3 zeigen Kapitel 4 und 5 die zahlreichen Facetten der Partnerschaft auf, welche sich im Laufe der über 50 Jahre herausgebildet haben. Dabei wurde einerseits versucht, durch die Darstellung verschiedenster Aktivitäten eine möglichst große Bandbreite zu erzielen, um der vorhandenen Vielfalt gerecht zu werden. Andererseits musste an einigen Stellen auf detailliertere Ausführungen bzw. auf weitere Handlungsfelder verzichtet werden, um eine schlichte Aufzählung zu vermeiden und bei den behandelten Aspekten angemessen in die Tiefe gehen zu können. Die Arbeit erhebt deshalb keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Dennoch wurde versucht, repräsentative Bereiche auszuwählen und den Großteil der realisierten Projekte im Rahmen der Städtepartnerschaft abzudecken. Nach einer Analyse der Problemfelder wird abschließend ein langfristiges Erfolgsrezept herausgearbeitet. Was zeichnet die Verbindung zwischen Nürnberg und Nizza aus? Weshalb hat sie im Gegensatz zu vielen anderen deutsch-französischen Partnerschaften auch langfristig Bestand? Welche Vor- und Nachteile für die Vielfalt und Intensität bringt dabei die Tatsache mit sich, dass es sich um zwei Großstädte handelt? Und warum ist es trotz vorhandener Probleme gerechtfertigt, die Beziehung als erfolgreich zu bezeichnen?

Der Titel der Arbeit ist aus zwei unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten und deutet bereits die Kernaussage an. „Einheit in der Vielfalt“ bzw. „In Vielfalt geeint“ ist zum einen das Motto der Europäischen Union. Es steht dafür, dass sich die Bürger über die EU geeint für Frieden und Wohlstand einsetzen und dass die vielen verschiedenen Kulturen, Traditionen und Sprachen in Europa eine Bereicherung für den Kontinent darstellen. Städtepartnerschaften sind dabei ein wichtiges Element, um die Menschen in Europa einander auf konkrete und greifbare Art und Weise näher zu bringen. Zum anderen spielt die Vielfalt auf die zahlreichen Facetten innerhalb solcher „Eheschließungen“ an, welche zusammen genommen ein einheitliches Ziel verfolgen: ein möglichst starkes Band zwischen den Partnern, hier Nürnberg und Nizza, zu knüpfen.

Da lediglich für den historischen Hintergrund auf einschlägige Literatur zurückgegriffen werden konnte, basiert der Großteil der Arbeit auf Gesprächen, Zeitungsartikeln, Internetseiten, E-Mail-Korrespondenzen und einigen ungebundenen Materialien (Broschüren, Dossiers, Protokolle oder Briefe). Die etwa 50 persönlichen sowie die rund 50 telefonischen Interviews wurden zwischen November 2006 und Juni 2007 geführt; die Dauer eines Gesprächs variiert von einigen Minuten bis hin zu zwei Stunden. Dabei wurde nach keinem festen Schema vorgegangen, sondern die Interviewpartner bekamen je nach Bedarf unterschiedliche Fragen gestellt. Die Antworten und Ergebnisse sind jeweils an geeigneter Stelle in den Text eingearbeitet.

Ziel vorliegender Diplomarbeit ist somit, die Vielfalt der Verbindung zwischen Nürnberg und Nizza durch eine Mischung aus beschreibenden Fakten sowie vielen persönlichen Eindrücken und Erfahrungen aufzuzeigen. Zahlreiche kleine Mosaiksteinchen sollen zusammengesetzt ein repräsentatives Gesamtbild ergeben.

Viele Städtepartnerschaften existieren nur auf dem Papier und sind dadurch weitgehend wertlos. Am Beispiel Nürnberg–Nizza wird im Folgenden gezeigt, dass eine solche kommunale Partnerschaft auch in der Praxis lebendig und facettenreich sein kann.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
2. Deutsch-französische Städtepartnerschaften 3
2.1 Dauerhafter Frieden in Europa - Historischer Ursprung der deutsch-französischen Städtepartnerschaften 3
2.2 Die Aufgabe der Städtepartnerschaften im Wandel der Zeit 6
3. Die Frankenmetropole und die „Perle an der Côte d'Azur“ 8
3.1 Nürnberg und Nizza: ein Portrait 8
3.2 Weitere Partnerstädte und der Stellenwert Nürnberg-Nizza 11
3.3 Wie alles begann - der Verbrüderungseid 1954 12
3.4 Die Entwicklung der Partnerschaft - Höhen und Tiefen 14
3.5 Nürnberg-Nizza im Bewusstsein der Bürger heute 15
4. Facetten der Partnerschaft 17
4.1 Der administrative Rahmen 17
4.1.1 Offizielle Kontakte der Stadtspitzen 17
4.1.2 Das Amt für Internationale Beziehungen und die Direction des Relations Internationales et du Protocole 17
4.1.3 Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 19
4.2 Der „Freundeskreis Nürnberg-Nizza“ 20
4.3 Begegnungen - jung und alt 22
4.3.1 Schüleraustausch 22
4.3.2 Allgemeiner Jugendaustausch 25
4.3.3 Praktikumsaufenthalte 27
4.3.4 Bürgerreisen 28
4.3.5 Behindertenreisen 30
4.4 Kunst und Kultur 34
4.4.1 Messeausstellungen 34
4.4.2 Bildende Kunst 35
4.4.3 Karneval und Tanz 37
4.5 Musikalischer Austausch 40
4.5.1 Die Musikhochschule Nürnberg-Augsburg und das Conservatoire National deRégion de Nice 40
4.5.2 Konzerte der Philharmoniker 43
4.6 Sportliche Aktivitäten 45
4.6.1 Rudern 45
4.6.2 Fußball 46
4.6.3 Radfahren 49
4.7 Fachlicher Erfahrungsaustausch 52
4.7.1 Polizei 52
4.7.2 Umwelt 53
4.8 Weihnachten in Nürnberg und Nizza 56
4.8.1 Der „Christkindlesmarkt“ in Nizza 56
4.8.2 Der Nizza-Stand auf dem Markt der Partnerstädte in Nürnberg 57
4.9 Bund fürs Leben 58
5. Die „Goldene Hochzeit“ 2004 61
5.1 Veranstaltungen im Rahmen des Jubiläumsjahres 61
5.2 „grenzenlos“ - Nürnberg trifft Nizza 63
5.3 Albrecht Dürer und Niki de Saint Phalle 64
6. „Ehekrisen“ - Probleme der Partnerschaft 67
7. Das langfristige Erfolgsrezept 70
8. Bibliographie 73
Anhang 78

Textprobe:

Kapitel 4.7, Fachlicher Erfahrungsaustausch:

Polizei:

Seit Mitte der 80er Jahre besteht zwischen der Verbindungsstelle Nürnberg der International Police Association (IPA) und der Délégation des Alpes-Maritimes de l’IPA eine enge Partnerschaft. Bei der IPA handelt es sich um die größte internationale Vereinigung von Polizeibediensteten, die zur Zeit etwa 300.000 Mitglieder in 61 Staaten zählt und politisch und gewerkschaftlich unabhängig ist. Guy Suzanne, langjähriger Leiter der Délégation des Alpes-Maritimes, berichtet, wie es zur Verbindung mit Nürnberg kommt:

Nous voulions absolument faire une action internationale au niveau de l’Europe. Et on avait vu que Nuremberg avait une place importante. C’était une ville industrielle, une ville également universitaire, une ville d’une importance comparable à Nice, et il y avait déjà des jumelages associatifs ou tout au moins des rencontres inter-associatives. Et donc on avait décidé que parmi la vingtaine de villes jumelées avec Nice, on choississait Nuremberg.

1984 fährt Guy Suzanne nach Deutschland, um dort zusammen mit den Nürnberger Kollegen einen Freundschaftsvertrag auszuarbeiten. Das offizielle Protokoll wird schließlich im Oktober 1985 unterzeichnet. Thomas Schubert, derzeitiger Verbindungsstellenleiter der IPA Nürnberg, betont, dass dies der erste Freundschaftsvertrag zwischen zwei IPA-Organisationen überhaupt ist: „Das hat es vorher noch nicht in dieser Art gegeben. Eben auch mit einer Urkunde dokumentiert und dementsprechend ratifiziert auf Gegenseitigkeit.“ Seitdem finden regelmäßig Begegnungen statt, sei es mit großen Reisegruppen (wie zuletzt 1997 und 1999 von Nürnberg nach Nizza) oder mit kleineren Delegationen, wie Guy Suzanne präzisiert: Il y a eu régulièrement des voyages. Les grands groupes de 50 personnes, c’est à peu près une moyenne de cinq ans. Et les petits groupes ou des visites amicales presque tous les ans.

Ziel der IPA ist unter anderem die Förderung des Erfahrungsaustausches zwischen den Beamten, um die international polizeiliche Zusammenarbeit zu erleichtern. Über private Beziehungen soll also ein dienstlicher Erfahrungsaustausch erfolgen. In dem Zusammenhang wird jedes Jahr ein breites Bildungsprogramm mit mehrsprachigen Seminaren im „Internationalen Informations- und Bildungszentrum (IBZ) Schloss Gimborn“ in Nordrhein-Westfalen angeboten. Außerdem treffen sich alle zwei Jahre Delegationen auf der internationalen Polizeiwoche im italienischen Jesolo, um Erfahrungen zu bestimmten Themen auszutauschen, wie zum Beispiel zum Aufbau der Bereitschaftspolizei (2004) oder zur Ausländerintegration (2006).

Walter Beisig, Kriminalhauptkommissar und Mitglied der IPA Nürnberg, betont, dass in der IPA zwar Informationsaustausch erfolgt, der Einfluss auf die Politik oder polizeiliche Strukturen jedoch verhältnismäßig gering ist, da die IPA die Gesetze nicht ändern kann: „Ich kann nur meinen Horizont erweitern!“ Auch Guy Suzanne weist auf die Begrenztheit der Möglichkeiten eines echten fachlichen Erfahrungsaustausches hin:

On s’échange dans le cadre des règlements respectifs des Etats. (…) Nous sommes une force de proposition, mais nous n’avons qu’une voix consultative. […] Quand on se rencontre, on discute. Il est bien évident que ces policiers échangent des souvenirs et des expériences vecues sur le terrain. Mais ces échanges sont effectués dans un cadre informel de convivialité et d’amité.(…) Ca a dépassé le cadre de police, ça a dépassé le cadre de l’IPA, c’est devenu un cadre d’amité.

Für beide Seiten stehen somit vor allem die persönlichen Beziehungen der Partnerschaft im Vordergrund. „Da gibt es Freundschaften, die schon über 30 Jahre alt sind, die dann so familiär sind, dass man sogar fast schon einen Wohnungsaustausch macht“, erzählt Walter Beisig.

Aktuell gibt es vor allem auf französischer Seite Probleme, geeigneten Nachwuchs für den IPA-Austausch zwischen Nürnberg und Nizza zu finden. Dies hängt zum einen mit allgemein sinkenden Mitgliederzahlen im Land zusammen (von 20.000 auf 2000 in den letzten Jahrzehnten), zum anderen aber auch mit geringerem Interesse an der deutschen Sprache. Trotzdem glaubt Guy Suzanne, dass die engen Beziehungen weiter bestehen können: A mon avis, ça perdurera. Mais il faut qu’une autre génération prenne le relais.

Umwelt:

Zwischen dem Umweltreferat Nürnberg und dem Département de l’environnement Nice gibt es seit Ende der 90er Jahre regelmäßige Aktivitäten. Es handelt sich dabei nicht um eine institutionalisierte Zusammenarbeit, sondern vielmehr um einen lockeren Erfahrungsaustausch.

Die erste Begegnung findet 1999 statt, als Arnaud Bonnin aus Nizza zusammen mit Vertretern anderer Partnerstädte an einer Umweltfachtagung zur Luftreinhaltung in Nürnberg teilnimmt. Dort lernt er den Leiter der Abteilung Umweltanalytik des damaligen Chemischen Untersuchungsamtes (heute Stadtentwässerung und Umweltanalytik Nürnberg), Dr. Werner Balzer, kennen und die beiden knüpfen erste fachliche und persönliche Kontakte.

Im Herbst 2002 nimmt Arnaud Bonnin auf Einladung der Stadt Nürnberg an einer gemeinsamen Umweltfachtagung in Erlangen teil, um im Anschluss daran den Autofreien Tag am 22. September in Nürnberg vor Ort zu erleben. Er ist vom nachhaltigen Konzept der Franken überzeugt: „Ce qui était intéressant, c’était d’avoir plus qu’une journée sans ma voiture. C’est plutôt l’idée d’avoir une sensibilisation à d’autres pratiques que celles de la voiture. Ce concept-là est assez intéressant.“ Der Franzose ist vor allem auch von der Fahrradkultur der Deutschen beeindruckt: „Les gens qui ont de petites carioles où les enfants peuvent se mettre dedans derrière, on ne voit pas du tout ça en France. Et cette image avec tout le monde à vélo, des gens en costard, bien habillé sur des vélos, c’était intéressant.“ Davon inspiriert zeigt er seinen Kollegen nach der Rückkehr Fotos vom Autofreien Tag, den Fahrrädern und der Nürnberger Tram, um seine Vorschläge für Neuerungen Nizzas im Bereich der Verkehrsplanung zu untermauern. In der französischen Partnerstadt laufen momentan die Bauarbeiten für ein Straßenbahnnetz auf Hochtouren. Nizzas Bürgermeister Jacques Peyrat soll in dem Zusammenhang gesagt haben, dass ihn dieses System in Nürnberg sehr überzeugt hat. Zwar spielen nationale Tendenzen in ganz Frankreich wohl die entscheidende Rolle für die Einrichtung der „Tramway“ in Nizza, doch bestärkt die Tatsache, dass das System bei den Franken gut funktioniert, in jedem Falle die Pläne an der Côte d’Azur.

Im Jahr 2003 besucht Dr. Werner Balzer im Rahmen einer Tagung in Avignon umgekehrt die Partnerstadt Nizza und interessiert sich hier besonders für die Ozonmessstationen bzw. das gesamte Umweltinformationssystem, welches über das Internet realisiert ist. „Als wir unser Internetluftinformationssystem dann weiter ausgebaut haben, haben wir uns auch bei den Partnerstädten, insbesondere bei Nizza, angeschaut, was die für Lösungen haben“.

Des Weiteren nimmt Dr. Klemens Gsell, stellvertretender Bürgermeister Nürnbergs und Leiter des Geschäftsbereichs Umwelt, im November 2006 an einem Kongress in Nizza zur Zukunft der Energieversorgung der Städte teil. Er spricht von „persönlichen Kontakten“ und „lockerem Austausch“ mit Nizza im Umweltbereich. Eine noch stärkere Kooperation sei seiner Meinung nach schwierig, da die beiden Kommunen jeweils unterschiedliche Ausgangspositionen in der nationalen Gesetzgebung haben und außerdem bezüglich der Verwaltungseffizienz bereits schon auf einer ziemlich gleichberechtigten Ebene lägen. Für Dr. Werner Balzer sind diese persönlichen Beziehungen dennoch eine große Bereicherung:

Sowas lebt eigentlich immer von den Personen. Dadurch, dass ich öfters mal mit dem Arnaud Bonnin telefoniert habe, und auch heute noch telefoniere, ist da auch ein persönlicher Kontakt da. Und wenn wir irgendetwas brauchen, sei es ein technischer Ratschlag oder die Suche nach einer Veröffentlichung (...), dann ruft man mal eben an.

Arnaud Bonnin hebt seinerseits die europäische Dimension hervor. Für ihn ist die Kooperation mit Partnerstädten auf lokaler Ebene von großer Bedeutung:

Maintenant, l’Europe devient de plus en plus préponderante. (…) Donc, ce jumelage permet d’avoir un éclairage européen qu’on n’a pas beaucoup nous en tant que ville. On est souvent centré sur nous, un petit peu sur le département ou la région, très peu de façon nationale, alors européen, c’ést complètement une autre dimension. (…) C’est très intéressant de s’inspirer aussi des réussites d’autres villes pour essayer de les appliquer chez nous.

Neben polizeilichem und umweltpolitischem Erfahrungsaustausch zwischen Nürnberg und Nizza gibt es im Laufe der Zeit mehrere Ansätze, auch auf wirtschaftlicher Ebene miteinander zu kooperieren. Jedoch sind städtepartnerschaftlich motivierte Verbindungen in diesem Bereich schwierig, da die meisten Unternehmen ihre eigenen Ziele und Strategien verfolgen. Nürnbergs Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly erklärt dazu: „Es gibt Absichtserklärungen, das zu intensivieren, aber es gibt wenig konkrete Ansatzpunkte. Ich meine aber, dass eine gute Städtepartnerschaft auch ohne Ökonomie funktionieren kann“.

Arbeit zitieren:
Hempel, Christina Juni 2007: Einheit in der Vielfalt, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Städtepartnerschaft, Nürnberg, Nizza, Frankreich, jumelage

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