Einführung von gesundheits- und umweltfreundlichen Technologien, insbesondere in kleineren und mittleren Betrieben
Dargestellt am Beispiel der Substitution von organischen Lösemitteln in der Druckindustrie mit Hilfe des Projektes SUBSPRINT
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Vera König
- Abgabedatum: September 1995
- Umfang: 65 Seiten
- Dateigröße: 2,7 MB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Universität Bielefeld Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-2105-2
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-2105-2 P - ISBN (CD) :978-3-8324-2105-2 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: König, Vera September 1995: Einführung von gesundheits- und umweltfreundlichen Technologien, insbesondere in kleineren und mittleren Betrieben, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: kleine Betriebe, Umwelt-und Gesundheitsschutz
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Diplomarbeit von Vera König
Einleitung:
"Die Ökologiefrage ist zu einer Überlebensfrage geworden". Dieser Aussage wird heute von kaum einer gesellschaftlich relevanten Gruppe widersprochen. Dennoch,schreitet die Umweltzerstörung fort. Klimaveränderungen, Wasser- und Luftverschmutzung, Waldzerstörung, Desertifikation, Verringerung der Artenvielfalt bedrohen die Lebensgrundlagen der Menschen. Eine der Hauptursachen ist der Produktions- und Konsumstil der Industrielän-der. Deren Wirtschaftswachstum und der damit einhergehende Wohlstand beruhen auf einem immensen Ressourcenverbrauch und der fortlaufenden Abgabe von Schadstoffen und Abfällen an die natürliche Umwelt, ohne deren Regenerierungsfähigkeit und die Endlichkeit der Ressourcen zu berücksichtigen. Nach Berechnungen des Wuppertal-Instituts für Klima, Umwelt; Energie trägt z. B. jeder, Deutsche einen "Ökologischen Rucksack" von. 50 Tonnen; denn Stoffmengen in dieser Größenordnung müssen jährlich zu seiner Bedürfnisbefriedigung umgesetzt werden.
Im Mittelpunkt des Brundtland-Berichts der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung stand 1987 der Begriff -Sustainable Development." Die Brundtlahd-Kommission verstand darunter eine Entwicklung, "die den gegenwärtigen Bedarf zu decken vermag, ohne gleichzeitig späteren Generationen die Möglichkeit zur Deckung des ihren zu verbauen." Zu diesem Leitbild bekennen sich Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Konsumenten gleichermaßen. Seine praktische Umsetzung ist jedoch eher bescheiden.
Die Diskrepanz zwischen Umweltbewußtsein und Umwelthandeln ist zwar in allen Lebensbereichen groß, aber besonders Unternehmen geraten mehr und mehr unter öffentlichen Druck. Sie werden in zunehmendem Maße als Mitverursacher der Umweltbeeinträchtigungen gesehen. Der ökologische Umbau von Unternehmen wird öffentlich diskutiert und gefordert. Schlüsselbegriffe wie Umweltmanagement und integrierter Umweltschutz, sollen die Unternehmen dabei voranbringen. Umweltschutz als Chefsache, der Umweltbeauftragte, Umweltausschüsse, Öko-Tarifverträge, das Umwelt-Audit usw. sind im Gespräch und in einigen Unternehmen verschiedener Branchen auch bereits Realität., Die meisten Unternehmen sind jedoch von einem ökologischen Umbau noch weit entfernt und solange die Preise nicht die ökologische Wahrheit sagen, wird dieser Umbau nicht durch Markteinflüsse flächendeckend in Gang gesetzt werden. Dazu bedarf es nicht zuletzt neuer Anreizstrukturen, die die Politik vorgeben muß. Ein entscheidender Schritt in diese Richtung ist die zur Zeit diskutierte ökologische Steuerreform.
Zusätzlich zu solchen umfassenden Weichenstellungen und Überlegungen bedürfen aber kleine und mittlere Unternehmen, zu denen Betriebe mit unter 100 Beschäftigten zählen, noch besonderer Hilfestellungen. Ihre Situation läßt sich so charakterisieren: "Typisch für kleine und - mittrere Unternehmen ist eine Konzentration unternehmerischer Funktionen auf wenige Personen, nicht selten auf den alleinigen Betriebsinhaber selbst. Stabsstellen fehlen ganz oder sind zu knapp besetzt, es mangelt an Personal, das speziell für Umweltschutzangelegenheiten qualifiziert ist.".
Der Arbeitsstättenzählung des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahr 1987 ist zu entnehmen, daß der Anteil von Klein- und Mittelbetrieben an der Gesamtzahl der Betriebe 99% beträgt. Das sind ca. 1,9 Mio. Betriebe in denen fast 60 % aller Beschäftigten arbeiten. Diese Zahlen belegen die Bedeutung dieser Unternehmen und zwingen., der Verwirklichung von Umwelt- und Gesundheitsschutz auch in diesen Betrieben mehr Aufmerksamkeit zu schenken.
Als ein Vorhaben das sich dieser Aufgabe angenommen hat, kann das Projekt SUBSPRINT angesehen werden, dessen Ziel die Substitution von Lösemitteln durch pflanzliche Öle in Offsetdruckereien und langfristig die lösemittelfreie Druckerei ist. Offsetdruckereien sind überwiegend kleine und mittlere Unternehmen. Anhand von fünf Fallstudien soll im Rahmen dieser Arbeit untersucht werden, wie das Projekt SUBSPRINT den speziellen Bedürfnissen solcher Unternehmen Rechnung getragen hat, in welchem Umfang die Substitution von organischen Lösemitteln erreicht wurde, und welche innerbetrieblichen Akteure aus welchen Beweggründen die Umstellung auf pflanzliche Öle durchführten.
Gang der Untersuchung:
Zu Beginn wird das Projekt SUBSPRINT vorgestellt. Daran schließen sich Aussagen über organische Lösemittel, ihre Einsatzbereiche, ihre Bedeutung für den Offsetdruck und die von ihnen ausgehenden Umwelt- und Gesundheitsgefahren an. Die Alternative zu organischen Lösemitteln, pflanzliche Öle, wird anschließend vorgestellt. Im weiteren werden die besonderen Probleme im Umwelt- und Gesundheitsschutz von kleineren und mittleren Betrieben sowie Vorschläge zu ihrer Lösung dargestellt. Im empirischen Teil der Arbeit werden die Ergebnisse der Fallstudien dargelegt, und im Schlußkapitel werden aufgrund dieser Ergebnisse die Maßnahmen von SUBSPRINT bewertet sowie Schlußfolgerungen gezogen.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | - SUBSPRINT - ein Projekt der Europäischen Union (EU) | 4 |
| 2.1 | Förderung neuer Technologien durch die EU | 4 |
| 2.2 | Ausgangsbedingungen und Hindernisse | 5 |
| 2.3 | Aktivitäten des Projekts SUBSPRINT | 6 |
| 3. | Organische Lösemittel und ihre Alternative: Reinigungsmittel auf pflanzlicher Basis | 8 |
| 3.1 | Was sind Lösemittel | 8 |
| 3.2 | Einsatzbereiche von Lösemitteln | 9 |
| 3.3 | Lösemittel in Offsetdruckereien | 10 |
| 3.3.1 | Die Bedeutung des Offsetdrucks | 10 |
| 3.3.2 | Lösemittelbelastung in Offsetdruckereien | 11 |
| 3.3.3 | Art der Lösemittel | 12 |
| 3.4 | Ges undheits- und Umweltgefahren durch Lösernittel | 12 |
| 3.4.1 | Gesundheitsschäden | 12 |
| 3.4.2 | Umweltschäden | 15 |
| 3.5 | Die Alternative: Reinigungsmittel auf pflanzlicher Basis | 17 |
| 3.6 | Belastungen von Gesundheit und Umwelt | 19 |
| 4. | Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutz in kleineren und mittleren Betrieben | 21 |
| 4.1 | Defizite im Umweltschutz | 21 |
| 4.2 | Defizite im Arbeits- und Gesundheitsschutz | 23 |
| 4.3 | Maßnahmen zur Behebung der Defizite | 26 |
| 4.4 | Die Druckindustrie, eine typische Klein- und Mittelbetriebsbranche | 28 |
| 5. | Fallstudien zur Substitution von Lösemitteln durch Reiniger auf pflanzlicher Basis in Offset-Druckereien | 31 |
| 5.1 | Fragestellung der Untersuchung | 31 |
| 5.2 | Methode der Untersuchung | 31 |
| 5.3 | Auswahl und Art der Betriebe | 33 |
| 5.4 | Ergebnisse der Befragung | 34 |
| 5.4.1 | Die Initiatoren | 34 |
| 5.4.2 | Die Erprobung | 35 |
| 5.4.3 | Das Ausmaß der Umstellung | 36 |
| 5.4.4 | Die Bewertung der SUBSPRINT-Informationen | 38 |
| 5.4.5 | Die Einstellungen zu Umwelt-, Gesundheits- und Arbeitsschutz | 39 |
| 5.4.6 | Zusammenfassung | 41 |
| 6. | Bewertung.und Schlußfolgerungen | 43 |
| 6.1 | Vorbemerkung | 43 |
| 6.2 | Das Kriterium "Glaubwürdigkeit | 44 |
| 6.3 | Das Kriterium "Unmittelbare Verwertbarkeit und Praxisnähe" | 45 |
| 6.4 | Wirtschaftlichkeit | 46 |
| 6.5 | Innerbetriebliche~Strukturen,und Einstellungen | 47 |
| 6.6 | Schlußbemerkung | 49 |
| Literatur | 52 | |
| Anhang | ||
| 1. | Abkürzungen | 55 |
| 2. | Inhalt des Fernsehberichts in N3 vom 7.2.94 | 56 |
| 3. | Gesprächsleitfaden | 57 |
| 4. | Tabellarische Übersicht zu den Betrieben | 58 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832421052
Arbeit zitieren:
König, Vera September 1995: Einführung von gesundheits- und umweltfreundlichen Technologien, insbesondere in kleineren und mittleren Betrieben, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
kleine Betriebe, Umwelt-und Gesundheitsschutz



