Einführung von Qualitätsmanagementsystemen nach ISO 9000 in Sozialen Einrichtungen
Gezeigt am Beispiel von Werkstätten für Behinderte in Südhessen
- Art: Abschlussarbeit
- Autor: Jochen Kuhn
- Abgabedatum: Juni 2000
- Umfang: 72 Seiten
- Dateigröße: 521,9 KB
- Institution / Hochschule: REFA Bundesverband e.V. Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-4191-3
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-4191-3 P - ISBN (CD) :978-3-8324-4191-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Kuhn, Jochen Juni 2000: Einführung von Qualitätsmanagementsystemen nach ISO 9000 in Sozialen Einrichtungen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Soziale Organisationen, Produktion, Qualitätsmanagement, ISO 9000, Behinderte
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Abschlussarbeit von Jochen Kuhn
Einleitung:
Mehr und mehr müssen auch soziale Einrichtungen Qualitätsmanagement-Systeme einführen. Sie tun dies aus eigener Einsicht und zur eigenen Organisationsentwicklung oder auf Druck ihrer Produktionskunden bzw. ihrer Kostenträger. Da QM-Systeme sozialen Einrichtungen noch selten sind, und die Normen ISO 9000 ff ursprünglich für technische und produzierende Unternehmen geschrieben sind, ergeben sich bei der Übertragung in den sozialen Bereich besondere Probleme.
Der Autor beobachtete sieben Werkstätten für Behinderte in Südhessen auf ihrem Weg zur Zertifizierung nach ISO 9000 ff.. Die QM-Systeme wurden für Produktion und Betreuung eingeführt. Der Verfasser war in zwei Werkstätten für die Einführung von QM-Systemen mit verantwortlich. Er zeigt die Probleme bei Einführung und Bettrieb der QM-Systeme besonders im Sozialen Bereich, gibt Hinweise zur Lösung oder Vermeidung dieser Probleme und zeigt praktische Beispiele.
In einem Ausblick ist beschrieben, welche Aufgaben von den beteiligten Werkstätten, ihren Kostenträgern und auch den Autoren der Normenreihe ISO 9000 bearbeitet werden müssen, um auch künftig funktionsfähige und rationelle QM-Systeme betreiben zu können. Es wird auch darauf eingegangen, welche Bedeutung die Neuformulierung der ISO 9000 für soziale Einrichtungen hat. Dieser Abschnitt der Arbeit wurde im Juni 2001 aktualisiert.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | EINLEITUNG | 3 |
| 1.1 | ZIEL UND ZWECK DER REFA-SEMINARARBEIT | 3 |
| 1.2 | WERKSTÄTTEN FÜR BEHINDERTE | 4 |
| 1.3 | KOSTENTRÄGER | 5 |
| 1.4 | PRODUKTIONSKUNDEN | 6 |
| 1.5 | WIRTSCHAFTLICHER RAHMEN | 7 |
| 1.6 | AUFBAUORGANISATION | 9 |
| 1.7 | BESCHREIBUNG DER BEOBACHTETEN WERKSTÄTTEN | 10 |
| 2. | AUFGABENSTELLUNG | 12 |
| 2.1 | ANFÄNGLICHE AUFGABENSTELLUNG | 12 |
| 2.2 | VERÄNDERUNG DER AUFGABENSTELLUNG WÄHREND DER QMS-EINFÜHRUNG | 12 |
| 3. | METHODIK DER EINFÜHRUNG | 15 |
| 3.1 | VORAUSSETZUNGEN | 15 |
| 3.2 | VORGEHENSWEISEN | 16 |
| 3.3 | GESCHWINDIGKEIT UND ZEITPLAN | 17 |
| 3.4 | AUSWAHL DES QUALITÄTSBEAUFTRAGTEN | 19 |
| 3.5 | AUSWAHL DES BERATERS | 20 |
| 3.6 | AUSWAHL DES ZERTIFIZIERERS | 21 |
| 3.7 | KOSTEN UND NUTZEN | 21 |
| 3.7.1 | Einmalkosten | 22 |
| 3.7.2 | Laufende Kosten | 22 |
| 3.7.3 | Finanzieller Nutzen | 23 |
| 4. | ERFAHRUNGEN UND PROBLEME BEI DER EINFÜHRUNG DER QM-SYSTEME | 24 |
| 4.1 | ÜBERTRAGBARKEIT DER NORM IN DEN SOZIALEN BEREICH | 25 |
| 4.2 | ELEMENTORIENTIERUNG GEGENÜBER PROZESSORIENTIERUNG | 26 |
| 4.3 | QUALITÄTSPOLITIK UND QUALITÄTSZIELE | 29 |
| 4.4 | AKZEPTANZ | 31 |
| 4.5 | QUALIFIKATION DER BETEILIGTEN | 32 |
| 4.6 | KAPAZITÄT UND KOSTEN | 33 |
| 4.7 | SONSTIGE WIDERSTÄNDE | 34 |
| 5. | ERFAHRUNGEN UND PROBLEME BEIM BETRIEB DER QM-SYSTEME | 35 |
| 5.1 | AKZEPTANZ | 35 |
| 5.2 | AUFWAND, KOSTEN UND NUTZEN | 35 |
| 5.3 | LAUFENDE AUFGABEN | 36 |
| 6. | ÜBERTRAGBARKEIT AUF ANDERE BETRIEBE ODER SOZIALE EINRICHTUNGEN | 37 |
| 6.1 | NOTWENDIGKEIT | 37 |
| 6.2 | KOSTEN | 38 |
| 6.3 | EINSPARUNGSMÖGLICHKEITEN UND VERMEIDBARE FEHLER | 38 |
| 7. | AUSBLICK | 41 |
| 7.1 | DURCH DIE WERKSTÄTTEN SELBST BEDINGTE AUFGABEN | 41 |
| 7.1.1 | Laufende Arbeiten | 41 |
| 7.1.2 | Zukünftig nötige Projekte | 41 |
| 7.2 | VERÄNDERUNG DER ISO 9000 FF AB 2000 (VERSION ISO 9000:2000) | 42 |
| 7.3 | AUFGABEN FÜR DIE KOSTENTRÄGER | 43 |
| 7.4 | AUFGABEN FÜR DIE ZERTIFIZIERER | 44 |
| 7.5 | AUFGABEN FÜR DIE VERFASSER DER ISO 9000 | 44 |
| 7.6 | AKTUELLE ARBEIT DES VERFASSERS DIESER REFA-ARBEIT | 45 |
| 8. | ZUSAMMENFASSUNG | 46 |
| 9. | VERZEICHNISSE UND ANLAGEN | 47 |
| 9.1 | ABBILDUNGSVERZEICHNIS | 47 |
| 9.2 | TABELLENVERZEICHNIS | 47 |
| 9.3 | ABKÜRZUNGEN UND BEGRIFFESERKLÄRUNGEN | 48 |
| 9.4 | LITERATURVERZEICHNIS | 54 |
| 9.5 | ANLAGENVERZEICHNIS | 55 |
| 9.6 | ANLAGEN | 56 |
| 9.6.1 | Die Werkstätten für Behinderte in Südhessen | 56 |
| 9.6.2 | Verfahren und Prozesse in einer Werkstatt für Behinderte | 57 |
| 9.6.3 | Benötigte Verfahrensanweisungen in einer Werkstatt für Behinderte | 60 |
| 9.6.4 | Beispiel für die Qualitätspolitik einer WfB | 62 |
| 9.6.5 | Beispiel für die Planung von Schulungen | 64 |
| 9.6.6 | Beispiel für die Prüfmittelüberwachung | 65 |
| 10. | SONSTIGE ANLAGEN | 66 |
| 10.1 | LEBENSLAUF DES VERFASSERS | 66 |
| 10.2 | EIDESSTATTLICHE ERKLÄRUNG | 67 |
Die Normenfamilie ISO 9000ff wird ab Ende 2000 in überarbeiteter Form vorliegen. Die hochredundanten Normen ISO 9001, 9002, 9003 werden zu einer einzigen ISO9001 zusammengefasst. Gemäß der neuen Gliederung und den neuen Inhalten bzw. Prioritäten der ISO 9000 müssen die Werkstätten folgende Verfahren regeln und beschreiben: - Ermittlung der Kundenzufriedenheit z. B. durch Befragung von Kunden oder andere geeignete Methoden - Ressourcenmanagement: Schaffung geeigneter Arbeitsbedingungen für die eigenen Angestellten und Mitarbeiter und Schaffung eines Arbeitsklimas, in dem sich auch innerhalb eines Hauses alle gegenseitig als Kunden betrachten - Lenkung von Informationen / Umgang mit EDV (durch einfache Maßnahmen rasch zu regeln) - Kontinuierliche Verbesserung des QM-Systems und des Unternehmens [...]
- Für die jährlichen Zwischenaudits und die dreijährigen Zertifizierungsaudits entstehen wiederkehrende Kosten. Sie können durch die Auswahl des Zertifizierungsunternehmens erheblich beeinflusst werden: - Große Zertifizierungsunternehmen sind in der Regel teurer als kleine. - Große Z.-Unternehmen gelten als besser und erfahrener als kleine. In der erlebten Praxis ist allerdings festzustellen, dass die Art und Qualität der Zertifizierung stark von den jeweiligen Mitarbeitern des Z.-Unternehmens abhängig und damit nur wenig garantiert ist. - Z.-Unternehmen konkurrieren am Markt um ihre Kunden. Das zu zertifizierende Unternehmen kann überkritische und bürokratieverliebte Zertifizierer ablehnen. Das Z.Unternehmen wird schnell einen anderen Mitarbeiter schicken. So können Folgekosten für unsinnige Anforderungen des Zertifizierers verhindert werden. - Große Z.-Unternehmens haben bekanntere „Namen“. Dies wird von den Kunden des zertifizierten Unternehmens aber kaum honoriert, da letztlich die Qualität des täglich gelebten QMS entscheidend ist. [...]
Sogar in Betrieben, die QM-Systeme strikt ablehnen oder sie für unnötig halten, bilden sich (meist nach teuren Pannen und/oder Geschrei von Vorgesetzten) ähnliche Strukturen, die zwar anders aussehen und anders bezeichnet werden, aber leicht in ein QM-System integriert werden könnten. Der Verfasser konnte in solchen Betrieben z. B. folgendes beobachten: - Statt Stellenbeschreibungen gibt es „Grundsätzliche Regelungen und Anforderungen an Gruppenleiter“ - statt Arbeitsplänen liegen Notizzettel oder handgeschriebene Checklisten in Schubladen - statt Abläufe in der Verwaltung zu beschreiben, wird ein EDV-System (egal welches von den Firmen KHK bis SAP) eingeführt, mit dem die betrieblichen Abläufe dann gezwungenermaßen und in der von den Programmierern erdachten Weise festgelegt sind. - Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten werden heimlich „hinter dem Rücken“ des Chefs ausgeführt. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832441913
Arbeit zitieren:
Kuhn, Jochen Juni 2000: Einführung von Qualitätsmanagementsystemen nach ISO 9000 in Sozialen Einrichtungen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Soziale Organisationen, Produktion, Qualitätsmanagement, ISO 9000, Behinderte



