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Einführung der Prozesskostenrechnung in einem Krankenhaus vor dem Hintergrund des DRG-Systems

Einführung der Prozesskostenrechnung in einem Krankenhaus vor dem Hintergrund des DRG-Systems
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: René Weichert
  • Abgabedatum: August 2003
  • Umfang: 96 Seiten
  • Dateigröße: 560,3 KB
  • Note: 2,3
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Brandenburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7543-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7543-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7543-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Weichert, René August 2003: Einführung der Prozesskostenrechnung in einem Krankenhaus vor dem Hintergrund des DRG-Systems, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kostenrechnung, Gemeinkosten, Kostenmanagement, Prozessmanagement, Gesundheitsökonomie

Diplomarbeit von René Weichert

Einleitung:

Ab dem Jahre 2003 wurde durch den Gesetzgeber beschlossen für Krankenhäuser in Deutschland ein neues Finanzierungssystem für stationäre Krankenhausleistungen einzuführen. Dieses System basiert auf einer leistungsabhängigen Vergütung anhand von Diagnosis Related Groups (DRGs). Bei DRG-Systemen werden homogene Patientengruppen mit ähnlichen Kostenstrukturen aus der Vielzahl der Behandlungsarten im Krankenhaus herausgelöst. Die Zuordnung zu einer Behandlungsart erfolgt dabei auf Basis der Haupt- und Nebendiagnosen, den vorgenommenen Operationen als auch verschiedener weiterer Informationen über den Patienten. Die Gründe für die Einführung eines derartigen Systems liegen im steigenden Kostendruck, immer älter werdenden Patienten, der damit einhergehenden steigenden Leistungsmenge und dem wachsenden und kostenintensiveren medizinischen Fortschritt.

Die Krankenhäuser sind nunmehr dazu veranlasst den Anforderungen, die sich aus diesem Systemwechsel ergeben, angemessen zu begegnen. Probleme ergeben sich dabei beispielsweise im Bereich der Nachkalkulation der Behandlungskomplexe (DRGs). So sind die momentan vorherrschenden Kosten- und Erlösrechnungssysteme in den Krankenhäusern nicht dazu geeignet diese Anforderungen zu erfüllen. Einen Ausweg aus dieser Situation bietet die Anwendung der Prozesskostenrechnung.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis III
Tabellenverzeichnis IV
1. Einführung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit 2
2. Darstellung der Prozesskostenrechnung 3
2.1 Ziele und Aufgaben 6
2.2 Grundbegriffe 9
2.3 Aufbau und Ablauf der Prozesskostenrechnung 11
2.3.1 Tätigkeitsanalyse 15
2.3.2 Prozessanalyse und -verdichtung 19
2.3.3 Bestimmung der Kostentreiber 24
2.3.4 Ermittlung von Prozesskostensätzen 29
2.3.4.1 Teilprozesskostensätze 30
2.3.4.2 Hauptprozesskostensätze 34
2.4 Anwendungsbereiche der Prozesskostenrechnung 35
2.4.1 Prozesskostenrechnung als Kalkulationsinstrument 35
2.4.2 Prozesskostenrechnung als Instrument des Gemeinkostenmanagements 41
2.5 Einsatzfähigkeit der Prozesskostenrechnung in einem Krankenhaus 43
3. Handlungsempfehlungen zur Implementierung 45
3.1 Prozessanalyse 47
3.2 Tätigkeitsanalyse 50
3.3 Bestimmung der Kostentreiber 56
3.4 Ermittlung von Prozesskostensätzen 59
3.5 Anwendung der Prozesskostenrechnung 62
3.5.1 Anwendung als Kalkulationsinstrument 62
3.5.2 Anwendung als Instrument des Gemeinkostenmanagements 65
4. Zusammenfassung 68
5. Summary 70
Anhangsverzeichnis 72
Abkürzungsverzeichnis 80
Literaturverzeichnis 82
Ehrenwörtliche Erklärung 89

Automatisiert erstellter Textauszug:

unterschiedlichen Varianten Kostenunterschiede entstehen, die durch eine pauschale Zuschlagskalkulation nicht erkennbar werden würden. 215 Zusammenfassend ist somit die indirekt-differenzierte Kalkulation dazu geeignet, bei einer Vielfalt an Varianten und gegebener Produktkomplexität, eine verursachungsgerechte Kalkulation exakter durchzuführen als die direkt-undifferenzierte Kalkulation. 216 Neben den dargestellten zwei Hauptformen lassen sich weiterhin zwei Mischformen identifizieren, 217 auf welche aber an dieser Stelle kein großes Gewicht gelegt werden soll. Die direkt-differenzierte Kalkulation ermöglicht es, auf Hauptprozessebene zu kalkulieren und trotzdem eine mengen- und variantenabhängige Auflösung zu ermöglichen. 218 Zwar lässt sich bei dieser Form ein geringerer Rechenaufwand im Vergleich zur indirekt-differenzierten Kalkulation konstatieren, allerdings ist zur Anwendung ein gut identifizierbarer Zusammenhang zwischen Hauptprozessen und Produkten notwendig. 219 Bei der zweiten Mischform, der indirekt-undifferenzierten Kalkulation, findet die Kostenzurechnung auf Teilprozessebene statt, wobei keine Unterscheidung hinsichtlich mengen- bzw. variantenabhängiger Anteile getroffen wird. 220 Zur Anwendung kommt dieses Verfahren dann, wenn eine Bestimmung der Teilprozesskosten pro Produkt gewünscht wird, ohne dass die Hauptprozesskosten heruntergebrochen werden sollen. 221 Als Nebenbedingung ist das Vorhandensein einer relativ homogenen Produktpalette zu nennen. 222 [...]

Der Prozesskoeffizient 201 beschreibt dabei die Prozessmenge eines bestimmten Prozesses, die zur Erstellung einer Produkteinheit in Anspruch genommen wird. 202 Durch die Einfachheit und pauschale Betrachtung dieses Verfahrens ist eine Anwendung hinsichtlich einer verursachungsgerechten Kalkulation nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. 203 So wird bei dieser Methode von einem direkten Zusammenhang sämtlicher Kosten mit den Produkten, denen zudem Homogenität in ihrer Prozessinanspruchnahme unterstellt wird, ausgegangen. 204 Als weitere Variante existiert die indirekt-differenzierte Kalkulation, die aus den angenommenen unzureichenden Kenntnissen über Zusammenhänge zwischen Kalkulationsobjekten und den durch sie an Anspruch genommenen (Haupt-)Prozessen herrührt. 205 Aus diesem Grund wird die Bestimmung des Zusammenhangs zwischen Kalkulationsobjekten und Prozessen auf die Teilprozessebene verlagert, so dass auf Kostenstellenebene eine Bestimmung der Zusammenhänge erfolgt, auf welcher sich aufbauend die Produktkosten ermitteln lassen. 206 Tritt der Fall auf, dass innerhalb einer Kostenstelle Leistungen für mehrere Produkte erbracht werden, können durch eine Variantenkalkulation die anfallenden Prozessmengen danach unterschieden werden, ob sie nach dem Kriterium der Produkt- bzw. Variantenzahl oder durch das Vo- [...]

Ein Problem ergibt sich allerdings bei der Behandlung der leistungsmengenneutralen Prozesse. 177 So wird in der Literatur einerseits die Variante der Nichtverrechnung der Kosten dieser Prozesse im Zuge der Prozesskostenrechnung, und andererseits die Variante der Umlage dieser Kosten angegeben. 178 In der Literatur wird in diesem Zusammenhang eine Nichtverrechnung dieser Kosten folgendermaßen gerechtfertigt. Ex-ante ist es zwar möglich ein Leistungsniveau zu planen auf dessen Grundlage die leistungsmengenneutralen Kosten umgelegt werden können, jedoch erhält man einen anderen Prozesskostensatz sobald sich das geplante Leistungsniveau ändert. 179 Die Begründung dafür liegt darin, dass leistungsmengenneutrale Kosten unabhängig vom Leistungsniveau anfallen, was in diesem Fall zu Verzerrungen der Prozesskostensätze führen kann. 180 Wird die Berechnung des Prozesskostensatzes hingegen ex-post vorgenommen, kann dieser Effekt in Folge des bekannten Leistungsniveaus nicht mehr auftreten. 181 [...]

Arbeit zitieren:
Weichert, René August 2003: Einführung der Prozesskostenrechnung in einem Krankenhaus vor dem Hintergrund des DRG-Systems, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kostenrechnung, Gemeinkosten, Kostenmanagement, Prozessmanagement, Gesundheitsökonomie

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