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Die Einführung des Insolvenzverfahrens für Verbraucher

Systematische Darstellung des Verfahrens und Analyse möglicher Auswirkungen auf die Kreditvergabepraxis von Kreditinstituten

Die Einführung des Insolvenzverfahrens für Verbraucher
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Wolfgang Metzner
  • Abgabedatum: August 1996
  • Umfang: 85 Seiten
  • Dateigröße: 3,6 MB
  • Note: 3,0
  • Institution / Hochschule: FernUniversität in Hagen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-3774-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-3774-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-3774-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Metzner, Wolfgang August 1996: Die Einführung des Insolvenzverfahrens für Verbraucher, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte:

Diplomarbeit von Wolfgang Metzner

Inhaltsverzeichnis:

Am 1. Januar 1999 wird gemäß § 335 InsO i.V. m. Art. 110 EGInsO die Insolvenzordnung in Kraft treten. Damit wird ein Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen, dessen Ursprünge bis in die Siebziger Jahre zurückreicht. Ein besonderer Schwerpunkt des Insolvenzrechts ist das Bestreben, ein auf Verbraucherkonkurse zugeschnittenes Instrumentarium zur Verfügung zu stellen. Dieses hat sich im Neunten Teil (Insolvenzverfahren für Verbraucher und sonst. Kleinverfahren) sowie im Achten Teil (Restschuldbefreiung) des Gesetzes manifestiert.

Damit wird ein zugleich soziales und freiheitliches Anliegen, dem redlichen Schuldner nach der Durchführung eines Insolvenzverfahrens über sein Vermögen eine endgültige Schuldenbereinigung zu ermöglichen, eher realisierbar. Das derzeitig gültige Konkursverfahren beläßt den Gläubigern das Recht der freien Nachforderung (§ 164 Abs. 1 KO).Die festgestellten Forderungen verjähren erst nach 30 Jahren (§ 218 Abs. 1 BGB i.V.m. § 145 Abs. 2 KO). Gemäß § 209 Abs. 2 Nr. 5 BGB unterbrechen Vollstreckungs-handlungen die Verjährung. Infolgedessen sind selbst junge Schuldner des öfteren bis an ihr Lebensende der Rechtsverfolgung der Konkursgläubiger ausgesetzt. Die praktisch lebenslange Nachhaftung drängt häufig ehemalige Gemeinschuldner in die Schattenwirtschaft und in die Schwarzarbeit ab, wenn nicht ihre Fähigkeiten sogar der Volkswirtschaft ganz verlorengehen. Der regelmäßig geringere wirtschaftliche Wert des Nachforderungsrechts steht schwerlich in einem angemessenen Verhältnis zu den gesellschaftlichen und gesamtwirtschaftlichen Kosten der oft lebenslangen Schuldenhaftung. In den letzten Jahren hat die Zahl der Fälle schwerer Verbraucherverschuldungen erheblich zugenommen, somit scheint es sachgerecht, das Insolvenzverfahren auch für die Bewältigung solcher Insolvenzen zu nutzen.

Es kann jedoch nur seine Aufgabe erfüllen, wenn Restschuldbefreiung in Aussicht steht. Wenn durch das Liquidationsverfahren für den redlichen Verbraucher keine RSB in Aussicht steht, entstehen durch das Verfahren nur zusätzliche Kosten, während sich andererseits kein Ausweg aus seiner in der Regel hoffnungslosen Situation bietet. Somit ist dieser über eine sehr lange Zeit verurteilt, sich mit einem Leben an der Grenze zur Unpfändbarkeit zu begnügen. Ferner kann von gescheiterten, redlichen Schuldnern die Tatsache als ungerecht empfunden werden, daß juristische Personen de jure auch der freien Nachforderung unterliegen, de facto jedoch nach Insolvenzabwicklung aufgelöst und schließlich auch gelöscht werden und somit eine vollständige Restschuldbefreiung verwirklicht wird. Nach jahrelanggeführten Fachdiskussionen wurde das Institut „Restschuldbefreiung“ für natürliche Personen nach US-amerikanischem Vorbild des „order of discharge“ eingeführt und soll zur Lösung der „Schuldturmproblematik“ beitragen.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis III
Symbolverzeichnis VI
Formelverzeichnis VIII
Abbildungsverzeichnis IX
Tabellenverzeichnis X
1. Einführung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Gang der Untersuchung 3
2. Theoretische Grundlagen 5
2.1 Das Phasenschema 5
2.2 Kreditvertragsvereinbarungen 5
2.3 Kreditvergabe als Investitionsentscheidung unter Unsicherheit 6
2.4 Entscheidungskriterien bei der Kreditvergabe 7
3. Systematische Darstellung des Verfahrens 9
3.1 Vorbemerkungen 9
3.2 Anwendung des Insolvenzverfahrens 10
3.3 Auslösetatbestände des Insolvenzverfahrens 10
3.4 Der außergerichtliche Einigungsversuch 12
3.5 Der gerichtliche Einigungsversuch mittels Schuldenbereinigungsplan 14
3.6 Vereinfachtes Insolvenzverfahren mit Restschuldbefreiung 18
3.7 Vereinfachtes Insolvenzverfahren ohne Restschuldbefreiung 24
4. Analyse der Betroffenheiten 27
4.1 Bei Auslösetatbestand: Zahlungsunfähigkeit 27
4.2 Bei Auslösetatbestand: Drohende Zahlungsunfähigkeit 30
5. Analyse möglicher Auswirkungen auf die Kreditvergabepraxis von Kreditinstituten 32
5.1 Auswirkungen auf die Kreditwürdigkeitsprüfung 32
5.2 Auswirkungen auf Kreditbestandteile 36
5.2.1 Einfluß auf den Kreditzins 36
5.2.2 Einfluß auf das Kreditvolumen 38
5.2.3 Einfluß auf sonstige Kreditkostenbestandteile 39
5.2.4 Einfluß auf die Kreditlaufzeit 40
5.3 Auswirkungen auf die Kreditsicherheiten 41
5.3.1 Vorbemerkungen 41
5.3.2 Realsicherheiten 42
5.3.2.1 Die Mobiliarsicherungsrechte 42
5.3.2.1 Die Immobiliarsicherungsrechte 45
5.3.3 Personalsicherheiten 46
5.4 Auswirkungen auf den Zeitpunkt der Sicherheitenbestellung 47
6. Kritische Würdigung 49
Quellenverzeichnis 51
Literaturverzeichnis 53
Anhang 62

Arbeit zitieren:
Metzner, Wolfgang August 1996: Die Einführung des Insolvenzverfahrens für Verbraucher, Hamburg: Diplomica Verlag

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