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Einführung eines HACCP-Konzeptes für die Produktgruppe Waffel in einer Waffelfabrik

Einführung eines HACCP-Konzeptes für die Produktgruppe Waffel in einer Waffelfabrik
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Ortger Weidlich, Marion Lier
  • Abgabedatum: Mai 1997
  • Umfang: 225 Seiten
  • Dateigröße: 11,5 MB
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Münster Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-0239-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-0239-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-0239-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Ortger Weidlich, Marion Lier Mai 1997: Einführung eines HACCP-Konzeptes für die Produktgruppe Waffel in einer Waffelfabrik, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Fließdiagramme, Gefahrenanalyse, HACCP, Hygieneverordnung 93/43/EWG, Mikrobiologie

Diplomarbeit von Ortger Weidlich, Marion Lier

Zusammenfassung:

Die Implementierung des HACCP-Konzeptes wird in dieser Arbeit für die gesamte Produktgruppe Waffel, "gedrehte Waffeltüten, "gepreßte Waffelhörnchen" und "Waffelblätter" erläutert. Bei diesem Konzept steht besonders der Gesundheitsschutz im Vordergrund.

Die produkt- und prozeßspezifische Gefahrenanalyse ergab, daß an einigen Stellen der Produktionslinien in Zukunft eine Überwachung stattfinden muß. Die identifizierten Risiken sollen dabei durch geeignete Überwachungsmaßnahmen gemindert werden. Gerät eine dieser Maßnahmen "außer Kontrolle", kann ein Risiko durch überlebende pathogene Keime bzw. Toxinbildner eintreten. Werden die festgelegten Grenzwerte überschritten sind die entsprechenden Korrekturmaßnahmen vorzunehmen und anschließend zu dokumentieren.

Aus der Gefahrenanalyse wurden folgende kritische Kontrollpunkte und Kriterien zur Überwachung ermittelt:

Die Kontrolloption "Rohwaren- bzw. Packstoffeingang" dient der Vermeidung einer mikrobiologischen Belastung über die Grenzwerte (festgelegt in Spezifikationen der Rohwaren bzw. Packstoffe) hinaus. Wesentliche Bestandteile der Überwachung sind dabei die stichpunktartige mikrobiologische Eingangskontrolle und die visuelle Inspektion auf Hygienemängel.

Die Kontrolloption "Zuführung des Teiges zur Backmaschine/Füllstation" dient der Vermeidung von Fremdkörperkontamination (Schmutz, Staub, Insekten etc.). Die Überwachung der Abdeckung aller Teigbehälter ist dabei entscheidend für den Erfolg dieser Maßnahme.

Die Kontrolloption "Packstation" dient insbesondere der Vermeidung einer mikrobiologischen Rekontamination der Waffel bei der Auskühlung und Beförderung zur Packstation. Aber auch die Vermeidung physikalischer (Fremdkörper) Kontamination bei dem Bereitstellen der vorbereiteten Faltkisten mit Polybeutel im Einsatz muß überwacht werden. Dabei ist die Reinigung der Auswurfstation, Förderbänder und Arbeitsflächen mit entsprechend regelmäßiger Kontrolle (Schichtmaschinenreinigungsplan) entscheidend für den Erfolg.

Als letzte Maßnahme zur Verhinderung einer mikrobiellen Rekontamination der ausgebackenen Waffel, ist die Kontrolle und Überwachung der Hygiene im gesamten Produktionsbereich zu trennen. Dazu zählt neben der Reinigung der Produktionstätte (insbesondere Spülküche) auch die Durchführung und Überwachung der Personalhygiene.

Es wird darauf hingewiesen, daß diese kritischen Kontrollpunkte keineswegs als statisch angesehen werde können. Sie müssen immer wieder überprüft und an möglicherweise veränderten Risiken für die Produkte angepaßt werden. So kann einerseits zur Benennung weiterer CCPs notwendig sein und andererseits durch Verringerung eines Risikos ein CCP wegfallen.

Nach Beendigung dieser Arbeit wird die Frage aufgegriffen, ob die Einführung eines HACCP-Konzeptes für die gesamte Lebensmittelindustrie sinnvoll ist. Besonders für kleine und mittelständische Betriebe stellt die Einführung eines HACCP-Konzeptes einen höheren Aufwand an Zeit, Personal und damit Kosten dar. Aus diesem Grund versuchen viele Verbände der Lebensmittelbranche die Umsetzungsmaßstäbe so gering wie möglich zu halten. In Zukunft wird sich zeigen, das ein HACCP-Konzept der Wettbewerbsfähigkeit beitragen wird und zudem erheblich der Sicherheit bei der Herstellung eines Lebesmittels dient. Es werden hier systematisch anhand des Produktionsablaufes, an denen möglicherweise Fehler entstehen können, aufgezeigt. Somit zeigt der Lebensmittelhersteller dem Verbraucher mit seinem HACCP-Konzept, das Bestmögliche getan zu haben, um gesundheitliche Gefährdungen durch den Verzehr seines Lebensmittels auszuschließen.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis V
1. Einleitung 1
2. Theoretischer Teil 3
2.1 Ursprung und Entwicklung 3
2.2 GMP und HACCP in der Qualitätssicherung 3
2.3 Das HACCP-Konzept 6
2.3.1 Durchführung einer Gefahrenanalyse 7
2.3.2 Allgemeine Übersicht über potentielle Gefahren 8
2.3.3 Identifizierung und Festlegung der kritischen Kontrollpunkte 10
2.3.4 Unterscheidung zwischen Kontrollpunkten und kritischen Kontrollpunkten 14
2.3.5 Festlegung kritischer Grenzwerte an den kritischen Kontrollpunkten 15
2.3.6 Festlegung eines Überwachungssystems (Monitoring) 16
2.3.7 Festlegung von Korrekturmaßnahmen, sobald die kritischen Grenzwerte nicht eingehalten werden 16
2.3.8 Einrichtung einer Dokumentation hinsichtlich aller Maßnahmen und Aufzeichnungen 17
2.3.9 Festlegung von Verfahren zur Verifikation der korrekten Arbeitsweise des HACCP-Systems 18
2.4 Implementierung eines HACCP-Konzeptes im Hinblick auf mikrobiologische Aspekte 18
2.4.1 Bedingungen für die Entwicklung von Mikroorganismen 19
2.4.1.1 Intrinsic factors 19
2.4.1.2 Extrinsic factors 22
2.4.2 Gefahren durch pathogene Mikroorganismen 23
2.4.3 Hygienerisiken und Kontaminationsquellen bei der Herstellung von Backwaren 26
2.5 Hygienevoraussetzungen im Hinblick auf das HACCP-Konzept 29
2.5.1 Forderungen an die Räumlichkeiten 29
2.5.2 Forderungen an die Produktionsanlagen 30
2.5.3 Personalhygiene 31
2.5.4 Reinigung und Desinfektion 32
2.5.5 Schädlingsbekämpfung 35
3. Praktischer Teil 37
3.1 Definition des Untersuchungsbereiches und der Leitsätze 38
3.2 Auswahl des HACCP-Teams 38
3.3 Zusammenstellen von Produktdaten 39
3.3.1 Produktbeschreibung 41
3.3.2 Rohstoffzusammensetzung 42
3.3.3 Verpackungsmaterial 49
3.3.4 Physikalische, chemische und biologische Eigenschaften des Endproduktes 51
3.4 Beschreibung der Verwendung des Produktes 53
3.5 Erstellung der Fließdiagramme 56
3.5.1 Produktionsablauf bei der Herstellung gedrehter Waffeltüten auf Linie 57
3.5.2 Produktionsablauf bei der Herstellung von Waffelblättern auf Linie 2 64
3.5.3 Produktionsablauf bei der Herstellung gepreßter Waffeln auf Linie 3 70
3.6 Beschreibung des Herstellungsverfahrens und des Herstellungsablaufes 73
3.7 Beschreibung und Auflistung aller möglichen Gefahren und der bereits existierenden Maßnahmen zu ihrer Vermeidung 85
3.8 Identifizierung von Kontrollpunkten und kritischen Kontrollpunkten mit der Analyse der kritischen Kontrollpunkte nach dem Entscheidungsbaum 88
3.9 Zusammenstellung aller Kontrollpunkte und kritischen Kontrollpunkte 127
3.10 Bestimmung der Grenzwerte an den kritischen Kontrollpunkten 128
3.11 Einrichtung eines Überwachungssystems (Monitoring) für jeden einzelnen kritischen Kontrollpunkt 132
3.12 Festlegung von Maßnahmen bei der Überschreitung der Grenzwerte 134
3.13 Anfertigung eines Systems zur Berichterstattung und Dokumentation 137
3.14 Verifikation des HACCP-Programms 138
3.15 Revision des HACCP-Plans 139
4. Schlußbetrachtung 140
5. Zusammenfassung 143
6. Tabellen- und Abbildungsverzeichnis 145
7. Literaturverzeichnis 146
Appendix I: Produkt- und prozeßspezifische Gefahrenanalyse 153
Appendix II: HACCP-Plan 184
Appendix III: Rohstoffspezifikationen / Sicherheitsdatenblätter / Unbedenklichkeitsbescheinigungen / Ökobescheinigungen / Zertifikate 192
Sachwörterverzeichnis 210

Arbeit zitieren:
Ortger Weidlich, Marion Lier Mai 1997: Einführung eines HACCP-Konzeptes für die Produktgruppe Waffel in einer Waffelfabrik, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Fließdiagramme, Gefahrenanalyse, HACCP, Hygieneverordnung 93/43/EWG, Mikrobiologie

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