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Einführung einer Balanced Scorecard als Controllinginstrument für eine NonProfit-Organisation

Einführung einer Balanced Scorecard als Controllinginstrument für eine NonProfit-Organisation
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Christoph Reis
  • Abgabedatum: Februar 2003
  • Umfang: 52 Seiten
  • Dateigröße: 2,2 MB
  • Note: 1,5
  • Institution / Hochschule: Hochschule für Technik, Wirtschaft und Verwaltung Zürich Schweiz
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6891-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6891-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6891-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Reis, Christoph Februar 2003: Einführung einer Balanced Scorecard als Controllinginstrument für eine NonProfit-Organisation, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Prozessperspektive, Kundenperspektive, EFQM-Modell, Six Sigma, ISO 9001:2000

Diplomarbeit von Christoph Reis

Einleitung:

Das IWAZ Schweizerisches Wohn- und Arbeitszentrum für Mobilitätsbehinderte in Wetzikon ist eine private Stiftung unter Aufsicht des Eidgenössischen Departementes des Innern. Es bezweckt, eigenständigen und arbeitsfähigen Körperbehinderten, welche in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, geeignete Arbeits- und Wohnmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Die Stiftung verfolgt drei Hauptaufgaben:

1. Der Betrieb eines nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen geführten, marktorientierten Unternehmens, um sinnvolle Arbeit zu ermöglichen.

2. Das Anbieten einer gemeinsamen Infrastruktur mit entsprechenden Wohn-, Verpflegungs- und Freizeitmöglichkeiten.

3. Das Sicherstellen der erforderlichen medizinischen Pflege und menschlichen Betreuung nach individuellen Bedürfnissen.

Gegenwärtig werden über 158 behinderte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie rund 105 Angestellte beschäftigt. Das IWAZ bietet geschützte Ausbildungs- und Dauerarbeitsplätze in den Bereichen Zerspanung, Montage, Elektrotechnik und Verpackung sowie 63 Einzelwohnplätze an. Zudem besteht ein öffentliches Restaurant sowie ein Handelsbereich für Verkauf, Service und Reparaturen von Behindertenhilfsmitteln. Das IWAZ verfügt über ein, nach ISO 9001, EN 46002 sowie BSV-IV 2000 zertifiziertes Qualitäts- und Führungssystem.

Das Controlling im Sinne einer zielorientierten Steuerung hat in den letzten Jahren auch in NPO’s enorm an Bedeutung zugenommen. Das IWAZ steht zunehmend unter grösserem Druck. Leistungen müssen schneller erbracht und offener dargestellt werden. Mitarbeiter und Kunden verlangen – bedingt durch ihre Erfahrungen mit anderen wirtschaftlichen Unternehmungen - auch von einem „Behindertenheim“ hohe Servicequalität, schnelle Erledigungszeiten und eine Rechtfertigung für die Verwendung der finanziellen Mittel.

Da ISO 9001:2000 auch den Managementprozess umfasst, muss jedes zertifiziertes Unternehmen über eine Systematik zur Strategieunterstützung verfügen. Mit der Balanced Scorecard steht dem IWAZ ein vielfach erprobtes Management-Instrument zur Verfügung, das es der Zentrumsleitung (Geschäftsleitung) erlaubt, die Umsetzung der Strategie zielgerichtet zu steuern und die Anforderungen eines modernen Qualitätsmanagement-Systems zu erfüllen. Einführung einer Balanced Scorecard als Controllinginstrument für eine NonProfit-Organisation.

Inhaltsverzeichnis:

Executive Summary I
Inhaltsverzeichnis II
Ehrenwörtliche Erklärung III
Vorwort IV
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Ziel / Zweck der Arbeit 2
2. Ausgangslage und Situationsanalyse 3
2.1 Vorstellung der Unternehmung 3
2.2 Strategische Ausrichtung 7
2.3 Controlling Anforderungen 8
3. Balanced Scorecard allgemein 10
3.1 Was die Balanced Scorecard ist… 10
3.2 ...und was sie dem Unternehmen bringt 10
3.3 Die vier Bereiche der Balanced Scorecard 10
3.3.1 Die finanzwirtschaftliche Perspektive (Erträge steigern) 11
3.3.2 Die Kundenperspektive (König Kunde) 11
3.3.3 Die interne Prozessperspektive (Hort der Wertschöpfung) 12
3.3.4 Die Lern- und Entwicklungsperspektive (steter Verbesserungs-Prozess) 12
3.3.5 So geht’s: Die Perspektiven vernetzen und die Scorecard erstellen 13
3.4 Bedeutung der Balanced Scorecard in der Wirtschaft 14
3.5 Abgrenzung zwischen ISO 9001:2000, EFQM, BSC und Six Sigma 17
3.5.1 ISO 9001:2000 17
3.5.2 EFQM-Modell 17
3.5.3 Balanced Scorecard 18
3.5.4 Six Sigma 18
3.5.5 Fazit für das IWAZ 19
4. Balanced Scorecard Implementierung 21
4.1 Auftrag / Zielsetzung 21
4.2 Terminplan / Meilensteine 21
4.3 Betroffene zu Beteiligten machen 22
4.4 Einführung in die Methode der Balanced Scorecard sowie Strategische Ziele formulieren und den Perspektiven zuordnen 22
4.5 Strategische Ziele selektieren und diese Ziele vernetzen 24
4.6 Plausibilitätsprüfung der Ziele sowie deren Messgrössen definieren 27
4.7 Zielwerte und Etappierung festlegen 29
4.8 Überführung des strategischen Programms in Aktionen und Verbindung zum Prozessmanagement herstellen 31
4.9 Kommunikation der Strategie 32
4.10 Messorganisation und Berichtswesen 32
5. Schlussfolgerung / Empfehlung 36
6. Anhang 38
6.1 Abkürzungsverzeichnis 38
6.2 Abbildungsverzeichnis 38
6.3 Literaturverzeichnis 39
6.4 Beilagen 40

Automatisiert erstellter Textauszug:

Es ist sehr wichtig, dass die eingesetzten Kennzahlen in gegenseitigen Ursache-Wirkungs-Beziehungen stehen. Denn: Eine Strategie ist definiert als ein Bündel von Hypothesen über Ursachen und Wirkungen. Einzelne Kennzahlen, die untereinander nicht verknüpft sind, bringen nichts. Nur mit Hilfe von Kausalbeziehungen kann die Scorecard als strategisches Instrument verwendet werden. Wird z. B. die Kapitalrendite als finanzwirtschaftliche Messgrösse herangezogen, so kann ein wiederholter Verkauf von Produkten an Stammkunden darauf einen positiven Einfluss haben (Kundenperspektive). Eine Analyse der Kundenwünsche führt zu der Erkenntnis, dass v. a. die pünktliche Lieferung wichtig für die Zufriedenheit der Kunden ist. Pünktliche Lieferungen werden also als messbare und damit quantifizierbare Grössen genauso wie die subjektive Kundenzufriedenheit in die Scorecard aufgenommen. Wenn der Fokus auf die internen Prozesse kommt, muss sich das Unternehmen die Frage stellen, welche Prozesse verbessert werden müssen, um immer pünktlich liefern zu können. Dabei könnte sich herausstellen, dass für eine pünktliche Lieferung v. a. kürzere Durchlaufzeiten wichtig sind. Eine Messgrösse wie „Effektivität des Fertigungszyklus" liesse sich nahtlos in die Kausalbeziehung integrieren. Doch wie kann diese Effektivität gesteigert und somit bessere Durchlaufzeit erreicht werden? Das ist durch die Weiterbildung der Mitarbeiter möglich, deren Fachwissen einen unmittelbaren Einfluss auf die Fertigungseffektivität hat (Lern- und Entwicklungsperspektive). Die Kausalbeziehungen über alle vier Ebenen der Balanced Scorecard liessen sich also auf die Kurzformel bringen: „Fachwissen der Mitarbeiter" beschleu- [...]

wiederholende Arbeiten sind passé – Mitdenken und eigene Ideen einbringen sind unverzichtbare Eigenschaften, die das Unternehmen fördern muss, will es nicht bald ganz alleine dastehen. Die Mitarbeiterzufriedenheit ist der treibende Faktor für Produktivität und Personaltreue. Zufriedenheit lässt sich messen: Führen Sie mindestens einmal im Jahr, besser öfters, Umfragen in Ihrem Unternehmen durch, bei denen sich die Mitarbeiter zu Fragen wie Mitbestimmung, Informationszugriff und Betriebsklima äussern können. Daraus lässt sich ein Index erstellen, der auf der Balanced Scorecard festgehalten und mit Kennzahlen wie Produktivität und Treue in Verbindung gesetzt wird. Regelmässige Weiterbildungsmassnahmen sind ein Muss – sonst verlieren Ihre Mitarbeiter den Kampf gegen die ständig ansteigende Informationsflut. Sorgen Sie dafür, dass Mitarbeiter Zugriff auf alle relevanten Informationen haben: Vernetzte Computersysteme helfen dabei, Aufgaben sinnvoll zu verteilen und die Ergebnisse und Ziele allen Mitarbeitern bewusst zu machen. In den drei anderen Perspektiven existieren bereits vielfältige bewährte Kennzahlensysteme, während sich für die Lern- und Entwicklungsperspektive nur schwerlich quantifizierbare Grössen finden lassen. Der Grund dafür: Die meisten Unternehmen haben sich bisher überhaupt noch keine Gedanken darüber gemacht, wie sich strategische Ziele mit Mitarbeiterweiterbildung oder Informationsversorgung koppeln lassen. Ein schwerwiegender Fehler, weil die Balanced Scorecard gerade diesen Bereich als den Haupttreiber für die anderen Perspektiven identifiziert. [...]

Vom Eingang der Bestellung über das Call-Center bis zur Auslieferung: Alle Faktoren, die bei der Herstellung von Produkten eine Rolle spielen, sind Bestandteile des internen Prozesses. Managementsysteme, die auf herkömmlichen Kennzahlen beruhen, konzentrieren sich lediglich auf die Verbesserung und Überwachung bereits existierender Prozesse. Anders die Balanced Scorecard: Der Innovationsprozess ist noch wesentlich wichtiger, weil auf diese Weise die bestehenden Anforderungen mehr als erfüllt werden und durch neue und bessere Produkte auch zukünftige Kunden zufrieden gestellt werden können. Der eigentliche Betriebsprozess ist in den letzten Jahren infolge der Total-Quality-Management(TQM)-Welle besonders in den Vordergrund gerückt worden. Neben Maschinen- und Arbeitseffizienz sind zunehmend Kennzahlen getreten, die dabei helfen, die Qualität der Produkte zu beurteilen. Dazu gehören Fehlerquoten, Nacharbeit, Rücksendungen oder bei Dienstleistungen lange Wartezeiten, ungenaue Informationen oder ineffektive Kommunikation. Die letzte Stufe der internen Wertschöpfungskette ist der Kundendienst. [...]

Arbeit zitieren:
Reis, Christoph Februar 2003: Einführung einer Balanced Scorecard als Controllinginstrument für eine NonProfit-Organisation, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Prozessperspektive, Kundenperspektive, EFQM-Modell, Six Sigma, ISO 9001:2000

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