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Über den Einfluss unterschiedlicher Arbeitsformen (Laufband, Fahrradergometer und Stepper) auf hämodynamische und metabolische Parameter

Über den Einfluss unterschiedlicher Arbeitsformen (Laufband, Fahrradergometer und Stepper) auf hämodynamische und metabolische Parameter
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Guido Schätzmüller
  • Abgabedatum: September 1998
  • Umfang: 56 Seiten
  • Dateigröße: 960,9 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Deutsche Sporthochschule Köln Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9516-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9516-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9516-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Schätzmüller, Guido September 1998: Über den Einfluss unterschiedlicher Arbeitsformen (Laufband, Fahrradergometer und Stepper) auf hämodynamische und metabolische Parameter, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Ergometrie, Laktat, Stufentest, Herzfrequenz, Sauerstoffaufnahme

Diplomarbeit von Guido Schätzmüller

Zusammenfassung:

„Die vorzüglichste mechanische-gymnastische Einwirkung auf das Herz und den Circulationsapparat erreichen wir, wie wir bereits in allseitiger Weise dargelegt haben, durch Geh- und Steigbewegungen“ (OERTEL, 1891). Schon OERTEL erkannt den besonderen Wert der Bewegung und die positiven Effekte seiner dosierten Reizsetzung auf den menschliche Organismus.

Die Bedeutung der körperlichen Leistungsfähigkeit spielt sowohl in der allgemeinen Medizin als auch in der heutigen speziellen Sportmedizin eine immer größer werdende Rolle. Besonders mit dem Gedanken an unsere stark veränderte Lebenswelt und den daraus resultierenden Bewegungsdefiziten hat der Bewegungs-Gesundheitsaspekt einen wichtigen Stellenwert. Körperliche Arbeit ist aufgrund der Technisierung unserer Umwelt immer weniger erforderlich, was zur Folge hat, dass die notwendigen Reize zur Entwicklung und Erhaltung von Strukturen, biochemische und biophysische Vorgänge, auf unseren Körper ausbleiben. Infolge dessen muss gewissermaßen künstlich ein biologisch notwendiges Mindestmaß an körperlicher Belastung in unseren Alltag zurückgeholt werden. Sie werden mit den unterschiedlichsten Methoden künstlich geschaffen.

Dabei kommt den Ausdauersportarten aus präventivmedizinischer Sicht eine besondere Bedeutung zu. Ein sehr großer Bereich, in dem die fehlenden körperlichen Impulse gesetzt werden, sind die Fitnessstudios und ihre vielfältige Bandbreite der Reizsetzung. Da aus gesundheitlicher und präventiver Sicht die Förderung der Herz-Kreislauffähigkeit im Vordergrund steht, möchte diese Arbeit diesbezüglich drei verschiedene Arbeitsformen gegenüberstellen.

In den Sport- und Fitnessstudios kommt es neben dem Einsatz von Fahrradergometer und Laufband zu einer vermehrten Nutzung von Steppgeräten. Die Zielsetzung dieser Geräte ist ähnlich gelagert wie die der uns bekannten Geräte Laufband- und Fahrradergometer. Die Zielsetzung dieser Geräte ist identisch mit denen bei der Anwendung von Fahrradergometer und Laufband: Es sollen funktionell wirksame Reize gesetzt werden auf Herz, Kreislauf, Atmung und Stoffwechsel (so genanntes kardio-pulmonales System).

Nachstehend wird in vergleichender Form den kardio-pulmonalen Effekten der unterschiedlichen Arbeitsformen (Fahrradergometer, Laufband und Stepper) nachgegangen.

Vornehmlich sollten folgende Fragen untersucht werden.

Wie verhält sich die Herzfrequenz auf metabolisch vergleichbaren Belastungsstufen bei den drei Geräte?

Wie ist die Reaktionsweise des Laktatspiegels im arterialisierten Blut?

Wie verhalten sich die maximalen Sauerstoffaufnahmewerte?

Gang der Untersuchung:

Für die Untersuchung stellten sich 10 gesunde männliche Probanden zur Verfügung. Alle teilnehmenden Probanden waren Studenten der Hochschule. Der Trainingszustand der Probanden war als gut bis sehr gut zu bewerten. Die Untersuchungen fanden im Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin der Deutschen Sporthochschule Köln statt.

Die Untersuchung beinhaltete vier Stufentests an den nachfolgend aufgeführten Geräten. Fahrradergometer und Laufband wurden vom Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin der Deutschen Sporthochschule zur Verfügung gestellt. Das Steppgerät stellte die Firma Keiper Dynavit zur Verfügung und befand sich ebenfalls in den Räumlichkeiten des Instituts.

Inhaltsverzeichnis:

1. EINLEITUNG 1
2. METHODIK 3
2.1 Untersuchungsgut 3
2.2 Untersuchungsgang 4
2.2.1 Untersuchung auf dem Fahrradergometer 5
2.2.2 Untersuchung auf dem Laufband 6
2.2.3 Untersuchung auf dem Stepper 6
2.3 Apparaturbeschreibung 7
2.4 Statistik 12
3. UNTERSUCHUNGSERGBNISSE 16
4. DISKUSSION 39
5. ZUSAMMENFASSUNG 47
6. LITERATURVERZEICHNIS 50

Automatisiert erstellter Textauszug:

die Laktatkonzentration mit 3,19 mmol/l ebenfalls schwach signifikant höher (p≤0,05) als auf dem Laufband mit einem Wert von 1,83 mmol/l. In den Abb. 1-6 sind die unterschiedlichen Arbeitsformen graphisch gegenübergestellt. Statistisch aussagekräftige Ergebnisse konnten bis zu einer Sauerstoffaufnahme von 3 l/min gemacht werden. Bei der nächst höheren Stufe war die Anzahl der Probanden zu klein (kl. Ampl. n=4 und gr. Ampl. n=5). Nach Abschluss der letzten Belastungsstufe wurde auf dem Stepper eine mittlere Sauerstoffaufnahme von 3391ml (kl. Ampl.) und 3489ml (gr. Ampl.) festgehalten. Bei der Fahrradergometerarbeit erreichten 8 Probanden eine Sauerstoffaufnahme von 4000 ml/min. Die 4 l/min-Schwelle wurde auf dem Laufband von 9 Teilnehmern erreicht. Das Laufband war auch das Gerät mit der einzigen Sauerstoffaufnahme von über 5000ml. Dieser gemessene Wert ging einher mit der höchsten Herzfrequenz von 195 /min. Der Proband erreichte eine VO2max auf dem Fahrradergometer von 4994 ml/min bei einer Herzfrequenz von 187/min. Auf dem Laufband lag die O2-Aufnahme mit 5250 ml/min und einer Herzfrequenz von 195/min am höchsten innerhalb der Untersuchungsgruppe. [...]

Das Laktatverhalten zeigte, bis auf die O2-Aufnahme von 2,5 l/min, in allen anderen Bereichen schwach bis hoch signifikante Unterschiede. Bei einer Sauerstoffaufnahme von 1 l/min liegt der Laktatspiegel beim Fahrradergometer (1,24mmol/l) schwach signifikant höher (p≤0,05) im Vergleich zum Stepper (kl. Ampl. 0,93 mmol/l und gr. Ampl. 0,97 mmol/l). Hoch signifikant (p≤0,001) ist der Unterschied zwischen Laufband (1,41 mmol/l) und der kleinen Stepperamplitude. Signifikant höher liegt der Laktatspiegel beim Laufband im Vergleich zur großen Tritthöhe auf dem Stepper (p≤0,01). Der Stepper (kl. Ampl. 0,9 mmol/l und gr. Ampl. 0,92 mmol/l) verhält sich bei einer Sauerstoffaufnahme von 1500 ml/min zum Fahrrad (1,24 mmol/l) signifikant und zum Laufband (1,46 mmol/l) hoch signifikant niedriger. Laufband (1,49 mmol/l) und Fahrradergometer (1,51 mmol/l) sind bei einer O2-Aufnahme von 2 l/min signifikant höher (p≤0,01), wenn ihnen die kleine Stepperamplitude (1,0 mmol/l) gegenübergestellt wird. Vergleicht man die große Tritthöhe des Steppers (1,08 mmol/l) mit dem Laufband und dem Fahrradergometer, so liegt der Stepper schwach signifikant niedriger (p≤0,05). Die Unterschiede bei einer Sauerstoffaufnahme von 3000 ml/min waren zwischen Laufband (1,83 mmol/l) und kleiner Stepperamplitude (2,5 mmol/l) schwach signifikant (p≤0,05). Auf dem Fahrradergometer war [...]

Arbeitsformen beschrieben (Tab. 10 – 15). Sauerstoffaufnahme ml/min Herzfrequenz keine signifikanten Unterschiede zu erkennen p>0,05. Dies gilt auch für die Sauerstoffaufnahmewerte von 2500 ml/min und 3000 ml/min. Da bei einem Wert von 3500 ml/min die Teilnehmerzahl auf dem Stepper stark abnahm, ist es statistisch nicht möglich auf dieser Stufe eine vergleichbare Aussage zu treffen. Somit erfolgte die Auswertung bis zu einer Sauerstoffaufnahme von 3 l/min. Schwach signifikante Unterschiede (p≤0,05) ergeben sich bei einer O2Aufnahme von 1500 ml/min und 2000 ml/min. Eine schwach signifikante Differenz zeigt sich für die kleine (90,1/min) und große (85,6/min) Stepperamplitude im Vergleich zum Fahrradergometer (94,5/min) bei einer Sauerstoffaufnahme von 1,5l/min (p≤0,05). [...]

Arbeit zitieren:
Schätzmüller, Guido September 1998: Über den Einfluss unterschiedlicher Arbeitsformen (Laufband, Fahrradergometer und Stepper) auf hämodynamische und metabolische Parameter, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Ergometrie, Laktat, Stufentest, Herzfrequenz, Sauerstoffaufnahme

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