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Der Einfluss von manipulierten Filmkritiken auf die Bewertung von Spielfilmen

Der Einfluss von manipulierten Filmkritiken auf die Bewertung von Spielfilmen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Björn Büch
  • Abgabedatum: Mai 2005
  • Umfang: 185 Seiten
  • Dateigröße: 1,0 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universität Koblenz-Landau, Abt. Koblenz Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9729-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9729-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9729-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Büch, Björn Mai 2005: Der Einfluss von manipulierten Filmkritiken auf die Bewertung von Spielfilmen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kino, Filmauswahl, Urteilsbildung, Priming, Filmkritik

Diplomarbeit von Björn Büch

Einleitung:

Informationen, Berichte und Bewertungen zu neuen Kinofilmen finden wir in einer Vielzahl von unterschiedlichen Medienquellen in der heutigen Gesellschaft, aber auch nicht mediale Quellen wie interpersonale Kommunikation spielen im Kontext Kino eine wichtige Rolle. Das Sprechen über Filme, der gemeinsame Austausch über erlebte Gefühle, über das Interesse Filme sehen zu wollen und subjektive geschmackliche Einordnungen, positiver wie negativer Art, sind gebräuchliche Rituale des Alltags. In dieser Einleitung wird die Ausgangssituation mit vorliegender Fragestellung erläutert, der theoretische Hintergrund skizziert und der Aufbau der Diplomarbeit veranschaulicht.

Ob Filmvorschau im Kino, Anzeigen und Plakate in der Stadt, Kritiken in Zeitungen und Zeitschriften, Fernsehbeiträge zum „Making Of“, oder Gespräche mit Freunden und Bekannten, der Mensch ist von einer Fülle von Informationsquellen zum Thema Kino umgeben. Ob man sich einen neuen Film letztendlich ansehen möchte, kann man nicht durch ausprobieren entscheiden. Eine Möglichkeit für den Rezipienten eine Entscheidung zu treffen, bietet innerhalb des „Informationsdschungels Kino“ die potentielle Informationsmöglichkeit Filmkritik. Ein Blick in die wissenschaftliche Literatur zeigt, dass Filmkritiken neben persönlichen Gesprächen im Bekannten und Freundeskreis eine zentrale Bedeutung bei der Entscheidungsfindung für einen spezifischen Film besitzen.

Die Filmkritik, „das sekundäre Sprechen über das primäre Objekt Film“ bildet die Brücke zwischen den Produzenten und den Rezipienten. Einerseits gibt sie kritische Rückmeldung über die geleistete Arbeit der Filmschaffenden und andererseits hat sie eine Art Beratungsfunktion, indem sie potentiellen Kinogängern die Entscheidung für oder gegen einen bestimmten Film nahe legt. Einschätzungen über das Schreiben zum Thema Kino und die Wirksamkeit von Kritiken gehen sehr weit auseinander, die einen sprechen von übertriebener Macht, die anderen von genereller Ohnmacht.

Die Altergruppe der Jugendlichen ist eine der großen Nutzergruppen des Mediums Kino. Laut einer Studie der Filmförderungsanstalt Berlin (FFA) liegt die Besuchsintensität (ältere Teens, 16- 19 Jahre) bezogen auf alle Personen dieser Altersgruppe bei einem Durchschnitt von 5,6 Kinobesuchen im Jahr. Nur die Gruppe der 20- 24Jährigen geht öfter in die Lichtspielhäuser. Obwohl Heranwachsende das Medium Kino häufig nutzen, existieren nur wenig wissenschaftliche Untersuchungen zum Nutzungsverhalten und dem Zusammenhang mit verschiedenen Informationsquellen. Gerade die Kommunikationskette Filmkritik, Filmrezeption, Rezipient wurde von der akademischen Forschung bisher weitestgehend vernachlässigt. Diesen Aspekt untermauert auch der Filmwissenschaftler Bruce Austin (1983), in dem er feststellt: „systematic investigation of the moviegoing public´s use of reviews is virtually nonexistent“.

Das Desinteresse in Sachen akademischer Forschung bezüglich Filmkritiken, Kino und speziell der Nutzergruppe Jugendlicher verwundert bei dem Blick auf die immer weiter expandierende Filmbranche. Experten rechnen im vergangenen Kinojahr 2004 mit einem Umsatzplus von knapp 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Es sei „eines der besten Jahre der letzten Jahrzehnte“, freut sich der Geschäftsführer des Verbandes der Filmverleiher, Johannes Klingsporn. Nach einem verlustreichen Jahr 2003 und der positiven Wende bezüglich Besucher- und Umsatzzahlen im vergangenen Jahr 2004 blickt die Branche dank gestiegener Besucherzahlen also durchaus optimistisch in die Zukunft. Und dies aus gutem Grund, denn die Popularität von Filmen ist weiter ungebrochen. Filme sind in unserer heutigen Gesellschaft mehr denn je zentrale Bestandteile der Alltagskultur, bewegte Bilder in Spielfilmform sind zu einem bedeutenden kulturellen, wirtschaftlichen, sozialen und auch politischen Phänomen geworden. Der Film als Kunstform hat sich neben anderen Kulturgütern, wie z.B. dem Theater, der Literatur, der Malerei, oder der Musik, als eigenständiges künstlerisches Medium etabliert und steht im Fokus gesellschaftlicher Betrachtungen.

Ausgehend von dieser Situation stellt sich die Frage, anhand welcher Kriterien Jugendliche Filme auswählen, wie oft sie das Medium Kino nutzen und welche Motive dieser Nutzung zu Grunde liegen. Schwerpunkt dieser Arbeit ist die Frage nach der Bewertung von Spielfilmen durch die Rezipienten. Die mediale Informationsquelle Filmkritik berichtet u.a. über produktintrinsische Merkmale des Films, wie z.B. Schauspieler, Regisseur und Filmhandlung. Wie wichtig sind diese Gesichtspunkte für die jugendlichen Rezipienten? Eine Filmkritik besitzt verschiedene Funktionen und Elemente, aber ganz allgemein können zwei wichtige Strukturelemente unterschieden werden.

Zum einen die „Informationen“ und zum anderen die „Bewertungen“ zum Film, die zugleich auch eine implizite Entscheidungshilfe für die Rezipienten sein könnten. Welche Aspekte im Spannungsfeld „Information“ und „Bewertung“ wirken sich auf das Interesse aus, den Film sehen zu wollen und welchen Einfluss haben positive/negative Bewertungen des Films? Wie groß gestaltet sich die Macht oder Ohnmacht von Filmbesprechungen? Richten junge Rezipienten ihre subjektive Meinung über den Film nach den Urteilen der Kritik aus, oder spielen bisherige Filmerfahrungen und Genrepräferenzen eine so große Rolle, dass keine systematischen Bewertungstendenzen aufgezeigt werden können?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich die vorliegende Diplomarbeit. Wichtig für diesen Rahmen ist die Feststellung, dass der Fokus der Betrachtungen auf Filmkritiken in Textform liegt, wie wir sie z.B. in Zeitungen und Zeitschriften antreffen. Mit den genannten Fragestellungen sind vor allem Konstrukte der Medienpsychologie verbunden. Um einen strukturellen Überblick über die wissenschaftliche Positionierung und den Aufbau der Arbeit zu geben, wird in den folgenden Abschnitten zu diesen Gesichtspunkten Stellung genommen.

Gang der Untersuchung:

In Kapitel 2 werden aktuelle Basisdaten zum deutschen Kino den theoretischen Teil der Arbeit einleiten. Die Daten und Fakten werden Antworten auf die Fragen geben „Wie sieht es mit den strukturellen Rahmenbedingungen des deutschen Kinos aus?“, „Was ist ein Kinogänger?“, „Wie viele Besucher hat das deutsche Kino aktuell?“ und „Durch welche soziodemographischen Determinanten ist das Kinopublikum zu bestimmen?“ Die Vorstellung von aktuellen Fakten zu diesen Fragestellungen wird den Gliederungspunkt der theoretischen Positionierung vorbereiten. Grundlage für diesen Teil ist die Uses and Gratifications- Forschung, die den aktiven Rezipienten in den Blickpunkt des wissenschaftlichen Interesses rückt und von intentional- auf Basis von Bedürfnissen- handelnden Individuen ausgeht.

Diese Forschungsrichtung ist u.a. Hintergrund für wissenschaftliche Studien zum Forschungskontext Kino und seinem Publikum. Hier ist vor allem die amerikanische Forschung federführend. Sie hat empirische Untersuchungen zu den Motivdimensionen der Kinobesucher hervorgebracht.

In einem weiteren Schritt werden in Abschnitt 2.5. wissenschaftliche Modelle der Filmwahl fokussiert. Eng verbunden ist das Thema der Filmauswahl mit den potentiellen Informationsquellen zu neuen Kinofilmen. Fragen wie „Welche Quellen sind wichtig bezüglich der Aufmerksamkeitsgenerierung und Informationssuche zu neu startenden Kinofilmen?“ werden unter Abschnitt 2.5.5. thematisiert.

Das Hauptaugenmerk der Arbeit liegt auf der Informationsquelle Filmkritik. Zuerst wird eine Begriffsbestimmung eingeführt, bevor auf Aufgaben, Funktionen und empirische Untersuchungen zum Gegenstand eingegangen wird.

Die Frage wie mediale Informationen von den Rezipienten verarbeitet werden, wie der Wahrnehmungs- und Interpretationsspielraum durch rezipierte Informationen und Bewertungen eingeengt wird, wird unter dem Gliederungsabschnitt 2.7. Priming näher beleuchtet.

Der letzte Abschnitt des theoretischen Teils bearbeitet die Frage nach den Urteilsbildungen der Rezipienten. In diesem Zusammenhang spielen Heuristiken eine gewichtige Rolle, wenn es um schnelle und effiziente Beurteilung von Personen, Dingen und Sachverhalten geht.

Ein zusammenfassendes Fazit beendet den theoretischen Teil und bereitet die vorliegenden Fragestellungen vor.

Kapitel 3 thematisiert, auf der Grundlage des theoretischen Teils, die Fragestellungen der vorliegenden Diplomarbeit und veranschaulicht, durch welche Überlegungen diese aufgestellt wurden.

Die Methodik, Konzeption und Durchführung der empirischen Untersuchung wird in Kapitel 4 dargelegt. In diesem Abschnitt wird die Operationalisierung der Variablen, die Beschreibung und Erklärung des Stimulus-Materials, die Beschreibung der Stichprobe und die Durchführung der Untersuchung konkretisiert.

Auf Grundlage der gewählten Methodik und Konzeption wird diese Untersuchung empirische Daten bei einer Stichprobe, bestehend aus 47 jugendlichen Probanden, erheben, um die Frage nach „dem Einfluss von manipulierten Filmkritiken auf die Bewertung von Spielfilmen“ zu beantworten.

Die Ergebnisse der empirischen Studie werden in Kapitel 5 ausführlich vorgestellt. In einem ersten Schritt werden deskriptive Ergebnisse referiert, auf deren Grundlage die Ergebnisse zu den Hypothesen dieser Arbeit erörtert werden.

In Kapitel 6 werden die wichtigsten Ergebnisse der Arbeit zusammengefasst, interpretiert und diskutiert. Die verwendeten Literaturquellen, das Tabellen- und Abbildungsverzeichnis dieser Arbeit befinden sich in Kapitel 7.

Im Anhang dieser Arbeit befinden sich die Fragebögen der empirischen Untersuchung.

Inhaltsverzeichnis:

1. EINLEITUNG, RELEVANZ UND ÜBERBLICK 4
1.1 Ausgangssituation 4
1.2 Wissenschaftliche Positionierung 7
1.3 Aufbau der Arbeit 8
2. GRUNDLAGEN 10
2.1 Aktuelle Daten und Fakten zum deutschen Kino 11
2.1.1 Kinostandorte und Spielstätten 11
2.1.2 Eintrittspreise und Umsatz 12
2.2. Das Kinopublikum in Deutschland 13
2.2.1 Kinogängertypen 13
2.2.2 Soziodemographische Struktur und Besuchsverhalten 16
2.2.3 Überblick Besucherzahlen 20
2.2.3.1 Besucherzahlen 2003 20
2.2.3.2 Besucherzahlen 2004 21
2.3 Stand der wissenschaftlichen Forschung zum Kinopublikum 23
2.3.1 Wissenschaftliche Einordnung 23
2.3.2 Historische Entwicklung der Medienforschung 24
2.3.3 Uses and Gratifications- Forschung 26
2.3.3.1 Das GS/GO-Modell 28
2.3.3.2 Exkurs: Grundgedanke der Erwartungs-Wert-Modelle 31
2.3.3.3 Kritik am Uses and Gratifications- Approach 33
2.4 Nutzungsmotive für den Kinobesuch 35
2.4.1 „The Motivational Framework of Moviegoing” (Palmgreen et al.) 35
2.4.2 Weitere Untersuchungen zu Kinonutzungsmotiven 38
2.5 Forschung zur Filmauswahl 43
2.5.1 „Movie Going“ vs. „Movie Attendance“ (Austin) 43
2.5.2 „Consumer Information Acquisition- Ansatz”(Linton & Petrovich) 46
2.5.3 „Zwischenschritten der Filmwahl“ (Blothner) 49
2.5.4 Filmauswahl der Zielgruppe Jugendlicher 51
2.5.5 Informationsquellen zu Kinofilmen 52
2.6 Filmkritik imZusammenhang mit der Filmauswahl 58
2.6.1 Definition Filmkritik 58
2.6.2 Funktionen und Aufgaben der Filmkritik 60
2.6.2.1 Informationsfunktion 61
2.6.2.2 Bewertungsfunktion 63
2.6.3 Empirische Untersuchungen zur Filmkritik 64
2.7 Priming und Urteilsbildung 70
2.7.1 Definitionsansätze 71
2.7.2 Thematische Schwerpunkte der empirischen Forschung 72
2.7.3 Bedingungen für Priming-Effekte 73
2.7.4 Urteilsbildung 75
2.7.5 Verfügbarkeitsheuristiken 77
2.7.6 Repräsentativitätsheuristiken 78
2.7.7 Rückbezug auf die Fragestellung der Arbeit 79
2.8 Zusammenfassung der Ausgangslage 81
3. FRAGESTELLUNGEN 84
3.1 Überlegungen und aufgeworfene Fragen 84
3.2 Abgeleitete Hypothesen 87
4. METHODIK, KONZEPTION UND DURCHFÜHRUNG DER UNTERSUCHUNG 90
4.1 Forschungsdesign 90
4.2 Operationalisierung der Variablen und Aufbau der Fragebögen 93
4.2.1 Filminformationen Fish & Chips (Treatment 1) 93
4.2.2 Filmbewertungen zu Fisch & Chips (Treatment 2) 95
4.2.2.1 Positive Filmbewertung (Fragebogen 2a) 97
4.2.2.2 Negative Filmbewertung (Fragebogen 2b) 98
4.2.3 Der Film Fisch & Chips 99
4.2.4 Operationalisierung der Variablen 100
4.2.4.1 Fragebogen 1 102
4.2.4.2 Fragebogen 2 103
4.2.4.3 Fragebogen 3 104
4.3 Datenerhebung 113
4.4 Datenbasis 114
4.4.1 Beschreibung der Gesamtstichprobe nachsoziodemographischen Merkmalen Alter und Geschlecht 115
4.4.2 Beschreibung Gruppe 1 (positive Filmkritik) nach soziodemographischen Merkmalen 116
4.4.3 Beschreibung Gruppe 2 (negative Filmkritik) nach soziodemographischen Merkmalen 116
4.4.4 Beschreibung Gruppe 3 (Kontrollgruppe) nach soziodemographischen Merkmalen 116
5. ERGEBNISSE DER UNTERSUCHUNG 117
5.1 Deskriptive Ergebnisse 117
5.2 Ergebnisse zu Hypothese 1, 1a und 1b 131
5.3 Ergebnisse zu Hypothese 2 138
5.4 Ergebnisse zu Hypothese 3 139
6. DISKUSSION DER ERGEBNISSE 141
6.1 Zusammenfassung und Diskussion 141
6.2 Konsequenzen für zukünftige Forschungen 153
7. VERZEICHNISSE 155
7.1 Literaturverzeichnis 155
7.2 Tabellenverzeichnis 164
7.3 Abbildungsverzeichnis 166
8. ANHANG 167-185

Automatisiert erstellter Textauszug:

„Fisch & Chips“ ist der endgültige Durchbruch für den Regisseur Stephen Frears, der auch schon mit früheren Produktionen wie „Ein ganz normaler Held“ oder „The Snapper“ sehr große Erfolge bei Publikum und Filmkritikern feiern konnte. Für seinen neuen Film wählte Regisseur Stephen Frears brilliante Schauspieler aus. So überzeugend und authentisch wie die Schauspieler Colm Meaney und Donal O´Kelly haben Darsteller selten ihre Rollen vor der Kamera gespielt, ja, man kann schon fast sagen „gelebt“. Große Klasse! Weiterer Pluspunkt dieser Komödie ist die witzige, spritzige und manchmal tragikomische Geschichte über den Alltag in einem tristen Vorort der irischen Stadt Dublin. Die fesselnde Filmhandlung über die geniale Geschäftsidee der beiden Freunde Bimbo und Larry und die Einbettung in das Umfeld des irischen Arbeitermilieus verleihen der Story des Films eine sehr realistische, humorvolle und charmante Atmosphäre. Die spannende Geschichte einer „mobilen Frittenbude“ und seiner Besitzer ist einfallsreich inszeniert und verblüfft mit einem schönen Ende. Durch die überzeugenden irischen Schauspieler, die witzige und einfallsreiche Handlung des Films und den guten Regisseur Stephen Frears wird dieser Film zu einem kleinen Meisterwerk, das man sich unbedingt anschauen sollte. [...]

Im ersten Satz wird der verantwortliche Regisseur genannt und seine Erfolge beim Publikum und den Filmkritikern hervorgehoben. Wörter und Ausdrücke wie „endgültiger Durchbruch“, oder „sehr große Erfolge bei Publikum und Filmkritikern“ verdeutlichen den positiven Tenor der Kritik und die positive Personendarstellung des Regisseurs. Im zweiten Satz werden die Darsteller des Films fokussiert und die getroffene Auswahl des Regisseurs als „brilliant“ beschrieben. Der dritte Satz lobt die Hauptdarsteller des Films und bescheinigt ihnen eine sehr überzeugende Leistung: „Große Klasse!“ Der vierte und fünfte Satz beziehen sich auf die Filmhandlung. Zuerst wird die Geschichte als witzig und tragikomisch beschrieben und die Handlung in ein Genre (Komödie) eingeordnet. Weiterhin wird die Filmhandlung über die Geschäftsidee der beiden irischen Freunde als „fesselnd“ beschrieben. Durch das kompetente Zusammenwirken der Hauptbeteiligten dieses Films wird eine sehr [...]

„Fisch & Chips“ ist der neue Film von Regisseur Stephen Frears, dessen neustes Werk in Barrytown spielt, einem tristen Vorort der nordirischen Stadt Dublin. Hier leben Bimbo (Donal O´Kelly), der gerade seinen Job als Bäcker verloren hat und sein bester Freund Larry (Colm Meaney), der schon seit zwei Jahren auf Arbeitssuche ist. Für Bimbo ist die ungünstige berufliche Situation unerträglich, ein Job muss her um die Familie zu ernähren. Die passende Idee zu dem neuen Job hat er auch schon: von der Arbeitslosigkeit in die Selbstständigkeit! Bimbo verwirklicht seinen Plan und kauft von seinem Abfindungsgeld einen schrottreifen Kleinbus, der zu einer fahrbaren Frittenbude mit dem Namen „Bimbo´s Burgers“ umgerüstet wird. Die beiden Familienväter und Freunde Larry und Bimbo sind ab jetzt Geschäftspartner, endlich unabhängig und rechnen mit großen Gewinnen. Das Vorhaben steht unter einem guten Stern, denn man schreibt das Jahr 1990, Fußballweltmeisterschaft in Italien, und es gibt hungrige Fußballfans im Überfluss. Aber der Schein trügt, denn der finanzielle Erfolg geht auf Kosten der Harmonie und ihre tiefe Freundschaft zueinander wird auf eine harte Probe gestellt. [...]

Arbeit zitieren:
Büch, Björn Mai 2005: Der Einfluss von manipulierten Filmkritiken auf die Bewertung von Spielfilmen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kino, Filmauswahl, Urteilsbildung, Priming, Filmkritik

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