Der Einfluss der internen Kommunikation auf den Unternehmenserfolg
Betrachtung des Zusammenhangs unter Berücksichtigung ausgewählter innerbetrieblicher Faktoren
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Jannine Frey
- Abgabedatum: Februar 2004
- Umfang: 103 Seiten
- Dateigröße: 1,4 MB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Nürtingen Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-4052-7
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-4052-7 P - ISBN (CD) :978-3-8324-4052-7 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Frey, Jannine Februar 2004: Der Einfluss der internen Kommunikation auf den Unternehmenserfolg, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Personal, Betriebsklima, Zufriedenheit, Unternehmenskultur, Motivation
In den Warenkorb
74,00 €
Diplomarbeit von Jannine Frey
Einleitung:
Die vorliegende Arbeit thematisiert den Einfluss der Internen Kommunikation auf den Unternehmenserfolg und betrachtet diesen Zusammenhang unter Berücksichtigung ausgewählter innerbetrieblicher Faktoren. Zunächst wird definitorisch fundiert und der Forschungsstand der Literatur erarbeitet (Kapitel 2), um dann die Relevanz von Kommunikation zu ermitteln (Kapitel 3). Weiterhin wird eine Begründung für Interne Kommunikation entwickelt (Kapitel 4). Unterschieden werden dann die Beziehungen zwischen Interner Kommunikation und Effektivität (Kapitel 5) und Effizienz (Kapitel 6), wofür jeweils exemplarische Kriterien herangezogen werden. In Kapitel 7 wird der Einfluss der Internen Kommunikation auf den Unternehmenserfolg erörtert vermittels Betrachtung dieses Zusammenhangs unter Berücksichtigung ausgewählter innerbetrieblicher Faktoren. Dem Thema folgend kann dann nicht darauf verzichtet werden, die der Kommunikation inhärenten Grenzen und Störungen und die Probleme bei der Planung, Umsetzung und der Kalkulation Interner Kommunikation aufzuführen (Kapitel 8). Und schließlich widmet sich Kapitel 9 der Messung des Kommunikationserfolges und den Grenzen und Problemen der Erfolgskontrolle.
Ziel der vorliegenden Arbeit ist, den Einfluss der Internen Kommunikation auf den Unternehmenserfolg zu erörtern vermittels Betrachtung dieses Zusammenhangs unter Berücksichtigung ausgewählter innerbetrieblicher Faktoren.
Die dieser Arbeit zu Grunde gelegte Literatur scheint nicht zu halten, was in den Vorworten oft versprochen wird: ein Erklärungsansatz, ob, warum und wie Kommunikation zu mehr Erfolg führt. Es wird oft nur auf Teilaspekte eingegangen bzw. werden nur diese untersucht. Die vorliegende Arbeit will diese Teilaspekte verorten, zusammenfassen und in einen Kontext bringen.
Die Betrachtung bezieht sich vorrangig auf betriebswirtschaftliche Einheiten sowie deren Organisationsmitglieder und die Kommunikation in Unternehmen. Explizit ausgegrenzt werden soll aufgrund der Komplexität der Thematik die Kommunikation von Unternehmen, die an externe Empfänger gerichtet ist.
Interne Kommunikation wird allerdings nicht unter dem Aspekt, wie sich die Vermittlung von Informationen und die Führung des Dialogs zwischen der Unternehmensleitung und Mitarbeitern gestaltet und welche Aufgaben dabei von welchen verantwortlichen Stellen mittels welcher Medien wahrgenommen werden, geprüft. Vielmehr stehen die Zusammenhänge ausgewählter betrieblicher Einflussfaktoren (wie z. B. Vertrauen, Partizipation, Unternehmenskultur oder Betriebsklima) sowie exemplarischer Effektivitäts- und Effizienzkriterien und der Kommunikation im Mittelpunkt der Betrachtung.
Somit steht Interne Kommunikation in diesem Zusammenhang für die institutionalisierte Vermittlung von Informationen sowie den Austausch von Äußerungen zwischen der Unternehmensleitung und den Mitarbeitern über beispielsweise betriebliche Vorgänge, unternehmenspolitische Zielsetzungen, arbeitsplatzübergreifende Entscheidungen, wirtschaftliche Entwicklungen und sozialpolitische Zusammenhänge.
Das reichhaltig existierende Repertoire an Differenzierungskriterien kommunikativen Geschehens und die mannigfaltigen Theorien, Modelle und Sichtweisen zur Kommunikation, werden nicht erörtert. Beispielsweise soll nicht extra unterschieden werden in verbale und non-verbale Kommunikation. Somit erübrigt sich auch ein näheres Eingehen auf die Kinesik (Wissenschaft vom körperlichen Kommunikationsverhalten) oder die Semiotik (Zeichencharakter von Objekten und Handlungen). Ausgegrenzt wurden auch die Beziehungen zwischen Kommunikation und Gruppenleistung. Hier wird auf die mannigfache Literatur verwiesen.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Beschreibung der Vorgehensweise - Zielsetzung, Abgrenzung und Ausgrenzung - Einführung in die Thematik | 1 |
| 1.1 | Beschreibung der Vorgehensweise | 1 |
| 1.2 | Zielsetzung - Abgrenzung und Ausgrenzung | 1 |
| 1.3 | Einführung in die Thematik | 2 |
| 2. | Begriffsklärung und Forschungsstand | 3 |
| 2.1 | Problem der Begriffsklärung - Begriffsklärung zur Information und Kommunikation - Zusammenhang von Information und Kommunikation | 3 |
| 2.2 | Begriffsklärung zur Organisationskommunikation und Internen Kommunikation | 6 |
| 2.3 | Historie der Organisationskommunikationsforschung - Bedeutung der Kommunikation in der Organisa-tionsforschung - Forschungsstand zum Zusammenhang der Organisationskommunikation und Wirksamkeit | 10 |
| 3. | Perspektivität und Bedeutung der Kommunikation in Unternehmen | 13 |
| 3.1 | Perspektivität der Kommunikation | 13 |
| 3.2 | Bedeutung der Kommunikation in Unternehmen | 14 |
| 4. | Gründe für Interne Kommunikation - wirtschaftliche, organisationsbezogene und mitarbeiterbezogene Bedingungen | 16 |
| 4.1 | Wirtschaftliche Umfeldbedingungen als Begründung für Interne Kommunikation | 16 |
| 4.2 | Organisationsbezogene Bedingungen als Begründung für Interne Kommunikation | 18 |
| 4.3 | Mitarbeiterbezogene Bedingungen als Begründung für Interne Kommunikation | 22 |
| 5. | Beziehungen zwischen Interner Kommunikation und Effektivität | 26 |
| 5.1 | Leistung und Zufriedenheit als exemplarische Effektivitätskriterien | 26 |
| 5.2 | Beziehungen zwischen Kommunikationsvariablen und Effektivitätskriterien | 27 |
| 5.3 | Zusammenfassung zu den Beziehungen zwischen Interner Kommunikation und Effektivität | 31 |
| 6. | Beziehungen zwischen Interner Kommunikation und Effizienz | 32 |
| 6.1 | Ausgangslage zu Beziehungen zwischen Interner Kommunikation und Effizienz | 31 |
| 6.2 | Exemplarische Effizienzkriterien der Internen Kommunikation | 33 |
| 6.3 | Zusammenfassung zu Beziehungen zwischen Interner Kommunikation und Effizienz | 40 |
| 7. | Der Einfluss der Internen Kommunikation auf den Unternehmenserfolg | 40 |
| 7.1 | Betrachtung des Zusammenhangs von Interner Kommunikation und Erfolg unter Berücksichtigung ausgewählter innerbetrieblicher Faktoren | 40 |
| 7.2 | Betrachtung des Zusammenhangs von Interner Kommunikation und Erfolg unter Berücksichtigung der Unternehmenskultur, dem Betriebsklima und der Partizipation | 46 |
| 7.3 | Betrachtung des Zusammenhangs von Interner Kommunikation und Erfolg unter Berücksichtigung der Motivation, der Arbeitszufriedenheit und der Leistung | 58 |
| 8. | Grenzen und Störungen der Kommunikation und Probleme bei der Planung, Umsetzung und der Kalkulation Interner Kommunikation | 63 |
| 8.1 | Grenzen der Kommunikation - Der Einfluss persönlicher Haltungen und Stimmungen und Kommunikationsbarrieren | 63 |
| 8.2 | Störungen der Kommunikation - Hierarchische Positionen, Kommunikationsmanipulation und Mikropolitik | 66 |
| 8.3 | Probleme bei der Planung und Umsetzung und der Kalkulation Interner Kommunikation | 72 |
| 9. | Messung des Kommunikationserfolges - Grenzen und Probleme der Erfolgskontrolle | 73 |
| 9.1 | Voraussetzungen für die Messung des Kommunikationserfolges | 73 |
| 9.2 | Messung des Kommunikationserfolges | 74 |
| 9.3 | Grenzen und Probleme der Erfolgskontrolle | 75 |
| 10. | Zusammenfassung und Perspektiven | 76 |
| Literatur- und Quellenverzeichnis | 81 |
8.2 Störungen der Kommunikation - Hierarchische Positionen, Kommunikationsmanipulation und Mikropolitik Ein erster Hinweis, dass die von der Internen Kommunikation initiierten Informationswege nicht immer eingehalten werden (wollen) geben Weltz/Lullies: „Aus dem komplexen Zusammenwirken der verschiedenen Einflussgrößen der betrieblichen Handlungskonstellation ergibt sich, dass von Fall zu Fall recht unterschiedlich ist, mit welchem Nachdruck und in welcher Weise man den Einfluss, über den man verfügt bzw. den man mobilisieren kann, jeweils nutzt, ob und in welcher Richtung man sich engagiert, um das betriebliche Geschehen zu beeinflussen. Dies wird wesentlich davon bestimmt, welchen Stellenwert das, was als betriebliches `Problem´ definiert und gelöst werden soll, für die eigene Position hat“ (Weltz/Lullies, S. 156). Funke-Welti konkretisiert: „Organisationsmitglieder verzichten unter Umständen auf optimale Leistung und Aufgabenerfüllung, weil sie die mit der informalen Informationssuche verbundenen Kosten scheuen, oder sie andererseits ihr Wissen und ihre Informationen als Kapital und Ressourcen sehen, die strategisch einsetzbar sind (Funke-Welti, S. 56). Es sind fehlende oder mangelhafte Unternehmensregelungen, die dazu führen, dass die Interne Kommunikation unvollständig betrieben wird, Informationen nicht weiterge1 [...]
Kommunikation sind bestimmt durch die Bereitschaft, den guten Willen und die zur Verfügung stehende Zeit, sich wirklich auf den `Kommunikator´ einzulassen. `Mitarbeiter-Brainspace´ ist ein seltener Rohstoff, mit dem sparsam umgegangen werden muss. Unternehmen, in denen diese Tatsache ignoriert wird, werden eines Tages feststellen müssen, dass sie selbst ignoriert werden“ (Bloomfield/Lamb/Quirke, S. 179). Hahne sieht die Grenzen eher in der jeweiligen Ausprägung der Sozialkompetenz, wenn er vor einer vorschnellen Erweiterung der Handlungs- und Entscheidungskompetenzen warnt: „In Gruppen können sich Gruppenegoismen und durch Abschottungstendenzen Konkurrenzbeziehungen bis hin zur Feindschaft herausbilden. Ferner ist zu befürchten, dass die weniger sozial kompetenten Mitarbeiter zu `Rationalisierungsverlierern´ werden und ihren Arbeitsplatz einbüßen. Für viele, vor allem ältere Mitarbeiter gilt außerdem, dass sie gar nicht die ihnen unterstellten Zusammengehörigkeits-, Interaktions- und Kommunikationsmotive haben und den Wegfall klassischer Führungsfunktionen daher als Verschlechterung des Betriebsklimas empfinden“ (Hahne, S. 459). Und schließlich bleibt die Frage, so modern und wirkungsvoll das Instrument der Kommunikation ist, ob diese in allen Positionen, Tätigkeiten und Wirtschaftszweigen die erörterten allgemeinen Effekte erzielt. Zu denken ist vor allem an Wirtschaftszweige mit einfachen Betriebsabläufen (in denen z. B. mit Akkordlohn gezahlt wird) oder wenn ohnehin keine Verbundenheit und Identifikation zum ausgeübten Beruf besteht. Beispielsweise wäre wohl das Interesse an - vermutlich zeitraubender - Kommunikation bei Waldarbeitern sehr gering, da diese nicht bereit sind, während ihrer Arbeitszeit eine derartige „Zeitverschwendung“ hinzunehmen, anstatt Geld zu verdienen. Und auch bei vielen Neben-, Aushilfs- und Studententätigkeiten kann man annehmen, dass das Interesse eher nur dem Gelderwerb dient. 8.1.2 Der Einfluss persönlicher Stimmungen als Grenze der Kommunikation Aufgenommene Informationen werden durch neue Informationen nicht in allen Fällen verändert und korrigiert, sondern können das Bild, das jemand von sich selbst oder von anderen hat, bestimmen, auch dann, wenn diese Informationen später durch neue in Frage gestellt werden1. Außerdem hängen Beurteilungen auch von der Stimmung, in der sich Personen befinden, stark ab. Detaillierte Untersuchungen konnten zeigen, dass Stimmungen enorme Auswirkungen auf die Gedächtnisleistungen haben: Und zwar verhält sich das Gedächtnis der Stimmung entsprechend. In einer angenehmen Stimmung werden eher angenehme Informationen bemerkt und gemerkt und alle möglichen negativen Gedanken oder äußeren Eindrücke unterdrückt. Da durch bleibt [...]
also mündlich, erfolgt, unterstützt durch schriftliche Informationen, zweiseitig statt einseitig ist, Vorgesetzte also nicht nur einseitig informieren, sondern wechselseitige Information durch die Mitarbeiter/innen suchen, der Informationsaustausch zwischen Vorgesetzten und Mitarbeiter/innen direkt, ohne zwischengeschaltete Filterstationen möglich ist“ (Seel, S. 5) Die Wahrscheinlichkeit, in einer Arbeitssituation zufrieden zu sein, steigt - der Logik bisheriger Erkenntnisse folgend - in dem Ausmaß, wie das Motivierungspotenzial der Arbeit der eigenen Motivkonstellation entspricht. So betrachtet sind sich die Bedingungen der Arbeitszufriedenheit und der Arbeitsmotivation ähnlich. Arbeitszufriedenheit und Arbeitsmotivation unterscheiden sich nur dann in ihrer Ausprägung, wenn sie durch jeweils unterschiedliche Motivsysteme gespeist werden. So kann es z.B. sein, dass eine Person zufrieden mit der Arbeit ist, weil sie viel Geld verdient, dass die Arbeitsmotivation aber trotzdem nicht entsprechend hoch ist, weil sie sich an einem Arbeitsplatz mit einfachen Routinetätigkeiten befindet (sie aber ein hohes Motiv nach Selbstentfaltung hat). Somit ist klar, dass die Beziehung zwischen Zufriedenheit und Leistung nicht immer eindeutig festzulegen ist. „Im Falle einer Strukturierung, die bei der Motivation und der Zufriedenheit gleichthematisch ist, kann man eine positive Beziehung zwischen Zufriedenheit und Leistung erwarten. Gibt es jedoch Unterschiede in den Bedingungen für Motivation und Zufriedenheit, so besteht auch die Möglichkeit einer negativen Beziehung zwischen Zufriedenheit und Leistung“ (Kleinbeck, S. 94). Deshalb darf man schlussfolgern, dass Interne Kommunikation nicht einseitig an der Arbeitszufriedenheit oder dergleichen an der Leistung ansetzen soll. Interne Kommunikation, in vorliegender Arbeit definiert als Instrument der organisatorischen Kommunikation, muss also auch als ein solches verstanden werden: ein System von abgestimmten und bedarfsgerechten Einsätzen von Kommunikationsmedien und Informationen. 8 Grenzen und Störungen der Kommunikation und Probleme bei der Planung, Umsetzung und der Kalkulation Interner Kommunikation 8.1 Grenzen der Kommunikation - Der Einfluss persönlicher Haltungen und Stimmungen und Kommunikationsbarrieren 8.1.1 Der Einfluss persönlicher Haltungen als Grenze der Kommunikation „Die Grenzen der Kommunikation lassen sich nicht an der Zahl der Bäume ermessen, die noch gefällt und zu Mitteilungsblättern verarbeitet werden könnten, und auch nicht an der Zahl der Emails1, die ein Mitarbeiter pro Tag versenden kann. Die Grenzen der [...]
In den Warenkorb
74,00 €
Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832440527
Arbeit zitieren:
Frey, Jannine Februar 2004: Der Einfluss der internen Kommunikation auf den Unternehmenserfolg, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Personal, Betriebsklima, Zufriedenheit, Unternehmenskultur, Motivation



