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Der Einfluß individueller und struktureller Merkmale auf die "Stabilität" von Beschäftigung

Eine Untersuchung von Übergängen im Beschäftigungssystem in Ost- und Westdeutschland

Der Einfluß individueller und struktureller Merkmale auf die "Stabilität" von Beschäftigung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Julia Simson
  • Abgabedatum: September 2000
  • Umfang: 110 Seiten
  • Dateigröße: 724,8 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universität Bremen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6007-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6007-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6007-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Simson, Julia September 2000: Der Einfluß individueller und struktureller Merkmale auf die "Stabilität" von Beschäftigung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Arbeitsmarkt, Arbeit, Beruf, Betrieb, empirische Sozialforschung

Diplomarbeit von Julia Simson

Einleitung:

In der vorliegenden Arbeit werden Tendenzen und Entwicklungen der Stabilität von Beschäftigung und Beruflichkeit und ihre individuellen, strukturellen und betrieblichen Einflussfaktoren empirisch untersucht.

Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, ob nach Abschluss eines Beschäftigungsverhältnisses ein berufs- oder lohnadäquater Anschluss in einer weiteren Beschäftigung gefunden werden kann oder ob in eine nicht adäquate Beschäftigung oder in Arbeitslosigkeit gewechselt werden muss. In einer Längsschnittperspektive werden Übergänge im Beschäftigungssystem betrachtet. Dabei wird davon ausgegangen, dass diese Übergänge das Ergebnis eines Zusammenwirkens von individuellen Eigenschaften und Intentionen der Beschäftigten, einer an betrieblichen Erfordernissen ausgerichteten Personalpolitik von Unternehmen sowie strukturellen Rahmenbedingungen sind. Datengrundlage der Untersuchung ist die IAB-Beschäftigtenstichprobe.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
2. Zur Entwicklung von Arbeit und Beschäftigung in Ost- und Westdeutschland 4
3. Theoretische Grundlagen 19
3.1 Neoklassik 19
3.2 Humankapitaltheorie 20
3.3 Transaktionskostenansätze und Insider-Outsider-Theorien 21
3.4 Entscheidungsprozesse im Lebenslauf 23
3.5 Die Bedeutung von Effizienz- und Senioritätslöhnen 25
3.6 Gewerkschaften und Arbeitnehmervertretungen: Die Exit-Voice-Hypothese 27
3.7 Segmentationsansätze 27
3.7.1 Der duale Arbeitsmarkt 28
3.7.2 Der dreigeteilte Arbeitsmarkt 29
3.8 Geschlechtsspezifische Ungleichheiten 31
3.8.1 Geschlechtsspezifische Ungleichheiten als Effekt unterschiedlicher Humankapitalinvestitionen 32
3.8.2 Die Verortung von Frauen auf dem unstrukturierten Teilsegment 32
3.8.3 Geschlechtsspezifische Arbeitsmarktsegregation 34
3.8.4 Das weibliche Arbeitsvermögen 35
3.8.5 Konstruktion von Geschlechterdifferenz 37
4. Hypothesen 39
4.1 Die Bedeutung individueller Merkmale 39
4.1.1 Qualifikation 39
4.1.2 Alter 42
4.1.3 Lohnhöhe 43
4.1.4 Geschlechtsspezifische Einflüsse 45
4.2 Der Einfluss des Betriebs 47
4.3 Strukturelle Einflüsse 48
4.3.1 Wirtschaftliche Entwicklung in Ost- und Westdeutschland 48
4.3.2 Struktureller Wandel einzelner Wirtschaftszweige 49
5. Anlage der empirischen Untersuchung 51
5.1 Untersuchungsdesigns in der quantitativen Sozialforschung 51
5.2 Die IAB-Beschäftigtenstichprobe 54
5.3 Empirische Umsetzung anhand der Ereignisanalyse 58
6. Ergebnisse 66
6.1 Individuelle Einflüsse 69
6.2 Betriebsspezifischer Einfluss 79
6.3 Strukturelle Einflüsse 81
6.3.1 Ost/West-Unterschiede und deren zeitliche Dynamik 81
6.3.2 Die Bedeutung des Wirtschaftszweigs 83
7. Zusammenfassung und Schlussfolgerungen 91
8. Literatur 97
9. Anhang 105

Automatisiert erstellter Textauszug:

Eine der Verteilungsfunktion mathematische äquivalente Funktion ist die Survivorfunktion, welche die Wahrscheinlichkeit dafür beschreibt, dass bis zum Zeitpunkt t noch kein Ereignis eingetreten ist und die Episode über diesen Zeitpunkt hinaus andauert: G(t) = 1 – F(t) = Pr(T > t) Bei der Analyse unterschiedlicher Einflussfaktoren auf die Neigung, ein Ereigniss zu erfahren, wird eine möglichst weitgehende Aufklärung der Heterogenität der Stichprobe hinsichtlich der Merkmale angestrebt, welche die Neigung zum Zustandswechsel erhöhen oder reduzieren. 28 Ähnlich wie bei einer multivariaten Regression können die Einflüsse unabhängiger Variablen auf die Übergangsrate im Rahmen eines statistischen Modells ermittelt werden. Ausschlaggebend für die Wahl des Modells ist die Vorstellung über die Art der Zeitabhängigkeit des zu untersuchenden Prozesses. Ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Ereignis eintritt, den gesamten Verlauf über gleich, spricht man von einer zeitkonstanten Rate. Ist dagegen die Übergangswahrscheinlichkeit am Anfang [...]

Pr(t ≤ T < t‘ | T ≥ t) Ausgedrückt wird hiermit die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses zum Zeitpunkt T im Zeitintervall zwischen t und t`, unter der Voraussetzung, dass bisher kein Ereignis eingetreten ist. Ein Konzept zur Bestimmung der Wahrscheinlichkeit einer Änderung in Yt‘ stellt die Schätzung der Übergangsrate r(t) dar. Pr(t ≤ T ≤ t ' | T ≥ t ) t '−t Die Übergangsrate r(t) liefert eine Beschreibung der Wahrscheinlichkeit eines Übergangs vom Anfangszustand j zu einem Endzustand k in dem unendlich kleinen Zeitintervall t` t in Relation zum „risk set“, d. h. zur Anzahl derjenigen Untersuchungseinheiten, die zu diesem Zeitpunkt dem Risiko eines Ereignisses ausgesetzt sind, da bei ihnen bisher noch kein Ereignis aufgetreten ist (Blossfeld/Rohwer 1995: 28). r (t ) = lim [...]

Ein weiterer Vorteil der Ereignisanalyse liegt in der Möglichkeit rechtszensierte Daten in statistisch angemessener Weise zu behandeln. Ist der Ausgang einer Episode nicht bekannt, weil bis zum Erhebungszeitpunkt kein Ereignis eingetreten ist und über den späteren Verlauf keine Informationen zur Verfügung stehen, die Episode also quasi rechts abgeschnitten wurde, handelt es sich um eine rechtszensierte Episode. Rechtszensierte Episoden gehen als Wahrscheinlichkeit, dass bis zum Zeitpunkt der Erhebung kein Ereignis eingetreten ist, in die Berechnung der Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses mit ein (Blossfeld/Rohwer 1995: 83). Grundlage der ereignisanalytischen Untersuchung sind nicht Personen, sondern Episoden. Als Episoden werden die Verweildauern in bestimmten Zuständen bezeichnet, die durch Zustandswechsel bzw. Ereignisse voneinander getrennt sind. Dabei stellen die Ereignisse die zu untersuchenden abhängigen Variablen dar, die durch vorangegangene Prozesse beeinflusst werden. Formal lässt sich dieser Zusammenhang folgendermaßen darstellen: ∆X t → ∆Yt ' | t < t ' D.h., eine Veränderung der unabhängigen Variablen X zum Zeitpunkt t verursacht eine Änderung der abhängigen Variablen Y zum späteren Zeitpunkt t‘. Zwischen den beiden Änderungen muss eine zeitliche Reihenfolge existieren, d.h. die Ursache muss der Wirkung vorangehen.26 Geht man davon aus, dass sich soziale Phänomene direkt oder indirekt aus den Handlungen von Akteuren ergeben, die über einen grundsätzlich freien Willen verfügen (Blossfeld/Rohwer 1995: 24f.), muss die Indeterminiertheit kausaler Beziehungen berücksichtigt werden. Statistische Aussagen über kausale Zusammenhänge werden in der Ereignisanalyse daher als Wahrscheinlichkeitsaussagen formuliert. Auch aufgrund der grundsätzlich nicht auszuschließender Fehlerquellen empirischer Analysen, nicht berücksichtigter Einflussgrößen bei komplexen multivariaten Zusammenhängen sowie der Zufälligkeit von Ereignissen in der sozialen Wirklichkeit ist eine probabilistische Betrachtungsweise angebracht: ∆X t → ∆Pr (∆Yt ' ) t < t' [...]

Arbeit zitieren:
Simson, Julia September 2000: Der Einfluß individueller und struktureller Merkmale auf die "Stabilität" von Beschäftigung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Arbeitsmarkt, Arbeit, Beruf, Betrieb, empirische Sozialforschung

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