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Einfluss und Strategien deutscher Spielfilmproduzenten der Gegenwart im Hinblick auf den kommerziellen Erfolg ihrer Kinofilme anhand ausgewählter Beispiele

Einfluss und Strategien deutscher Spielfilmproduzenten der Gegenwart im Hinblick auf den kommerziellen Erfolg ihrer Kinofilme anhand ausgewählter Beispiele
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Jan Philip Lange
  • Abgabedatum: November 2003
  • Umfang: 109 Seiten
  • Dateigröße: 784,7 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" Potsdam-Babelsberg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7989-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7989-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7989-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Lange, Jan Philip November 2003: Einfluss und Strategien deutscher Spielfilmproduzenten der Gegenwart im Hinblick auf den kommerziellen Erfolg ihrer Kinofilme anhand ausgewählter Beispiele, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Spielfilmproduktion, wirtschaftlich, Produzent, Erfolgsfilm, Filmwirtschaft

Diplomarbeit von Jan Philip Lange

Zusammenfassung:

Film ist Kunst. Und Film ist ein Produkt. Meistens ein recht teures und meistens eines, mit dem sich nur Geld verdienen lässt, wenn es sehr viele Käufer – sprich Zuschauer – findet, wenn es also ein Kassenschlager, ein Erfolgsfilm, eben ein „Kinohit“ wird. Selbst wenn die Höhe des Gewinns, der sich mit der Produktion eines Films erzielen lässt, für die deutschen Kinoproduzenten nicht immer an erster Stelle steht (denn schließlich geht es auch noch um die Kunst, um den Inhalt, um das, was der Film sagen soll), so ist doch für den Fortbestand der Branche ein wirtschaftlicher Erfolg seiner Produkte, der Filme, von Nöten.

Wie können Produzenten unter den derzeitigen Bedingungen in Deutschland (und in Europa und auf der Welt) ihre Filme wirtschaftlich erfolgreich machen? Dieser Frage stellt sich die Arbeit, freilich mit der unschwer vorhersagbaren Einschränkung, keine allgemein gültige Antwort, kein Patentrezept geben zu können, wohl aber eine Prolegomena auf Grund von Analysen der Einspielergebnisse, Machart, Inhalte, Marketingkampagnen und anderer Faktoren verschiedener Kinofilme der jüngsten Vergangenheit sowie Interviews mit Produzenten, Filmförderern und Verleihern, die u. U. auf gemeinsame Erfolgsparameter hinweisen und insofern Hinweise auf die Planbarkeit von kommerziellem Erfolg geben könnten.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung: Kalkulierter Gewinn vs. kalkulierbarem Erfolg 1
2. Der deutsche Spielfilm: Eine Erfolgsgeschichte?
2.1 Die Entwicklung des deutschen Films seit 1895
2.1.1 Phase 1: Von den Anfängen bis 1945 5
2.1.2 Phase 2: Deutscher Nachkriegsfilm und „Papas Kino“ 14
2.1.3 Phase 3: Der neue deutsche Film 18
2.1.4 Phase 4: Die 80er Jahre bis zur Gegenwart 21
2.2 Der deutsche Spielfilmproduzent heute 25
3. Mit deutschen Filmproduktionen zu wirtschaftlichem Erfolg?
3.1 Definition des wirtschaftlichen Erfolgs 34
3.2 Erfolgsfaktoren deutscher Spielfilme 36
3.2.1 Genre und Inhalt 36
3.2.2 Produktionsbudget 38
3.2.3 Besetzung/Auswahl des Teams 39
3.2.4 Look des Films/Gestaltung 42
3.2.5 Pressearbeit/Marketing 43
3.2.6 Auswahl des Verleihs/Kopienanzahl 45
4. Der kommerzielle deutsche Kinoerfolg: Einfluss und Strategien seiner Produzenten
4.1 Der deutsche Erfolgsproduzent der Gegenwart und seine Methoden 47
4.1.1 Erläuterung zur Auswahl der Filme und Produzenten
4.1.1.1 MÄNNERPENSION von BojeBuck Produktion 47
4.1.1.2 ANATOMIE von Claussen + Wöbke Filmproduktion und Deutsche Columbia Pictures Filmproduktion 50
4.1.1.3 DAS EXPERIMENT von typhoon networks ag, Fanes Film, Senator Film Produktion und SevenPictures 53
4.1.2 Erfolgsfaktor 1: Genre und Inhalt
4.1.2.1 MÄNNERPENSION 55
4.2.2.2 ANATOMIE 57
4.1.2.3 DAS EXPERIMENT 60
4.1.2.4 Fazit zu Genre und Inhalt 63
4.1.2.5 Exkurs: SATA – Satellite Aided Trend Analysis 65
4.1.3 Erfolgsfaktor 2: Produktionsbudget
4.1.3.1 MÄNNERPENSION 69
4.1.3.2 ANATOMIE 70
4.1.3.3 DAS EXPERIMENT 71
4.1.3.4 Fazit zu Produktionsbudget 72
4.1.4 Erfolgsfaktor 3: Besetzung/Auswahl des Teams
4.1.4.1 MÄNNERPENSION 73
4.1.4.2 ANATOMIE 75
4.1.4.3 DAS EXPERIMENT 77
4.1.4.4 Fazit zur Besetzung und Auswahl des Teams 79
4.1.5 Erfolgsfaktor 4: Look des Films/Gestaltung
4.1.5.1 MÄNNERPENSION 80
4.1.5.2 ANATOMIE 82
4.1.5.3 DAS EXPERIMENT 84
4.1.5.4 Fazit zu Look des Films/Gestaltung 85
4.1.6 Erfolgsfaktor 5: Pressearbeit/Marketing
4.1.6.1 MÄNNERPENSION 86
4.1.6.2 ANATOMIE 87
4.1.6.3 DAS EXPERIMENT 88
4.1.6.4 Fazit zu Pressearbeit/Marketing 89
4.1.7 Erfolgsfaktor 6:Auswahl des Verleihs/Kopienanzahl
4.1.7.1 MÄNNERPENSION 90
4.1.7.2 ANATOMIE 90
4.1.7.3 DAS EXPERIMENT 91
4.1.7.4 Fazit zu Auswahl des Verleihs/Kopienanzahl 92
4.2 Zukunftspläne der Produzenten
4.2.1 BojeBuck Produktion GmbH 95
4.2.2 Claussen + Wöbke Filmproduktion GmbH und Deutsche Columbia Pictures Filmproduktion 95
4.2.3 typhoon networks ag 95
5. Schlussbetrachtung und Ausblick 96
Literaturverzeichnis/Quellennachweis V
Eidesstattliche Erklärung IX

Automatisiert erstellter Textauszug:

4.1.1.2. ANATOMIE von Claussen + Wöbke Filmproduktion und Deutsche Columbia Pictures Filmproduktion Mit ANATOMIE (Kinostart: 3. Februar 2000, Kinobesucher Deutschland: 2 Millionen, FSK ab 16) etablierte sich in Deutschland die damals (1998) neu gegründete Deutsche Columbia Pictures Filmproduktion187, eine deutsche Produktions-Dependance der amerikanischen Columbia TriStar. Diese produzierte den Film gemeinsam mit der Münchner Firma Claussen + Wöbke Filmproduktion. Deutlich spürbar ist der Einfluss amerikanischer Filme wie SCREAM oder ICH WEIß, WAS DU LETZTEN SOMMER GETAN HAST. Horrorfilme also mit jungen Protagonisten und durchaus einem augenzwinkernden Schuss Humor. ANATOMIE soll genau aus diesem Grund, nämlich als Beispiel für einen erfolgreichen, aber nicht typisch deutschen Spielfilm, untersucht werden. Zudem scheint die Kooperation einer relativ jungen deutschen Produktionsgesellschaft mit der deutschen „Filiale“ eines amerikanischen Major-Studios interessant und ungewöhnlich zu sein. Im Gegensatz zu MÄNNERPENSION und erst recht den hier behandelten anderen [...]

hat. Schließlich bringt auch Emilia ihren Steinbock wieder pünktlich zurück ins Gefängnis. Aber: Beide Frauen versprechen, auf ihre Männer zu warten, bis sie wieder frei gelassen werden. MÄNNERPENSION ist also ein gutes Beispiel für eine ganze Reihe von Filmen, die weniger in künstlerischer oder innovativer, dafür aber in kommerzieller Hinsicht Erfolg hatten. Der Kinostart von Männerpension war am 1. Februar 1996, der Film erzielte insgesamt 3,3 Millionen Zuschauer in deutschen Kinos182 und war insofern, bei Produktionskosten von damals „nur“ 3,8 Millionen DM, ein wirtschaftlicher Erfolg sowohl für den Verleih Delphi als auch für die Produktionsfirma BojeBuck. Im Vergleich zu den drei anderen hier behandelten Filmen ANATOMIE und DAS EXPERIMENT steht MÄNNERPENSION für einen „typisch deutschen“ Film, während ANATOMIE und DAS EXPERIMENT eher von amerikanischen Vorbildern beeinflusst sind. Der Produzent von MÄNNERPENSION, Claus Boje mit seiner Firma BojeBuck Produktion GmbH183, repräsentiert, ähnlich wie Claussen + Wöbke sowie Typhoon und im Gegensatz zu Unternehmen wie z. B. Constantin Film oder Bavaria, eine unabhängige, kleine Firma, die trotzdem seit Jahren immer wieder erfolgreiche Kinofilme produziert und es zudem geschafft hat, alleine durch solche Produktionen, das heißt fast ohne die „Nebenproduktion“ von Fernsehfilmen, zu existieren. Ein weiterer besonderer Aspekt ist, dass Claus Boje auch eine eigene Verleihfirma namens Delphi gehört, er also über eine – wenn auch kleine – horizontale Struktur verfügt184. Interessant ist zudem die Biografie von Claus Boje, der schon in jungen Jahren – ähnlich wie der deutsche Erfolgsproduzent Horst Wendlandt – als Kartenverkäufer im Kino gearbeitet, dann selber Kinos betrieben hat und über diese Schiene zum Beruf des Produzenten kam. Diese Vergangenheit, ganz nah am Kinopublikum, hat auch ihre Auswirkungen auf das Handeln Bojes als Produzent (Stichwort „Bauchgefühl“) – offenbar mit insgesamt sehr positivem Ergebnis. [...]

te) und zwei Frauen (Marie Bäumer und Heike Makatsch), die sich für eine begrenzte Zeit kennen- und lieben lernen, bis sie wieder getrennt werden. Kurzinhalt MÄNNERPENSION Die Knackis Hammer-Gerd (Detlev Buck) und Steinbock (Til Schweiger) bekommen auf Grund einer innovativen Resozialisierungsmaßnahme, die ihr Gefängnisdirektor (Leander Haußmann) sich ausgedacht hat, einen einwöchigen Hafturlaub. Und nicht nur das: Als „Bewährungshelferin“ in der freien Welt fungiert die überaus attraktive Altenpflegerin Emilia (Marie Bäumer), die Steinbock bei einer Gefängnis-internen Vorstellungsrunde für sich gewinnen konnte. Hammer-Gerd hingegen musste mit Tricks und Geld arbeiten, um gemeinsam mit Kumpel Steinbock das neue Rehabilitationsprogramm absolvieren zu können. Draußen trifft er durch Zufall auf die junge Nachwuchssängerin Maren (Heike Makatsch) und avanciert kurzerhand zu deren Manager. Sowohl zwischen Steinbock und der anfangs recht kühlen Emilia als auch zwischen Hammer-Gerd und Maren entwickeln sich im Laufe der Zeit intensive Beziehungen. Doch während Steinbock und Emilia sogar eine Liebesnacht im Hühnerstall verbringen, kommt Hammer-Gerd vorzeitig wieder hinter „schwedische Gardinen“, nachdem er auf Grund eines Missverständnisses den Chef einer Bar, in der Maren zum ersten Mal als Sängerin auftritt, erschossen [...]

Arbeit zitieren:
Lange, Jan Philip November 2003: Einfluss und Strategien deutscher Spielfilmproduzenten der Gegenwart im Hinblick auf den kommerziellen Erfolg ihrer Kinofilme anhand ausgewählter Beispiele, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Spielfilmproduktion, wirtschaftlich, Produzent, Erfolgsfilm, Filmwirtschaft

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