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Der Einfluß von Rollenerwartungen, unternehmenskulturellen Werten, Zielen und Normen sowie von individuellen Wertvorstellungen auf das umweltgerechte Entscheidungsverhalten von Führungskräften in Industrie und Handwerk

Der Einfluß von Rollenerwartungen, unternehmenskulturellen Werten, Zielen und Normen sowie von individuellen Wertvorstellungen auf das umweltgerechte Entscheidungsverhalten von Führungskräften in Industrie und Handwerk
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Antje Weber
  • Abgabedatum: April 2000
  • Umfang: 135 Seiten
  • Dateigröße: 6,7 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universität Trier Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2986-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2986-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2986-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Weber, Antje April 2000: Der Einfluß von Rollenerwartungen, unternehmenskulturellen Werten, Zielen und Normen sowie von individuellen Wertvorstellungen auf das umweltgerechte Entscheidungsverhalten von Führungskräften in Industrie und Handwerk, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Unternehmenskultur, Werte, Rollenkonflikt, Entscheidungsverhalten, Umweltbewußtsein

Diplomarbeit von Antje Weber

Einleitung:

Die vorliegende Diplomarbeit bildet einen Teil der vorbereitenden Untersuchungen des Teilprojektes C4 im Rahmen des in 1999 eingerichteten Sonderforschungsbereiches „Umwelt und Region“ an der Universität Trier. Ziel dieses Teilprojektes ist die Entwicklung eines Modells zur Erklärung umweltgerechten Entscheidens. Das Modell benennt eine Reihe von Einflussfaktoren, die sich auf die Bereitschaft umweltgerechte Entscheidungen in einem Unternehmen zu treffen, auswirken sollen. Diese Faktoren werden während der ersten Projektphase hinsichtlich ihrer Gültigkeit überprüft und für das Akteurfeld „Industrie und Handwerk“ spezifiziert.

Die Arbeit greift Teilaspekte des Modells heraus, um diese genauer zu untersuchen. So soll insbesondere der Einfluss von Werten und Normen auf umweltgerechtes Entscheidungsverhalten von Führungskräften in Industrie- und Handwerksbetrieben untersucht werden. Dabei verfügt die Führungskraft als Individuum über persönliche Wert- und Normvorstellungen, die ihr Handeln beeinflussen. Gleichzeitig ist sie in ihrer Rolle als Führungskraft in ein Wert- und Zielsystem ihres Unternehmens eingebunden, wie es sich über die Zeit in Form der Unternehmenskultur herausgebildet hat. Damit sind bestimmte Erwartungen seitens unternehmensrelevanter Bezugsgruppen (wie z. B. unterstellte Mitarbeiter, Vorgesetzte, Kollegen, Kunden aber auch andere Anspruchsgruppen wie z. B. Bürgerinitiativen, Umweltschutzverbände...) an ihr Entscheidungsverhalten verbunden und beeinflussen dieses.

In meiner Diplomarbeit werden also sowohl die individuellen Werte, Ziele und Normen der jeweiligen Führungskraft und die mit ihrer Rolle als Entscheidungsträger bzw. Mitglied in einem Entscheidungsgremium verknüpften Verhaltenserwartungen als auch die in ihrem Unternehmen bestehende Unternehmenskultur als mögliche Einflussfaktoren umweltgerechten Entscheidens Gegenstand der Betrachtung sein.

Ausgangpunkt meiner Überlegungen bildet die Hypothese, dass Entscheidungen in Unternehmen von den jeweiligen Entscheidungsträgern zum größten Teil aus ihrer Rolle heraus getroffen werden, d. h. entsprechend den Erwartungen, die an ihre Rolle, die sie im Unternehmen einnehmen, geknüpft sind. Insbesondere dann wenn es um Entscheidungen geht, bei denen ideelle Werte und Ziele der Privatperson im Interesse des Unternehmens materiellen Zielen untergeordnet werden müssen. So vermute ich, dass insbesondere postmaterialistische Werte (also auch umweltschutzbezogene Werte) in der organisationalen Rolle hintangestellt werden, sobald es um die materiellen Interessen des Unternehmens wie z. B. das Erreichen bestimmter Umsatzziele geht.

Wenn die Führungskraft im Unternehmen aus ihrer Rolle als „Führungskraft“ heraus handelt und entscheidet, kann sie die Verantwortung dafür an die Rolle delegieren: Entscheidungen z.B. werden als Führungskraft der Firma XY gefällt und müssen daher nicht unbedingt mit persönlichen Werthaltungen übereinstimmen. Indem somit die Rolle die Grundlage für Rechtfertigungen bildet, übernimmt sie Entlastungsfunktion. Ein Rollenkonflikt wie er z.B. aus der Unvereinbarkeit von erwartetem bzw. verlangtem Verhalten mit persönlichen Werten und Überzeugungen des Rollenträgers entsteht, würde hierdurch für den Entscheidungsträger gemildert, wenn nicht gar umgangen. Diese Hypothese soll im Rahmen dieser Arbeit bezogen auf die Zielgruppe „Führungskräfte (Entscheidungsträger) in Industrie- und Handwerksbetrieben“ anhand theoretischer Überlegungen entwickelt werden. Als Ergebnis der Diplomarbeit wird ein Erhebungsinstrument vorgeschlagen, das u. a. die Untersuchung vorgenannter Hypothese ermöglichen soll.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 3
2. Charakterisierung des Akteurfeldes 9
2.1 Zur Unterscheidung von Industrie und Handwerk 9
2.2 Industrie und Handwerk in der Region Trier 11
2.3 Umweltschutz in Industrie und Handwerk 12
3. Das Wertkonstrukt 15
3.1 Abgrenzung des Wertbegriffs zu verwandten Begriffen 22
3.1.1 Werte und Ziele 22
3.1.2 Werte und Normen 23
3.2 Wertewandel und Ökologiebezug 26
3.3 Empirische Studien zur Erfassung umweltrelevanter Werte und Einstellungen 30
3.4 Fazit 33
4. Das Konstrukt „Unternehmenskultur“ 35
4.1 Unternehmenskultur und Ökologie 42
4.2 Integration ökologischer Werte und Aufbau einer umweltorientierten Unternehmensführung am Beispiel des Öko-Audits 46
4.3 Beispielhafte Darstellung von Umwelterklärungen zertifizierter Handwerksbetriebe aus der Region Trier 50
4.4 Diagnose von Unternehmenskulturen 54
4.5 Fazit 59
5. Umweltbewußtsein von Führungskräften in Organisationen 60
5.1 Das Konstrukt Umweltbewusstsein . 61
5.2 Empirische Studien zum ökologischen Bewusstsein bei Führungskräften in Organisationen 64
5.3 Das Rollenkonzept als Erklärungsansatz für das Verhalten von Führungskräften in Organisationen 72
5.3.1 Rollenerwartungen und Rollenperzeptionen 77
5.3.2 Rollenkonflikte 79
5.3.3 Rolle als Belastung oder Entlastung 82
5.4 Fazit 84
6. Zusammenfassung der theoretischen Überlegungen und Ableitung von Hypothesen 86
7. Das Erhebungsinstrument 93
7.1 Aufbau des Interviews 93
7.2 Der Interviewleitfaden 101
Literatur 110
Abbildungsverzeichnis 120
Tabellenverzeichnis 120
Anhang 121

Arbeit zitieren:
Weber, Antje April 2000: Der Einfluß von Rollenerwartungen, unternehmenskulturellen Werten, Zielen und Normen sowie von individuellen Wertvorstellungen auf das umweltgerechte Entscheidungsverhalten von Führungskräften in Industrie und Handwerk, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Unternehmenskultur, Werte, Rollenkonflikt, Entscheidungsverhalten, Umweltbewußtsein

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