Der Einfluss der Landes- und Unternehmenskultur auf die Realisierung von Change Management
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Marina Faßmann
- Abgabedatum: Februar 2006
- Umfang: 93 Seiten
- Dateigröße: 1,5 MB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-9603-6
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-9603-6 P - ISBN (CD) :978-3-8324-9603-6 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Faßmann, Marina Februar 2006: Der Einfluss der Landes- und Unternehmenskultur auf die Realisierung von Change Management, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Kulturdimension, Erfolgsfaktor, Hofstede, Wandel, Integration
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Diplomarbeit von Marina Faßmann
Zusammenfassung:
Seit den 90er Jahren des 20. Jh. wird das Themengebiet „Change Management“ in einer Vielzahl von Publikationen behandelt. Auch in der Praxis werden die Unternehmen alltäglich mit diesem Phänomen konfrontiert. Ferner wird in der Managementliteratur die Relevanz der Unternehmenskultur für den Unternehmenserfolg zunehmend betont. Vor diesem Hintergrund ist es umso erstaunlicher, dass die Bedeutung der Kultur für den Erfolg bzw. den Misserfolg des Change Managements bisher noch nicht näher beleuchtet worden ist.
Mit der vorliegenden Arbeit soll ein Beitrag zu dieser noch wenig erforschten Thematik geleistet werden. Das Ziel besteht darin, den Einfluss der Kultur auf die Realisierung des Change Managements zu untersuchen. Dabei wird der Fokus auf die extern durch die Landeskultur geprägten Dimensionen der Unternehmenskultur gelegt, die nicht durch das Management steuerbar sind, sondern als gegeben hingenommen werden müssen.
Infolgedessen wird im ersten Teil nur die Kultur betrachtet. Zunächst werden auf der Basis verschiedener Landeskulturstudien sowie Unternehmenskulturtypologien die Kulturdimensionen ermittelt. Daran anknüpfend wird eine Integration beider Kulturebenen vorgenommen, um das Ausmaß des Einflusses der Landes- auf die Unternehmenskultur zu bestimmen.
Die acht herausgearbeiteten Landeskulturdimensionen Individualismus/Kollektivismus, Zeitorientierung, Maskulin-/Femininorientierung, Aktivitäts-/Passivitätsorientierung, Innen-/Außenorientierung, Distanzorientierung, sowie Regelungs- und Kommunikationsorientierung bilden zusammen mit den vier intern geprägten Dimensionen Ergebnis-/Prozessorientierung, Kosten-/Nutzenorientierung, Kunden- und Technologieorientierung die Unternehmenskultur heraus. Diese ist demnach nicht beliebig steuerbar, sondern größtenteils von außen vorgegeben.
Im zweiten Teil wird in das Thema „Change Management“ eingeführt. Anschließend werden anhand von zwölf ausgewählten Erfolgsfaktorenmodellen die folgenden acht Erfolgskategorien hergeleitet: Kommunikation, Partizipation der Betroffenen, starke Führungskoalition, Vision & Zielsetzung, Umsetzung & Verstetigung des Wandels, Projektmanagement, Wandlungsfähigkeit und Ressourcenausstattung. Basierend auf den zuvor erarbeiteten Ergebnissen wird abschließend eine Analyse der Auswirkungen der acht extern geprägten Unternehmenskulturdimensionen auf die acht Erfolgskategorien des Change Managements durchgeführt.
Als zentrale Erkenntnis kann festgehalten werden, dass der Erfolg von Change Management durch die jeweilige Ausprägung der acht Landeskulturkulturdimensionen bestimmt wird, die die Unternehmenskultur stark prägen und die Umsetzung der hergeleiteten Erfolgskategorien positiv oder negativ beeinflussen.
Inhaltsverzeichnis:
| MANAGEMENT SUMMARY | I | |
| INHALTSVERZEICHNIS | II | |
| ABBILDUNGSVERZEICHNIS | V | |
| ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS | VI | |
| EINFÜHRUNG | 1 | |
| (1) | Problemstellung | 1 |
| (2) | Zielsetzung der Arbeit und Gang der Untersuchung | 2 |
| I. | LANDES- UND UNTERNEHMENSKULTUR | 4 |
| I.1 | Grundlagen der Kultur | 4 |
| I.1.1 | Begriffsbestimmung Kultur | 4 |
| I.1.2 | Kulturarten | 5 |
| I.2 | Landeskultur | 7 |
| I.2.1 | Begriffsbestimmung Landeskultur | 7 |
| I.2.2 | Ermittlung der Landeskulturdimensionen | 8 |
| (1) | Studien der Landeskultur | 8 |
| (2) | Verdichtung der Dimensionen der Landeskultur | 15 |
| I.3 | Unternehmenskultur | 16 |
| 1.3.1 | Begriffsbestimmung Unternehmenskultur | 16 |
| I.3.2 | Entwicklung des Unternehmenskulturkonzeptes | 17 |
| (1) | Historischer Rückblick | 18 |
| (2) | Ursachen für die zunehmende Unternehmenskulturdiskussion | 19 |
| I.3.3 | Architektur der Unternehmenskultur | 21 |
| I.3.4 | Ermittlung der Unternehmenskulturdimensionen | 22 |
| (1) | Typologien der Unternehmenskultur | 23 |
| (2) | Verdichtung der Dimensionen der Unternehmenskultur | 31 |
| I.4 | Zusammenhang von Landes- und Unternehmenskultur | 32 |
| I.4.1 | Einbettung der Unternehmens- in die Landeskultur | 32 |
| (1) | Unternehmen und ihre Umwelt | 32 |
| (2) | Beziehungen zwischen Landes-, Unternehmenskultur und Individuum | 33 |
| I.4.2 | Integration der Landes- und der Unternehmenskultur | 34 |
| II. | KULTUR UND CHANGE MANAGEMENT | 36 |
| II.1 | Wandel als Ausgangspunkt von Change Management | 36 |
| II.1.1 | Organisatorischer Wandel | 37 |
| II.1.2 | Einführung in das Change Management | 38 |
| II.2 | Erfolgsfaktorenforschung | 40 |
| II.2.1 | Definition der Erfolgsfaktoren von Change Management | 40 |
| II.2.2 | Analyse ausgewählter Erfolgsfaktorenmodelle | 41 |
| (1) | Kategorisierung der Erfolgsfaktoren | 41 |
| (2) | Beschreibung der identifizierten Erfolgskategorien | 43 |
| II.3 | Einfluss von Landes- und Unternehmenskultur auf die Realisierung von Change Management | 49 |
| II.3.1 | Bedeutung der Kultur für das Change Management | 49 |
| II.3.2 | Entwicklung eines Analysetools | 50 |
| (1) | Konstruktion der Analysematrix | 50 |
| (2) | Anwendung der Analysematrix | 51 |
| II.3.3 | Analyse des Einflusses der Landeskulturdimensionen auf die Erfolgskategorien des Change Managements | 52 |
| (1) | Analyse | 52 |
| (2) | Reflexion der zentralen Ergebnisse der Analyse | 64 |
| FAZIT UND AUSBLICK | 67 | |
| ANHANG | 68 | |
| LITERATURVERZEICHNIS | 72 | |
| CURRICULUM VITAE | 85 | |
| EHRENWÖRTLICHE ERKLÄRUNG | 87 |
Die Unternehmensumwelt unterliegt tiefgreifenden Veränderungen,170 deren Tempo ständig zunimmt.171 Da Unternehmen in einer Wechselbeziehung zu der sie umgebenden Umwelt stehen, müssen sie sich ständig wandeln.172 Der organisatorische Wandel ist daher längst kein „exotischer Sondervorgang“ mehr, sondern eine häufig auftretende Regelerscheinung.173 Das alte Sprichwort „Das einzig Beständige ist Wandel“ (Doppler et al. 2002, S. 127) ist daher zugleich hoch aktuell und es unterstreicht, dass Wandel unausweichlich ist.174 Die Fähigkeit sich schnell und kontinuierlich an die neuen Gegebenheiten anzupassen wird demnach immer wichtiger.175 Denn das Ziel des organisatorischen Wandels besteht in der nachhaltigen Sicherung der Effektivität und Effizienz der Aufgaben.176 Eine Veranschaulichung des Veränderungsprozesses177 liefert das Drei-Phasen-Modell von Lewin, [...]
In diesem zweiten Teil wird ein weiteres bedeutendes Modethema der Managementliteratur eingeführt, das zahlreiche Unternehmen, v.a. seit Beginn der 90er Jahre des letzten Jh., beschäftigt: Change Management. Nach einer kurzen Einführung in die Thematik (II.1), werden in II.2 anhand von ausgewählten Erfolgsfaktorenmodellen die Parameter, die eine positive Wirkung auf die Realisierung von Change Management ausüben, herausgearbeitet und zu Erfolgskategorien zusammengefasst.168 Der Erfolg von Change Management wird allerdings in erheblichem Maße durch die Kultur,169 der eine besondere Bedeutung bei Veränderungsprozessen zukommt, bestimmt, da sie die Rahmenbedingungen für den organisatorischen Wandel und für das Change Management liefert (II.3.1). Basierend auf einer Analysematrix (II.3.2) wird in II.3.3 daher, anhand einer Gegenüberstellung der extern geprägten Dimensionen der Unternehmenskultur und der Erfolgskategorien des Change Managements, der nicht mehr durch das Management steuerbare Kultureinfluss ausführlich untersucht. [...]
Im Folgenden werden die Typologien von Bleicher und Pümpin/Kobi/Wüthrich stellvertretend für viele weitere kurz dargestellt.141 Bleicher stellt bei seiner Typologie die Entwicklungsfähigkeit der Unternehmenskultur in den Vordergrund.142 Auf Basis der vier kulturellen Teilbereiche „Offenheit und Differenziertheit der Unternehmenskultur“ sowie „kulturprägende Rolle der Führung bzw. der Mitarbeiter“ unterscheidet er lediglich zwei Typen der Unternehmenskultur: Vertrauens- und Misstrauenskultur. Während die Vertrauenskultur durch Flexibilisierung, Entformalisierung und selbstorganisatorische Prozesse gekennzeichnet ist, ist die Misstrauenskultur durch Stabilisierung, Formalisierung und einen hohen strukturellen Aufwand geprägt.143 In ihrem Ansatz zur Beschreibung der Unternehmenskultur stellen Pümpin/Kobi/Wüthrich sieben betriebswirtschaftliche Kerngrößen, die auch als Wertorientierungen bezeichnet werden, heraus.144 Dazu zählen Kunden-, Mitarbeiter-, Leistungs-, Innovations-, Kosten-, Unternehmens- und Technologieorientierung.145 Nach der Darstellung der verschiedenen Unternehmenskulturtypologien, die sich jeweils auf einen bestimmten Bereich fokussieren und damit gewisse Teilaspekte der Kultur betrachten, wird im Folgenden eine Verdichtung der zahlreichen Dimensionen der aufgezeigten Typologien durchgeführt, um so ein Gesamtbild der wichtigsten Einflussfaktoren der Unternehmenskultur zu erzeugen.146 Daraus resultierend ergeben sich, wie in Abb. I-4 zu sehen, zwölf bedeutende Dimensionen, die die Unternehmenskultur prägen. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832496036
Arbeit zitieren:
Faßmann, Marina Februar 2006: Der Einfluss der Landes- und Unternehmenskultur auf die Realisierung von Change Management, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Kulturdimension, Erfolgsfaktor, Hofstede, Wandel, Integration



