Einfluss Impliziter Persönlichkeitstheorien auf emotionale Reaktionen und Leistungsveränderungen nach negativem Feedback im modifizierten Lernpotenzial-Assessment Center
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Viola Göthel
- Abgabedatum: Februar 2004
- Umfang: 147 Seiten
- Dateigröße: 962,9 KB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Universität Konstanz Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-8344-9
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-8344-9 P - ISBN (CD) :978-3-8324-8344-9 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Göthel, Viola Februar 2004: Einfluss Impliziter Persönlichkeitstheorien auf emotionale Reaktionen und Leistungsveränderungen nach negativem Feedback im modifizierten Lernpotenzial-Assessment Center, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Fremdbewertung, Entity Theory, Dweck, Führungskompetenz, Motivation
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Diplomarbeit von Viola Göthel
Einleitung:
Um die Motivation und die Persönlichkeit einer Person in Leistungssituationen genauer untersuchen zu können, ist es notwendig, die wichtigsten Verhaltensmuster zu identifizieren und diese mit zugrundeliegenden psychologischen Prozessen zu verknüpfen (Dweck und Leggett, 1988). Die Leistungs-Motivations-Theorie von Dweck (Dweck, 1986; Dweck und Leggett, 1988; Chiu, Dweck und Hong, 1995a und b) spannt einen Erklärungsrahmen auf, um genau dieser Fragestellung nachzugehen. Einen wichtigen Bestandteil dieser Theorie bilden die Impliziten Persönlichkeitstheorien, die ebenfalls von Dweck entwickelt wurden.
Dweck beschreibt 2 Ausprägungen Impliziter Persönlichkeitstheorien: die ‚Entity Theory‘ (Nicht-Veränderbarkeitstheorie) und die ‚Incremental Theory‘ (Veränderbarkeitstheorie), welche sich dahingehend voneinander unterscheiden, dass Vertreter der 1.Theorie verstärkt an die Stabilität persönlicher Merkmale glauben, während Vertreter der ‚Incremental Theory‘ davon überzeugt sind, dass menschliche Attribute veränderbar sind.
Vor dem oben dargestellten Hintergrund ist es das Ziel dieser Arbeit, den Einfluss der Impliziten Persönlichkeitstheorien auf die emotionale Reaktion sowie die Leistungsveränderung (im Folgenden als Lernleistung bezeichnet) nach Erhalt negativen Feedbacks zu untersuchen. Die konkrete Leistungssituation stellt in diesem Experiment eine Aufgabe dar, die im Rahmen des modifizierten Lernpotenzial-Assessment Centers von Stangel-Meseke (1999, 2001) umgesetzt wurde. Es handelt sich dabei um 2 Rollenspiele, welche die Versuchsperson (Vp) als Führungskraft mit der Versuchsleiterin als dessen Mitarbeiterin durchführt. Darin werden die Leistungen der Versuchsperson im Bereich ‚Führungskompetenz‘ im 1. und 2. Rollenspiel erfasst, bewertet und miteinander verglichen. Der Unterschied des modifizierten Lernpotenzial-Assessment Centers im Vergleich zu gewöhnlichen Assessment Centern ist die Abkehr von der klassischen Statusdiagnostik und Hinwendung zu einem prozessdiagnostischen Ansatz.
In der vorliegenden Arbeit werden die Impliziten Persönlichkeitstheorien von Dweck (Entity Theory, Incremental Theory) im Rahmen des modifizierten Lernpotenzial-Assessment Centers, einem Personalauswahl- und –entwicklungsinstrument, näher untersucht und somit eine sozialpsychologische mit einer arbeitspsychologischen Fragestellung verknüpft. Es wird vermutet, dass Vertreter der Nicht-Veränderbarkeitstheorie nach negativem Feedback einerseits über eine negativere subjektive Befindlichkeit berichten, andererseits eine geringere Lernfähigkeit (Differenz aus der Leistung im 2. und 1. Rollenspiel) aufweisen als Vertreter der Veränderbarkeitstheorie. Aus diesem Grund werden im Folgenden die emotionale Reaktion nach negativem Feedback sowie die interindividuelle Leistungsdifferenz aus dem 1. und 2. Rollenspiel (Lernfähigkeit) in Bezug auf die Führungskompetenz der Versuchsperson untersucht und differenziert nach Versuchsbedingungen (Vertreter der Veränderbarkeitstheorie, Vertreter der Nicht-Veränderbarkeitstheorie und KG) miteinander verglichen.
Gang der Untersuchung:
Die Fragestellung nach dem Einfluss der IPTn auf die emotionale Reaktion und die Lernleistung wurde in der Hauptstudie im Rahmen einer Rollenspielübung zur Führungskompetenz in Anlehnung an das modifizierte LPAC untersucht. Die Durchführung fand in einem Raum der Universität Konstanz statt. Pro Vp war ein Zeitaufwand von 90 Minuten für die Versuchsdurchführung notwendig. Der Versuch war, wie vereinfacht in Abbildung 3.5-1 dargestellt, aufgebaut.
Im Folgenden wird der Versuchsablauf ausführlich beschrieben. Die Zahlen der einzelnen Schritte aus Abbildung 3.5-1 werden dem Text in Klammern beigefügt. Gleiche Zahlen weisen darauf hin, dass diese Schritte parallel verliefen. Der Ablauf des Versuches ist für Experimentalgruppen und KG bis auf Schritt 4 (Priming der IPT) identisch.
Zuerst erhielten die Probanden eine ausführliche Instruktion, in welcher der Ablauf der Unter-suchung erläutert sowie die der Bewertung zugrunde liegenden Anforderungsdimensionen Gestaltungswille, soziale Sensibilität und Motivation transparent gemacht wurden (1).
Im Anschluss daran standen dem Probanden 5 Minuten zur Verfügung, um sich mithilfe einer Rollenbeschreibung auf das 1. Rollenspiel vorzubereiten. Dabei handelte es sich um ein Mitarbeitergespräch, welches die Versuchsperson in der Rolle der Führungskraft mit der Versuchsleiterin als deren Mitarbeiterin durchführte. Eine geschulte Psychologiestudentin diente als Beobachterin, um die Fremdbewertung anhand der gezeigten Leistung im Rollenspiel vorzunehmen. Für das Rollenspiel standen maximal 10 Minuten zur Verfügung (2).
Nach Beendigung der 1. Aufgabe erfolgte eine Selbstbewertung (3) sowie die Induktion einer der beiden Ausprägungen der IPTn durch das Lesen einer Primingvariante des manipulierten Zeitschriftenartikels (4). Um die Wirkung des Primings zu verstärken, wurden die Vp gebeten, zu den wichtigsten Ergebnissen des Artikels Notizen anzufertigen.
Parallel dazu nahm die externe Beobachterin die Fremdbewertung vor (3).
Alle Bewertungen erfolgten auf den 3 Dimensionen Gestaltungswille, soziale Sensibilität und Motivation. Unabhängig von der tatsächlich gezeigten Leistung im Rollenspiel wurde den Vpn je nach Randomisierungsplan ein manipuliertes Feedback auf einer der 3 Anforderungsdimension gegeben. Auf Basis dieser Rückmeldung wurden die Vpn gebeten, ihre zuerst gemachten Selbsteinschätzungen noch einmal zu reflektieren und eine erneute Selbstbewertung vorzunehmen (5).
Um die emotionale Reaktion nach negativem Feedback zu erfassen, wurde ein speziell hierfür entwickelter Fragebogen eingesetzt (6).
Im Anschluss daran kam es zur Zielbildung, die von den Vpn durch das Sortieren der auf Karten gedruckten Anforderungsdimensionen vorgenommen wurde. Zur Orientierung sollte hierfür das (manipulierte) Feedback der Beobachterin herangezogen werden. Damit sollte erreicht werden, dass die Vpn ihre Ziele besonders auf die negativ rückgemeldeten Bereiche ausrichten und somit über einen Vergleich der Leistungen (auf der manipulierten Dimension) aus dem 1. und 2. Rollenspiel auch tatsächlich die Wirkung des negativen Feedbacks auf dieser Dimension überprüft werden konnte (7).
Danach erfolgte das 2. Rollenspiel, welches inhaltlich parallel und im Ablauf identisch dem 1. Rollenspiel war (8).
Im Gegensatz zum 1. Rollenspiel wurde vor der Selbst- und Fremdbewertung (10) und der anschließenden Leistungsrückmeldung durch einen extra hierfür konzipierten Fragebogen geprüft, ob das Priming wirksam war (9). Dieser Fragebogen erfasste die Ausprägung der IPTn in den Bereichen Persönlichkeit und Leistungsfähigkeit. Dies sollte einerseits möglichst zeitnah zum Priming erfolgen, andererseits sollte aber auch sicher gestellt werden, dass die erzeugten IPTn noch während der 2. Leistungssituation (Rollenspiel 2) wirksam waren. Um eine Beeinflussung der 2. Selbstbeurteilung auf die Ausprägung der IPTn zu vermeiden, wurden diese somit direkt im Anschluss an das 2. Rollenspiel, noch vor der 2. Selbstbewertung erfasst.
In einem vorletzten Schritt wurden die Vpn gebeten, einen demografischen Fragebogen auszufüllen (11).
Danach erfolgte ein Debriefing, in dem die Probanden über die Feedback-Manipulation und die tatsächliche Fragestellung aufgeklärt wurden. Nach Beantwortung noch offener Fragen wurden die Probanden entlohnt (12) und erhielten die Möglichkeit die wahre Fremdbewertung einzusehen.
Inhaltsverzeichnis:
| I-I | Abbildungsverzeichnis | V |
| I-II | Tabellenverzeichnis | VIII |
| I-III | Abkürzungsverzeichnis | IX |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Theoretischer und empirischer Hintergrund | 3 |
| 2.1 | Implizite Persönlichkeitstheorien | 3 |
| 2.1.1 | Definition Impliziter Persönlichkeitstheorien | 3 |
| 2.1.2 | Theoretische Einordnung der Impliziten Persönlichkeitstheorien | 5 |
| 2.1.3 | Beschreibung der Ausprägungen Impliziter Persönlichkeitstheorien | 7 |
| 2.2 | Die diesem Experiment zugrunde liegenden theoretischen Modelle von Carol Dweck | 9 |
| 2.2.1 | Die Leistungs-Motivations-Theorie | 9 |
| 2.2.2 | Das Basismodell von Dweck für die Erklärung von Reaktionen nach negativen Ereignissen | 11 |
| 2.2.3 | Das diesem Experiment zugrunde liegende Modell | 13 |
| 2.3 | Aktueller Forschungsstand zu Impliziten Persönlichkeitstheorien | 14 |
| 2.3.1 | Empirische Ergebnisse einer ganzheitlichen Prüfung der Leistungs-Motivations-Theorie von Dweck | 14 |
| 2.3.2 | Empirische Ergebnisse der Prüfung einzelner Komponenten der Leistungs-Motivations-Theorie von Dweck | 17 |
| 2.4 | Das modifizierte Lernpotenzial-Assessment Center | 19 |
| 2.4.1 | Ursprung und Begriffsklärung: Assessment Center | 19 |
| 2.4.2 | Der Theoretische Ursprung des Lernpotenzial-Assessment Centers: Der Lerntestansatz | 22 |
| 2.4.3 | Der Konzeptionelle Ursprung des LPAC: Das Lernpotenzial-Assessment Center von Obermann und Sarges | 24 |
| 2.4.4 | Der Nutzen des LPACs | 26 |
| 2.4.5 | Das modifizierte Lernpotenzial-Assessment Center nach Stangel-Meseke | 28 |
| 2.4.6 | Die Schlüsselqualifikationen des modifizierten Lernpotenzial- Assessment Centers | 32 |
| 2.5 | Fragestellungen und Hypothesen | 33 |
| 3. | Methode | 36 |
| 3.1 | Untersuchungsdesign | 36 |
| 3.2 | Stichprobe | 38 |
| 3.2.1 | Die gesamte Stichprobe | 42 |
| 3.2.2 | Experimentalgruppe 1 - Priming einer Veränderbarkeitstheorie | 43 |
| 3.2.3 | Experimentalgruppe 2 - Priming einer Nicht-Veränderbarkeitstheorie | 43 |
| 3.2.4 | Die Kontrollgruppe | 44 |
| 3.3 | Versuchsmaterial: Instrumente und Instruktionen | 44 |
| 3.3.1 | Instruktionen | 44 |
| 3.3.2 | Anforderungsdimensionen | 45 |
| 3.3.3 | Rollenspiele | 45 |
| 3.3.4 | Selbst- und Fremdbeurteilungsbögen, Verhaltensanker | 47 |
| 3.3.5 | Priming | 54 |
| 3.3.6 | Manipuliertes Feedback | 55 |
| 3.3.7 | Zielsetzungsbogen | 56 |
| 3.3.8 | Fragebogen zur Erfassung Impliziter Persönlichkeitstheorien | 57 |
| 3.3.9 | Fragebogen zur Erfassung des emotionalen Zustandes | 59 |
| 3.3.10 | Demografischer Fragebogen | 60 |
| 3.4 | Vorstudie | 60 |
| 3.5 | Versuchsdurchführung | 61 |
| 3.6 | Verwendete Verfahren der Datenauswertung | 64 |
| 4. | Ergebnisse | 66 |
| 4.1 | Darstellung der Überprüfung wichtiger Grundvoraussetzungen dieses Experiments | 66 |
| 4.1.1 | Ergebnisse der Vorstudie | 66 |
| 4.1.2 | Reliabilitätsanalysen der Fragebögen | 66 |
| 4.1.3 | Manipulations-Check: Überprüfung der Wirksamkeit des Primings | 67 |
| 4.2 | Ergebnisse der Hypothesentestung | 70 |
| 4.2.1 | Hypothese 1: Zusammenhang zwischen der Art der IPT und der emotionalen Reaktion | 70 |
| 4.2.2 | Hypothese 2: Zusammenhang zwischen der Ausprägung der IPT und der Lernleistung | 72 |
| 4.3 | Zusätzliche Datenanalysen | 74 |
| 4.3.1 | Einfluss der Kontrollvariablen auf die abhängigen Variablen | 75 |
| 4.3.2 | Vergleich der Kontrollgruppe mit den Experimentalgruppen bezüglich der abhängigen Variablen | 76 |
| 4.3.3 | Das Leistungsniveau zu Beginn | 79 |
| 4.3.4 | Vergleich der Skalen Leistungsfähigkeit und Persönlichkeit des IPT-Fragebogen | 79 |
| 4.3.5 | Selbstbewertung der Lernleistung in Abhängigkeit der Impliziten Persönlichkeitstheorie | 80 |
| 4.3.6 | Selbstbild-Fremdbild-Übereinstimmung in Abhängigkeit der Impliziten Persönlichkeitstheorie | 81 |
| 5. | Diskussion, Kritik und Ausblick | 83 |
| 5.1 | Diskussion | 83 |
| 5.1.1 | Notwendigkeit und Wirksamkeit des Primings | 83 |
| 5.1.2 | Implizite Persönlichkeitstheorien, emotionale Reaktion und Lernleistung | 85 |
| 5.1.3 | Zusätzliche Datenanalysen | 87 |
| 5.2 | Methodische Kritik am Experiment | 89 |
| 5.3 | Ausblick | 90 |
| 5.4 | Implikationen für die Praxis | 94 |
| 5.4.1 | Unternehmensspezifische Determinanten des organisationalen Lernens | 96 |
| 6. | Zusammenfassung | 99 |
| IV | Literaturverzeichnis | 101 |
| V | Anhang | |
| Anhang A - Ergebnis-Tabellen | 108 | |
| Anhang B - Versuchsmaterial | 118 |
unter dem zu den einzelnen Dimensionen abgebildeten Feedbackgrafiken. Der Aufbau dieses Feedbackbogens23 orientiert sich an dem unter Abschnitt 2.5.5 beschriebenen Feedbackprozess nach Kolleker (1999) mit den Schritten der erneuten Selbstbewertung nach Rückmeldung negativen Feedbacks (beispielhaft für die Manipulation der Dimension Gestaltungswille siehe Anhang B, B.5.2) und der darauf abgestimmten Lernzielbildung. Abbildung 3.3.6-1 stellt exemplarisch dar, wie das Feedback bei Manipulation des Gestaltungswillen ausfällt. In diesem Fall erhält die Versuchsperson das Feedback, dass sie vom Beobachter achtmal schlechter (blauer Balken), viermal übereinstimmend (roter Balken) und einmal besser (gelber Balken) beurteilt wurde. Auf den Dimensionen soziale Sensibilität und Motivation erhält der Proband ein ausgewogenes Feedback mit größtenteils übereinstimmenden Werten. Im Anhang B (B.5.1) sind neben der Ausprägung des Feedbacks bei Manipulation der Dimension Gestaltungswille, ebenso die Ausprägungen der Feedbacks bei Manipulation der Dimensionen soziale Sensibilität und Motivation abgebildet. [...]
Das manipulierte Feedback wurde den Probanden schriftlich auf einem DIN-A4 Ausdruck in Form von Grafiken ausgehändigt, welche die Selbst- und Fremdbewertungen der Rollenspielleistung auf den einzelnen Führungsdimensionen abbildeten. Jede dieser 3 Grafiken (beispielhaft für die Manipulation der Dimension Gestaltungswille siehe Abbildung 3.4-2) stellte gesondert für jede Führungsdimension die Anzahl der Items dar, bei der Selbst- und Fremdeinschätzung identisch waren bzw. voneinander abwichen. Bei dem Feedback handelte es sich folglich um ein relatives und manipuliertes Feedback. Die Manipulation bezieht sich darauf, dass das Feedback unabhängig von der tatsächlich gezeigten Leistung des Probanden und der Beurteilung durch die Beobachterin erteilt wurde. Ausgehend von einem Randomisierungsplan wurde hierbei immer eine Führungsdimension als besonders schlecht und die anderen beiden Dimensionen als ausgewogen rückgemeldet. Auf Basis dieser Rückmeldung ist es die Aufgabe der Versuchsperson über das erteilte Feedback zu reflektieren und in eine erneute Selbstbewertung auf den einzelnen Dimensionen einfließen zu lassen. Die Selbstbewertung erfolgt auf einer fünfstufigen Skala von 1 (nicht gut) bis 5 (sehr gut) direkt [...]
zunächst 2 allgemeine Beispiele über die Veränderbarkeit bzw. Nicht-Veränderbarkeit menschlicher Eigenschaften an den Anfang gestellt werden. Diese werden im weiteren Verlauf durch die Ergebnisse verschiedener Längsschnittstudien wissenschaftlich belegt. Beide Versionen des Zeitschriftenartikels sind im Anhang B, B.4.1 und B.4.2 abgebildet. Der ursprünglich zweiseitige Primingartikel diente in diesem Experiment als Grundlage. Zunächst wurde der Text auf Deutsch übersetzt und auf eine DIN A4 Seite gekürzt. Dieser Schritt war notwendig, um die Vpn aufgrund des im weiteren Verlauf des Experimentes folgenden, zahlreichen schriftlichen Instruktionen und Aufgabenstellungen, nicht übermäßig zu beanspruchen. Zusätzlich wurden die im Primingartikel verwendeten Beispiele an die im IPT-Fragebogen erfasste Skala ‚Leistungsfähigkeit‘ angepasst. So wurde etwa der Original-Satz mit persönlichkeitsbezogenem Inhalt „...jemand, der introvertiert ist, kann über die Zeit hinweg (nicht) extrovertiert werden und umgekehrt.“ durch einen leistungsbezogenen Satz „...z.B. kann sich eine wenig leistungsbereite und –fähige Person über die Zeit hinweg (nicht) zu einer stärker leistungsbereiten und –fähigen Person entwickeln.“ ersetzt. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832483449
Arbeit zitieren:
Göthel, Viola Februar 2004: Einfluss Impliziter Persönlichkeitstheorien auf emotionale Reaktionen und Leistungsveränderungen nach negativem Feedback im modifizierten Lernpotenzial-Assessment Center, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Fremdbewertung, Entity Theory, Dweck, Führungskompetenz, Motivation



