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Der Einfluss der Fußballmarketingstrategie auf den Markenwert bei den drei Sportartikelherstellern Puma, Nike & adidas

Der Einfluss der Fußballmarketingstrategie auf den Markenwert bei den drei Sportartikelherstellern Puma, Nike & adidas
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Klaus Märzendorfer
  • Abgabedatum: März 2008
  • Umfang: 154 Seiten
  • Dateigröße: 5,0 MB
  • Note: 1,5
  • Institution / Hochschule: Universität Salzburg Österreich
  • Bibliografie: ca. 115
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-1178-7
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Märzendorfer, Klaus März 2008: Der Einfluss der Fußballmarketingstrategie auf den Markenwert bei den drei Sportartikelherstellern Puma, Nike & adidas, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Marketingstrategie, Markenwert, Sportartikelhersteller, Markenanalyse, adidas

Diplomarbeit von Klaus Märzendorfer

Einleitung:

Für die Sportartikelfirmen ist Fußball nicht nur die schönste Nebensache der Welt, sondern Hauptsache. Immer wieder betonen die drei Großen der Branche, Nike, adidas und Puma, dass Fußball Herz und Seele der Marke sei. Denn das Spiel mit dem runden Leder ist in zweierlei Hinsicht sehr, sehr wichtig. Zum einen verfügt der weltweite Volkssport Nummer eins über eine immense Image-Komponente und zum anderen spielt Fußball auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten eine bedeutende Rolle und avanciert immer mehr zum Kerngeschäft der Konzerne.

Selten funktioniert eine Branche so marketinggetrieben, wie die Sportartikelindustrie. Im Mittelpunkt steht die Pflege der Marke, wo es vorwiegend um Sinnvermittlung geht. Erfolg hat nur, wer von der Öffentlichkeit als trendige Marke wahrgenommen wird und in der populären Sportart präsent ist. Deshalb liefern sich Nike, adidas und Puma einen ebenso teuren, wie erbitterten Wettkampf um einzelne Stars und Teams. Nur damit diese mit dem „Swoosh“ (Nike), dem Raubtier-Logo (Puma) oder den drei Streifen (adidas), auf Trikots und Schuhen in den großen Fußballarenen der Welt auflaufen. Die Marken nutzen dabei die Fußballbühne und profitieren vom hohen Zeichenwert der Stars. Die Produkte werden mit den Emotionen des Sportspektakels quasi „aufgeladen“ und sollen so selbst zum Träger dieser Emotionen werden. Nur wer mit gigantischen Summen die erfolgreichen Nationalteams, Klubs und Einzelspieler unter Vertrag nehmen kann, hat die Nase, vor allem bei der jungen auf Idole fixierten Käuferschicht, vorne.

Auch bei Großereignissen, wie Welt- und Europameisterschaften, welche das Interesse eines Milliardenpublikums auf sich ziehen, nehmen die Unternehmen viel Geld in die Hand. Um dann globale Werbekampagnen zu starten, die ein immer größeres Ausmaß annehmen, um die Marke, passend zur Unternehmensphilosophie, zu positionieren. Dabei präsentieren sie sich nicht nur als reine Fußballmarke, sondern als Gesamtmarke, das auf den ganzen Konzern abfärbt.

Um im Milliardengeschäft Fußball erfolgreich zu sein, bedienen sich die Sportartikelkonzerne verschiedener Taktiken. In dieser Arbeit werden die Strategien analysiert, mit denen sie den lukrativen Markt bearbeiten. Das Ziel besteht darin herauszuarbeiten, inwieweit sich die Marketingstrategie im Fußball auf den Wert der Marken Puma, Nike und adidas auswirken bzw. welchen Einfluss sie auf die Entwicklung der Marke nehmen. Um diese Fragestellung beantworten zu können, erfolgte ein systematischer Aufbau, der sich in acht Kapiteln gliedert.

In Kapitel eins wird dem Phänomen Fußball auf den Grund gegangen. Neben seiner Faszinationskraft wird vor allem auf die wirtschaftliche Entwicklung des populärsten Sports eingegangen. Kapitel zwei befasst sich mit der Thematik Marke. Dabei wird vermittelt, über welch immense Kraft Marken verfügen und welche Marken sich am erfolgreichsten im Fußballbereich etabliert haben und für Sportartikelhersteller eine besondere Bedeutung haben. Im dritten Kapitel wird die Aufmerksamkeit auf den Markenwert gelegt. Es werden die unterschiedlichen Bewertungsverfahren und vor allem jene Parameter behandelt, welche sich auf den Wert der Marke auswirken. Kapitel vier befasst sich mit den kommunikationspolitischen Instrumentarien, welche die Sportartikelhersteller für ihre Kommunikationsmaßnahmen anwenden.

Im fünften Kapitel werden die verschiedenen Vermarktungsmöglichkeiten thematisiert und insbesondere auf die Rolle der Sportartikelindustrie im Fußball eingegangen. In Kapitel sechs erfolgt eine Markenanalyse der drei Konkurrenten. Unterschiede in Strategie, Philosophie und bei den Kernwerten werden herausgearbeitet. Zudem werden die Sportartikelbranche und der Fußballmarkt im speziellen hinsichtlich der Marktanteile aufgeschlüsselt, um dann auf die Markenwertentwicklung der drei Marken zu kommen. Kapitel sieben beschäftigt sich mit den nachhaltigsten Marketingaktivitäten der Sportartikelhersteller seit der WM 2002 und der Strategien, mit denen sie den Fußballmarkt bearbeiten. Um schließlich im letzten Kapitel Zusammenhänge über die Auswirkungen dieser Aktivitäten und der Strategie, hinsichtlich der Markenwertentwicklung auszuarbeiten.

Inhaltsverzeichnis:

1. Faszination Fußball: auf den Spuren eines Phänomens
1.1 Fußball elektrisiert die Welt 10
1.1.1 Die Wende des Fußballs 11
1.1.2 Fanatismus und Fankultur: Fußball als Religionsersatz 12
1.1.3 Gesellschaftliche und soziale Aspekte des Fußballsports 14
1.2 Vom Fußballverein zum Wirtschaftsunternehmen 15
1.2.1 Fußball als Wirtschaftsmarkt 15
1.2.2 Teilmärkte und Marktteilnehmer 16
1.2.3 Die umsatzstärksten Klubs im Weltfußball 20
1.2.4 Manchester United, Vorreiter innovativer Ideen 21
1.3 Organisation und Struktur des Weltfußballs 23
1.3.1 FIFA 23
1.3.2 UEFA 27
2. Der Kult um Marken
2.1 Einführung und Markenverständnis 28
2.1.1 Definition 30
2.1.2 Die zwei Ebenen einer Marke 31
2.2 Funktionen von Marken 31
2.3 Erkennungsmerkmale von Marken 33
2.4 Markenimage und Konsumverhalten 34
2.4.1 Die wertvollsten Marken der Welt 36
2.5 Marken im Weltfußball 37
2.5.1 Die wertvollsten Marken im Fußball 37
2.5.2 FC St. Pauli: die unverkennbare Fußballmarke in Deutschland 41
3. Der Markenwert als zentrale Steuerungsgröße
3.1 Zweck des Markenwerts 44
3.1.1 Interner Verwendungszweck 44
3.1.2 Externer Verwendungszweck 45
3.2 Ansätze zur Markenwertmessung 46
3.2.1 Anforderungen an die Markenbewertungsverfahren 46
3.2.2 Verhaltenswissenschaftliche Verfahren 48
3.2.3 Finanzorientierte (monetäre) Verfahren 49
3.2.4 Kombinierte verhaltens- und finanzorientierte Verfahren 50
3.3 Parameter für den Markenwert 50
3.3.1 Die Markenbekanntheit 50
3.3.2 Das Markenimage 53
3.3.3 Weitere Aspekte der Markenführung 55
4. Kommunikationspolitik als Nonplusultra d. Marketinginstrumentariums
4.1 Gegenstandsbereich der Kommunikationspolitik 58
4.1.1 Begriffliche Grundlagen 59
4.1.2 Einordnung d. Kommunikationspolitik in das Marketinginstrumentarium 61
4.1.3 Funktionen und Wirkungen der Kommunikationspolitik 63
4.2 Strukturierung kommunikationspolitischer Instrumente 65
4.2.1 Mediawerbung 67
4.2.2 Sponsoring 67
4.2.3 Event Marketing 72
4.2.4 Public Relations 73
4.2.5 Verkaufsförderung 74
4.2.6 Multimediakommunikation 75
4.3 Ambush-Marketing: der unmoralische Trend 76
4.3.1 Charakterisierung des Ambush-Marketings 76
4.3.2 Direktes Ambush-Marketing 77
4.3.3 Indirektes Ambush-Marketing 79
5. Vermarktung im Fußball
5.1 Traditionelle Formen der Vermarktung 82
5.1.1 Naming Right 82
5.1.2 Trikotsponsoring 83
5.1.3 Bandenwerbung 84
5.1.4 Weitere Werbeformen im Stadionbereich 85
5.1.5 Hospitality 85
5.2 Innovative Vermarktungsmöglichkeiten 86
5.2.1 Customer Relationship Management (CRM) 86
5.2.2 Aufbau gemeinsamer Geschäftsfelder & integrierte Kommunikation 87
5.2.3 Neue Medien als Sponsoringplattform 88
5.3 Die Rolle der Sportartikelindustrie im Fußball 90
5.3.1 Kooperationen mit Klubs und Einzelspielern als strategisches Bündnis 90
5.3.2 Fußballgroßereignisse als die ideale Bühne 94
5.4 Die Sportartikelgiganten bei der UEFA EURO 2008TM 95
5.4.1 Sponsorenprogramm der UEFA 95
5.4.2 Mögliche Markenauftritte der drei Sportartikelgiganten 96
6. Markenanalyse der Sportartikelhersteller
6.1 Istanalyse der Marketingstrategie und -philosophie 99
6.1.1 Puma - „der Rebell“ 99
6.1.2 Nike - „der Star“ 101
6.1.3 Adidas - „der Olympionike“ 102
6.2 Markenübersicht 103
6.3 Marktanteile in der Sportartikelbranche 105
6.3.1 Endliches Streben nach Umsatzzielen und Marktanteilen 105
6.3.2 Marktanteile im Fußball 107
6.3.3 Erbitterter Kampf in strategisch wichtigen Fußballmärkten 108
6.4 Entwicklung des Markenwerts von Puma, Nike & adidas 110
6.4.1 Erklärung zu den Berechnungsmethoden 110
6.4.2 Darstellung der Markenwerte 113
7. Fußballmarketingstrategie der drei Konkurrenten
7.1 Puma krönt sich mit dem ersten WM-Titel 114
7.1.1 Willkommen zum Fußball 115
7.1.2 Der kreative „Player“ am schwarzen Kontinent 117
7.2 Nike und der unbändige Siegeswille 119
7.2.1 Fußballfeldzug durch Europa 119
7.2.2 Ronaldinho, Nike's Aushängeschild 121
7.2.3 Meister der Inszenierung 122
7.2.4 Der Innovator im Schuhsektor 124
7.3 adidas, der gejagte Marktführer 126
7.3.1 Doppelpass mit der FIFA 126
7.3.2 Kooperation mit großen Namen im europäischen Fußball 129
7.3.3 Predator vs. F50 130
7.4 Fußball-Portfolio der Sportartikelhersteller 132
8. Schlussteil
8.1 Zusammenfassung 134
8.2 Interpretation 136
8.2.1 Puma 137
8.2.2 Nike 139
8.2.3 adidas 141
A Literaturverzeichnis 144
B Abbildungsverzeichnis 154
C Tabellenverzeichnis 156
D Eidesstattliche Erklärung 157

Textprobe:

Kapitel 5, Vermarktung im Fußball:

Dieses Kapitel thematisiert die Vermarktungsmöglichkeiten für Fußballvereine. Zu Beginn werden die traditionellen Formen, welche nahezu alle Klubs praktizieren, abgehandelt. Im nächsten Abschnitt werden innovative Ansätze der Vermarktung, die in Zukunft für die Gewinnerschließung von größerer Bedeutung werden, samt Beispielen diverser Vorreiter, aufgezählt.

Ein wichtiger Bestandteil dieses Kapitels stellt die Rolle der Sportartikelindustrie im Fußball dar. Es werden Gründe geliefert, wieso für die Konzerne das Fußballengagement eine zentrale Säule in den Marketingaktivitäten eines Unternehmens darstellt.

Im letzten Abschnitt dieses Kapitels erfolgt eine Vorausschau auf die EURO 2008. Im Fokus stehen mögliche Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen der Sportartikelhersteller.

Traditionelle Formen der Vermarktung:

Hier werden Vermarktungsformen angeführt, die bei einem Großteil der professionell geführten Fußballvereine, Einzug halten. Sie stellen einen bedeutenden Teil der Einnahmen dar.

Naming Right:

In Deutschland sorgte 2001 erstmals der Hamburger SV für Aufsehen, als die Verantwortlichen die Bekanntgabe des ersten großen Naming Right-Deals verkündete. Der Internetprovider AOL erhielt für drei Millionen Euro pro Jahr die Namensrechte am Stadion. Aus dem traditionellen Hamburger Volksparkstadion wurde die AOL Arena. Mittlerweile hat AOL den auslaufenden Vertrag nicht verlängert und HSH Nordbank die Rechte erworben. Diesem erfolgreich statuierten Exempel folgten zahlreiche andere. Vor allem neuerrichtete Stadien gehen diesen Weg und verkaufen ihre Namensrechte über einen langen Zeitraum: die Veltins-Arena auf Schalke, das easycredit-Stadion in Nürnberg, die Commerzbank-Arena in Frankfurt oder die Allianz-Arena in München. In anderen Ländern findet diese gewinnbringende Form der Vermarktung ebenfalls Anwendung. Der neuerbaute Fußballtempel für Arsenal London nennt sich Emirates Stadium, in Österreich ist mittlerweile die Bullen-Arena in Salzburg jedem Fußballfan ein Begriff.

Den Unternehmen werden nicht nur Namensrechte für Fußballarenen angeboten, sondern sind teilweise auch im Namen des Vereins integriert. Beispiele dafür sind SV Josko Fenster Ried, Red Bull Salzburg und der deutsche Werksklub Bayer 04 Leverkusen. Des Weiteren werden die jeweiligen Firmenlogos auch mit den Vereinslogos mittransportiert.

Trikotsponsoring:

Eine äußerst bekannte und beliebte Form des Sponsorings von Fußballvereinen ist die Trikotwerbung. Durch diese Werbeform kann über die Medien eine sehr große Anzahl von Kontakten generiert werden. Der Sponsor auf dem Trikot ist zugleich meist auch der Hauptsponsor des Vereins.

Die Einnahmen aus dem Bereich Trikotsponsoring betragen bei den sechs größten europäischen Fußballmärkten England, Spanien, Italien, Deutschland, Frankreich und Holland in der Saison 2007/08 über 405 Millionen Euro. Dies geht aus dem European Jersey Report 2007/2008 heraus. Die meisten Gelder davon wurden in England lukriert, bei denen die Klubs insgesamt 97,5 Millionen Euro mit dieser Vermarktungsform einnahmen. Einzig der FC Barcelona nimmt eine Ausnahmestellung in Bezug auf Trikotsponsoring ein. Aus Traditionsgründen verzichtet der katalanische Spitzenklub seit jeher auf mehrere Millionen Sponsorengelder. Im Gegenteil: Nur der Schriftzug unicef zierte bis dato die ehrwürdigen Trikots der Spanier, die sogar 1,5 Millionen Euro jährlich an das Kinderhilfswerk überweisen.

Bandenwerbung:

Werbebanden sind aus den Fußballstadien nicht mehr wegzudenken und kommen in verschiedenster Art und Weise zum Vorschein. Es muss jedoch berücksichtigt werden, dass durch Bandenwerbung keine Werbebotschaften übermittelt werden können, wie es bei klassischen Werbeträgern der Fall ist. Bandenwerbung eignet sich besonders als ein Element im Marketing-Mix. Die Marke bzw. das Unternehmen sollte bereits über einen hohen Bekanntheitsgrad verfügen, da eine Bande nur zur Reaktivierung bereits vorhandener Vorstellungen und Markenkenntnis dient. Zum Aufbau neuer Imagekomponenten oder dem Erlernen bisher kaum bekannter Produktinhalte ist diese Werbeform nicht geeignet.

Viele Vereine vermarkten aufgrund budgetärer Probleme alle frei verfügbaren Plätze im Stadion, was zu einem Durcheinander an Marken- und Firmennamen führt. So ist vor allem der Trend zu beobachten, dass die Anzahl der Sponsoren im Stadion wieder reduziert wird. Zu beobachten ist dies vor allem bei den Bewerben der UEFA (Champions League, Europameisterschaft) und der FIFA (Weltmeisterschaft), wo den Unternehmen eine Branchenexklusivität und ein überschaubares Pool an Sponsoren gewährt wird.

Weitere Werbeformen im Stadionbereich:

Zu den bereits genannten Werbeformen gesellen sich eine Reihe anderer Vermarktungsmöglichkeiten in den Stadien hinzu, durch die Firmenlogos kommuniziert werden können. Genutzt werden die unten angeführten Möglichkeiten vor allem in Kombination mit anderen Vermarktungsformen.

- Videowall.

- Interviewwand.

- Trainerbank.

- Stadionmagazin.

Hospitality:

Für Firmen stellen VIP-Clubs und VIP-Logen sehr gute Rahmenbedingungen dar, um sie in Form von Hospitality zu nutzen.

„Unter Hospitality versteht man die Einladung und Betreuung unternehmensrelevanter Personen bei Veranstaltungen, zum Beispiel […] Empfang, Betreuung, Bewirtung, Beschenkung und Transport“.

Die meisten modernen Fußballarenen sind mit VIP-Logen (Abb. 34)ausgestattet, um sie für hohe Summen an Unternehmen zu vermieten. Sie können zum einen genutzt werden, um Kontaktpflege mit Kunden, Lieferanten oder Geschäftspartnern bei Fußballspielen zu betreiben. Andererseits können die Räumlichkeiten auch außerhalb von Spielen genutzt werden, um Meetings oder ähnliches in diesem Rahmen zu veranstalten.

Innovative Vermarktungsmöglichkeiten:

In den letzten Jahren haben sich zum Teil durch die technische Weiterentwicklung einige innovative Vermarktungsmöglichkeiten für Fußballklubs ergeben. Nachfolgend werden einige Möglichkeiten aufgezählt, welche für Vereine zusätzliche Einnahmequellen darstellen.

Customer Relationship Management (CRM):

Für den Verein und seine Sponsoren stellt sich immer mehr die Frage neue Geschäftsfelder zu erschließen. Dafür ist es aber notwendig die Zielgruppe, welche in diesem Fall die Fans darstellt, genau zu kennen, damit man gezielt kommunikative Maßnahmen auf einzelne Kundengruppen ausrichten kann. In diesem Kontext findet Customer Relationship Management im Fußball eine immer größere Verbreitung. In Kapitel 1.2.3 ist nachzulesen, dass auch Manchester United dieses Tool benutzt, um spezifische Kommunikationsaktivitäten zu setzen und entsprechende Angebote anzubieten.

„Im klassischen Sinne versteht man unter CRM die Planung, Durchführung, Kontrolle sowie Anpassung aller Unternehmensaktivitäten, die zu einer Erhöhung der Profitabilität und Intensität der Kundenbeziehung führen“ Die Kundengruppe und deren Interessen von Fußball-Bundesligisten sind vergleichsweise homogen und zahlenmäßig meist auf sehr hohem Niveau, deswegen verfügen sie im Bereich des CRM über eine hervorragende Ausgangssituation. Doch entscheidend ist nicht nur die Größe der Gruppe, sondern es müssen vielmehr ausreichend Daten über diese gesammelt und zu sachdienlichen Informationen weiterverarbeitet werden, die für Partner von Interesse sind, um möglicherweise ein Engagement mit dem Verein einzugehen. Kennt der Klub seine Anhängerschaft, so kann dem Sponsor einen höheren Wirkungsgrad in Aussicht stellen.

Arbeit zitieren:
Märzendorfer, Klaus März 2008: Der Einfluss der Fußballmarketingstrategie auf den Markenwert bei den drei Sportartikelherstellern Puma, Nike & adidas, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Marketingstrategie, Markenwert, Sportartikelhersteller, Markenanalyse, adidas

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