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Der Einfluss des Ausbaustandes des nationalen Personalmanagements auf den Professionalisierungsgrad des internationalen Managements mittelständischer Unternehmen

Eine transaktionskostentheoretisch fundierte empirische Analyse

Der Einfluss des Ausbaustandes des nationalen Personalmanagements auf den Professionalisierungsgrad des internationalen Managements mittelständischer Unternehmen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Saskia Steinbach
  • Abgabedatum: Oktober 2002
  • Umfang: 122 Seiten
  • Dateigröße: 852,6 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Universität Paderborn Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6989-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6989-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6989-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Steinbach, Saskia Oktober 2002: Der Einfluss des Ausbaustandes des nationalen Personalmanagements auf den Professionalisierungsgrad des internationalen Managements mittelständischer Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: O.E. Williams, Mittelstand, Personalwirtschaftliche Grundsätze, Internationalisierung, Empirische Untersuchung

Diplomarbeit von Saskia Steinbach

Problemstellung:

Weltweit ist ein zunehmender Internationalisierungstrend von Unternehmen zu beobachten. Die Aufnahme oder Intensivierung internationaler Aktivitäten betrifft jedoch nicht nur Großunternehmen, sondern tritt gerade für mittelständische Unternehmen immer stärker in den Vordergrund. Diese entscheiden sich vermehrt zu einer Ausweitung ihrer internationalen Geschäftstätigkeit, um eine stärkere unternehmerische Präsenz auf den ausländischen Märkten zu sichern. Nach Schätzungen des Deutschen Industrie und Handelstages (DIHT) wird sich der Anteil des Auslandsgeschäfts am Gesamtumsatz mittelständischer Unternehmen bis 2005 nahezu verdoppeln.

Durch die vermehrte Internationalisierung ergeben sich für die mittelständischen Unternehmen innerhalb des Aufgabenspektrums der Betriebswirtschaft unter anderem auch neue Anforderungen an das Personalmanagement. Zur Sicherung von Wettbewerbsvorteilen ist nicht nur ein erhöhter Bedarf an finanziellen Ressourcen und Produkt-Know-How erforderlich, sondern auch die Bereitstellung eines Pools an qualifizierten, international erfahrenen Mitarbeitern. Schon 1973 wies Sieber auf den erhöhten Stellenwert und eine internationale Ausrichtung des Personalmanagements hin, indem er bemerkte, dass „wenn schon gelegentlich, wenn auch überspitzt, von der Unternehmensführung gesagt wurde: 'Personal ist alles', [...] dies noch mit größerer Berechtigung von der internationalen Unternehmung gesagt werden [könnte].“ In vielen Fällen kommen mittelständische Unternehmen der Aufforderung nach einer Internationalisierung ihres Personalmanagements jedoch nur unzureichend nach. Ein Grund ist unter anderem in der nur wenig professionalisierten nationalen Personalarbeit zu sehen. Oftmals weist diese an den Stellen, an denen ein international ausgelegter personalwirtschaftlicher Ansatz gefragt ist, typische Zeichen eines administrativen Personalwesens auf.

Das Ziel der vorliegenden Arbeit besteht darin, den Professionalisierungsgrad des internationalen Personalmanagements mittelständischer Unternehmen zu untersuchen. In theoretischer Hinsicht werden zunächst Modelle zur systematischen Erfassung und Beschreibung eines professionellen nationalen und internationalen Personalmanagements mittelständischer Unternehmen entwickelt (Deskriptionsfunktion). Nach der Eruierung der Forschungsdefizite in den für die Analyse relevanten Forschungsfeldern wird ein transaktionskostentheoretisch fundierter Bezugsrahmen konzipiert (Explorationsfunktion). Übertragen auf die effiziente Abwicklung von Arbeitsmarkttransaktionen stehen folglich ökonomische Überlegungen im Vordergrund. Basierend auf der Annahme, dass der Professionalisierungsgrad des internationalen Personalmanagements von Faktoren beeinflusst wird, die im Rahmen der Transaktionskostentheorie keine Berücksichtigung finden, wird der „Ausbaustand des nationalen Personalmanagements“ als weiterer Prädiktor in die Analyse integriert. Es gilt festzustellen, ob und in welchem Ausmaß bestimmte Dimensionen des nationalen Personalmanagements, wie beispielsweise dessen institutionelle Einbindung oder strategische Orientierung, die internationalen Personalaktivitäten beeinflussen. In praktischer Hinsicht werden anschließend Gestaltungshinweise zur Professionalisierung des inter-nationalen Personalmanagements mittelständischer Unternehmen gegeben.

Die zentralen Fragen der Arbeit können wie folgt zusammengefasst werden:

Wie lässt sich das Konstrukt „Professionalisierungsgrad des nationalen und internationalen Personalmanagements“ operationalisieren? Was sind die Indikatoren eines professionellen nationalen und internationalen Personalmanagements mittelständischer Unternehmen?

Welche Theorien können zur Erklärung des Professionalisierungsgrades des internationalen Personalmanagements herangezogen werden?

Inwiefern trägt insbesondere der „Ausbaustand des nationalen Personalmanagements“ neben den transaktionskostentheoretischen Prädiktoren zur Erklärung des professionellen internationalen Personalmanagements bei?

Welche Erkenntnisse können aus der empirischen Überprüfung der postulierten Wirkungszusammenhänge gewonnen werden?

Welche Schlussfolgerungen ergeben sich in methodisch-theoretischer Hinsicht aus der vorliegenden Untersuchung?

Welche praktischen Orientierungshilfen können zur Professionalisierung des internationalen Personalmanagements mittelständischer Unternehmen entwickelt werden?

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis IV
I. EINFÜHRUNG 1
1. Problemstellung und Ziel der Arbeit 1
2. Professionalisierung des Personalmanagements mittelständischer Unternehmen 3
2.1 Definition und Abgrenzung des Professionalisierungsbegriffes 3
2.2 Professionalisierung des Personalmanagements auf nationaler Ebene 4
2.2.1 Definition und Abgrenzung des Begriffes „Personalmanagement“ 4
2.2.2 Stand der nationalen Personalmanagementforschung 5
2.2.2.1 Forschungsschwerpunkt: Professionelle Personalmanagement 5
2.2.2.2 Forschungsschwerpunkt: Mittelständisches Personalmanagement 8
2.3 Indikatoren eines professionellen nationalen Personalmanagements 9
2.4 Professionalisierung des Personalmanagements auf internationaler Ebene 12
2.4.1 Definition des Begriffes „Internationales Personalmanagement“ 12
2.4.2 Besondere Merkmale des internationalen Personalmanagements 14
2.4.3 Stand der internationalen Personalmanagementforschung 15
2.4.3.1 Forschungsschwerpunkt: Professionelles internationales Personalmanagement 15
2.4.3.2 Forschungsschwerpunkt: Mittelständisches internationales Personalmanagement 17
2.5 Kennzeichen eines professionellen internationalen Personalmanagements 19
3. Aufbau der Untersuchung 23
II. KONZEPTIONELLER BEZUGSRAHMEN DER UNTERSUCHUNG 24
4. Entwicklung des transaktionskostentheoretisch fundierten Bezugsrahmens 24
4.1 Begründung der Wahl der Transaktionskostentheorie 24
4.2 Kritische Würdigung der Transaktionskostentheorie 27
4.3 Erkenntnisinteresse der Theorie 29
4.4 Erläuterung und Darstellung des theoretischen Bezugsrahmens 30
5. Analyse und Diskussion des theoretischen Bezugsrahmens 31
5.1 Transaktionskostentheoretische Betrachtung des Professionalisierungsgrades des internationalen Personalmanagements 31
5.1.1 Erläuterung ausgewählter Elemente der Theorie 31
5.1.2 Effizienzwirkungen durch die Professionalisierung des internationalen Personalmanagements 34
5.2 Analyse der Wirkungszusammenhänge zwischen nationalem und internationalem Personalmanagement 40
5.2.1 Einflussfaktor: Institutionelle Einbindung des nationalen Personalmanagements 40
5.2.2 Einflussfaktor: Strategische Orientierung des nationalen Personalmanagements 46
5.2.3 Einfluss des nationalen auf das internationale Personalmanagement unter Berücksichtigung der „Unternehmensgröße“ 55
5.3 Zusammenfassung 60
III. EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG 61
6. Methodische Konzeption 61
6.1 Erhebungsverfahren und Datenbasis 61
6.2 Statistische Methode zur Analyse der empirischen Daten 62
6.2.1 Angaben zur Operationalisierung der theoretischen Konstrukte 62
6.2.2 Beurteilung der Güte der Messung 64
6.2.3 Das verwendete statistische Analyseverfahren 64
7. Analyse der empirischen Daten 68
7.1 Analyse des professionellen internationalen Personalmanagements 68
7.1.1 Analyse der Dimension „Institutionelle Einbindung“ 68
7.1.2 Analyse der Dimension „Instrumente und Methoden“ 70
7.1.2.1 Analyse des Ausbaus der personalwirtschaftlichen Funktionsbereiche 70
7.1.2.2 Analyse des Differenzierungsgrades internationaler personalwirtschaftlicher Instrumente 72
7.1.3 Analyse der Dimension „Strategische Orientierung“ 76
7.1.4 Analyse der Dimension „Organisation des Expatriate Managements“ 78
7.2 Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse 79
IV. ABSCHLIEßENDE WÜRDIGUNG 80
8 Schlussbetrachtung 80
8.1 Schlussfolgerungen in methodisch-theoretischer Hinsicht 80
8.2 Gestaltungsempfehlungen für die Praxis 82
Anhangsverzeichnis 84
Literaturverzeichnis 103

Automatisiert erstellter Textauszug:

oftmals als problematisch herausgestellt, was die zahlreichen in der Literatur identifizierten Beiträge verdeutlichen, die auf eine Systematisierung internationaler Anforderungen abzielen, jedoch meist nur Checklisten ähnlichen Charakter haben.133 Inwiefern die durch die Internationalisierung hinzukommenden "neuen" Problembereiche und die veränderten Anforderungen, die insbesondere aus der Notwendigkeit einer internationalen Qualifizierung der Mitarbeiter und Führungskräfte und somit der Vermittlung interkultureller Kompetenz resultieren, beachtet werden, ist im Zusammenhang mit dem Stellenwert des Personalmanagements im Unternehmen zu sehen. Kossbiel und Spengler stellen hierzu fest, dass die Bedeutung und die Einflusschancen des Personalmanagements umso größer sind, je höher das Personalmanagement im Unternehmen hierarchisch angesiedelt ist und je größer somit der Stellenwert ist, den das Personalmanagement im Unternehmen einnimmt.134 Hehl konkretisiert diesen Aspekt und stellt fest, dass die Professionalität in der konzeptionellen Entwicklung und Implementierung von Personalentwicklungsinstrumenten von der hierarchischen Positionierung der Personalmanagementträger abhängt.135 Ackermann und Blumenstock heben den aus der Positionsmacht des Personalleiters resultierenden Einfluss auf die strategische Orientierung des Personalmanagements hervor.136 In Bezug auf die Machtaspekte einer Personalabteilung führt Metz an, dass "die Macht der Personalabteilung innerhalb des Personalwesens [..] davon [abhängt], wie es ihr gelingt, materielle und insbesondere autoritative Ressourcen auf sich zu konzentrieren und davon, ob diese Macht von den anderen Akteuren anerkannt wird."137 Wird davon ausgegangen, dass sich auch in der Gestaltung des internationalen Personalmanagements der Stellenwert, den das Personalmanagement "allgemein" im Unternehmen einnimmt, widerspiegelt, so könnte vermutet werden, dass die institutionelle Einbindung des Personalmanagements bzw. die Existenz eines Personalleiters und insbesondere dessen Positionsmacht im Unternehmen auch den Professionalisierungsgrad des internationalen Personalmanagements beeinflussen. Im Zusammenhang mit der Positionsmacht des Personalleiters bzw. der Tatsache, dass der Personalleiter Mitglied der Geschäftsführung ist, und der daraus resultierenden erhöhten Interaktionsdichte zwischen der Personal- und der Geschäftsleitung bezüglich internationaler Personalangelegenheiten wird auf die empirische Untersuchung von Wolf verwiesen. Letzterer stellt fest, dass "bei der organisatorischen Gestaltung des Personalmanagements internationaler Unternehmen [..] eine ganze Reihe von Fragen zu klären [sind], deren Spektrum von der Aufteilung personalbezogener Ent133 134 135 136 137 [...]

Auf die durch die Internationalisierung bedingten Problembereiche soll an dieser Stelle nicht ausführlich eingegangen werden, da letztere bereits in Abschnitt 2.4.2 im Zusammenhang mit den Besonderheiten des internationalen Personalmanagements thematisiert wurden. Dass durch die zunehmende Internationalisierung neue Anforderungen an die Mitarbeiterführung und die Führungskräfte gestellt werden, belegen die Ergebnisse einer im Jahre 2000 durchgeführten Untersuchung zu aktuellen Entwicklungstrends des Personalmanagements.132 Den Ergebnissen zufolge müssen insbesondere die Träger des Personalmanagements die Rolle eines "Change Agents" übernehmen, um die Mitarbeiter für internationale Tätigkeiten qualifizieren zu können. Die Herausforderungen liegen dabei beispielsweise in der Spezifikation und Konzeptualisierung von internationalen Anforderungsprofilen. Letzteres hat sich sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart [...]

Abhängigkeit von transaktionskostentheoretischen Einflussvariablen analysiert wurde, besteht das Ziel der folgenden Ausführungen darin, einen ersten Ansatz zu unternehmen, den Professionalisierungsgrad des internationalen Personalmanagements in Abhängigkeit von dem Ausbaustand des nationalen Personalmanagements zu analysieren. 5.2.1 Einflussfaktor: Institutionelle Einbindung des nationalen Personalmanagements Zunächst wird untersucht, ob die institutionelle Einbindung des nationalen Personalmanagements den Professionalisierungsgrad des internationalen Personalmanagements beeinflusst. Im Rahmen der folgenden Analyse wird auf die im ersten Teil dieser Arbeit konzipierten Modelle zum professionellen nationalen und internationalen Personalmanagement Bezug genommen. Auf nationaler Ebene wird im Rahmen der Dimension "Institutionelle Einbindung" der Schwerpunkt auf die Existenz eines Personalleiters und dessen hierarchische Positionierung im Unternehmen gelegt. Wie bereits in Abschnitt 2.2.2 angedeutet wurde, können in der Literatur vereinzelt Untersuchungen identifiziert werden, die im nationalen Kontext eine Analyse des Zusammenhangs zwischen der institutionellen Einbindung des Personalmanagements respektive zwischen der Existenz eines Personalleiters bzw. dessen Positionsmacht im Unternehmen und dem Professionalisierungsgrad des Personalmanagements zum Thema haben.131 Als Beispiel kann die empirische Untersuchung von Töpfer und Poersch angeführt werden. Die Forscher verfolgen das Ziel mittels einer schriftlichen Befragung von 853 Personalleitern mittelständischer- und Großunternehmen auf der Grundlage von externen Einflüssen den Stand und die Entwicklungsrichtungen des betrieblichen Personalwesens für die 90er Jahre aufzuzeigen. Bemerkenswert ist, dass die "externen Einflüsse", die aus der Sicht der Personalleiter Auswirkungen auf das Personalmanagement haben, lediglich die Einflussfaktoren "neue Technologien", "Marktveränderungen", "Wertewandel bei den Mitarbeitern" und andere umfassen. Der Einflussfaktor "Internationalisierung" wird explizit nicht in die Betrachtung einbezogen. Aus diesem Grund wird im Folgenden das Untersuchungsdesign von Töpfer und Poersch in reduzierter und daher modifizierter Form auf die internationale Ebene übertragen. Dabei wird das Ziel verfolgt, den Einfluss der institutionellen Einbindung des nationalen Personalmanagements auf den Professionalisierungsgrad des internationalen [...]

Arbeit zitieren:
Steinbach, Saskia Oktober 2002: Der Einfluss des Ausbaustandes des nationalen Personalmanagements auf den Professionalisierungsgrad des internationalen Managements mittelständischer Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
O.E. Williams, Mittelstand, Personalwirtschaftliche Grundsätze, Internationalisierung, Empirische Untersuchung

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