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Der Einfluß von Aktiengesellschaften auf die Bewertung von Anteilen im Wandel der Zeit

Der Einfluß von Aktiengesellschaften auf die Bewertung von Anteilen im Wandel der Zeit
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Thomas Wagner
  • Abgabedatum: Februar 1999
  • Umfang: 99 Seiten
  • Dateigröße: 1,6 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Universität Regensburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1861-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1861-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1861-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Wagner, Thomas Februar 1999: Der Einfluß von Aktiengesellschaften auf die Bewertung von Anteilen im Wandel der Zeit, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Dividendenpolitik, Unternehmenswert, Shareholder Value, Aktienrückkauf, Aktienkursbestimmung

Diplomarbeit von Thomas Wagner

Einleitung:

Die großen, weltweit agierenden institutionellen Anleger fordern im Interesse ihrer Kunden immer stärker eine angemessene Rendite des eingesetzten Kapitals. Die Globalisierung der Finanzmärkte, die vor allem einen schnellen, flexiblen und faktisch kostenlosen Transfer von Kapital bedeutet, verschärfte den weltweiten Konkurrenzkampf um knappe Kapitalressourcen. Aktionäre investieren ihr Anlagekapital nur zu den besten Renditen. Dies spiegelt sich in der Höhe der Börsenbewertung der Aktiengesellschaften als auch im Interesse der Anleger an Kapitalerhöhungen. Daher sind börsennotierte Gesellschaften im Hinblick auf die Sicherung einer langfristigen Eigenkapitalausstattung und dem Erhalt der wirtschaftlichen und rechtlichen Selbständigkeit angehalten, die Renditevorstellungen der Anteilseigner ernst zu nehmen und zu berücksichtigen. Die Aufgabe des Managements besteht nun darin, Maßnahmen zur Steigerung des Unternehmenswertes zu planen und zu kontrollieren. Die vorliegende Diplomarbeit diskutiert, welche Einflussmöglichkeiten der Aktiengesellschaften auf die Bewertung von Anteilen zur Verfügung stehen. Dies geschieht sowohl aus finanzierungstheoretischer als auch aus empirischer Sicht.

Gang der Untersuchung:

Zuerst wird erörtert, ob die Dividendenpolitik Einfluß auf den Unternehmenswert besitzt. Danach wird das Konzept und die Funktionsweise des Shareholder-Value Ansatzes erklärt. Dabei wird insbesondere auch auf die Relevanz der Kapitalstruktur eingegangen. Zusätzlich wird die Notwendigkeit erfolgreicher Investor Relations begründet. Das letzte Kapitel untersucht, inwieweit die Ausgestaltung von Aktienrückkaufprogrammen Auswirkungen auf die Bewertung von Anteilen besitzt. Die gesamte Diskussion wird nicht nur aus dem Blickwinkel der Unternehmen geführt, sondern sie stellt auch einen Leitfaden für institutionelle Kapitalanleger und Privatanleger dar, welche Maßnahmen der Manager zur Steigerung des Unternehmenswertes am wirkungsvollsten sind.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abkürzungsverzeichnis III
Abbildungs- und Formelverzeichnis V
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung und Begriffsdefinitionen 1
1.2 Themaabgrenzung und Gang der Untersuchung 4
2. Der Einfluß von Dividenden und Gewinnen auf den Marktwert des Unternehmens 6
2.1 Dividendenhöhe, Unternehmensgewinne und Aktienpreise aus finanzierungstheoretischer Sicht 6
2.1.1 Die Irrelevanzthese der Dividendenpolitik von Modigliani/Miller 6
2.1.2 Präferenz der Kapitaleigner für Dividenden und der Aktionärsanspruch auf alle Unternehmensgewinne 7
2.1.3 Kapitalmarkteffizienz, Signalfunktion der Dividenden und Aktienkurse 10
2.2 Dividendenhöhe und der Einfluß auf Aktienkurse aus empirischer Sicht 13
2.2.1 Aktienkursreaktion und Entwicklung der Unternehmensergebnisse infolge einer Veränderung der Dividendenhöhe 13
2.2.2 Dividendenhöhe und langfristige Aktienkursentwicklung 16
2.2.3 Zusammenfassung der empirischen Daten 20
2.3 Steigerung der Unternehmensergebnisse und Entwicklung des Marktwertes 21
2.3.1 Unternehmensgewinne und empirische Aktienkursentwicklung 21
2.3.2 Gewinnmaximierung und Aussagekraft des Bilanzgewinns 23
2.4 Zusammenfassung 27
3. Das Shareholder-Value Konzept und Investor Relations 28
3.1 Bedeutung des Shareholder-Value Ansatzes 28
3.2 Darstellung des Shareholder-Value Konzeptes 31
3.2.1 Wertsteigerungsanalysen auf Basis von Zahlungsgrößen 31
3.2.2 Unternehmensbewertung und Prüfung der Vorteilhaftigkeit von Investitionen 32
3.2.2.1 Ermittlung von freien Cash-Flows, Endwert und Barwert des Fremdkapitals 35
3.2.2.2 Bestimmung der Kapitalkosten und der Einfluß der Kapitalstruktur 38
3.3 Shareholder-Value und die Notwendigkeit der Berichterstattung an Aktionäre im Rahmen der Investor Relations 46
3.3.1 Leistungsanreize und Motivation für eine umfassende Informationspolitik des Managements durch geeignete Entlohnungsstrukturen 47
3.3.2 Grundzüge einer geeigneten Informationspolitik und Shareholder Reporting 48
3.4 Zusammenfassung 53
4. Aktienrückkäufe und Erhöhung des Unternehmenswertes 56
4.1 Beobachtete Gefahren in Bezug auf Aktienrückkäufe und gesetzliche Rahmenbedingungen 57
4.2 Methoden des Aktienrückkaufs 59
4.3 Hintergründe und Absichten des Erwerbs eigener Anteile 61
4.4 Empirische Beobachtungen der Kursentwicklung infolge der Aktienrückkäufe 64
4.5 Erklärungsansätze, Plausibilitätsprüfung für die positive Marktwertentwicklung infolge der Aktienrückkäufe 67
4.5.1 Klassische Finanzierungstheorien als Erklärungsgrundlage 68
4.5.2 Erklärungsansätze im Rahmen der modernen Agency-Problematik und der Signalhypothese 70
4.6 Zusammenfassung 75
5. Zusammenfassung und Interpretation der Untersuchungsergebnisse 77
Literaturverzeichnis VII
Ehrenwörtliche Erklärung XIV

Automatisiert erstellter Textauszug:

Allerdings sind die Unternehmen unterschiedlich vom Marktrisiko betroffen, was sich in einer verschieden hohen Volatilität der Aktienkurse im Vergleich zum Gesamtmarkt darstellt. Die unternehmensspezifische Anpassung der durchschnittlichen Marktrisikoprämie wird mit Hilfe eines Beta-Koeffizienten (ß) vorgenommen, der die unterschiedliche Schwankungsbreite mißt.137 Die Marktrisikoprämie berechnet sich aus der Differenz zwischen der erwarteten Rendite des Marktportfolios und dem Zinssatz einer risikolosen Anlage.138 Die erwartete Marktrendite sollte sich dabei auf einen Index beziehen, in dem die Aktie gelistet ist.139 Bei der Bestimmung des risikolosen Zinssatzes ist darauf zu achten, daß die Laufzeit dieser Anlage mit dem Prognosezeitraum der freien Cash-Flows übereinstimmt, da sonst die Höhe der Kapitalkosten verzerrt wird.140 Zusammenfassend ergeben sich die Eigenkapitalkosten nach Formel 7. [...]

te- und Zahlungsvereinbarungen mit dem Aktionär existieren. Außerdem tragen die Eigentümer grundsätzlich ein höheres Risiko, da die vorrangige Bedienung der Fremdkapitalgeber durch den Residualanspruch geregelt ist. Daher muß sowohl festgelegt werden, wie Eigenkapitalkosten zu definieren sind, als auch mit welchem Modell sie folglicher Weise gemessen werden können. Rappaport verwendet zur Bestimmung der Eigenkapitalkosten das auf der Kapitalmarkttheorie basierende Capital Asset Pricing Model (CAPM).135 Dabei wird zwischen einem speziellen aber diversifierbaren Unternehmensrisiko und einem systematischen, nicht diversifizierbaren Marktrisiko unterschieden. Das Unternehmensrisiko bezieht sich auf die Unsicherheit bezüglich der zukünftigen Ergebnisentwicklung und Insolvenzgefahr. Mit der modernen Portfoliotheorie wurde aber gezeigt, daß dieses spezielle Risiko durch ein aus mehreren Aktien bestehendes Portfolio fast gänzlich diversifizierbar ist. Da Aktionäre können ein solches Portfolio zu ihrem eigenen Vorteil nahezu kostenlos realisieren. Damit gelten weder die erwarteten Unternehmensgewinne noch das damit einhergehende spezielle Unternehmensrisiko als Bestimmungsfaktor für die Kapitalkosten. Im Gegensatz dazu ist das Marktrisiko für den Aktionär grundsätzlich nicht diversifizierbar. Das Marktrisiko bezieht sich auf gesamtwirtschaftliche Konjunkturschwankungen. Die Gewinne aller Unternehmen sind damit beeinträchtigt. Der Aktionär kann sein finanzielles Verlustrisiko hieraus nicht durch ein entsprechendes Portfolio eliminieren. Hierfür verlangt er schließlich einen Risikozuschlag. Daneben fordert der Aktionär einen Ausgleich seiner Opportunitätskosten in Form eines Zinssatzes, den er für eine risikolose Kapitalanlage erhielte.136 Dieser Basiszins plus Risikozuschlag muß daher von Unternehmen mindestens erwirtschaftet werden, um die Ansprüche des Aktionärs zu erfüllen. Diese Mindestverzinsung entspricht nach der Kapitalmarkttheorie den Eigenkapitalkosten. [...]

Ermittlung des Barwertes des Fremdkapitals Der Barwert des Fremdkapital kann durch Diskontieren der rückzahlbaren Fremdmittel mit einem der restlichen Laufzeit angepaßten Kapitalmarktzinssatz ermittelt werden. Schließlich könnten diese Finanzmittel zu diesem sicheren Zinssatz angelegt werden.133 3.2.2.2 Bestimmung der Kapitalkosten und der Einfluß der Kapitalstruktur Die Bestimmung der Kapitalkosten Die Finanzierung der Investitionen erfolgt durch das von Fremdkapitalgebern und Aktionären bereitgestellte Kapital. Die Höhe des zur Verfügung gestellten und rückzahlbaren Betrags des Fremdkapitals sowie die geforderte Verzinsung und andere Nebenentgelte sind vertraglich festgelegt. Die Ermittlung der Fremdkapitalkosten kann durchaus komplex sein, da mittlerweile viele verschiedene Finanzierungformen angewandt werden. Der Einblick in die konkrete Fremdfinanzierungsgestaltung sollte dies aber ermöglichen.134 Die Bestimmung der Eigenkapitalkosten gestaltet sich allerdings ungleich schwerer, da keine bestimmten Rendi132 [...]

Arbeit zitieren:
Wagner, Thomas Februar 1999: Der Einfluß von Aktiengesellschaften auf die Bewertung von Anteilen im Wandel der Zeit, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Dividendenpolitik, Unternehmenswert, Shareholder Value, Aktienrückkauf, Aktienkursbestimmung

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