Die Einbindung des Realoptionsansatzes in das Target Costing und die Lebenszyklusrechnung
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Christian Reuter
- Abgabedatum: März 2003
- Umfang: 83 Seiten
- Dateigröße: 529,4 KB
- Note: 2,3
- Institution / Hochschule: Universität zu Köln Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-6925-2
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-6925-2 P - ISBN (CD) :978-3-8324-6925-2 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Reuter, Christian März 2003: Die Einbindung des Realoptionsansatzes in das Target Costing und die Lebenszyklusrechnung, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Strategisches Kostenmanagement, Sharholder Value
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Diplomarbeit von Christian Reuter
Zusammenfassung:
Diese Diplomarbeit behandelt die Integration des Realoptionsansatzes in die Lebenszyklusrechnung und das Target Costing als Instrumente des strategischen Kostenmanagements. Es wird dabei geprüft, ob die Wahlmöglichkeiten und Handlungsflexibilitäten des Managements einen Einfluss auf die optimale Kostengestaltung im Rahmen des strategischen Kostenmanagements besitzen und deshalb berücksichtigt werden müssen. Die Lebenszyklusrechnung sowie das Target Costing werden dabei wertorientiert konzipiert, d.h. das strategische Kostenmanagement wird auf das Ziel einer Shareholder Value Maximierung ausgerichtet. Die gesamten Ausführungen in dieser Diplomarbeit werden durch zahlreiche Beispiele verdeutlicht, um eine schnelle Nachvollziehbarkeit zu gewährleisten.
Der Realoptionsansatz basiert auf der finanziellen Optionspreistheorie. Deshalb werden zunächst im 2. Kapitel die Grundlagen der finanziellen Optionspreistheorie behandelt und mit dem Binomialmodell von Cox/Ross/Rubinstein sowie dem Black & Scholes Modell zwei Modelle zur Bewertung von Optionen dargestellt. Des weiteren werden die Werttreiber von Finanzoptionen vorgestellt.
Im 3. Kapitel wird der Realoptionsansatz vorgestellt, indem die verschiedenen Typen von Realoptionen (Warteoption, Fortsetzungsoption, Expansionsoption, Innovationsoption, Abbruchoption, Einschränkungsoption, Stillegungsoption, Umstellungsoption) sowie der Bewertungsprozess erläutert werden. Der Bewertungsprozess wird dabei anhand eines Anwendungsbeispiels verdeutlicht. Anschließend wird kurz auf die Limitationen des Realoptionsansatzes eingegangen. Im 4. Kapitel wird der Realoptionsansatz in die wertorientierte Lebenszyklusrechnung und das wertorientierte Target Costing anhand von Fallbeispielen integriert. Dabei wird anhand eines Modells herausgestellt, dass die Berücksichtigung von Realoptionen dazu führt, dass sich das strategische Kostenmanagement am erweiterten Kapitalwert als Zielgröße orientieren muss. Die Handlungsflexibilitäten vor, während und nach der Investitionsphase erhöhen somit nicht nur den Wert von Projekten, sondern beeinflussen auch die optimale Kostengestaltung im Rahmen des strategischen Kostenmanagements.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einführung | 1 |
| 2. | Grundlagen der finanziellen Optionspreistheorie | 2 |
| 2.1 | Typologie von Finanzoptionen | 2 |
| 2.2 | Bewertung von Finanzoptionen | 4 |
| 2.2.1 | Grundlagen der Bewertung | 4 |
| 2.2.2 | Das Binomialmodell von Cox/Ross/Rubinstein | 5 |
| 2.2.2.1 | Das einperiodige Binomialmodell | 5 |
| 2.2.2.2 | Das mehrperiodige Binomialmodell | 9 |
| 2.2.2.3 | Das Binomialmodell für amerikanische Option | 13 |
| 2.2.2.4 | Das Binomialmodell mit Dividenden | 15 |
| 2.2.2.5 | Grenzwertresultat des Binomialmodells | 16 |
| 2.2.3 | Das Black & Scholes Modell | 18 |
| 2.3 | Werttreiber von Finanzoptionen | 19 |
| 3. | Der Realoptionsansatz | 22 |
| 3.1 | Typologie von Realoptionen | 22 |
| 3.2 | Bewertungsprozess des Realoptionsansatzes | 27 |
| 3.3 | Anwendungsbeispiel | 28 |
| 3.4 | Limitationen des Realoptionsansatzes | 31 |
| 4. | Einbindung des Realoptionsansatzes in Instrumente des strategischen Kostenmanagements | 32 |
| 4.1 | Strategisches Kostenmanagement | 32 |
| 4.1.1 | Begriff und Handlungsfelder | 32 |
| 4.1.2 | Integration von strategischem Kostenmanagement und wertorientierter Unternehmensführung | 33 |
| 4.2 | Wertorientierte Lebenszyklusrechnung | 36 |
| 4.2.1 | Grundlagen der Lebenszyklusrechnung | 36 |
| 4.2.2 | Prinzipien der Lebenszyklusrechnung | 38 |
| 4.2.3 | Einbindung des Realoptionsansatzes | 42 |
| 4.2.3.1 | Grundlagen | 42 |
| 4.2.3.2 | Integration einer Abbruchoption | 44 |
| 4.2.3.3 | Integration einer Erweiterungsoption | 48 |
| 4.3 | Wertorientiertes Target Costing | 49 |
| 4.3.1 | Grundlagen und Konzepte des Target Costing | 49 |
| 4.3.2 | Phasen des wertorientierten Target Costing | 51 |
| 4.3.2.1 | Zielkostenfestlegung | 51 |
| 4.3.2.2 | Zielkostenspaltung und –erreichung | 54 |
| 4.3.3 | Einbindung des Realoptionsansatz | 60 |
| 5. | Ausblick | 63 |
| Anhang | 65 | |
| Literaturverzeichnis | 69 | |
| Erklärung | 75 |
das Ziel der wertorientierten Unternehmensführung (Maximierung des Shareholder Value) auszurichten.1 Die Discounted Cash Flow Methoden können zur Bestimmung des Unternehmenswertes für die Anteilseigner verwendet werden.2 Im weiteren wird der Entity Ansatz mit dem Konzept der gewogenen durchschnittlichen Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital – Konzept) vorgestellt. Der Entity Ansatz ermittelt den Shareholder Value in zwei Stufen. Zunächst wird der gesamte Unternehmenswert (Wert des Eigen- und Fremdkapitals) auf der Basis von periodenspezifischen Free Cash Flows ermittelt. Bei den Free Cash Flows einer Periode handelt es sich um erwartete Zahlungsüberschüsse aus der Unternehmenstätigkeit der Periode, die den Eigen- und Fremdkapitalgebern zur Verfügung stehen.3 Die folgende Abbildung 3.1 gibt ein Schema zur direkten Bestimmung der Free Cash Flows an: Betriebliche Einzahlungen aus der laufenden Unternehmenstätigkeit = = = Betriebliche Auszahlungen aus der laufenden Unternehmenstätigkeit Betrieblicher Cash Flow (vor Zinsen und vor Steuern) Ertragssteuerzahlungen Betrieblicher Cash Flow (vor Zinsen und nach Steuern) Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen in das Anlagevermögen Erhöhung des Working Capital Free Cash Flow [...]
Das strategische Management des Kostenniveaus hat die Aufgabe, das Kostenniveau der Produkte durch eine Verringerung der eingesetzten Faktormengen (z.B. durch den Abbau nicht wertschöpfender Ressourcen) und/oder der Faktorpreise (z.B. durch einen niedrigeren Einkaufspreis von Zuliefererteilen) zu senken. Das strategischen Management der Kostenstruktur hat die Aufgabe, die relative Zusammensetzung der Kosten optimal zu gestalten. Die Kostenstruktur kann u.a. durch eine Differenzierung von variablen und fixen Kosten sowie von Einzel- und Gemeinkosten beschrieben werden. Das strategische Management der Kostenverlaufs hat die Aufgabe, den Verlauf der Kosten in Abhängigkeit von der Produktionsmenge oder anderen Kosteneinflussgrößen optimal zu gestalten. Dabei sollen generell degressive Kostenverläufe angestrebt werden, beispielweise indem die Komplexität von Produkten, Prozessen und Ressourcen verringert wird. [...]
Das Unternehmensumfeld hat sich in den letzten Jahren grundlegend und nachhaltig verändert. Die Liberalisierung von zahlreichen Branchen, der Abbau von zwischenstaatlichen Handelsbeschränkungen, bestehende Überkapazitäten sowie ein geringes Wachstum der westlichen Industriestaaten führen zu einem verschärften Wettbewerb zwischen den Unternehmen. Die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens kann als Folge des verschärften Wettbewerbs und damit verbundenen Preiskämpfen in zunehmenden Maße nur beibehalten bzw. verbessert werden, wenn die Kosten der angebotenen Produkte gesenkt werden können.2 Dieser Kostendruck der Unternehmen führt dazu, dass die Kosten nicht mehr ausschließlich als Erfassungs- und Verrechnungsobjekt, sondern auch als Gestaltungsobjekt betrachtet werden müssen.3 Das strategische Kostenmanagement hat die Aufgabe, die Entstehung der Kosten von Produkten, Prozessen und Ressourcen zu analysieren und durch konkrete Maßnahmen derart zu gestalten, dass ein übergeordnetes Unternehmensziel (z.B. Maximierung des Return on Investment oder des Shareholder Value) erreicht wird.4 Die Kostengestaltung muss dabei frühzeitig im Lebenszyklus eines Produktes erfolgen, denn in der Entwicklungs- und Konstruktionsphase werden nach Erfahrungsberichten bereits 70 bis 90 % der späteren Produktkosten festgelegt. In den darauf folgenden Lebenszyklusphasen sind die Dispositionsmöglichkeiten über Kosten demnach gering.5 [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832469252
Arbeit zitieren:
Reuter, Christian März 2003: Die Einbindung des Realoptionsansatzes in das Target Costing und die Lebenszyklusrechnung, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Strategisches Kostenmanagement, Sharholder Value



